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Montag, 31. Dezember 2012

Silvester 2013

Ich sollte wohl auch an den Jahreswechsel denken.
Wie war 2012? Das Jahr 2013 beginnt in einigen Stunden.

2012 war hart, aber es hat sehr viele Veränderungen gebracht.

In der Arbeit hat sich die Situation wieder eingerenkt. Ich war hartnäckig und bin in der Firma geblieben. Am Ende hat sich dass gezeigt, was ich die Zeit vorher sah und für das ich stand.
Es hat mich aber über den Rand meiner Kräfte gebracht. Ich wurde auf halben Weg körperlich und seelisch krank.
Und ich habe von 72 Kilo auf 111 Kilo zugenommen!
Habe ich was gelernt? Ja, eindeutig. Es ist wichtig rechtzeitig das Maul aufzumachen, sich zu wehren! Nicht in uralt Muster zurückfallen.
ABER: Ich hätte mich an die Gruppe anpassen sollen. Es war klar, dass sie mich um ihre jeweils eigenen Interessen zu wahren nur mobben können. Ich habe die Angriffsfläche für deren eigene Projektionen gegeben. Ich glaube mittlerweile dass ist immer so in (Arbeits)beziehungen. Da möchte ich mich selbst nicht ausnehmen.

Dann habe ich mich stark in die Sache mit meinen Vater reingehängt.  Ich sehe es als Möglichkeit meine Geschichte mit meinem Vater aufzuarbeiten und auf eine realistische Ebene zu stellen. Hier gilt es das Gleichgewicht von Denken und Fühlen herzustellen. Ausserdem darf man sich so eine Gaunerei nicht gefallen lassen.
Die Sachwalterschaft an sich war enorm viel Arbeit, weil ich die Versäumnisse der letzten Jahre aufarbeiten mußte, so es möglich war.
Die Sache mit der Betreuerin hat mich sehr aufgeregt. Alte Erinnerungen und Ängste sind wieder aufgetaucht.

Ich war von der jahrelangen Mißgunst in der Arbeit ausgelaugt und erschöpft und hatte keine Zeit gestärkt oder wenigstens normal im Geist und in der Seele in die Vatergeschichte zu gehen. Ich war marod auf allen Ebenen. Und oft am Rande meiner selbst.

Ich habe das bloggen kennengelernt und es bedeutet mir sehr viel.
Ich bin im Sommer wieder 2 mal auf Urlaub gewesen.
Im August 2012 war das Mobbing auf Arbeit definitiv vorbei!
Körperlich und seelisch erholt habe ich mich noch nicht, aber ich bin dabei.


Und wie stelle ich mir vor, dass das Jahr 2013 werden könnte?


BESSER





Ich wünsche Uns allen ein gutes und glückliches Jahr 2013. Viel Gesundheit, schöne Erlebnisse, gute FreundInnen, das wir gut auf unsere Bedürfnisse schauen können, das wir klug und geschickt im Umgang mit uns und anderen sind, dass wir uns spüren können, dass der Sommer doch nicht so heiß wird wie der letzte, dass wir im Kühlen liegen können, auf die Berge wandern gehen, im Wald spazieren gehen, dass man die Liebe findet, dass auf der Welt Friede sei, dass jeder Mensch genug zu essen und trinken hat, dass die Vergewaltigungen in Indien und in anderen Ländern aufhören, dass die Menschen sich wieder aufeinander einlassen.


Ist was dran?

Derzeit habe ich ja eine komische Zeit. Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht mehr auseinandersetzen wollte mit mir und den Sachen die mich bewegen. Was fühle ich? Wie geht es mir? Das was nicht stimmt merke ich, wenn ich gerade in der Nacht immer wieder aufstehen und Essen möchte. 

*

Ich sitze gerade im Wohnzimmer und lasse die letzten Ereignisse Revue passieren. Den Termin am 27.12.2012 beim Anwalt, die Besuche in Vater's Haus, die Kontakte mit Frau W. 
Ich gehe meinen Gefühlen nach, welche ich bei dem Verhalten von Frau W. wohl gespürt habe. Was bewegt die Frau?

