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Freitag, 31. Mai 2013

Kraft und Mut

Der Unterschied zwischen Kraft und Mut

Man braucht Kraft, um stark zu sein,
aber man muß Mut haben, um höflich zu sein.

Man braucht Kraft, um sich zu verteidigen,
aber man muß Mut haben, um vertrauen zu haben.

Man braucht Kraft, um einen Kampf zu gewinnen,
aber man muß Mut haben, um sich zu ergeben.

Man braucht Kraft, um recht zu haben,
aber man muß Mut haben um zu zweifeln.

Man braucht Kraft, um stabil zu bleiben,
aber man braucht Mut, um aufrichtig zu bleiben.

Man braucht Kraft, um seine eigenen Fehler zu verbergen,
aber man braucht Mut um dieselben zu einzugestehen.

Man braucht Kraft, um das Unrecht zu ertragen,
aber man braucht Mut, um dasselbe zu beenden.

Man braucht Kraft, um alleine zu bleiben,
aber man braucht Mut, um Hilfe zu bitten.

Man braucht Kraft zum Lieben,
aber man braucht Mut, um geliebt zu werden.

Man braucht Kraft, um zu überleben,
aber man braucht Mut zum Leben.
Berthold Auerbach

Donnerstag, 30. Mai 2013

Zusammenfassung

An Dienstag war ich um 8 Uhr 45 mit meinem Mann beim Bauunternehmer und wir haben uns mit dem Bausachverständigen getroffen, da das Gutachten nicht positiv war.

Also, der Sachverständiger fährt in einem Jaguar vor. In einem Jaguar! Ich hätte es eh nicht bemerkt, den für mich war das Auto einfach schwarz, aber den beiden Männer ist es aufgefallen und sie meinten, dass das Geschäft wohl nicht schlecht laufen dürfte.
Da sitzen die beiden alten Männer (der meine und der Baumensch) und der eine sagt zum Anderen, "oba oald ist der no ned". Meiner meint: Jo schau dan oh, der hot doch weiße Hoar.
Herein ist ein durchaus attraktiver Mann gekommen. Mit schneeweißem Haar zwar, aber sicherlich jünger als meine beiden Mannersleut hier herinnen.

Das Gutachten wird berichtigt. Der Mensch bekommt für eine Stunde Arbeit 1.800 Euro, dafür hat er sich den Kostenvoranschlag in keinster Weise durchgesehen und auch einiges andere nicht registriert. Erst bei dem Gespräch wurden die relevanten Dinge besprochen.
Unser Baumensch sagte, wenn dieser Typ das Gutachten ernst nehmen würde, säße er einige Stunden davor. Das hat er definitiv nicht gemacht.
Sonst könnte er sich keinen Jaguar leisten.

Wäre der Baumensch nicht an dem Gutachten dran geblieben, ich hätte jetzt mit dem Umbau eh nichts mehr gemacht. Ich tu mich derzeit nur pflegen. Das ist ausreichend.

Und mein Schicksal derzeit in des Vaters Angelegenheiten ist das Warten.

Der Gutachter braucht noch Unterlagen, die bekommt er in zwei Wochen, da dann die Planerin wieder aus dem Urlaub zurück ist. Gut, dann braucht er noch 2 Wochen für das neue Gutachten. Dann setzen wir uns zusammen und besprechen das Gutachten und ich hoffe, dass es dann passt.
Dann muss ich mir mit dem Richter einen persönlichen Gesprächstermin ausmachen. Ich bin gespannt wie lange da dann die Wartezeit ist, denn Sommer und Gericht heißt Sommerpause. Dann haben wir schon Herbst. Und dann sollte die Entscheidung des Gericht ob Ja oder Nein zum Umbau kommen.

Gut, dass ist das Eine, das Andere ist, dass ich auf das Einbringen der Klage gegen die betrügerische Frau warte. Sie und ihr Anwalt geben keine Auskünfte sondern spielen auf Zeit.
Es ist eine Strategie die ich bisher schlecht ausgehalten habe, aber im Prinzip läuft mir nichts mehr davon.
Anscheinend ist es gang und gäbe unter den Rechtsanwälten, dass sie "auf Zeit spielen", die andere Partei damit mürbe machen wollen, ......
Wenn man das nicht aushält, erreicht die gegnerische Partei das, was sie will.
Ganz habe ich den Sinn dahinter noch nicht verstanden.

Und jetzt werde ich mich auf den Heimtrainer schwingen, den mp3 player anwerfen, denn dann ist es kurzweiliger und die Zeit nicht soooo lang. Dann ab in die Dusche, ein selbst zusammen gepanschtes Peeling rauf schmieren, Haare waschen und relaxen.

Und jetzt einen Salat mit Feta.



Die Waage zeigt immer noch die 112 Kilo an, auf denen hänge ich. Aber, in der Arbeit haben wir einiges an Kuchen und Kekse geschenkt bekommen. Und statt richtigem Essen habe ich 2-3 mal bei diesem süßen Zeugs zugeschlagen. Mein Joghurt und das Obst habe ich liegen gelassen. Hmpf.



Donnerstag, gemütlich

Das Wetter ist wie gehabt trüb und regnerisch. Ich habe heute bis 11 Uhr 30 geschlafen, dann gefrühstückt und jetzt bin ich seit 2 Stunden in den Blogs unterwegs. Ich sitze am Küchenfenster und bekomme für den heutigen Tag doch glatt Helligkeit ab. 
Der Rasen, den der Mann am Dienstag mit der Sense mähte sieht durch den Regen heute nicht mehr so zerrupft aus. Wir haben das Mähen des Garten bei den spärlichen trockenen Tagen immer übersehen und irgendwann war das Gras halt einen halben Meter hoch. Dafür sind alle kahlen braunen Stellen jetzt zugewachsen.
Der Mann konnte sich an seine Zeit als Landarbeiter erinnern und durfte wieder mit der Sense mähen. Insgeheim habe ich die Vermutung, dass er es darauf ankommen lassen wollte.

