Seiten

Dienstag, 31. Dezember 2013

Silvester


Ich tue mich heute einfach selber pflegen. Kein Feiern oder so. Das homöopathische Mittel wirkt. Was ich mir wünsche werde ich in einem der nächsten Posts schreiben. 
Jedenfalls weiß ich, dass 2014 bewegt werden wird. Wieso ich dass weiß? Es kündigt sich einfach schon an. Ist absehbar.




Montag, 30. Dezember 2013

Könnte besser sein

Jetzt hat mich eine Halsentzündung, Kopfweh, wattiges Gefühl,... Schachmatt gesetzt. Heute früh bin ich damit aufgewacht. Im Laufe des arbeitsreichen Tages konnte ich zuschauen wie sich der grippale Infekt ausbreitet. Das ist echt unangenehm.
Das Jahr 2013 war aufregend und aufreibend. Das ist wohl der krönende Abschluss. Es nervt mich einfach.


Freitag, 27. Dezember 2013

Ein Stück des Weges

Am Weihnachtstag hatte ich ein spannendes Erlebnis. Der Mann und ich fuhren am Vormittag zum Vater auf einen Besuch. Ich hatte das bestimmte Gefühl, dass ich das machen sollte.
Zuerst sind wir in sein Zimmer gegangen. Um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.
Ich setzte mich an den Tisch und schaute mich um, was da so liegt. Drehe die Weihnachtskarten um und sehe auf einer kleinen Blechdose einen aufgeschlagenen Kalender liegen. 
Neugierig wie ich bin, schaue ich, was darauf steht. 
Und da sehe ich, dass die Frau aufgeschrieben hat, an welchen Tagen ich da war und wie lange. Und auch wann sie da war.

Und da sah ich es schwarz auf weiß. Ich bin nicht so oft beim Vater bin wie sie! Ach du Böse, die Frau kümmert sich um ihn und du nicht. 
Stimmt nicht. Stimmt nicht. 
Dann kam das Gefühl der Bedrohung. 
Sie vernadert mich bei Gericht, dass ich weniger oft bei ihm bin als sie (alles schon gehabt). Huch. 
Das Hirn schaltet sich ein und erklärt mir, dass ich in meiner Funktion als Sachwalterin dazu angehalten bin, den Klienten einmal im Monat zu sehen und mir ein Bild über seine persönlichen Verhältnisse zu machen. Und das tue ich. Trotzdem ein Rest von ungutem Gedanken bleibt. 
Kurzes Gefühl, wie böse ich bin. 
Aha.
So, und jetzt werde ich den Kalender einfach mitnehmen. Ich werde ihn in meine Tasche stecken und ihn vor dem Haus in die große Mülltonne rein werfen. So eine Frechheit.
Halt. Stop. 
Das ist eine Provokation. Eine Aufforderung mich mit ihr auseinanderzusetzen!
Und was habe ich erkannt? Auf eine Provokation lasse ich mich nicht mehr ein. Die Frau ist unwichtig. 
Interessant ist aber, dass ich so präsent bei ihr bin!
Sie hat es nicht geschafft mich los zulassen. 
Ich verstehe, ich habe ihr ihre Zukunftspläne versalzen. Keine Hochzeit, kein Zugriff auf irgend etwas mehr. Es ist irgendwie verständlich, dass sie geknickt ist.
Und sie kämpft. Sie kämpft auf ihre Weise. Muss immer ihr Netz spinnen.

Ich bin heute überzeugt, dass so ein Ärger, auch bei ihrer Störung (Zwietracht säen,..), auf ihre Substanz geht. 
Denn sie kann ja nicht nur geniessen, sondern sie beißt innerlich an diesem Knochen, dessen Fleisch ich ihr nicht überlassen habe.
Der kurze Erfolg, wenn sie jemanden um den Finger wickeln kann, kann diese Niederlage nicht wett machen. Sonst müßte sie nicht versuchen mit mir in Auseinandersetzung zu treten.

Der Mann und ich sprechen darüber, was wir mit ihr erlebt haben und, was der Mann mit mir "durchgemacht" hat in dieser Zeit. 
Das war eine fordernde Zeit. 
Ich möchte mich bei euch bedanken, dass ihr trotzdem es doch immer wieder das Gleiche war mitgelesen und mir eure Meinungen geschrieben habt.

So sieht es bei mir aus, da ich sehr bald eine Rechnungslegung vor Gericht habe. Soviel Zettel und Chaos. Geordnetes Chaos wohlgemerkt. 
Wem will ich was vormachen? Mir.



Liebe Grüße,
ganga

Sonntag, 22. Dezember 2013

Kurzes Resümee

Au weia, am Dienstag ist schon Weihnachten. Zum Glück habe ich dieses Jahr fast nichts von einer Weihnachtsprozedur mitbekommen. Ich gehe mal davon aus, dass es auch daran liegt, dass ich keine Kinder habe. Und in der Innenstadt war ich kein einziges Mal.
Und sonst bin ich ganz zielgerichtet meine Sachen erledigen gewesen und habe nur aus dem Augenwinkel wahrgenommen, dass da Lampen leuchten. Es war für mich vollkommen uninteressant (auch schön wenn ich das mal sagen kann).

In der Arbeit habe ich den Kollegen am Freitag schöne Feiertage und einen guten Rutsch gewunschen. Um mich dann für die Weihnachtswoche in den Urlaub zu begeben.

Bis auf 2 Leute haben sich meine Klienten von mir diese Woche ohne Tam, Tam verabschiedet. Wir haben uns "Schöne Feiertage" gewunschen und das war gut so.
Und ich sag mal was. Bei den zwei Menschen welche nicht ..., habe ich mit den Angehörigen auch viel zu tun. Und das sind schwierige Geschichten, mit mehr Aufwand. Und von denen habe ich nichts gehört. Kein Anruf um schöne Feiertage zu wünschen.
Es ist für mich eine Art der Wertschätzung sich an so wichtigen gesellschaftlich anerkannten Feiertagen etwas Gutes zu wünschen, zumal wenn man sich so eingesetzt hat. Ich war durchaus enttäuscht. Dann wandelte es sich in Ärger. Und dann merkte ich, dass sich bei mir eine Art von Desinteresse eingestellt hat. Der Mensch wird zum Fall. Und bekommt dann genau das.

Der Mann sagte zu mir, dass wir mit so einem Verhalten leben müssen. Das stimmt, da hat er vollkommen recht. Aber, ich will auch als Mensch behandelt werden und nicht nur als Maschine, von der man etwas zu kriegen hat. Denn auch ich behandle die Menschen als solche.
Und wenn einer so nicht behandelt werden will, dann bekommt er auch genau das.

Gestern hat es bei unserem Bauernladen Glühmost, Tee und Kekse gegeben. Das war fein. Keine Weihnachtsbetulichkeiten, sondern einfach Gemütlichkeit. Der Glühmost war lecker. Der Mann und ich sind gegen 12 Uhr ganz entspannt beim Most gesessen.
Am Nachmittag musste ich leider noch in die Stadt um meine Sachwalterklientinnen zu besuchen und weihnachten zu wünschen. Ich hatte einfach unter der Woche keine Zeit mehr.
Dann noch kurz ins Büro weil ich etwas vergessen habe. Das war schei... .
Und zu Hause war der Computermann um uns das cablelink einzurichten. Somit bekomme ich auch für meinen Blog eine e-mail adresse.
Und so war der Tag wieder ausgefüllt.

Und heute blieb ich nur zu Hause. Wälzte mich im Bett. Schlief, döste. Während des Lesens schlief ich immer wieder ein, das Buch fiel mir aus der Hand.

Und jetzt werde ich mich dem Fernsehen zuwenden. Ob ich mir Inspector Barnaby oder Mankels Wallander ansehe, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.

Ich wünsche euch alles Gute und einen schönen 4. Advent.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

So dies und das

Ich habe das Gefühl, dass es bei mir nichts Neues gibt. Nichts, was sich zum Bloggen lohnt. Also immer der selbe alte Trott.
Trotzdem.

