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Sonntag, 3. Juni 2018

Ist-Stand mit dem Mann

Dem Mann geht es wieder besser. Er war letzten Dienstag wieder bei seinem Termin mit dem Seelenarzt und dürfte dem sein Leid über seine Frau, die so böse zu ihm ist geklagt haben. Der Seelenarzt hat zu ihm gemeint, dass er mir aus den Weg gehen soll, wenn ich unleidlich bin. Auch dass er dann nichts mehr sagt und nicht auch noch Schaufeln nachlegt. 
Zuerst war ich verärgert, weil ich mir dachte, so so, ich bin unleidlich, ich bin böse zu ihm, aber dann dachte ich mir, dass der Vorschlag vom Seelenarzt optimal ist. Und der Mann hört auf den Seelenarzt. 

Der Mann hat sich von seinem Sofa wieder erhoben und sich bei einem Fitnessstudio angemeldet.
Vom Zirkeltraining und dem Ausdauertraining ist er begeistert. Er spürt sich wieder.
Außerdem gehen wir jeden zweiten Tag spazieren. Wir sind derzeit bei 4 Kilometer.
Ich habe ihm auch gesagt, dass er im Haushalt und Garten wieder etwas übernehmen muss, weil mir das jetzt zu viel wird. Er wird nicht aggressiv.

Allerdings achte ich darauf, dass er seine Psycho-Tabletten nimmt. Er selbst meint, dass ihm die jetzt wichtiger geworden sind als seine Blutverdünner. Gut so. Er merkt also, dass er nicht rund läuft. 
Er meinte, dass er nicht mehr monatelang auf dem Sofa liegen möchte, weil es ihm nicht gut tut. 
Von Selbstmord ist nicht mehr die Rede. 
Wenn sich sein Verhalten wieder stabilisiert, er wieder einen Sinn in seinem Leben sieht, wird er möglicherweise auf die Psycho-Tabletten verzichten können. 
Vielleicht verabschieden sich auch seine phasenweise schlechten Zustände und er muss nicht mehr gegen andere (mich) aggressiv werden und ihnen die Schuld an seinem schlechten Selbstbefinden geben oder er kann sie akzeptieren und damit besser umgehen. 

Ich hoffe das Beste für ihn.


Freude ist die Gesundheit der Seele
Aristoteles (384-322 v. Chr.)






Ohne Korrektur gesendet.

Sonntag, 27. Mai 2018

Zum Mann


Seit Tagen schiebe ich es hinaus, dass ich einen post schreibe.
Es gibt einfach nichts positives zu berichten, ich sag mal, nur lauter alten Scheiß.

Der Mann nimmt seit zwei Wochen wieder die Psychomedikamente und die Wahnvorstellungen haben aufgehört. Er ist wieder in der Lage etwas am Leben teil zu nehmen.
Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass diese Wahnvorstellungen Auswirkungen vom Schlaganfall sind. Es sind neurologische Auffälligkeiten.
Ich will ihn damit nicht von der eigenen Verantwortung frei sprechen, aber ich glaube, er kann sich in diesen Phasen nicht mehr wehren gegen die inneren Dämonen die ihn dann verfolgen und tyrannisieren.

Das Leben mit ihm ist derzeit möglich, obwohl ich mich emotional erst wieder 2 % auf ihn eingelassen habe.
Er ist nicht mehr streitsüchtig und beschuldigt mich nicht mehr der schwersten Vergehen.

Schau mehr mal.





die Seele bleibt vor einem Gänseblümchen stehen


Montag, 14. Mai 2018

Montag

Die Freundin fragt mich, ob der Mann seine Nerventabletten nimmt.
Ich weiß es nicht, weil ich seit 2 Tagen nicht nachgesehen habe. Ich komme mir da so doof vor. Aber, sie hatte recht, er hat sie wieder 2 Tage nicht genommen.
Sie redet mir ins Gewissen, dass ich dem Mann täglich seine Tabletten hinlegen soll. Es ist wie bei den kleinen Kindern .... aber anscheinend funktioniert das.
Ich spreche den Mann an, ob ich ihm seine Tabletten in die Box ordnen soll und bemerke dabei, dass er die Blutverdünner in dreifacher Menge hat und die Psychopharmaka am ausgehen sind.

Ich achte jetzt darauf, dass er die SSE jeden Tag nimmt. Wenn ich merke, dass die Einbildungen zurückgehen, dann weiß ich, dass es die Medikamente sind, die helfen.

Tut er selbst ausreichend für sich? Weiß ich noch nicht, werde ich jetzt ganz bewusst beobachten.



Donnerstag, 10. Mai 2018

Wieder Stress mit dem Mann

Der Mann und ich hatten heute früh einen so großen Streit, dass wir beschlossen haben uns zu trennen. Ein Wort hat das andere ergeben. 

Der Mann schaut, dass er den Campingbus wieder flott bekommt und wird sich in den nächsten Tagen auf einen Campingplatz begeben oder wohin auch immer.
Er hat beschlossen, dass er eine Lebensqualität braucht für die nächsten 10 bis 15 Jahre und die hat er mit mir nicht mehr.
Ausserdem will er sich am Montag wieder gesund melden und in die Firma arbeiten gehen (wo ihn keiner besucht hat) und in einigen Wochen nach Griechenland fahren. 
Er meint, dass er neben mir nicht mehr leben kann, ich schränke ihn zu sehr ein.