Sonntag, 26. Mai 2013

Wieso begann ich so zu fressen?

So, ich werde mich mal mit der Geschichte befassen, die meine extreme Fressucht auslöste und mir eine gewaschene Verzweiflung bescherte. Da habe ich noch etwas offen und für mich aufzuarbeiten.
Zumal die Sache jetzt für unser Team wieder aktuell geworden ist. Mir bleibt einfach nichts anderes übrig, als das nochmal aufzurollen und anzusehen. Diesmal aus der Distanz.

Das begann 2009 auf der Arbeit.
Ich habe eine stark gehbehinderte Kollegin. Die hat dieses Leiden seit ungefähr 20 Jahren. Der einzige Arzt zu dem sie ging, war ein Rheumatologe, der für sie sehr passend war, da er sie zu nichts anderem motivieren wollte und sie in der Beibehaltung ihrer Diagnose unterstützte. Ein Privatarzt, der für sein Geld weiß, was er zu tun hat. Ja,ja, sie hat Rheuma und Restless Legs. Grundsätzlich wirklich schlimme Krankheiten.
Von dem Rheumatologen bekam sie Cortison Tabletten, die sie sehr unregelmäßig genommen hat. Die Frau hatte immer starke Schmerzen und tat sich zunehmend schwer mit dem Gehen.
Tagtäglich hörten wir ihre Klagen und sie zeigte uns ihre stark geschwollenen Beine, kaum dass sie einer Ansichtig wurde.
Die Crux an der Sache ist aber die, dass wir mit einem anderen Team auf der selben Etage sind und deren Chef , der selbst schwer behindert ist, ein sehr guter Freund der behinderten Kollegin ist und darauf achtet, dass sie von niemanden blöd angequatscht wird.
Tja, weil grundsätzlich denkt man sich, dann sage ich es ihr, dass mich ihr Verhalten belastet (und ich es übergriffig finde).

2009 wurde sie überredet, in die Nervenklinik zu gehen um einmal zu erfahren, was bei ihr los ist und ob man medikamentös Adäquateres für sie finden kann. Und da ist dann herausgekommen, dass sie keine Restless Legs und kein Rheuma hat, sondern rezidivierende Multiple Sklerose.
Jeder Kollegin und jedem Kollegen in den 3 Stockwerken mußte sie von der Diagnose erzählen und das das nur eine Verlegenheitsdiagnose ist. OK.

Und dann ist es weitergegangen.
Sie fing an sehr leidend zu schauen, noch mehr zu klagen und dass ihr alles weh tut. Gleichzeitig erzählte sie sehr stolz, dass sie das Cortison und die Schmerztabletten wieder einmal einige Tage nicht genommen hat. Auch noch ihre Sache.

Aber, sie begann für sich selbst noch weniger Sorge zu tragen als eh schon. Saß da, eingesunken auf ihrem Stuhl und glotzte aus ihren langen Haaren, die nahezu das ganze Gesicht bedecken, hervor.
Meine Kolleginnen und Kollegen begannen sie zu fragen was sie denn braucht. "Anna, was brauchst du den, Anna darf ich dir einen Kaffee bringen. Anna, darf ich dir einen Hocker unter die Beine schieben. Anna, darf ich deinen Aussendienst mit mitmachen. Darf ich dir die Anträge schreiben......
Und sie bedankte sich nicht sondern sagte laut, "ja wenn ihr mir das tun wollt seid ihr selber schuld".
Die Kollegen, sagten mir, dass sie der Anna die Demütigung ersparen wollen um Hilfe zu bitten.

Dann begann es, dass sie sich weigerte alleine im Büro zu sein. Sie mußte dann nämlich das Telefon bedienen (cirka 5-6 Anrufe) und wenn es Unvorhergesehenes gab, sich darum kümmern. Das wollte sie nicht machen.
Eine Kollegin von mir sagte freiwillig ihren dreiwöchigen Urlaub für sie ab, damit nur ja genug Leute im Büro sind, damit sie nur ja nicht allein sein würde wenn unvorhergesehenes passieren würde. "Natürlich schaue ich auf dich, du sollst es gut haben hier".

Ich wurde während dieser Entwicklung immer fassungsloser und zorniger auf Anna und meine Kollegen. Weigerte mich bei diesem Affentheater mitzumachen.
Wir bekamen auch Probleme mit der Chefität, da sie ihre Arbeit nicht mehr ausreichend machte. Ich habe dann zu ihm gesagt, dass es Probleme mit der Krankheit und dem Verhalten von Anna gibt.
Diese Aussage wurde von ihm an den behinderten Leiter und Freund der Anna weiter getragen. Und zusammen mit meiner Weigerung auch für sie zu dürfen hat das halt eingeschlagen.


