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Mittwoch, 10. April 2013

Nochmals zu Gewalt und Sex

Jetzt muss ich doch noch mal über die anderen Sexualerlebnisse schreiben.

Grundsätzlich gehe ich jetzt davon aus, dass es viel unter der Sonne gibt, was Menschen miteinander Spaß machen kann.
In diesem Fall kann es möglich werden oder auch nicht, was man vorher aber auch nicht wissen kann. Schon gar nicht jemand anders.

Da ist jetzt dieser Mann, der es mag, Gewalt in der Sexualität auszuleben. Was genau er will, weiß ich nicht, aber er träumt von einem eigenem Raum im Keller. Es geht unter anderem in Richtung Vergewaltigungsszenen.

Er ist jetzt 38 Jahre und hat diese Neigung an sich vor etwa 6 Jahren entdeckt. Früher hat er sehr viel getrunken und war öfters im Gefängnis wegen Gewaltdelikten.
Seine jetzige Freundin ist so, dass sie Liebesromane liest und im Fernsehen bei Krimis keine Toten oder Gewaltszenen sehen kann.
Sie weigert sich, seine Horrorfilme mit ihm anzusehen und seine Bücher will sie auch nicht lesen, was ihn enttäuscht.

Er spricht sie schon länger darauf an, dass sie sich pearcen lassen soll, wenigstens für ihn. Ich gehe davon aus, dass es sich nicht um Pearcings nur beim Nabel handelt. OK, ich kann mir mittlerweile wirklich vorstellen, dass das Menschen antörnt. Auch wenn der Mann an seiner Vorhaut Pearcings drauf hat. Ob man da wohl als Frau was spürt? Na ja, wahrscheinlich geht es gar nicht darum.
Jedenfalls macht sie das ganz wuschelig, dieser, sein Wunsch.

Am Wochenende ist eine Tätowierungs- und Sexmesse. Er geht hin und würde sie gerne mitnehmen. Derweil kann sie es für sich nicht vorstellen, dort hin zu gehen. Sie hat ihn gebeten, er soll sich dort keine neuen Tatoos oder Pearcing machen lassen. 

Letztes Wochenende hat er ihr seine Neigungen gesagt, denn er meint, bevor er zu ihr zieht muss sie wissen was er gerne mag. Er sieht seine Chancen aber gut, denn sie sei eine Neugierdsnase. Er geht davon aus, dass sie sich auf seine Wünsche einlassen wird. Denn wie er sagt, was sie nicht kennt kann sie nicht ablehnen.

Die sind jetzt 1 Jahr zusammen und das war vorher anscheinend nie Thema. Sie sieht seine Pearcings und die Tätowierungen und hat nicht nachgefragt ob er sich auf härteren oder anderen Sex steht. Und er hat ihr 1 Jahr lang nichts gesagt. Unglaublich. Also Blümchensex mit ihr gehabt.

Und ich hoffe, dass ich jetzt nicht abwertend klinge. Die Frau hat er in der Psychiatrie kennengelernt, wie auch schon 2 Freundinnen vor ihr. Die Frau war wegen einer bipolaren Störung, früher hat man dazu manisch-depressiv gesagt, dort.
Ich habe ihn auf seine Verantwortung ihr gegenüber angesprochen. Er hat auf sie zu achten, denn sonst kann er sie womöglich in der Psychiatrie besuchen.
Ich traue ihm einfach nicht, dass er ihre Grenzen im Blick hat. Denn ob sie die kennt bezweifle ich. Er ist derjenige, der Phantasie und Vorstellung darüber hat. Ich hoffe sehr für sie, dass sie Nein sagen kann (damit hat sie wie viele andere auch Probleme!).

Sie werden es sich ausmachen und im besten Fall jetzt schon ausprobieren ob sie unter diesen geänderten Bedingungen zsammenpassen.
 

Kommentare:

  1. Ich glaube nicht, dass die zwei wirklich zusammenpassen. Und ich finde es unfair von ihm, dass er der Frau erst nach einem Jahr reinen Wein einschenkt. Lebensentwürfe und sexuelle Bedürfnisse/Vorlieben sollte man immer am Anfang einer Beziehung klären, denn wie soll sich der andere dann entscheiden können, worauf er sich einlassen möchte und worauf nicht?

    Wenn die Frau eine bipolare Störung hat, dann sehe ich die Gefahr, dass sie ihm zuliebe mitmacht, nicht bei sich bleibt und am Ende vielleicht sogar körperlich verletzt wird (Vergewaltigungsphantasien).

    Ich hoffe, dass die Frau lernt bei sich zu bleiben und vllt. auch Unterstützung von Therapeuten/Freunden hat.

    Lg
    Maja

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  2. Ob das mal gut geht...

    Hm.

    Halt uns auf dem Laufenden.

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