Heute war ich beim Kontrolltermin beim Homöopathen. Er hat mir ein neues Konstitutionsmittel gegeben. Da bin ich mal gespannt ob es mich unterstützen kann.
Der Typ ist einfach süß.

In der Arbeit ist einiges zu tun. Sonst hält sich die Spannung heute in Grenzen. Ich sage extra heute, denn wie ich weiß, sollte ich mich da flexibel halten. Heute so, morgen anders.
Also immer in Bewegung bleiben, nicht rosten.

Das massive Übergewicht allerdings macht träge und langsam. Nicht nur im Aussen, auch im Innen.
Ich habe die alten Bücher von Susie Orbach hervorgeholt. Und ja, ich bin nicht einfach dick und müßte abnehmen, sondern ich habe eine Eßstörung. Da nützt dieses dämliche Kasteien gar nichts. Was ich eh nicht kann.

Und da ich mich ja immer wieder beschwere, dass dieses am Abend vorkochen für Mittag und zu Abend dann nur mehr ganz wenig essen, für mich nicht praktikabel ist und mir jede Lust am Leben, Kochen, am zu Hause sein etc verleidet, habe ich meine Essgewohnheit mal umgestellt.
In der Früh gibt es Obst. Zu Mittag oder wann ich halt Hunger habe und mir Zeit nehmen gibt es ein kleines feines Essen wie z.B. Tomaten mit Feta, Thunfisch mit Gemüse usw.
Und am Abend wird aufgekocht und diniert. Wenn ich mir dann die Wampe voll geschlagen habe, kann ich mich wenigstens in Ruhe hinlegen oder hinsitzen und verdauen.
Am Tag fühle ich mich wendig, falls ich das von mir generell derzeit behaupten kann.

Seit Monaten will ich des Nächtens nicht wirklich schlafen gehen. Ich weiß auch nicht wieso. Also ich gehe so gegen 1-2 Uhr schlafen, stehe um 6 Uhr auf und am Nachmittag oder Abend wenn ich heimkomme, falle ich dann zuerst mal um und fülle mein Schlafkonto auf.
Na ja.
Des Nächtens gibt es interessante Filme, ......

Drum schaue ich noch beim Fernseher vorbei und dann, dass verspreche ich mir, gehe ich schlaaaaafen.
Müde genug bin ich.
Das Jahr war anstrengend.

An euch liebe Grüße und alles Gute
ganga



Samstag, 14. Dezember 2013

NS- Lager

In der Nähe von meinem Wohnort habe ich heute diese Gedenktafel entdeckt.
 Vor einem Jahr ist da noch nichts gestanden.





Menschen sind doch grausam. Ich glaube nicht, dass sich das geändert hat. Wie im Großen so im Kleinen.


Ich bin oft an diesem Haus vorbeigefahren, ohne zu wissen was sich 1940-41 dort abgespielt hat. Na ja, jetzt weiß ich es. Und ich werde einige Freundinnen auf dieses Haus ansprechen und ob sie wissen was dort passiert ist. Ich bin ja keine Einheimische. Aber die anderen schon und deren Großeltern waren die Kriegsgeneration.


Der Bruder meines Großvaters hat bei uns gewohnt. Hinter vorgehaltener Hand wurde immer wieder mal fallen gelassen, dass Onkel Willi keine eigene Familie gründen kann, da er in Russland schwer verwundet wurde. 
Ich gehe davon aus, dass sie ihm seine Hoden weggeschoßen haben. Wissen tue ich es nicht. Mehr wurde in meiner Familie nicht geredet. Auch dass er erst 1950 von Russland Heim kehrte. 
Auch er gehört zu jenen, die über Russland, den Krieg und seine Gefangenschaft nichts erzählen wollten.
Der Mensch spürt instinktiv was ihm gut tut.

Freitag, 13. Dezember 2013

Moorwanderung

Mein zweiter freier Tag heute. Trotz Grau in Grau packte mich heute so eine Lust auf einen Ausflug. Ich fuhr zum Holzöstersee und wanderte um den kleinen Moorsee. Kamera mit dabei für Fotos im Blog. 
Wenn ich Zeit habe, macht es mir so eine Freude meinen Blog zu führen.

Am Beginn des Rundwanderweges begrüßten mich diese Ziegen mit dem Bock, der seine Herde und was sich sonst noch abspielt genau im Auge hat.


Da es moorig ist, wächst viel Schilf.


Um die Kapelle kümmert sich wohl jemand. Kommt selten vor, dass ich so eine belebte kleine Kapelle bei uns sehe. Kapellchen gibt es viel bei uns, aber die rotten oft vor sich hin.
Wieso werden sie dann überhaupt gebaut oder auch renoviert, wenn sich dann eh kein Mensch mehr darum kümmert?



So eine richtige Dezember (oder auch November) Stimmung.
Die Enten halten durch.


Heute hatte ich den Badesteg für mich alleine. Das war ein gutes Gefühl.


Das Haus am See sieht aus wie die Badehäuser oder Seehäuser im Salzkammergut. Dort reiht sich ein Haus an das nächste. Da wird mir ganz nostalgisch zumute.


Und nochmals ein stilles Foto.



Ich sollte unbedingt öfters einige Tage Urlaub machen. Ach was sage ich. Ich bin für viel mehr Urlaubsanspruch im Jahr. Das geht sich ja sonst nicht aus, wenn ich mehrere Wochen einfach so Urlaub mache und mindestens zwei große Urlaub mit jeweils 4 Wochen haben möchte. 

Ich rechne nach wie viele Jahre ich noch zur Pension habe. Mensch bin ich froh schon ein gewisses Alter erreicht zu haben.

Jetzt ist es 14 Uhr und ich mache mich auf für den Einkauf im Bauernmarkt.

Liebe Grüße
ganga


Eine Reise?

Gestern habe ich mich daran erinnert, dass ich so gerne nach Istambul gefahren wäre als die Stadt Kulturhauptstadt war. Nur damals ist es mir psychisch sehr schlecht gegangen und ich traute mir diese Reise einfach nicht zu.
Und was möchte ich jetzt gerne machen?
Ich möchte gerne nach Israel fahren. Der Mann kennt meinen Wunsch und dass ich auch alleine fahren möchte. Ich will nur mit mir sein und offen für das was ich erlebe und was da kommt. Irgendwann werde ich nach Israel fahren. 


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Ein Urlaubstag?

So ein freier Tag ist für mich wie ein gestohlener Tag. Ich kuschle mich zufrieden in die Bettdecke und gratuliere mir, dass ich im Bett liegen bleiben kann.
Nachdem wir jetzt einige Tage so ein richtig schönes Herbstwetter hatten, war der heutige Tag grau und verhangen. Also genau richtig um zu Hause herumzuknotzen. Mit wirren Haaren, ungekämmt, in den Schlafklamotten, habe ich fest vor, keinen Schritt ausser Haus zu tun.
Leider kann ich nicht ganz von der Arbeit abschalten, aber das ist halt so und es geht mir am A... vorbei.
Und natürlich kann ich nicht ganz abschalten, wenn ich am späten Nachmittag zu meinen ehrenamtlichen Sachwalterschaftsschützlingen fahren muss. Es freut mich jedenfalls so wie wenn ich einen Stecken schlucken müsste. Es verhunzt doch die freien Tage etwas. Na ja, wie war das nochmals mit den Gedanken, die die Gefühle machen?

Morgen muss ich mal beim Rechtsanwalt anrufen. Der Kerl ruft mich einfach nicht zurück. Also phasenweise nehme ich das persönlich. Entweder er will mich nicht wirklich vertreten oder ...
Na jedenfals habe ich ihn zu sagen, dass der Vater in dem Pflegeheim bleibt und ich keine Wohnung kaufen werde.
Der Rechtsanwalt hat im August gemeint, dass es eine "elegante Lösung" wäre, für meinen Vater eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, ihn dort hin zu tun mit einer Pflegekraft und so mir die Feststellungsklage (Zurechnungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung) mit der Alten zu sparen.