Samstag, 25. Mai 2013

Reha Klinik, Entscheidung

Ich habe mir heute die Homepage der Reha Klinik angesehen und von den Schulungsthemen gelesen. Keine davon will ich brauchen. Die richtigen Lebensmittel einkaufen, fettreduziert kochen lernen, Termine bei der Diätologin um ein richtiges Verhältnis zu der richtigen Nahrungsauswahl zu finden,....
Ich wünsche mir Wohlsein. Ein positives Gefühl für meinen Körper zu finden. Entspannung in stressigen Momenten (Tai Chi, Rituale einhalten, Mudras, Zeit für einige Übungen während des Tages,....) ohne zum Essen zu greifen.
Dann, fettreduziert, zuckerfrei, kohlehydratefrei kann ich kochen und ich kenne mich auch mit den Lebensmittel gut aus.
Ich müßte mich entscheiden ob ich eine sehr unangenehme Patienten sein werde, die alles in Frage stellt oder einfach angepaßt bin und auf interessiert heuchelt damit sie in der Gruppe nicht angefeindet wird, was ja auch nicht schön und angenehm ist..
Und viel Sport. Finde ich gut. Macht mir sicher auch Spass. Aber ins Chlorwasser bekommt mich sicher niemand, Nordic walking in der Gruppe und das mich wer zu Höchstleistung antreiben und motivieren will - sicher nicht mit mir, da gibt es Streit und Weigerung. Wenn ich mich nicht anpasse, dann würde ich in so einem Moment, wenn es mir zu blöd vorkommt, dem Trainer sagen, dass er mich am A. l. kann und stantepede umdrehen.Was mir Spass machen würde ist Rad fahren, Gerätetraining, Spazieren gehen in meinem eigenen Tempo(denn gerade ich kann zu ehrgeizig werden und dann kommt der Frust) und die Yogaübungen, die für meinen Rücken passend sind. Diese Rückenstrecker usw. mache ich nicht, denn dann brauche ich den Chiropraktiker. Und gerade die werden so angepriesen zu Stärkung der Muskulatur.

Fazit: Derzeit ist das nichts für mich. Es wäre keine Auszeit während der ich Kraft tanken könnte.
Ich kann es jetzt nicht gebrauchen, dass ich was Neues anreiße. Mir reicht es, das Jetzt so halbwegs stabil zu halten.

Ich erhole mich gerade psychisch. Da bin ich eh genug mit mir beschäftigt. Und ja, ich brauche Kraft, damit ich auf mich achten kann. Damit ich mir gute Sachen kochen kann, nicht fresse usw. Kraft um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
Einen Termin mit dem Bausachverständigen gibt es wieder am Dienstag, da brauche ich auch meinen Kopf. Belastungen sind doch noch genug da.
Im Team will ich jetzt nicht fehlen, gerade jetzt, mit dem Problemen mit den beiden Kolleginnen. Ein Fehlen jetzt ist für mich langfristig nicht förderlich, sie würden es mir übel nehmen wenn ich mich jetzt schleichen würde. Ausserdem will ich mitbestimmen in welche Richtung wir gehen wollen!
In 4 Woche habe ich Urlaub.

Absagen werde ich den Termin in der Reha noch nicht, sondern auf Herbst verschieben. Dann hat sich bei mir wieder was verändert und ich werde meine Einstellung und meinen Zustand und das Angebot nochmals überprüfen.

Ganz liebe Grüße an Euch
ganga


Nachtrag: Mir geht es besser. Ich bekomme wieder Kampfgeist.

Freitag, 24. Mai 2013

Adipositas Reha

Danke für eure Kommentare!
Ich habe heute mit der Adipositas Klinik telefoniert. Ich bin davon ausgegangen, dass man mit mir zuerst einen Beratungstermin vereinbaren möchte. Damit ich mir anhören kann, was sie anbieten und um abzuklären ob das für mich hilfreich ist oder nicht.
Sie wollten einen Termin ausmachen, wann ich sozusagen bei ihnen einchecke. Aber nicht so schnell mit den jungen Pferden. Mir ist es wichtig zu wissen, was mich dort für 22 Tage erwarten soll.
Es ist so, dass sie mir viele Kurse anbieten. Es geht um das fettreduzierte Kochen und das Einsparen von Kohlehydrate, man kann auch zu einer Diätologin, weiters geht man Nordic Walking, hat Ausdauertraining, Aquagymnastik, Gerätetraining usw. Es ist bei denen zu einem großen Teil auf Sport ausgerichtet.

Sowohl das Kommentar von Manuela, zum Ja für die Klinik als auch von Kati zum Nein hat was.
Das sind die Argumente.

Ja, es wäre eine Auszeit, weg von den Sorgen und ich bin ausreichend beschäftigt. Nur wenn ich mich so in der Gruppe sehe, sehe ich mich nicht als lustige ausgelassene Dicke, sondern als ausgebranntes Wrack, dass sich seit 24.4.2013 von dem Vater und seiner Jetti fern hält und wieder zu sich kommt.

Und meine Ernährung habe ich gefunden. Das ist mäßig Kohlehydrate in Form von Brot, Butter, Marmelade oder Schinken in der Früh.
Obst, Joghurt, Topfen, Gemüse zu Mittag. Ich liebe Obst und das will ich auch weiter essen.
Und Fleisch (wenn es denn sein muss), Fisch und Gemüse eventuell auch Topfenaufstrich zu Abend. Ab spätestens 18 Uhr nichts mehr.
So kann ich leben.

Und ja, jetzt erst, seit ich mich von diesem Vater und sener Alten zurückziehen konnte, weil die Unterkunft geregelt ist, erst jetzt kann ich die Pfoten vom Essen lassen. Ich will mich auch gar nicht mehr anfuttern, den das hindert mich am mich selbst fühlen und spüren. Und ich habe das Gefühl, dass ich Klarheit brauche und mich selbst spüren will. Mich selbst, wie es mir wieder besser geht.

Na da bin ich gespannt zu was ich komme.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Adipositas Klinik

Jetzt habe ich mich einige Tage nicht im Blog gemeldet, weil es mir am Dienstag und Mittwoch körperlich nicht so gut ging. Ich habe zuwenig gegessen, zuwenig Wasser getrunken und einiges an Kaffee konsumiert. Mir war schlecht, schwindlig, und nach der Arbeit bin ich nur mehr heim und habe geschlafen.