Welche Ängste habe ich? Sind sie realistisch in der jetzigen Situation? Was habe ich früher ähnliches erlebt? 
Ich weiß es jetzt. Es gehört verdaut und braucht seine Zeit. Ich weiß nicht, wie oft ich es wiederkäuen werde.

Ich öffne mir die Bilder von dem Haus am Computer. Ich will noch einmal prüfen wie sie auf mich wirken. Zeigen sie eine Verwahrlosung oder übertreibe ich. 
Halt, da fehlt was.
Ich habe die Bilder von Küche, Toilette, Schlafzimmer, Abstellraum und Vorraum am 18.12.2012 gemacht.  
Am 24.12.2012 war ich im Haus um ihr und ihm zu sagen, dass wir ihn am nächsten Tag zum Essen abholen werden. Dann ging ich. Beim Hinausgehen merkte ich dass ich erstaunt war im Vorraum einen Einbauschrank mit blauer Stoffbespannung zu sehen. Ich dachte mir, siehste, da ist Stauraum, den können wir für ihn gut brauchen.

Und ja es ist dort jetzt ein Stauraum sichtbar, weil nämlich der Holzschrank weg ist! 
Der am 18.12.2012 noch auf dem Bild zu sehen ist.

Am liebsten würde ich jetzt gleich hinfahren und prüfen, ob meine Wahrnehmung richtig ist. Aber es ist jetzt 0:20 und wohl nicht notwendig. Prioritäten setzen! 
Aber dann.
Wie geht es mir? Trotz der aufregenden Entdeckung spüre ich auch vernünftiges Denken und eine gewisse Ruhe. Jetzt habe ich sie.
Wenn es stimmen sollte, dass ich den schweren Schrank im Haus nicht finden werde, dann fällt sie. 

Das sind Definitionen von Wikipedia:

Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gemütsruhe ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit, Nervosität und Stress.

Während Gelassenheit den emotionalen Aspekt betont, bezeichnet Besonnenheit die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, also den rationalen Aspekt von innerer Ruhe.

Träumen darf ich ja.


Sonntag, 30. Dezember 2012

Na ja

Unser Geschenk an uns selbst war dieses Jahr zu Weihnachten Ruhe. Wir waren einfach froh, Zeit zu haben in der Hoffnung wieder Kraft zu tanken und wieder leichter durchatmen zu können. Ob wir das wirklich geschafft haben bezweifle ich irgendwie. Wir waren zu Hause, lagen herum, schliefen, fernsehten und sonst war nicht viel. Ich dachte mir noch, dass wir dieses Wochenende für uns was tun müssen, wieder hinausgehen müssen (im Kaffeehaus waren wir eh), aber sonst ist irgendwie eine komische Stimmung zu Hause.
Der Mann ist ganz eigenartig und will nur seine Ruhe haben. Hängt er nicht vorm Fernseher, hängt er vor dem PC und spielt Puzzle. Hänge ich nicht vor dem Fernseher, schlafe ich oder liege herum. Nein, stimmt auch nicht, ich war auch heute wieder mit Vater's Betreuerin beschäftigt. Aber das ein anderes Mal. Ich weiss auch nicht was los ist.
Jetzt blogge ich wenigstens wieder. Ganz komisch.

Ich habe es geschafft, mir die zehn Folgen von Kommissarin Lund per DVD Player anzusehen. Es war ein Fall!! Die Spannung war enorm. Die Macher des Films haben es geschafft mich volle zehn Folgen  zu je 100 min in Spannung und Erwartung zu halten. Manchmal war ich von der großen Durchsetzungskraft von Lund abgeschreckt. Sie kam mir dann so brutal  anderen gegenüber vor. Aber sie hat einfach das getan was für sie das Richtige war und da war sie kompromisslos. Die anderen ja schließlich auch!
Ich habe mich für sie und dieses Verhalten entschieden und mir in der Bücherei die 2. Staffel vormerken lassen.
Über dieses Verhalten muss ich noch genauer nachdenken. Wie weit geht Anpassung und das horchen und befolgen der eigenen Stimme. Man ist es ja so gewohnt, gerade als Mädchen, Frau, nicht unangenehm aufzufallen.