Der Vater bleibt im Heim. Basta.
Und wieso ruft mich dieser Anwalt nicht zurück, so wie mit seiner Sekretärin abgesprochen?
Wenn schon ich mich endlich aufraffe und den Kopf aus dem Sand nehme erwarte ich von ihm, dass er auch sofort Zeit für mich hat. Quasi Exklusivrechte.

Ich wünsche Euch alles Gute
ganga





Montag, 9. Dezember 2013

Ruhen lassen

So sieht es bei uns aus, wenn der Mann und ich, einträchtig nebeneinander sitzend, unserem Internetvergnügen nachgehen.


Ich lese bei euch, dass ihr Schnee und Sturm habt. Im Waldviertel und im Salzkammergut ist es auch so. Uns erzählt der Wettersprecher gerade, dass es morgen mild und sonnig in Salzburg werden wird! Hoch Wanja wird uns beehren. Föhn in Salzburg! 8 Grad plus.


Ui, ui, ui, heute hatten wir Supervision. Und es war im Prinzip nicht schlimm, aber sehr sehr schräg. Am Anfang bei der Themensammlung meinte ich, dass wir uns fragen könnten wie es uns geht. 
Sofort wurde ein allgemeines Thema von Annamaria eingebracht und von ihr gleich vertieft. Zwei Mal machte ich noch einen Versuch auf unser Team zu lenken. 
Erst dann bemerkte ich, dass Annamaria richtig bebte. Wellen von Aggression ging von ihr aus. Sie konnte Alex nur erzwungen ansehen.  Da ging mir auf, das sie sich nur selbst schützt, wenn sie auf ein unverfängliches Thema umlenkt. Da wäre heute schlimmes passiert.

Ich bin arg, aber ein Gefühl der Beruhigung machte sich in mir breit. Keine Verschiebung der Bündnisse. Ich hatte wirklich Angst, dass ich aus taktischen Gründen übrig bleibe und gemobbt werde (kein Zurückziehen mehr). Wohl ein Kindheitstrauma.
Aber der kluge Supervisor meinte, dass es wohl besser ist, alles mal ruhen zu lassen. 2014 ist auch wieder ein Jahr.

Und dann halt Keep smiling (das liegt den anderen). Oh Göttin, gerade das widerstrebt mir. Und wenn wir alle Keep Smiling machen, dann kenne ich mich auf einmal nicht mehr aus, wer mit wem. 

Ähm, in meinem Horoskop für 2014, ja ich lese Horoskop, steht dass ich mich in Geduld üben muss. Was mir extrem schwer fällt. Ich bin Widder mit Aszendent Skorpion und will immer vorwärts preschen. Geduld und Abwarten, auch Aussitzen, liegt mir nicht. Da verliere ich unterwegs immer wider die Zuversicht, dass es so schon in Ordnung ist. Abwarten und Tee trinken.

Da werde ich aber viel Tee brauchen.




Samstag, 7. Dezember 2013

Na ja, wird schon werden

Eine Weihnachtsstimmung kommt bei mir nicht auf. Aber ich habe einen Adventkranz und muss schauen, dass ich die Kerzen auch wirklich abbrenne. Ich schaffe es nämlich nicht, sie so halb abgebrannt weg zu schmeißen. Wäre ja schade drum. Die kann man sich doch so schön auf einen schönen Teller stellen und eben im Winter immer wieder anzünden. So von wegen Winterstimmung, heimelig, Tee trinken usw. Nur bei mir funktioniert das nicht. ich finde es schön, die Fotos anderer darüber anzusehen, aber mir fehlt dieses Gen.
Die Kerzen rollen dann jahrelang in irgendwelchen Schubladen herum. Kerzen zünde ich so und so nicht mehr an. Vielleicht wird es dann in der Pension anders. Also müssen sie jetzt dran glauben. Ich habe echt Mühe, die Kerzen stundenlang brennen zu haben. Aber, was tut man nicht alles.

Begeistert bin ich von den Franz Eberhofer Film- Dampfnudelblues, der auf ARD am Donnerstag gezeigt wurde. Mir liegen diese Lokalkrimis mit schrägen Humor. Da fühle ich mich wohl zu Hause.

Also ein Hoch auf den schrägen Humor. Den brauche ich jetzt eh. Meine beiden Kolleginnen kann ich nicht mehr sehen und sie vermutlich mich nicht. Am Freitag gefror mir das Lächeln im Gesicht. Nichts ging mehr. Aber im Sinne des Energiegesetzes bleibe ich höflich, denn die Wut, das Unverständnis, kostet mich Energie und nicht die anderen.
Und auch wenn ich eine nicht mag. Leben und leben lassen.
Das wir eine schwache Führung haben ist mir mittlerweile klar. Daran kann ich wohl nichts ändern. Ich werde mich im Akzeptieren von Gegebenheiten üben. Das wird der nächste Lernschritt von mir.
Aber abgesehen davon, ist die Stimmung im Team unterschwellig fürchterlich.
Am Montag haben wir nochmals Supervision. Ooooooohhhhhhhmmmmmm.
Donnerstag und Freitag habe ich mir Urlaub genommen.

Ich werd' wohl noch meditieren, bevor ich mich am Montag in die Supervision begebe. Dann bin ich schon so schön am Üben und es fällt mir dann auch leichter am Stuhl sitzend zu meditieren. Gelassenheit, Zuhören, sich auch blöd stellen bei Bedarf, Nachfragen wie was gemeint ist, Verantwortung über Gesagtes und Getanes übernehmen, sachlich sein, Ruhe und Gelassenheit bewahren soweit es mir möglich ist.

Wird schon werden. Alles nicht so schlimm. Es gibt keine Toten.

Liebe Grüße
ganga

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Nicht die beste Zeit

Gestern hatten wir Weihnachtsfeier. Heute habe ich frei. Mir geht es nicht wirklich gut. Des Nächtens brauche ich 4 Schlafshirts, weil ich so schwitze. Am Tag reagiert die Seele und der Körper mit Aufregung.

Seit wann? Letzten Donnerstag hatten wir das Jahresabschlussgespräch mit dem Geschäftsführer und der Abteilungsleiterin. Alles war happy. Wir verstehen uns ja so gut. Schleim, schleim. Ich fühlte mich verraten und war sehr enttäuscht.
Annamaria schwenkte auf einmal um und tröstet Alexandra, die wieder 1 Stunde später in die Arbeit gekommen ist. Die Kollegen vom anderen Team (sie hat ihr Büro im zweiten Stock) waren auf sie sauer, weil sie zum hunderttausendsten Mal wieder nicht angerufen hat um Bescheid zu geben, und die Klienten sich vor ihrer Türe stapelten.
Annamaria baute Solidarität mit Alexandra auf. Ja, ja, auch auf sie seien die Kollegen schon losgegangen. Die arme Alexandra. dann meinte Annamaria noch zu mir, wir müssen auf Alexandra schauen, damit sie uns nicht zusammenbricht.
Alles Schmonzes. Vor einigen Tagen in der Supervision hat sie ganz anders gesprochen.
Ich war so verärgert und gekränkt.

Da ich meinen Mund doch nicht halten konnte, habe ich in der Sitzung darauf hingewiesen, dass wir per Vertrag verpflichtet sind die Klienten einmal wöchentlich persönlich zu sehen. Das sich die Leute alle untereinander kennen und zusammen sprechen. Und das der neue Kollege und ich beim Bewerbungsgespräch des neuen Klienten gleich von ihm gefragt wurden, wieso er denn wöchentlich kommen muss. Bei der Frau ... sei es möglich einmal im Monat telefonischen Kontakt zu haben.

Das die Chefin vom Betriebsrat in der Früh zur Abteilungsleiterin gegangen ist und sich bitterlichst darüber beschwert hat, dass Alexandra (wieder 1 Stunde zu spät gekommen ohne Bescheid zu geben) wohl alles darf ohne das es für sie Konsequenzen hat, bleibt ohne Wirkung.
Die Arbeit haben dann wir anderen. Den Klienten beschwichtigen. Herumtelefonieren um Alex zu erreichen. Den Klienten dann doch schlussendlich fragen ob man ihm weiterhelfen kann und und und. Über die lange Zeit staut sich da eine gewaltige Aggression auf.
Und die Leitung sagt nur, sie wollen fair zu Alexandra sein.