Heute geht es besser, aber leider habe ich wieder zuviel an Kohlehydrate gegessen. Ob ich jemals abnehmen werde?
Die Adipositas-Klinik hat mich heute auch angerufen. Da ich gerade in der Arbeit war, bin ich mit der Schwester so verblieben, dass ich sie zurückrufe. Ja und wer hat das nicht getan? Ich. Gerade ist es mir überhaupt wieder eingefallen, dass mich da wer angerufen hat.

Ach nee, ich weiß nicht was ich tun soll. Umstellung auf Reduktionskost, miteinander kochen und was weiß ich noch alles. Hat jemand von euch Erfahrung mit so einer Kur? OK, ich werd es mir natürlich anhören was mir die anbieten. Hach. Seufz. Ich mag nicht. Mir kommt es so lästig vor.
 

Mittwoch, 22. Mai 2013

Sauwetter, mistigs


Tgeshöchstwerte morgen, Donnerstag, 7 Grad plus. Und am Freitag 2 Grad plus, am Tag.
Temperaturen über 30 Grad kann ich auch nicht brauchen. Da gehe ich ein in der Arbeit, in der Stadt.



Schnee auf 900 Meter. Wenn dann noch der Wind dazu kommt, dann wird's eisig kalt. Den Daunenmantel habe ich noch nicht eingemottet. Ich werde mich mal um Alternativen für das Fortfahren am Wochenende umschauen. Museum, Essen, Sauna,....
 

Montag, 20. Mai 2013

Sonntag, 19. Mai 2013

Steiermark

Der Mann und ich sind am Samstag zum Campen nach Bad Radkersburg gefahren. Wir bleiben bis Montag.
Der Mann geht Schwimmen und Sauna. Ich gehe Spazieren, lese und schlafe wie ein Murmeltiere. Sowohl am Tag einige Stunden als auch in der Nacht. Ich erhole mich. Ich bin zwar auch etwas grantig aber das ist vermutlich noch die Geschichte mit dem Team und der behinderten Kollegin. Ich habe Angst, dass ich zwischen die Fronten gerate.
Wenn ich bei meiner bisherigen Linie bleibe, sie nicht wegmobben zu wollen, sondern weiter mit ihr gut umgehe, dann wird mir auch nichts passieren. Und wenn meine Kollegin sie ansprechen möchte, ob sie in Pension gehen möchte, dann ist das ihre Sache. Ich weiß, dass das nicht mein Part ist.

Aber zurüch zu Bad Radkersburg. Hier gibt es ein Sportgeschäft, wo sie Markenturnschuhe verkaufen, welche um 50-60% verbilligt sind. Es sind Turnschuhe, aus den letzten Saisonen. Das ist ja mir egal.

Hier sieht man die alten Turnschuhe und die neuen. Die Farbe ist zwar nicht meine, aber was soll's. Ich bin da grundsätzlich nicht heikel. Aber, und das ist sehr bedenklich, mein Fuß ist durch das Übergewicht fast zu dick für die neuen Turnschuhe. Ich habe keine Lust sie auszuweiten, zumal ich ja beim Gewicht verlieren bin.
Also, müssen die alten noch herhalten. Übrigens die neuen sind Asics mit Gel Sohle. Irgendwie schauen sie aber filigran aus. Ich bin gespannt wie lange sie halten werden.


 

Frühling soll mit süßen Blicken
Mich entzücken und berücken,

Sommer mich mit Frucht und Myrthen
Reich bewirten, froh umgürten.
 
Clemens Brentano


 

Die Akazien sind in voller Blüte. Es duftet betörend. Wie Honig. Ich könnte mich sulen in diesen Duft. Tue ich eigentlich auch, weil er begleitet mich den ganzen Tag. 
 
 
 
Wer mag sich eine Brennesselkur gönnen. Da kannst du dich wälzen nach Herzenslust.
 
 
 
 Der Holler blüht hier in der Steiermark schon.
 
 
 
Diese Foto spricht für sich. 
 
 

 
 

Samstag, 18. Mai 2013

Eine behinderte Kollegin

Am Donnerstag waren meine Kolleginnen als Zeuginnen zu einer Gerichtsverhandlung geladen. Sie fragten mich und sich wieso ich keine Ladung erhalten habe.
Weil ich zu dem Vorfall nichts sagen kann, da ich nicht dabei war und niemad meiner Klienten invollviert war.
Ich bekam Angst, dass ich wieder gemobbt werde. Und die 3er Meute kann stark sein.
Ich ging mit leicht grummeligen Gedanken in die Arbeit. Und es kam anders als befürchtet.

Meine Kollegin, ich nenne sie Franziska (Name geändert) rief mich nach der Zeugenanhörung an und war fassunglsos was sie erlebt hat. Franziska ist eine Psychoanaltikerin und eine g'schaite Frau.
Angelika, um deren Klienten es ging, konnte dem Richter keine Antworten geben. Weder zum Ein- und Auszugsdatum noch zu den inhaltlichen Sachen. Sie ist abr nicht anders als sonst auch gewesen, nur bei uns im Büro fällt dies nicht auf, wenn man nicht hinsehen will.
Und die dritte Kollegin, sagen wir Grete, war so und so von der Rolle. Hochgradig nervös und hat genervelt. Franziska hat sie versucht zu beruhigen und ihr gut zuzureden. Zum Schluss hat sie ihr gesagt, wenn sie wirklich gehen will, dann soll sie es tun.