Da denke ich an das Buch von Anita Johnston "Die Frau,  die im Mondlicht aß". Man kann sich nur selbst nähren, dass ist mir klar. Aber was braucht es dafür. Ich gehe jetzt weiterlesen was die Johnston dazu sagt.




Einigung

Die Weihnachtsfeiertage habe ich sehr geruhsam verbracht. Ich war ganz schön müde und habe fast vier Tage durchgeschlafen. Am Dienstag, den 25.12.12 ging's dann von der Energie her wieder bergauf. Das Wetter war halt auch eher anstrengend. Das mit den 17 Grad plus ist doch unheimlich.
Die beiden Tage in der Arbeit waren sehr ereignisreich.

Und heute hat sich viel getan.

Zuerst bin ich mit meinem Mann frühstücken gewesen. Es war so schön. Das habe ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht. Das Buffet war klein und fein, zuerst sauer und dann haben wir uns noch mit kleinen süßen Gebäck verwöhnt. Ganz gemütlich und in Ruhe gesessen. Dann so gegen 10 Uhr, 10 Uhr 30 füllte sich das Kaffeehaus. Für uns genau die richtige Zeit um zu gehen.
Und draussen schien die Sonne bei strahlendem Himmel. Es hatte bestimmt nur 4-5 Grad aber wir standen in der Sonne und es kam mir herrlich warm und mild vor.
Ich wäre noch gerne spazieren gegangen, aber mein Mann fing an zu granteln. Der hat überhaupt keine gute Zeit momentan.
Wir sahen auf dem Weg nach Hause Vögelschwärme auf den Wiesen. Der Wind bewegte das Schilf leicht hin und her. Die Sonne fing sich im Wasser. Hach, wie schön.

Und an diesem Tag hat wirklich alles gepaßt. Sonne, Mond und Sterne waren uns gewogen.

Wir gingen noch zu den Mietern bei Vater's Haus, um Gutes neues Jahr zu wünschen.
Zuerst trafen wir seine Frau die uns ihre Verzweiflung wegen des Auszugs schilderte und dann kam er aus der Höhle des Kellers hervor. Verunsichert.

Ich habe mich ja in den letzten Tagen dazu entschlossen, doch umzubauen. Mein Vater wird 16 qm Wohnfläche zur Verfügung haben, die 24 Stunden Pflege 13, eine kleine Küche mit 13 qm gibt es, Bad und Vorraum mit insgesamt 14 qm.
Für die Heizung, den Boiler, die Waschmaschine und den Trockner brauche ich Platz im Erdgeschoß den mir der Mieter abtreten sollte. Dafür sehen wir, wo und ob er sonst noch Platz braucht.

Und auf einmal war ein Gespräch möglich. Sie treten mir den Platz ab. Wie viel Platz wer von uns dann braucht werden wir in der Praxis sehen. Sie sind damit einverstanden, dass ich neue Fenster, eine Heizung, eine gemeinsame g'schaite Eingangstür und eine Wärmedämmung einbauen lassen möchte. Ob sie die Heizung dann benutzen ist ihre Sache (das war ihnen wichtig! denn Heizung kostet!!)

Die Frau hat ihrem Mann gut zugeredet, dass sie beide doch die Holzkisten nicht mehr in den ersten Stock rauf tragen können! Dann kann man sich bei Bedarf sogar aussuchen, ob man nicht einfach die Heizung aufdreht!
Die bisherige Eingangstüre wird von ihnen mit einem langen Holzpflock, der zwischen der gegenüberliegenden Wand und der Tür eingeklemmt wird geschlossen gehalten!!

Wir waren alle so erleichtert!