Ich weiß, dass es in jeder Firma dieses Phänomen gibt. Trotzdem ist es für mich sehr schwer zu verdauen.
ich weiß, dass wir miteinander arbeiten müssen und dass man gute Miene zum bösen Spiel machen sollte, denn sonst geht man nicht mehr in die Arbeit. Die Chefität tut nichts. Und wenn schon mal sehr klare Worte gefallen sind, dann ist halt eine Zusammenarbeit auch nicht einfach.

Am Dienstag blieb ich zu Hause und habe mal den ganzen Tag geschlafen. Ich war einfach gerädert. Und gestern wollte ich ein Dokument faxen und es ging einfach nicht. Erst zu Hause bin ich drauf gekommen, was da los war. Ich habe dauernd gescannt. So kaputt bin ich schon in der Birne.

Anfeinden ist nicht gut, wir müssen zusammen auskommen. Im Prinzip will jede nur überleben.
Ich übe mich in Leichtigkeit nach Byron Katie und Robert Betz. Ja, ich bekomme Distanz. Es ist nicht persönlich gemeint! Und eigentlich soll es sich damit haben.
Nur so ganz funktioniert es noch nicht. Ich spüre auch Angst in mir.

Und deshalb werde ich mich selbst pflegen, die Wohnung putzen, kochen, .....







Samstag, 30. November 2013

Ein gerupftes Huhn

Für die Kräftigung gibt es heute eine Hühnersuppe mit Graupen. Köstlich. Rollgerschtln gab es immer bei Oma zu Hause.  
Die Hühnersuppe sieht für manche vielleicht nicht so gustiös aus, aber so gehört sie gekocht. Vom Bauern hat der Mann heute eine richtig alte Henne mitgebracht. Die geben die beste Suppe ab. Mindestens 2 Stunden geköchelt mit Suppengemüse und fertig ist die Kraftbrühe. 


Rollgerschtln im Topf


Weiters gibt es "Gute Laune" Tee mit einem Schuss selbst gepressten Apfel-Birnen Saft vom Bauer. 
Ich befinde mich also auf dem Weg der Besserung.
Und ich habe auch innere Arbeit geleistet. Mit der Kollegin und so. Höchst spannend zu was ich gekommen bin. Hätte ich mir gar nicht gedacht. Zum Niederschreiben brauche ich aber mehr Zeit.

Euch einen lieben Gruß
ganga

Freitag, 29. November 2013

Ganga im Lebkuckenparadies

Oh, was für eine Woche. Jedenfalls war es so, dass mir die Tage schon durcheinander kamen. Und wenn ich nach Hause kam, fiel ich nur mehr um. Was für ein Glück, dass ich meinen Job gerne mache, denn sonst würde man sich diese Arbeit nicht antun. Aber, ich war erfolgreich.

Eine Mißempfindung ist da, weil es im Team wieder komische Sachen gegeben hat. Das wird mich sicher am Wochenende noch begleiten. Jedenfalls wollte ich heute früh nicht mehr in die Arbeit gehen. Und, ich bin auch mit Rachenentzündung aufgewacht. Was soll mir das sagen? Ich werde es mir beantworten.

Heute nachmittag brachte mir eine Freundin diesen Pott voll Lebkuchen. Ich liebe Lebkuchen. Und sie sind schon so schön weich geworden. Gerade richtig zum Essen.



Und diese Nusskekse waren auch dabei. Ähm, da fehlen wohl schon sehr viele. Ich habe mich heute nach dem Heimkommen auf die Kekse gestürzt. Also die Dose war irgendwie viel voller.


Und Adventkränze habe ich jetzt auch zwei. Möglicherweise kann man aber von denen auch nicht genug haben. Lach.

Liebe Grüße
ganga

Freitag, 22. November 2013

Die Unwägbarkeiten eine Arbeitsalltages

Ich merke wie mir die Teamquerelen, welche am Montag ihren Höhepunkt fanden, in den Knochen stecken. Die Spannung läßt nach, dass Arbeitsalltagsleben hat mich wieder und man macht doch gute Miene zum unangenehmen Spiel.Auch sehr anstrengend.

Was war?
eine beschissene und sehr aggressive Stimmung:
Nachdem Alexandra doch wieder in die Arbeit gekommen ist sprach sie in der Supervision am Montag ihr fehlendes Vertrauen in uns an. Sie erinnert uns daran, das wir immer sagen, das Probleme intern gelöst werden sollten. Und wir haben Sachen künstlich hochgepuscht.
Ja, ja, das stimmt schon, aber ....
Und ja es stimmt auch, dass wir uns bei der Chefin massiv über sie beschwert haben. So gehe das nicht.

Alexandra hat es geschafft, eine Klientin nach dem Einzug drei Monate nicht zu treffen. Sie erreicht sie nie. Ja klar, wenn ich mir genau die Zeiten aussuche, an denen sie arbeitet erreiche ich sie auch nicht nicht.
Das junge Mädel stand immer wieder bei meiner Kollegin Annamaria um Unterstützung bei Ämtern und und und zu bekommen. Ja wegschicken wollte sie die auch nicht. Und Alexandra war nicht zum Arbeiten zu bewegen. Mit den dämlichsten Schmähs ist sie gekommen und wenn man das anzweifelte wurde sie aggressiv.
Ein junger Mann, der wirklich dringend nach einem Halt sucht, 18 Jahre, Ausländer, keine Familie in Österreich, diverse Flausen im Kopf, ohne Halt, steht ständig bei mir auf der Matte. Auch hier das gleiche Spiel. Sie erreicht ihn nie. Im Mai 2013 ist der junge Mann eingezogen und bis November hat sie ihn zwei Mal getroffen. Statt wöchentlich! Die gute Frau Psychologin sitzt derweil lieber bei unserer behinderten Kollegin und labert diese täglich 2-3 Stunden mit ihren Problemen voll. Dann springt sie auf, holt ihre Sachen aus dem Büro und weg ist sie. So schnell kannst du gar nicht schauen ist die Frau draussen.

Wieso haben wir sie vor drei Jahren überhaupt genommen?
Weil die Stelle bei uns drei mal ausgeschrieben wurde. Und wir bekamen nur Absagen. Spätestens als die Bewerber hörten, dass wir Klientel haben, welches nach der Arbeit kommt, haben sie abgelehnt. Es ist eine anspruchsvolle Tätigkeit mit viel Freiraum. Du mußt aber absolut flexibel sein.
Denn es kann dir passieren, dass du von einem Nachbarn angerufen wirst, der einen enormen Streß macht, weil dein Klienten sich nackt ausgezogen hat, seine Möbel und alles was er hat aus dem Fenster wirft und im Garten herumtanzt. Alles schon gehabt. Und dann mußt du handeln.
Die Polizei rufen, die nicht kommen mag, die dir erzählen es sei gerade kein Auto in der Zentrale, alle seinen auf Einsatz. Die dann nach einer Stunde doch auftauchen. Der Nachbar, der seine Chance wittert, da ihm unser Klientel schon längst ein Dorn im Auge ist. Also den auch noch beruhigen.
Den Klienten dazu bewegen wenigstens ins Haus zu gehen, oder sich etwas anzuziehen. Eh keine Chance.
Dann kommt die Polizei.
Und die meinen, ach da liegt doch keine Selbst- und Fremdgefährdung vor, wie ich denn auf diese Idee komme. Denen drohe ich dann damit, dass ich meiner Verantwortung nachgekommen bin indem ich sie gerufen und den Amtsarzt gefordert habe. Und wenn sie jetzt nichts unternehmen, dann verlasse auch ich das Haus. Wenn etwas passiert, habe ich meinen Teil gemacht. Das wirkt eigentlich immer. Aber die Energie, die du dafür brauchst.
Dann kommt der Amtsarzt, der meistens in Ordnung ist und dann die Rettung. Der Klient sollte die Zeit bis zur Rettung überleben, das wäre toll. Eigentlich ist immer alles gut gelaufen. Auch im ärgsten Zustand kennen einen die Leute doch und eine Art Sicherheitsgefühl entsteht. Trotzdem eine Zwangseinweisung ist immer schlimm. Und Einsicht ist nie vorhanden. Mit dem schlechten Gewissen kämpfe ich immer wieder.
Und so eine Aktion dauert ca. 2-3 Stunden. Zum Glück passiert das nur einige male im Jahr.