Im Gerichtssaal saß unsere Geschäftsführer, als Beklagter (es geht um eine Winterräumungsaktion) und war ständig anwesend.
Als Angelika, die wichtigste Zeugin, zur Aussage aufgerufen wurde, war sie nicht in der Lage alleine in den Raum zu gehen. Wichtig ist, zu wissen, dass wir in unserer Arbeit einiges an Aussendienst zu erledigen haben und auch im Büro ständig auf den Beinen und aktiv sein müssen. Also hat Franziska die Angeika hineinbegleitet und ihr beim Niedersitzen geholfen. Egal welche Frage vom Richter kam, Angelika sagt zu jeder, dass weis sie nicht und grinste in ihrer Hilflosigkeit. Klar war, die Frau ist geistig für eine klare Ansage nicht in der Lage. Sie hat kaum noch Zähne im Mund und die welche sie hat sind braun mit schwarzen Löchern. Und da ihr das egal ist grinst sie halt wie bei uns auch über das ganze Gesicht. Franziska war ehrlich schockiert, da sie sozusagen als Aussenstehende die Szenerie beobachten konnte. Der Richter mit seinen Fragen. Die Kollegin, die nicht mehr in der Lage ist etwas halbwegs vernünftiges von sich zu geben und der Chef, der diesem Schauspiel fassunglos folgt.

Franziska ist in den letzten beiden Wochen schon öfters zu mir gekommen, da sie sich über den schlechten Gesundheitszustand von Angelika Sorgen macht. Was Angelika hat weiß sie selbst nicht einmal genau. auf Intervention von ihrem selbst schwerstbehinderten Mann und uns ist sie 2009 in die Nervenklinik zu Abklärung gegangen. Sie sagt sie hat eine Verlegenheitsdiagnose bekommen, nämlich MS, das sie sicherlich nicht hat. Kann sein, was auch immer. Früher ist sie auf Restless Legs und auf Rheuma behandelt worden.
Das ihr Zustand schon seit langer Zeit, also seit Jahren, so und nicht anders ist,wollte halt niemand sehen. Die Arbeit wurde großteils von Angelika und mir, da wir die Vollzeitkräfte sind, miterledigt. Und das nicht aus falsch verstandener Hilfbereitschaft. Die Kollegin hat einen geschützten Arbeitsplatz und ist faktisch unkündbar. Auf einen Arbeitsprozeß läßt sich meine Firma nicht ein. Also mussten wir mit ihr umgehen lernen. Mit der Zeit konnte ich meine Dienstleistungen einstellen und alles wurde von Franziska erledigt. Die Aussendienste usw. Ich bringe ihr nur mehr den Kaffee oder Wasser für Tabletten oder Sperre ihr die Toilette auf, trage Schriftstücke nach oben oder hole Wohnungsschlüssel aus dem Schlüsselkasten. Ich plaudere mit ihr und damit hat sich für mich die Sache. Es habe es mir hart erarbeitet, nicht auf ihr Unvermögen zu achten.

Ich muss sagen, ich habe es gelernt mit der Behinderung der Kollegin zu leben und sage den Kolleginnen jetzt dass, was die mir früher sagten: "Die Angelika wird schon selbst wissen wann sie gehen will".

Und die Franziska ruft mich an, kommt zu mir und meint, dass es Zeit ist, das ihr das Team sagt, sie soll gehen.
Ja gute Frau, dass habe ich schon vor 3 Jahren gesagt und wurde so schwer gemobbt, dass ich fast daran zugrunde gegangen wäre. Keiner wollte das Offensichtliche sehen. Es hat sich zu jetzt nicht viel geändert, es reicht halt den anderen, das sie sie immer betüteln müssen. Sie kann kaum noch gehen und will keinen Rollstuhl verwenden. Sie trinkt nichts und jammert über so viel Durst, aber meint dann, sie kann nicht trinken, denn sonst passiert ein Unglück.
Es ist wirklich übel.

Nur ich kann mich nicht daran beteiligen zum Chef zu gehen, der das übrigens schon seit 3 Jahren weiß und sagen, er muss jetzt etwas tun. So geht es nicht weiter.
Ich habe meiner Kollegin gesagt, sie soll einfach nicht mehr so fürsorglich sein. Man kann das Team so nicht nach oben hin schützen. Es wird nicht besser und nicht schlechter, wenn sie die Dienstleistungen reduziert auf manchmal nach Hause fahren. Und wenn die Kollegin was braucht, dann kann sie es ja sagen. Kein Problem. Nur ist das dann offiziell.

Und ruhig verhalten. Wenn, dann ist es Sache der Chefität. Wir machen nur mehr das "normale" für Angelika und arbeitsmäßig bleibt es bei ihr. Wieso geht sie nicht schon längst. Weil sie bleibt wegen den Kontakten. Zu Hause spielt sich nichts mehr ab und sonst hat sie keine sozialen Kontakte.

Klar werden wir von oben immer wieder gefragt wie es mit Angelika geht. Nur sag da mal die Wahrheit, dann gehst du im Team über den Jordan. Das habe ich ja selbst schon schmerzhaft erlebt.

 

Sonntag, 12. Mai 2013

Ein dicker fetter Kuchen oder doch besser ich

Heute war ich fleißig beim Kochen. Ich habe eine Lasagne gemacht. Die Fotos dieser selbigen sind aber nicht herzeigbar, da es irgendwie eine Eigenkreation geworden ist. Zuviel Bechamelsoße und zuviel Käse. Man kann keine Schichten erkennen. Sie schmeckt gut, aber beim nächsten Mal wird sie mir besser schmecken.

Eine Freundin hat mich gestern besucht und Kuchen mitgebracht.
Und heute habe ich mich an die Lasagne gehalten und einiges an Kuchen verzehrt.