Samstag, 29. Dezember 2012

Stalking

Heute war ich mit meiner Chefin eine Stunde auf Außendienst, und wir hatten nahezu eine dreiviertel Stunde Zeit um zu ratschen, da wir solange Auto fuhren.
Die Chefin fragte mich, ob wir von den Problemen meines Kollegen irgendetwas mitbekommen (wir arbeiten zwar in getrennten Teams, sind aber beide im ersten Stock).
Dieser war cirka 2,5 Jahre mit der Assistentin von der Chefin zusammen. Im Mai 2012 hat sich die Frau von ihm getrennt.
Ich habe von einer Kollegin einmal gehört, dass er täglich einige Male vor der Bürotür der Ehemaligen auftaucht und es nicht verstehen kann/will, dass sie mit ihm keine Beziehung mehr haben möchte. Es kommt dann zu lauten Auseinandersetzungen, die jeder mithören kann und dann rennt er durch den Gang hinaus.

Das interessierte mich jetzt und ich tat so als ob ich über diese Geschichte Bescheid wüßte, damit sie etwas herausläßt.

Der Kollege paßt die Assistentin regelmäßig im Gang des Bürohauses ab, achtet darauf wann sie geht und läuft ihr dann z.B. zum Auto nach um ihr klar zulegen, dass sie sich nicht von ihm trennen kann.
Auch zu Hause wartet er oft stundenlang vor ihrer Tür. Täglich ruft er sie mehrmals an.
Wenn sie fortgeht, steht er kurze Zeit später schon hinter ihr.
Es ist ihm nicht klar zumachen  dass sie von ihm nichts mehr möchte, nur mehr ihre Ruhe. Er wird anscheinend immer penetranter.
Was meine Chefin an der Sache so schockiert, ist, dass der Kollege sonst immer ein sehr scharfer Denker war, der sich bemühte Situationen zu durchschauen und klar zulegen.
Davon sei nichts mehr vorhanden. Er erzählt wirre Dinge, in der Art, dass sie füreinander bestimmt sind. Sie sei jung (sie ist 28 und er 48) und wisse selbst noch nicht was sie wolle und er übernehme das Denken und Handeln jetzt für sie beide. Er habe sein ganzes Leben auf sie ausgerichtet und das läßt er sich von ihr nicht zerstöre. Er erzählt ihr von seinen Träumen und wie sie sich ihm gegenüber zu verhalten habe....

Ich weiß, dass der Kollege sich nie und damit meine ich auch nie, für sportliche Aktivitäten interessiert hat. Spazieren gehen war ihm schon zu öd und anstrengend. Und dann ist dieser Kollege auf einmal Schneeschuhwandern auf den Berg gegangen, wöchentlich rudern, ein Rad hat er sich gekauft und die beiden sind tagelang bergauf und bergab geradelt! Ich habe mir gedacht, was ist bei dem los.
Man kann sich wegen dem Partner doch nicht um 300 Grad verändern. Das ich meinem Partner zuliebe mal was tue kommt mir verständlich vor, aber so gravierende Veränderungen.

Wohlmeinende Leute haben ihr geraten, mit ihm in eine Mediation zu gehen. Die Chefin findet das kontraproduktiv, da seine Phantasien und Hoffnungen dadurch immer wieder neu angeregt werden.
Sie verwendete das Wort "ausgehakt". Er sei richtig ausgehakt. Er hat eine Grenze überschritten und kann nicht mehr sehen, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist. Und sie hat ihrer Assistentin geraten, niemals die letzte im Bürotrakt zu sein! Nicht dass ihr noch etwas passiert!
Davon will die Ass. aber (noch) nichts hören.

Ich würde sogar noch eine Möglichkeit in Betracht ziehen, nämlich eine Anzeige wegen Belästigung und schauen dass ich ein Annäherungsverbot erwirke.
Vielleicht kommt er dann zur Besinnung. Und ich bin da jetzt ganz hart, vielleicht brütet er eine Psychose aus, die er früher gerade mit dem Bemühen um penibles Denken unter Kontrolle halten konnte. Dann gehört er zwischenzeitlich zum Arzt.

Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass im näheren Umfeld so eine Geschichte passiert.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Gewicht

Ich habe mir ja das Buch von Anita Johnston "Die Frau, die im Mondlicht aß. Ess-Störungen überwinden durch die Weisheit uralter Märchen und Mythen" gekauft. Schon in der Einleitung habe ich mich dermaßen angesprochen und verstanden gefühlt.
Gestern habe ich es geschafft, das ich des sehr späten Abends nichts mehr gegessen habe. Und heute ist es mir mit der Auswahl der Lebensmittel gelungen weg von den vielen Kohlehydraten zu kommen. Am Abend hat es grünen Salat mit Rosinen, Äpfel und kleinen Käsestreifen gegeben. Ich werde heute mit etwas leererem Bauch ins Bett gehen. Und fühle mich schon jetzt besser. Der Körper hat sich beim Oberbauch nach 2 Tagen schon leicht verändert.
Aber das heißt auch, dass ich mich mehr spüre und das muss ich auch aushalten wollen.

Mit Sport ist derweil noch nichts. Ich kann mich einfach noch nicht aufraffen. Aber ich merke, wenn ich nicht so voll gefressen bin, kommt wieder der Gedanke an Bewegung auf.

Ausserdem hat es bei uns heute bis zu 17 Grad plus am Nachmittag gehabt. Ich bin ermattet und erschöpft auf der Couch gelegen. Erst jetzt am Abend geht es wieder gut.
Ich führe das auf die Klimaerwärmung zurück. Der letzte Sommer war sehr anstrengend für mich. Bei dieser Hitze war ich nur mehr in der Wohnung. Keinen Bock auf hinausgehen. Und der künftige Sommer wird sicher auch wieder so heiß.
Vielleicht geht es mir besser, wenn ich weniger Gewicht mitschleppen muss. Sicher sogar. Denn ich merke, wie mich jeder Bewegung anstrengt und ich immer öfter Pausen einlegen muss.
Schlimm, schlimm.
Vielleicht bringt mich das Buch weiter.

Kleidung gibt Selbstbewußtsein

Gestern, am Samstag ist nochmals ein Pakerl mit Kleidung für mich gekommen. Das Versandhaus macht's möglich.
Ich habe eine totale Freude mit meinen neuen Klamotten. Die passen mir einfach gut. Ich sehe wieder spritzig und einigermaßen hübsch für mein Gewicht aus. Mein Selbstbewußtsein ist wirklich gestiegen. Ich weiß einfach dass ich mit der neuen Kleidung gut aussehe. Auch wenn ich mich im Körper nicht wohlfühle. Was Kleidung, die gut paßt doch ausmacht.
Als ich begann zuzunehmen habe ich mir das G'wand von meinem Mann ausgeborgt, solange, bis ich auch für dieses zu dick geworden bin. Praktisch herausgewachsen bin.
Ich habe jetzt im Sale wirklich edle und tolle Sachen gefunden, die haargenau zu mir passen. Sieht möglicherweise etwas altbacken aus, aber ich fühle mich sonst so verwahrlost. Diese Jacken mit dem komischen Schalkragen passen mir. 2 weisse und 2 schwarze T-Shirts habe ich auch noch bekommen.







Samstag, 22. Dezember 2012

Depri Zustand

Den Post habe ich gestern geschrieben, wollte ihn aber so nicht veröffentlichen, weil wieder die alte Geschichte und depressiver Zustand. Ich stelle ihn aber jetzt doch in den Blog, weil's einfach so ist wie es ist.
ich habe auch einige sehr postivie Sachen letzte Woche erlebt und von denen schreibe ich dann in den nächsten Tage.

Euch allen liebe Grüße und ein schönes Weihnachtsfest.

*

Jeden Tag habe ich das Blogschreiben hinausgeschoben. Ich habe mich einfach Tod gestellt in der Hoffnung dass es besser wird.

Am Dienstag habe ich meinen Vater wieder besucht. Und am Mittwoch war Bauverhandlung, wo ich nicht dabei war, dafür aber mein Mann.