Na ja, jedenfalls ist uns Alexandra übrig geblieben und weil wir keinen Bock mehr hatten die Stelle ein viertes Mal auszuschreiben und wieder die Bewerber durchzuhecheln, nahmen wir Alex. Sie war seit Jahren arbeitslos, hat immer nur absagen bekommen. Ich habe sie gesehen und gewußt das sie ein Blitzer ist. Aber gegen die anderen und die Chefin wollte ich mich auch nicht stellen.

Und so haben wir ein arbeitsscheues, faules Wesen bei uns, die auch noch stolz darauf ist sich immer durchzuwinden. Und das wurde ihr von Annamaria in diesen Worten am Montag auch gesagt. Von uns anderen zwei Schweigen im Wald, also Zustimmung.
Und alle Tränen haben ihr nichts genützt.
Der Supervisor hat sich bemüht eine Einigung zu finden.
Alexandra meinte, dass sie sich bemühen wird.
Der Supervisor stellt klar, dass ein Bemühen nicht ausreicht, sie hat die Sachen zu tun.

Und ich glaube, da soll man nicht die Augen verschließen. Wenn sie diese Arbeit nicht machen kann, dann soll sie um Himmels willen gehen. Da arbeiten Annamaria und ich lieber mehr, als das wir uns mit diesem Schlaucherl auseinandersetzen müssen.
Es ist keine Schande, diese Arbeit nicht machen zu wollen.
Ich möchte sie nicht eintauschen.

Liebe Grüße
ganga

Mittwoch, 20. November 2013

In Lebensmittel schwelgen

Als ich jetzt den Titel des heutigen Post schrieb, viel mir das Interview mit Roland Düringer ein, dass Manuela am 10.10.2013 in ihrem Blog gestellt hat. Also Lebensmittel, nicht Nahrungsmittel. Das Interview ist für mich sehenswert.
                                     ____________________________________________

Ich geniese es, wenn ich es schaffe mir Essen ins Büro mitzunehmen. Die ganze Zubereitung ist schon meditativ.


Die Mischung Grapefruit und Avocado ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, weil es zwei ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen sind. Da braucht es noch einen verbindenden Geschmack. Nüsse wären vermutlich gut dazu. 

Und für morgen gibt es eine Hühnchenroulade mit einer Füllung aus getrockneten, in Öl eingelegten Tomaten, Kapern, Knoblauch und Gewürzen je nach Geschmack.
Die Vorbereitungen laufen quasi:



Ich sag euch, im Büro war am Montag bei der Supervision die Hölle los. Ich spar es mir jetzt ins Detail zu gehen, weil es auch irgendwie schon uninteressant ist. Am Dienstag Vormittag war Team. Da wurden wieder die einzelnen Fäden zusammengeknüpft, was auch sehr anstrengend war. Die Energie ist dann sowas von gebunden.
Und heute war der erste Tag, wo ich mich meiner Arbeit widmen konnte!

Von wo ich jetzt die Kraft herhabe für mich zu kochen ist mir etwas schleierhaft, aber es erdet mich und bringt Gelassenheit.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen tag,
ganga



Dienstag, 19. November 2013

Einfach so

Oh. der Mann hat am Wochenende für uns gekocht!
Am Samstag gab es ein Rindsgulasch und am Sonntag Tafelspitz mit Spinat und Röstkartoffeln.
Eine feine Sache.





Ich vermisse in meinem Blog Berichte und Fotos von anderen Orten. ich glaube, dass ich viel zu viel Zeit in Arbeit verbringe.

Das sollte sich ändern.
Und sonst habe ich das Wochenende mit Wäsche waschen, putzen und anderen enorm wichtigen Dinge für den Arbeitsalltag verbracht.


Aber heute bin ich um 14 Uhr nach Hause gefahren, spontan beim Friseur vorbeigeschaut, und, die hatten Zeit für mich.

Ich frage den Mann sicher schon zum 7 mal wie mir der neue Haarschnitt passt. "Gut, sehr gut, das habe ich dir doch eh schon gesagt." Aber ach, es war einfach so eine spontane Aktion und ich fühle mich irgendwie gut.


Bei Chili und Ciabatta habe ich ein Rezept für einen Avocado-Grapefruit Salat gesehen.




Die Lebensmittel habe ich schon mal und morgen werden sie sich bestimmt für mich schälen und schneiden.

Ich hoffe, ich erinnere mich morgen an das sinnliche Erleben beim Kochen. Da komme ich dann zur Ruhe und Besinnung.

Samstag, 16. November 2013

Das neue alte Möbelstück

Heute haben wir vom Trödler den Schreibtisch geholt.


Jetzt werden wir noch einen Platz für das gute Stück finden und dann geht es ans Einräumen.


Freitag, 8. November 2013

Holz und Moderne

Wir bekommen ein neues Möbel. Freu. Ich habe einfach die Regale satt, auch wenn sie aus Holz sind. Bei uns über die Grenze gibt es einen 80 jährigen Restaurator und da sind wir mit einigen Kästen fündig geworden.
Das, welches uns kommende Woche beschert werden wird ist das Kastl in der Mitte. Der Fernseher kommt drauf und enorm viel Stauraum ist innerhalb. Da passen die ganzen DVD' und CD's rein. Also ein halbhohes Kastl ersetzt drei Regale. ich sage euch, schön langsam fühle ich mich in der Wohnung wieder wohl.
Der Eckschrank ist leider schon verkauft.


 
Vielleicht werden wir nochmals fündig in seiner Werkstatt.
Ich sag euch, dass ist ein schrulliger Laden. Der Restaurator ist wie gesagt 80 Jahre jung. Wenn ich mit 80 Jahren noch so fit sein würde, wäre das toll.
Und, der Typ ist immer in Bewegung, sucht nach alten Möbeln, bearbeitet die und bekommt dafür auch einen Lohn.


 
Ich stelle immer wieder fest, dass die Kriegs- bzw. Nachkriegsgeneration viel härter und zäher ist als wir jetzt. Die Menschen, welche ich kenne, haben einen dermaßen großen Lebenswillen. Auch wenn manche gesundheitlich angeschlagen sind, die sind unterwegs. Da schaue ich nur so.
 Deren Terminkalender ist viel voller als meiner.
 

Donnerstag, 7. November 2013

Was es nicht alles gibt

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe jetzt, statt Antworten zu den Kommentaren, einfach einen Post. Es ist doch ausführlicher zu schildern.
Und ja, ich merkte in der Früh, dass ich nicht mehr in die Arbeit fahren wollte.

Ich war schockiert wie ich heute nachgefragt habe was da mit dem Kollegen der stalkt gestern noch los war. Der Kollege ist ja auch Betriebsrat und da ist die Sache mit einer Kündigung sehr heikel. Es ist möglich ihn als Arbeitnehmer zu kündigen aber dann hast du ihn als Betriebsrat noch immer in der Firma sitzen.
Und der geht sicher auf das Arbeitsgericht, dass ist schon mal klar. Und das muss ein gemeinnütziger Betrieb erst mal finanzieren. Mit Subventionsgelder? Und der Ausgang ist ungewiss.
Zumal die Stalkingsache und die unzähligen Gegenklagen des Kollegen bereits gerichtsanhängig sind.