Meine Rettung ist der Mann. ich lasse den Kuchen vor seiner Nase am Küchentisch stehen. Und dann kann ich gewiss sein, dass er ihn aufißt. So bleibt es mir erspart, den dicken vollgefutterten Bauch zu haben. Den hat dann er, aber er liebt mich und wünscht mir so sehr, dass ich das mit den Kilo reduzieren schaffe, dass er sich freiwillig zum Essen zur Verfügung stellt.
Ich habe jetzt 4 Kilo abgenommen, und der Mann auch!!!!

Heute habe ich mich wieder auf den Ergometer geschwungen und bin eine halbe Stunde mit geringem Widerstand (so schlecht ist die Kondi) gefahren. Das erste Mal mit mp3 Player, dass hat die Zeit ganz schön aufgelockert. Ich habe beschlossen nur mehr positive, schöne Musik zu hören. Das kann ich brauchen.

Der Mann war heute den Vater besuchen. Er wird immer dementer, ist schlimm zu sehen. Eine Pflegerin hat ihn darauf angesprochen, dass der Vater kaum mit ihnen spricht. Und wenn dann nur in abfälliger Art und Weise. Sie haben den Eindruck, als wie wenn er sich besser vorkommt und sie es nicht wert sind, dass er mit ihnen spricht.
Mein Mann hat ihr dann erzählt, dass ihn mein Vater noch 2011 nicht ins Haus gelassen hat und hm sagte, es reiche doch wohl, wenn sie vor der Haustüre reden!
Sie sollen sich nichts denken, der war schon immer so. Die Frau meinte dann, dass muss aber ein sehr unangenehmer Mensch gewesen sein. Ja, dass war er.

Der Mann ist 20 Minuten geblieben und heute mal in guter Stimmung von so einem Besuch nach Hause gekommen.
Ich halte mich zurück und bin dankbar, dass er den persönlichen Kontakt übernimmt.

Und jetzt werde ich mich ins Bett verkrümeln und auf Schlaf hoffen. Mit dem habe ich es schon wieder nicht so.

Liebe Grüß
ganga
 

Freitag, 10. Mai 2013

Nicht mein Tag

Gestern habe ich einen sehr schönen und arbeitsreichen Tag erlebt. Zwar war ich zu Hause, aber ich war kurz (mehr geht mit meinem Gewicht noch nicht) spazieren, stand vor der Haustür mit den Nachbarn tratschen, der Computermann war da und wir saßen eine Stunde zusammen am PC. Jetzt kann ich die Fotos verkleinern und wieder hochladen. Ausserdem hat er einige andere Einstellung gespeichert, sodass ich wieder in Blogs kann, bei denen ich vorher ständig herausgefallen bin.
Ich habe mich so gefreut.

Heute hätte ich eigentlich frei gehabt, trotzdem musste ich in der Arbeit einspringen. Eh nur für 2 Stunden, aber trotzdem. Dann heim und mich ins Bett verkrümmelt. Geschlafen und gelesen. Der Hals tut weh.
Ich kann heute nicht wirklich was positives an diesem Tag finden.

Und, ich habe so eine Art Nutella gekauft und hänge seit 2 Tagen vor diesem Glas herum. So mit frischem Brot, dick Butter und einen dicken Schicht Schokoaufstrich. Furchtbar. Heute Abend habe ich den Rest der Schoko vertilgt und ich fühle mich angefressen und extrem unwohl.
Ich darf einfach so ein Zeug nicht kaufen, da ich mich nicht mäßigen kann.
Mich vielleicht lieber fragen, ob ich das jetzt wirklich nötig habe und wieso.

Um heute doch noch die Kurve zu kratzen habe ich mir jetzt einen Früchtetee gekocht und das was mir derzeit wichtig ist fotografiert. Die Tomaten kommen nächste Woche in den Topf nach draussen und wie lange die 2. Socke bis zum Fertigwerden braucht soll eine Überraschung sein. Nur nicht hudln. Also kein überriebener Eifer.




Und hier das derzeitige Stilleben:


Von der Bücherei habe ich mir wieder Krimis ausgeborgt mit viel Lokalkolorit Die mag ich einfach sehr. Das eine war vom Dutzler - alleine den Namen klingt schon nach schrägem Landleben - Letzter Gipfel. Ich mein, solche Bücher müssen einem wirklich liegen, den sie sind sehr, wie könnte man sagen, ah ja, bodenständig.

Und jetzt lese ich ein Buch von Andrea Camilleri. Ich kann zum ersten Mal mit dem seinem Buch was anfangen. Vielleicht weil ich die Montalbano Filme kenne und toll finde.

Und in der Mediathek vom ORF habe ich mir den letzten Film von "Vier Frauen und ein Todesfall" bereits zweimal angeschaut. Das lose Mundwerk von denen gefällt mir.
Die Intellektuelle Seite hat absolute Sendepause. Das reicht in der Arbeit für das fachliche Verständnis, das macht mir Spaß, aber dann ist auch schon z'aumgramt damit.
 

Donnerstag, 9. Mai 2013

Hündin schnarcht vor sich hin

Die Hündin  legt eine Siesta ein, während ich mit dem Computergenie zusammensitze. Jetzt sind die Mängel behoben und ich lernte wieder neue Bedienungssachen am PC kennen.
Vor allem die Sache mit den Fotos war sehr spannend. Die Fotos hatten eine zu hohe Pixelauflösung, weshalb sie der Blog nicht mehr verarbeiten konnte. Und in den Blog von Ilse, threefivesix kann ich auch wieder. Super. Das Notebook war einfach ziemlich verstellt. Wieso weiß ich auch nicht.
Aber jetzt bin ich wieder glücklich und mein Bloggerinnenleben kann wieder unbeschwert gelebt werden.