Ja, was soll ich da machen. Ich glaube, dass der Mann einfach einen Vogel hat. Es ist der Schlaganfall und vor allem der Pensionsschock, der seine Wahrnehmung verändert hat und ihn so aggressiv und unversöhnlich macht.
Ich rede ihm zu, dass er alle Zeit der Welt hat, seine Angelegenheiten zu regeln.

Der Mann hat ja Angst, dass er wieder einen Schlaganfall bekommt, aber er regt sich heute den ganzen Tag schon auf und jetzt hat er noch den Notdienst organisiert, der ihm das Wohnmobil in die Werkstatt schleppt. Er fährt hinterher. Total aufgebracht ist er. 
Er fragt mich, ob er mich anrufen darf, wenn es ihn umwirft.

Der Mann meint, er hat übersehen, als ich sagte ich möchte leben, dass ich nicht mit ihm leben möchte. Dass er mir im Weg steht. Mmh, möglicherweise hat er recht?

Vielleicht ist aber so eine Trennung nicht schlecht, weil wir dann sehen können, ob uns noch etwas am anderen liegt. 

Ich hoffe, dass wir das so gut wie möglich durchstehen!!

Dienstag, 8. Mai 2018

Ergebnis Mammographie

Alles in Ordnung bei der Mammographie!!!!!!!!!

Zuerst mal war die Röntgenuntersuchung und dann musste ich noch zum Ultraschall. Die Ärztin fragte mich, was ich bemerkt habe und ich erzählte ihr, dass mich der Mann darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich einen großen Knubbel in der Brust habe. Und die eine Brust im Vergleich zur anderen ganz hart ist. Und weh tut sie seit 2 Menstruationszyklen auch sehr.

Sie machte den Ultraschall und konnte mir gleich sagen, was Sache ist. Sie beruhigte mich und meinte, dass alles in Ordnung ist. Dass sich Männer auch öfters täuschen, dass ich vor der Menstruation bin und dass sieht man jetzt auch auf den Aufnahmen.
Es gibt keine Unterschiede zu den Aufnahmen von 2013 und "dass sie eine grobe Gewebestruktur haben, dass wissen sie eh". Ja, dass weiß ich und habe dass auch dem Mann versichert, weshalb dieser Knubbel oder auch die unterschiedliche Härte der Brüste für mich normal war.

Und da meine Gyn Ärztin mich jedes Jahr zur Untersuchung zu motivieren versucht und ich bisher erst einmal (2013) hingegangen bin, habe ich geglaubt, jetzt ist es soweit, meine Abneigung gegen diese Mammographie hat mir am Ende Krebs beschert.

Ich war so froh über das Ergebnis und die Ärztin freute sich mit mir.

Jetzt weiß ich, was es mit der Mammographie ohne Überweisung auf sich hat. In Ö bekommt jede Frau ab 40 Jahren alle 24 Monate eine Einladung zur Mammographie, mit der du dir einen Termin beim Röntgeninstitut ausmachen kannst und dafür auch keine Überweisung brauchst.
Aber: Ich habe diese Einladungen bisher immer zerrissen und entsorgt.

Mmh, vielleicht hebe ich sie mir das nächste Mal doch auf.

Jedenfalls bin ich so froh, dass alles in Ordnung ist. Der Mann ist auch froh.



Montag, 7. Mai 2018

Morgen um 7 Uhr 30 ist mein Termin im Röntgenstudio.

Ich habe mir gedacht, dass man für diese Vorsorgeuntersuchung keine Überweisung braucht, aber nein, braucht man doch. Da muss ich meine e-Card freischalten lassen, damit ich ohne Überweisung zur Mammographie gehen kann. Tue ich nicht.


Sonntag, 6. Mai 2018

Mammographie

Stellt der Mann gestern fest: "Du hast einen riesigen Knoten in der linken Brust."
Ich bin erschrocken.
"Ja, greife mal selbst."
Was ich nicht will.
Ich bekomme in einigen Tagen meine Menstruation und meine Brüste tun mir derzeit überhaupt weh, beide.
Der Mann möchte mich überreden, den großen Knoten bei der Brustwarze zu ertasten.
"Deine rechte Brust ist ganz weich und die linke hart. Du musst dir das unbedingt anschauen lassen."
Ich verspreche dem Mann, dass ich am Montag beim Röntgeninstitut anrufe und mir einen Termin geben lasse.
Ich bekomme Angst und bin leicht aufgebracht. Der Mann meint, er will mich nicht beunruhigen, aber das muss ich mir unbedingt ansehen lassen. Ich verspreche ihm, dass ich mich am Montag gleich darum kümmern werde.
Er fragt mich, ob ich regelmäßig zur Gynäkologin gehe. Mmh, ja, so einmal im Jahr (oder auch alle zwei, drei Jahre), aber da ist nichts, alles in Ordnung. Er ist beruhigt.
Er nimmt mir noch mehrmals das Versprechen ab, dass ich mich untersuchen lasse.


Ich werde beim Mammographie-Institut anrufen, Telefonnummer habe ich, ab 8 Uhr sind die da. Ich war die letzten Male auch dort und der Arzt ist zum Glück noch nicht in Pension.

Gedanken schwabben an mein Ufer. Eine Angst ist da.

Wer weiß, was kommen wird.