Und wieso sich der Chef jetzt, nach 1,5 Jahren doch zu einer Kündigung durchgerungen hat, Betriebsrat hin oder her, war, dass er selbst vor zwei Wochen zwei mal in eine Situation kam, in der er dazwischen gehen musste.
Der Kollege und Ex Partner hat Julia im Stiegenhaus abgepasst und ist ihr körperlich bis an die Nasenspitze auf den Pelz gerückt. Er bringt kein Verständnis dafür auf, dass sie mit ihm nicht mehr zusammen sein will. Und seine verbale Wendigkeit benützt er dafür sie in die Ecke zu drängen.
Dem Chef war es nicht möglich ihn von ihr wegzubringen.
Die Polizei wurde angerufen und ist gar nicht mehr gekommen. Keine körperlichen Berührungen, kein Blut. Wie früher. Die kommen erst, wenn's Tote und Verletzte gibt.
Der Chef sagte, dass er dieses Verhalten als sehr bedrohlich empfunden hat.
Na geh, jetzt auf einmal. Das geht doch schon seit eineinhalb Jahren so. Aber erst wenn die Chefität selbst betroffen ist reagiert sie. Da kannst auch noch sagen, sie reagieren wenigstens, weil auch das müßte nicht unbedingt sein.

Der Kollege Stalker zeigten den Chef dann noch an, wegen übler Nachrede!
Und einem anderen Kollegen aus der Geschäftszentrale ist vor drei Wochen das gleiche passiert. Der hat auch eine Anzeige von Hubert bekommen. Auch wegen übler Nachrede.

Das sich da überhaupt ein Anwalt findet, der sich mit so was abgibt? Aber gut, Geld ist Geld. Und dieser Berufszweig braucht wahrscheinlich grundsätzlich schon ein dickeres Fell. Moral und Anstand sind wohl keine Parameter.
Ich wollte früher, gaaaanz gaaaaanz früher, so als Kind, Jus studieren. Habe ich aber zum Glück nicht. Das wäre keine Gesellschaft für  mich. *Schüttel*.

Anscheinend hat es heute am Nachmittag wieder eine neue Unruhe um den Kollegen gegeben! Was, habe ich nicht herausbekommen.
der Chef soll ihm und seinem Anwalt bis Freitag Zeit gegeben haben sich mit der Firma zu einigen.

Da bin ich schon gespannt was herauskommen wird.

Und bei uns mit unserer Alexandra, bin ich auch neugierig wie es weitergehen wird. Wir reden darüber, machen unsere Arbeit, schleichen aber doch gedrückt herum.
Die Chefin hat heute eine Vermutung geschildert, die ich mal so aufnehme und welches zu meinem Erlebnis paßt. Der Junge von Alexandra hat am Dienstag in keiner Weise ängstlich gewirkt. Sie hat sich erschöpft in einen Sessel gesetzt und der Junge ist Mitten im Raum stehen geblieben und hat sich nicht furchtsam wo hingedrückt.
Er ist sogar auf meinen Spaß eingegangen, hat mich angegrinst und ein paar Sätze gesagt.

Es ist Alexandras Wesen, dass ihr immer alles zu g'scherig ist. Sie ist immer gleich überfordert und zeigt das auch deutlich. Der Junge merkt dies und will die Mutter schützen. Deshalb will er an ihrer Seite sein. Wie gesagt, nur eine Hypothese.
Oder eine andere Hypothese. Es ist ein Machtspiel. Er will die Aufmerksamkeit der Mutter erzwingen. Und da diese ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat, erlebt er das ständige Scheitern.

Wie gesagt, ich habe den jungen Mann nicht als ängstlich erlebt. Er zeigte auch bei den anderen keine ängstlichen Verhaltensweisen.
Sie ist das Problem.
Vermutlich hat sie sich ihr Leben anders vorgestellt. Sie ist keine gute Hausfrau, schafft es nicht ihren Haushalt zu versorgen, das Essen lassen sie sich einmal die Woche von Bofrost bringen, mit dem garten kommt sie nicht zurecht,.... Ihr Mann ist nicht mehr der jugendliche Liebhaber sondern arbeitet von in der Früh bis am Abend. Ja die Kinder und alles bleibt sicherlich an ihr hängen.
Tja.

Essen für morgen habe ich mir gekocht. Auch schön.

Liebe Grüße
ganga
 

Dienstag, 5. November 2013

Kündigungen und mehr

Bei uns in der Arbeit überschlagen sich die Ereignisse. Gestern, am Montag, war ich so enttäuscht von der Chefin, weil sie wohl mit Alexandra ein Gespräch hatte, aber von Kündigung wegen grober Pflichtvernachlässigung nicht die Rede war.
Geweint habe ich vor lauter Enttäuschung. Was muss noch passieren, dass es Konsequenzen gibt?

Und was war heute? Unsere Alexandra kommt mit ihrem 9 jährigen Jungen an der Hand in die Arbeit und stapft mit ihm zur Chefin. Der Junge weigere sich in die Schule zu gehen, hat massive Panickattacken und nur mehr Angst.  Mit anderen Familienmitgliedern bleibt er nicht zu Hause. Deshalb möchte sie ihn in die Arbeit mitnehmen. Dass er bei ihr im Büro sitzt.
Wohlgemerkt auch während der vertraulichen Gespräche mit den Klienten!

Jetzt muss ich aber zum Verständnis sagen, dass wir der Alex bereits vor zwei Jahren gesagt haben sie und ihr Mann sollen unbedingt zum Kinderpsychologen gehen. Und der Bub braucht eine andere Schulform, passend für seine Bedürfnisse und keine öffentliche Schule. Der Bub ist bereits zum zweiten mal in der Volksschule sitzen geblieben! Und ständig sucht die Familie Gründe wieso er in der Schule nicht so mitkommt, wie die anderen. Einmal vermuten sie, dass er Legastheniker ist, dann heißt es, er ist lernschwach etc.
Wieso nicht zum Kinderpsychologen? Ja weil sie nicht Lust hat, die Frau Psychologin, so viel Geld auszugeben. Wohlgemerkt, sie hat sich vor 2 Jahren einen VW Tuareg gekauft, neu. Kostenpunkt um die 40.000 Euro. Also, sie hat in einen bürgerlichen, gut betuchte Familie eingeheiratet. und das Geld spielt bei denen sicherlich keine Rolle.
Und in eine andere Schule will sie ihn nicht geben, denn da müßte sie länger zur Schule zum Abholen fahren. Klar kannste sagen, dass sind Ausflüchte. Aber wenn keine Bereitschaft da ist, zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen, dann schüttelt man nur mehr den Kopf. Und der Junge tut uns sehr leid. Mit solchen Eltern, da bist du gestraft für dein ganzes Leben.

Aber wieder zurück zur die Arbeitssituation.
Die Chefin meinte zu Alex, dass sie das nicht gerne sieht, dass sie ihren Jungen mitnimmt. Aber was kann sie tun? Alex kommt mit dem Jungen zu mir herunter. Ob es für mich passen würde, wenn sie den Rest der Woche auf Urlaub ist. Wegen dem Bub. Ja was soll ich dazu sagen? Soll sie gehen und sein. Im Nachinein fällt mir auf, dass sie ja gar kleinen Urlaubsanspruch mehr hat. Sie ist ja im August schon drei Wochen auf unbezahlten Urlaub gegangen.

Und dann kommt eine halbe Stunde später eine mail von Alexandra, dass die Chefin sie aufgefordert hat, sich bis Montag zu überlegen, welche Arbeitsleistung sie noch bei ihren Klienten erbringen kann. Alex meinte dann noch, sie würde gerne in der Arbeit bleiben.
Ich weiß eh was in der halben Stunde passiert ist. Die Chefin ist zum Nachdenken gekommen.

Jetzt sag ich mal, wir haben eh schon die schwer behinderte Maria, die nicht mehr kann und dann will ich keine zweite Kollegin, die noch weniger tut als Maria. Die ihre Fürsorgepflicht nachweislich vernachläßigt, und sich nichts dabei denkt. Sie kreist nur um sich. Meine Kollegin ist überzeugt, dass die Alex ein "Burn-Out" hat. Unter anderem, weil ihre Wahrnehmung massiv eingeschränkt ist. Sie merkt nicht, was sie für Scheiße baut, reagiert auf Hinweise und Ersuchen mit Frechheiten und wird pampig.