Ich habe mir das Buch "Wir fressen uns zu Tode" von Galina Schatarova heute bei Amazon bestellt. Ich habe den Eindruck, dass die Frau eine ziemlich radikale Ernährungsweise vertritt, aber es geht nicht nur um Ernährung sondern auch um das Atmen, die Bewegung und so weiter.
Die Frau sagt, dass der Mensch in der jetzigen Zivilisation den Kontakt zur Natur verloren hat und sich sozusagen ganz unnatürlich ernährt, bewegt usw. Die Kritik sagt, dass ihre Lebensweise sehr hart ist in der Umsetzung. Absolut Non-Konform. Ich werde es bald wissen was die meinen.

Dem Mann ist nämlich das Buch "Friß oder stirb" empfohlen worden und so bin ich auf besagtes Buch gestoßen.

 

Montag, 6. Mai 2013

Das muss ich einfach aufschreiben

Und wieder die alte Leier, aber es muss sein:

Der Mann war heute wieder bei meinem Vater im neuen Seniorenheim auf Besuch. Letzte Woche schrieb ich ja, dass der Mann am Sonntag mitgehört hat wie Frau A. meinem Vater am Telefon sagte, dass sie sein Auto verkauft hat.
Dann war sich der Mann ja sicher, dass sich A. aus dem Geschäft, pardon vom Vater, zurückzieht.
Ich konnte mir diesen Rückzug nicht erklären, denn dies passt nicht zum Wesenscharakter einer pathologischen Betrügerin.

Und heute, Bingo. Ich freue mich sehr, dass ich mich doch nicht geirrt habe!!!!!
Ich tue mich jetzt leicht damit umzugehen, denn ich muss "nur" meinen Mann trösten. An ihm merke ich wieder wie anders es ist ob man etwas selbst erlebt oder nur erzählt bekommt. Nach dem Besuch bei dem Vater kommt er am Nachmittag Heim und ist wieder nicht mehr ansprechbar. Will seine Ruhe, nichts erzählen und fängt sofort an laut zu werden wenn ich ihn z.B. frage was er essen möchte. Kann er denn nie seine Ruhe haben und so fort. Gut, Ok. Ich weiß ja schon um was es ihm geht. Denn er hat mich vom Parkplatz aus angerufen.

Was hat ihn also so erschüttert? Im Prinzip eine Kleinigkeit, ein Nichts.
Er ist in das Zimmer meines Vaters gegangen und was sah er? Einen Tisch, welcher wie ein Altar hergerichtet ist, voll drapiert mit Fotos von Frau A. mit Vater und dann noch einem Foto von seiner Lebensgefährtin Anna (wo sie das wohl her hatte)!
Dazu muss man wissen, dass Anna von Frau A. 2010 aus dem Haus gebissen wurde! Dem Vater war es wurscht, welche der beiden Frauen ihm alles zum Arsch tragen wollen. Sollten die es sich doch unter sich ausmachen. Anna hat nicht die Störung von Frau A. und hat ihren Hut gepackt und ist gegangen.
Mein Mann hat von der Pflegehelferin erfahren, dass Frau A. den Vater täglich besucht. Zu Mittag bitten sie sie hinaus, damit sie ungestört in der Gruppe essen können.
Ich habe bei der Aufnahme angegeben, dass seine Lebensgefährtin Anna bis 2010 bei ihm war und dann 2011 Frau A. seine Bekannte war.
Frau A. erzählte dort wie sehr sie meinen Vater liebe und erst nach 20 Jahren, als sich Anna vom Vater verabschiedete war es ihnen beiden möglich ihre Liebe zu leben.
Super, besser könnte es nicht sein.

Was ich aber entrisch finde ist, dass Frau A. Fotos von Anna Ö. mitgehen hat lassen. Das finde ich sehr bedenklich. Auch was sie noch alles an Devotionalien haben könnte.
Würde jemand von euch Bilder einer Verflossenen des Freundes bei sich sammeln.
In mir tauchen Bilder von Voodoo auf. Also ich würde kein Bild von mir dort hinstellen.

Was mich an der Sache freut ist, dass ich mich nicht getäuscht habe. A.hat eine neue Bühne für ihre Liebesdarstellungen bekommen. Das inspiriert diese Frau und sie bekommt innerlich extreme Lustgefühle. Sie baut sich wieder ihr Netz aus Fürsorge, Liebe, Kümmern auf.
Der strahlende hellgoldene Engel. Sie ist in ihrem Element und glaubt selbst an ihre Darstellung.

Und hier liegt der eigentliche Hund begraben. Es ist nicht Liebe sondern es ist Rache. Jetzt hole ich mir das was mir zusteht. Und das muss nicht unbedingt Geld sein!

Die derzeitige Show ist mit einem hohen finanziellen Aufwand ihrerseits verbunden. Pro Tag verfährt sie Treibstoff für 70 Kilometer, das Auto kostet, und und und. Lackschüchen neue hat sie ja auch noch.
Aber jetzt haltet euch fest, sie hat ein neues Opfer. Eine alleinstehende Fabrikantengattin (von der habe ich schon gehört). Am kommenden Wochenende fahren die beiden Damen irgendwohin in den Süden. Sie machte meinen Mann heute darauf aufmerksam, dass sie nächstes Wochenende nicht auf Besuch kommen kann.

Ich bin ganz begeistert.

*

Für alle die sich denken, die Frau muss man warnen. Ihr wisst eh, der Bote wird immer umgebracht.
 