Und wer macht die Arbeit?
Wir bekommen kurzfristig ab 15.11.2013 eine Aushilfe von einem anderen Team. Ich hoffe, der stellt sich gut an. Und, ganz wichtig, er muss zu uns passen, sonst kannst du die Sache gleich vergessen. Entweder wir verstehen uns oder nicht.
Einschulung machen natürlich auch Annamaria und ich. Dann können wir aber auch sehen wie er sich anstellt und eine Verbindung zu ihm ist damit auch hergestellt.

Und was ist in den Tagen dazwischen?
Annamaria hat sich dazu entschlossen bei Anfrage von Alexandras Klienten, die Arbeit einfach zu tun.
Das werde ich auch machen. Eine bockige Einstellung bringt mir und den Klienten gar nichts. Ich will die Menschen nicht unversorgt zu lassen. Das muss man nämlich auch aushalten. Es ist der bedeutend einfachere aber auch härtere Weg einfach das zu tun was zu tun ist.
Annamaria und ich sind schon an unserem Limit, was wir auch bei passender Gelegenheite kund tun.

Ich ernte aber auch die Früchte meiner Arbeit.

Und dann ist noch was Arges passiert. Um viertel nach drei ruft die Chefin bei mir an, ich war alleine am Stockwerk. Ein Kollege, auch Betriebsrat, wird gerade gekündigt. Weshalb? Möglicherweise weil er seine Ex-Freundin, auch eine Kollegin, seit 2 Jahren stalkt und Mediatoren und Gericht damit beschäftigt sind. Aber wieso jetzt? Da muss was passiert sein.
Den einen Betriebsrat kannst du eigentlich nicht kündigen, zumal der Betriebsrat von einer Kündigung vorher unterrichtet werden muss. Wie geht das, wenn einer vom BR selbst der Betroffene ist?
Oder es ist ein Urteil ergangen, dass er sich der Frau auf 50 Meter nicht mehr nähern darf.

Das hat mich heute Nachmittag schockiert. Und, ich habe meine Bürotür von innen sofort zugesperrt. Denn ich kenne den Typen. Und wenn er schon so zerstörerisch unterwegs ist und dann wird er auch noch gekündigt da kann es schon zu Ausraster kommen. Sonst hätte mich die Chefin auch nicht angerufen. Ich habe sofort verstanden was sie meint.
Sie selbst hörte sich stimmäßig ganz schlimm an. So habe ich sie noch nie gehört.
Aber, in der Sache ist es schon zu gewalttätigen Übergriffen vom Kollegen gekommen. Und die Chefin hatte immer wieder Angst um die Kollegin. Begründet!




 

Montag, 4. November 2013

Noch Sonntag

Im Haus haben der Mann und ich einen Lampenschirm aufgehängt, der vom Warten schon ganz angestaubt war.
Im Bad hängt nun ein Windspiel endlich dort, wo es seit 2006, ohne Schmäh, schon hängen sollte. Es ist bisher an einem ganz banalen Haken, den man nur in das Holz eindrehen braucht, gescheitert. Heute, also im Jahr 2013 war es dann soweit. Jetzt erfreue ich mich an den weißen und gelben Blättchen, die herunterhängen uns sich im Luftzug drehen und klingen.

Und trotzdem merke ich eine Spannung die wächst. Vor morgen. Ob die Kollegin in die Arbeit kommt, was für eine Vereinbarung, dass die Chefin mit ihr trifft. Trauen sie sich über eine Kündigung drüber. Muss ich ein schlechtes Gewissen haben? NEIN.

Und dann schießt mir doch glatt die Hexe in die Hüfte ein. Ich kann mich kaum bewegen und wenn, dann sticht es wie die Hölle. Ich habe mir sicher einen Muskel eingeklemmt.
Wäre auch zu schön um wahr zu sein, dass alles so locker, flockig über die Bühne geht.

Trotzdem habe ich mir am Abend Blaukraut mit Äpfel, Essig, Salz, Kümmel, Wein und einen Schuß Himbeersaft gekocht. Mit Kartoffeln. Proviant für morgen. Da mir der viele Kaffee mit Lebkuchen schon zum Hals heraushängt. Oder irgend ein anderes Junkessen.

Und jetzt nachdem ich mir den Krimi "Jack Taylor" angesehen habe, kann ich beruhigt ins Bett gehen. Ich mag einfach so Typen, die nicht auf der Gewinnerseite stehen.
Und wo auch immer rauskommt, dass du für Alles und wirklich Alles löhnen musst. Damit meine ich nicht wenn eine eine unbeschwerte Lebenseinstellung hat. Das ist schön. Da möchte ich auch hin.



 

Samstag, 2. November 2013

Früh im Bauernladen

Ich habe es doch glatt geschaft um 7 Uhr aufzustehen. Wir haben einen Bauernladen in der näheren Umgebung wo es auch Cafe und Kuchen gibt.

Das ist das Frühstück des Mannes:

 
Und ich geniese den Kuchen von Heidi.

 
 
Und da darf jetzt die Bäuerin nicht fehlen. Die Frau ist ein Wahnsinn. Die kann kochen, backen, macht Brot,...
Bei ihr merkt man, dass sie das, was sie tut, gerne macht. Sie hat Freude wenn es einer schmeckt.
 
 
Bitte schaut euch einmal diesen Bienenstich aus der Nähe an.
 
 
Sonst ist der Laden auch ein Hammer. Da bekommst du alles bis auf die Toilettartikel. Und, der Preis ist OK. Die selben Produkte kosten in der Stadt immer um einige Euro mehr in den Bioläden. Bei uns sind es zwei Bauersfamilien die diesen Laden betreiben. Viele der Sachen sind von Bauern aus der Umgebung. Klar Bananen nicht.
 

 

Freitag, 1. November 2013

Ich mag die Eule

 
Bei mir zieht jetzt auch der Herbst ein.
 


Man merkt ich habe keine Kinder. Denn, ich bin heute um 11 Uhr 30 aus dem Bett. Eine Stunde Frühstücken, einige Runden Stricken und wieder ab ins Bett. Ich wollte nämlich Duschen und Haare waschen. Nur das war mir dann so mühsam, dass ich doch noch eine Stärkungsrunde im Bett brauchte. Um halb Fünf konnte ich mich dann zum Baden aufraffen.
Der Mann wartete anschließend mit Essen auf.
Was für ein erholsamer Tag.

Aber ich hatte einen sehr eigenartigen Traum: Ich liege in einem Bett. Als ich aufwache sehe ich einen Schlangenkopf, der mich ansieht, an der Wand mir gegenüber. Ich erschrak mich sehr, und ich begann mich zu fürchten und es grauste mir vor der Schlange. Als ich an der Wand weiterschaute, bemerkte ich die enorme Länge der Schlange. Das war ein ausgewachsenes Exemplar mit sicherlich 3 Meter länger und entsprechend dick. Und neben der großen Schlange bewegte sich ein kleinere dünnere Schlange aus einem Mauerritz heraus. Ich stieg mit langsamen Bewegungen aus dem Bett und schaute das ich langsam aus dem Raum kam.
Den Partner fauchte die Schlange gewaltig an, als der an ihr vorbei wollte. Zugebißen hat sie aber nicht.
Die Feuerwehr konnte die Schlangen nicht mehr finden und meinten, dass die wohl von selbst das Weite gesucht hätten. Wir könnten wieder in die Wohnung und weiterschlafen. Ich war sehr empört, aber dann dachte ich mir gut, etwas Vertrauen braucht es wohl und legte mich wieder ins Bett. Dann bin ich aufgewacht.

Bäh, ich mag keine Schlangen.

 

Schön so was

Ich war gestern beim Homöopathen, mein 2 monatlicher Termin. Das Mittel dass ich jetzt seit 7 Wochen nehme und auch weiternehmen soll fasziniert mich. Die Pflanze ernährt sich von den anderen, saugt ihnen die Kraft heraus.
Er hat sich gedacht, er probiert es einmal mit einer Parasitenpflanze. den ihm kommt vor, ich habe es mit genug Parasiten zu tun.
Der Ausspruch gefällt mir. Das trifft meine Realität. Es gibt mir zu denken.