Sonntag, 5. Mai 2013

Zum Gewicht


Ich starte jetzt mit einem ehrgeizigen Projekt. Ich nehme ab.
Am 21.04.2013 habe ich wieder einmal begonnen mit der "Ernährungsumstellung" sprich weniger Schoki und süßes Essen und in der Nacht aufhören zu futtern.

Das habe ich ja das ganze letzte Jahr auch schon probiert. Immer und immer wieder. Und immer und immer wieder habe ich mich mit Essen zugeschüttet. Hat wohl auch gewirkt aber....seht mich an. Vom Sommer 2012 bis jetzt habe ich mir wieder 20 Kilo angefuttert. 2009 hatte ich noch 70 Kilo bei einer Größe von 1,64 cm.

Ich muss auch sagen, ich treffe meinen Vater seit 24.04.2013, als ich ihn in das neue Heim gebracht habe, nicht mehr, das macht mein Mann. Dieses Heim ist nämlich sehr, sehr groß und die arbeiten dort sehr proffesionell. Ausserdem ist es in einem anderen Bundesland, und nicht in seiner Heimatgemeinde. Für mich besteht kein Anlaß mehr ihn zu besuchen.
Ich danke euch für die Kommentare, da ich sonst nicht zu dieser Distanz gekommen wäre.
Im Rahmen meiner Sachwaltertätigkeit muss ich einen 6 wöchigen persönlichen Kontakt haben.

Ich muss diese Frau A. nicht mehr sehen. OK, dass mit dem Prozeß und Umbau ist noch ausständig und erfordert Kraft und Nerven. Aber keinen laufenden persönlichen Kontakt! Habe ich das schon einmal erwähnt, dass ich aufhören musste ihr die Hand zu geben, weil ich in dem Moment die ganz starke Phantasie hatte, sie beim Hals zu nehmen und ihren Kopf so lange gegen die Wand zu schlagen bis sie ziemlich hinüber ist und an der Wand hinunterrutscht.

Und als ich sie Anfang April zum letzten Mal ansah, hatte ich ja das Gefühl eines Angriffes auf mich. Da schoß was auf mich zu. Meinen Abszeß führe ich auf diese Begegnung zurück. Die Schulmedizin konnte mir nicht helfen. Mit Hilfe des Buschschlangengiftes ist er jetzt nahezu verschwunden.
Ich weiß, es hört sich etwas irre an, aber für mich war es wirklich so.

Ich habe dann beschlossen diese Frau nicht einmal mehr anzusehen, denn das tut mir nicht gut. Ich muss mir nichts beweisen. Da ist meine Grenze und dass ist gut so.
Ich muss halt meinen Mann nach den Treffen immer betreuen, einer muss einfach ein Auge auf die Situation haben solange noch soviel in der Schwebe ist.

Obwohl ich noch immer unter psychosomatischen Zuständen leide, geht es mir besser. Und ganz "stabil" wie es der Normalmensch versteht bin ich ja von Haus aus nicht. Meine Störungen schleppe ich mit.
 

Freitag, 3. Mai 2013

Der Anwalt und ich

Das Wetter war heute trübe und grau bei uns. Und ich hatte frei und tat das was ich mir die letzte Woche schon öfters gewünscht habe.
Ich schlief nämlich sehr lange und knotzte dann mit einem Buch im Bett. Hach war das schön. Und so passend zum Wetter.

Zum Frühstück um 12 Uhr gab es heute 4 Marillenknödel. Herrlich. Ich liebe Marillenknödel.
Und dann mich für den Termin mit dem Anwalt einstimmen.
So mit Duschen, Haare waschen, Körperöl, Schminke mit pinkem Lippenstift und flotter Kleidung.
Das stärkt mich.

Der Termin war gut, aber für mich nervenaufreibend. Schon beim Hinfahren begann ich zu schwitzen. Ich war einfach nervös, weil ich nicht wußte ob er jetzt für mich tätig werden will oder nicht. Und ich wollte heute eine klipp und klare Antwort haben.

Die habe ich auch bekommen. Da der Anwalt der Frau A. auch meinem Anwalt keine Rückmeldung gibt, und das Auto des Vaters bereits verkauft wurde war klar, die wollen auf Zeit spielen. Das die Sache einschläft.
Die Klage wird endlich eingebracht werden! Am kommenden Dienstag wird die pflegschaftsgerichtliche Bewilligung (da ich ja Sachwalterin bin) eingeholt.
Dann muss die Alte auch den Schenkungsvertrag des Autos vorlegen.

Wie es ausgehen wird entscheidet das ärztliche Gutachten, dann, wer den besseren Anwalt hat, und welcher die besseren Beziehungen hat. Und wie scharf dass der Anwalt darauf ist, gewinnen zu wollen.

Eine halbe Erdbeertorte habe ich heute von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. jetzt muss ich wirklich den Treiber für die Fotoas intalieren lassen. Die Torte sieht nämlich super lecker aus und schmeckt auch so. Ich habe mich zu einem halben Stück hinreissen lassen.
Aber ich sag euch, dass wäre bald mehr geworden. Die Zuckersucht schlägt zu! Also sofort die Torte meinem Mann unter die Nase gehalten. Der soll sie doch bitte wegessen.
 

Fülle





Eine Stunde ist nicht nur eine Stunde; sie ist ein mit Düften, mit Tönen, mit Plänen und Klimaten angefülltes Gefäß.

Was wir die Wirklichkeit nennen, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen.
 
Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Bde. 1-3


 

Mittwoch, 1. Mai 2013

Üppigkeit

Mit den Azaleen habe ich es momentan. Sie blühen so üppig. Die Farbenpracht ist zum Hineinlegen, zum Eintauchen und Fallenlassen.





Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewußtseins.

Marie von Ebner-Eschenbach

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