Egal ob es die komische Frau beim Vater ist, Maria und Alexandra in der Arbeit. Sie wollen sich alle auf meine Kosten ernähren.
Ich merke, dass meine Aufmerksamkeit bei mir ist und immer weniger bei den anderen. Das ist mir nicht mehr wichtig.
Schön.

Das muss ein Entwicklungsschritt sein.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen Frieden,
ganga
 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Motivation

 Humor ist der Knopf, der verhindert, daß einem der Kragen platzt. 
Joachim Ringelnatz


Und wie sieht es beim Galgenhumor aus?

 
Galgenhumor, welch erdrosselnde Lustigkeit! 
Martin Gerhard Reisenberg


Tja, wenigstens schreibe ich Blog, stricke an der Socke weiter, habe Soko Donau und Janus angesehen, kurzum ich habe was für mich gemacht.
Obwohl ich erst um 18 Uhr von der Arbeit nach Hause kam. Es war ein erfüllter oder sollte ich besser sagen ein erfüllender Tag heute für mich.
Was würde ich tun, wenn ich meine Arbeit nicht hätte? Ich wäre glatt unterfordert.
Gut, mit meinen Leuten habe ich ja auch die tollsten Erlebnisse, das hält mich schon mal jung.

Und was war so wesentliches, ausser meiner wirklichen Arbeit, geschehen?
Heute hatten wir das Teamgespräch mit der Chefin. Wegen unserer besonderen Situation mit Maria und wie wir die Aufgaben verteilen können. Tja, tja.
Da war alles anders gekommen.


Es ist ja schön wenn man die Aufgaben für die behinderte Frau den anderen umbinden will. Nur was tust du, wenn du statt zu viert auf einmal zu dritt übrig bleibst, weil sich die vierte Kollegin in Krankenstand verabschiedet hat. Nur mehr überfordert ist und seit ca. 1,5 Jahren ihrer Arbeit nicht mehr nachkommt.
Und heute in der Besprechung kamen die Fakten auf den Tisch. Und das heißt jetzt: Kündigung von Alexandra (keine Sorge, es trifft keine Arme!).
Maria wird bleiben, egal in welchem Zustand sie ist.
Grundsätzlich soll es mir recht sein. Die werde ich die nächsten 9 Monate auch noch aushalten. Und wer weiß wie sich alles noch entwickeln wird.

Annamaria und ich haben gesagt, dass wir an unserem Limit sind.
Wir können keine Mehrarbeit leisten.

Und spätestens bis morgen, hat sich unsere Teamsituation und die Kündigung von Alexandra in der ganzen Firma herumgesprochen.
Du spürst schon heute die Blicke, mit denen dich die Kolleginnen und Kollegen ansehen. Und jeder hat seine Phantasien und Schuldzuweisungen.

Wie war das nochmals? "Jeder Tag ist ein guter Tag". Hmh. Das muss ich mir noch gut überlegen, was ich an diesem Tag Gutes finden kann.
Nach Hause kam ich jedenfalls zittrig und der Appetit ist mir vergangen, das will bei mir was heißen.

 
 
Liebe Grüße,
alles wird gut
ganga





 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Der Anfang oder Nichts


 
 
Herbstliche Wege

Des Sommers weiße Wolkengrüße
zieh'n stumm den Vogelschwärmen nach,
die letzte Beere gärt voll Süße,
zärtliches Wort liegt wieder brach.

Und Schatten folgt den langen Wegen
aus Bäumen, die das Licht verfärbt,
der Himmel wächst, in Wind und Regen
stirbt Laub, verdorrt und braun gegerbt.

Der Duft der Blume ist vergessen,
Frucht birgt und Sonne nun der Wein
und du trägst, was dir zugemessen,
geklärt in deinen Herbst hinein.
 
Joachim Ringelnatz
 
 
Ich habe mich heute für die kommende Woche vorbereitet. Die Wäsche ist gewaschen, die Wohnung geputzt, Essen für morgen vorgekocht, Haare gewaschen, Schuhe geputzt. Das hat richtig gut getan.  Der ganzen Mist mit anderen war weit weg.
An meinen Socken habe ich gestrickt und ich kann beim Wachsen zuschauen. Auch eine starke Sache, wenn man selbst was produziert.
Wachsen und werden.
 
Ich steh's mir nicht darauf, morgen in die gespannte Atmosphäre in der Arbeit gehen. Da wird was los sein, nachdem letzte Woche viel eskaliert ist. Die Chefin kommt morgen aus dem Urlaub zurück. Und am Dienstag haben wir eine schon lange vereinbarte Teambesprechung. Da wird Gravierendes auf den Tisch kommen.
Ruhig bleiben, nicht in Aufregung verfallen.
Mein Hirn beisammenhalten und nicht von den Emotionen steuern und lenken lassen. Ärger kann ich wohl bekunden.
 
Oooohhhmmmm.
 
Alles wird gut.
 
Das einzige was mich im Gedanken für Morgen motiviert sind die Termine mit meinen Leuten. Und am Vormittag bin ich mal unterwegs. Das ist auch ein guter Gedanke. Raus aus dem Haus, nicht greifbar sein für mögliche Auseinandersetzungen. Wieder einmal nur der eigentlichen Arbeit nachgehen.
 
 
Liebe Grüße
ganga
 
 
 
 
 

 
 

Tag der Klausur


Museum der Moderne, Salzburg


Flowers and Mushrooms


Wir waren am Donnerstag auf Klausur. Der Ort war wunderschön gewählt, nämlich das Cafe im Museum der Moderne. Man sieht über ganz Salzburg. Die Herbstfarben am Kapuzinerberg waren überwältigend. Das ist einmal eine Location für das Arbeiten.
Und anschließend sahen wir uns noch die obige Ausstellung an. Ein toller Tag. Aber ich musste um 14 Uhr wieder im Büro sein wegen Kliententermine. Um 18 Uhr 30 schleppte ich meinen müden Geist aus dem Bürohaus.


Und so schön auch das alles war, wir haben Probleme in der Arbeit. Alexandra ist am Montag einfach nicht in die Arbeit gekommen. Und schauderbar ist es mit Maria,
Ich bin immer wieder erstaunt, dass es Steigerungsstufen des "Nicht mehr Gehen können" geben kann. Annamaria, ich und der Supervisor warteten im Foyer auf Maria. 20 Minuten zu spät schlich sie aus dem Aufzug. Ich finde keine Worte mehr für ihren körperlichen Zustand. Jedenfalls sah sich meine Kollegin Annamaria bemüßigt, dass sie zu ihr ging und sie die 30 Meter zu uns herbegleitete. Immer an ihrer Seite, da sie schwankte und kaum mehr Zentimeter machte.

Und beim Niedersitzen muss man ihr jetzt auch helfen. Sie halten und führen damit sie nicht neben den Stuhl fällt.
Am Montag ist diese Verschlechterung eingetreten und besser wird es nicht mehr.
Ja, ich schreibe immer wieder viel über den Zustand von Maria, aber ich bin auch immer wieder von neuem schockiert. Am Montag sagte ich auch ganz mutig und frech zu ihr: "So Frau, jetzt wird es Zeit für einen kleinen, wendigen Rollstuhl". Sie nahm es gut, meinte, dass sie das nicht will, weil dann ist es ganz vorbei.
Diese Logik kann man nur akzeptieren.
Ooooohhhhmmmmmmm.

Und sie dürfte schon sehr stark sehbehindert sein, da sie den einzigen riesigen und beleuchteten Button beim Lift nicht mehr sah. Wir verbrachten sie in den Lift und eine fuhr mit ihr hinunter. Dann gingen wir in die Ausstellung.

Die Klausur tat uns gut. Ein Thema war natürlich Alexandra, aber wir verbrachten einfach einen mit Gesprächen anregenden Vormittag miteinander. Der Supervisor ist sehr belesen, wir sind es auch, das kann sehr belebend sein.