Mein Besuch bei dem Vater hat mich traurig und sehr hilflos gemacht. Die Frau breitet sich mit ihren Sachen immer mehr aus. Mein Vater, der so gerne in seiner Zirbenstube saß, hat anscheinend einen neuen Sitzplatz. Einen sehr kleinen Raum mit einer Auslagenscheibe auf der einen Seite und einer Rigipstrennwand zum Lagerraum auf der anderen Seite. Der Raum ist vollgestellt mit Pflanzen, Schachteln, Altpapier, sonstigen Müll, dem Staubsauger, dem Putzzeug usw. Und da sitzt er mitten drinnen an einem kleinen tisch mit Sessel. Eiskalt ist es dort. "Nein" er spüre nichts.
Ich gehe durch die Wohnung und stelle fest, dass, egal wo ich hinsehe, nur Zeug von der Frau zu sehen ist. Das hat eine neue Dimension angenommen.

Auf den Mittwoch habe ich irgendwie gesetzt. Aber bei der Bauverhandlung kommt auch nur das raus was wir eh schon wissen, die Schwarzbauten gehören abgerissen und alles weitere besprechen wir bei der nächsten Bauverhandlung am 30.01.2012. Die Pläne werden bis dahin vom Amt geprüft werden.

Mein Mann hat die Möglichkeit genutzt, mit dem Bürgermeister über die Mieter zu reden. Dem ist das Problem schon bekannt und er meinte, da kann man wohl nichts machen.
Der Mann schildert die Bedingungen unter denen alle Bewohner dort  leben. Keine Heizung, Zugluft, Kälte.
Ja mei.

Als K. nach Hause kam war er verstört und ausgelaugt. Erst am nächsten Tag in der Früh hatte er seine Gedanken und Gefühle soweit geordnet, dass er sagen konnte was los war und wie es ihm geht.

Wir halten beide den Zustand in dem mein Vater lebt und die schlechte Stimmung die in diesem Haus herrscht nicht mehr aus. Die Frau verbreitet eine Aggression, die sich über alles legt.

Ich gehe davon aus, dass sie ihm den Tod wünscht, damit ihre Qual aufhört und sie endlich an das Geld kommt. 

Freitag, 21. Dezember 2012


Soviel zum Weltuntergang, und ich bin überzeugt davon:


Wer hat an der Uhr gedreht? 
Ist es wirklich schon so spät? 
Soll das heißen, ja ihr Leut´, 
mit dem Paul ist Schluss für heut´.

Paulchen, Paulchen mach´ doch weiter. 
Jag´ das Männchen auf die Leiter. 
Säg´und pins´le bunt die Wände, 
treibe Scherze ohne Ende. 
Machst ja manchmal schlimme Sachen, 
über die wir trotzdem lachen. 
Denn du bist, wir kennen dich, 
doch nur Farb- und Pinselstrich.

Wer hat an der Uhr gedreht? 
Ist es wirklich schon so spät? 
Stimmt es, dass es sein muss: 
ist für heute wirklich Schluss?

Heute ist nicht alle Tage, 
ich komm wieder keine Frage!



Sonntag, 16. Dezember 2012

Feste Entschlossenheit und Klarheit im Innern, sanfte Anpassung und Stärke im Äußern; das ist der Weg, etwas zu erreichen.

buddistische Weisheit


 

Samstag, 15. Dezember 2012

Lebensbewältigung

Ich habe heute in den Blogs soviele Geschichten von schwierigen Situationen gelesen, dass ich über meine nicht herumjammern möchte. Was Leute alles aushalten und durchstehen und erleben. Einfach unglaublich wieviel Kraft da ist, da sein muss.

Ihr seid mir alle ein Vorbild und vermittelt mir, wieviel Kraft eine aufbringen kann.

 

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Morgen Fortbildung

Ich habe mir heute frei genommen. Um 12 Uhr hat ich einen Termin beim Homöopaten. Mal schauen ob das Mittel wirkt. Es sollte mir Kraft und Energie geben. Wenn ich wieder solche Einschlafstörungen habe, soll ich den Homöopaten anrufen. Was ich auch tun werde.

Was habe ich heute gemacht. Die Zeit ist wieder wie im Flug vergangen. Viel im Bett gelegen. Küche aufgeräumt, Wäsche gewaschen, Tee getrunken, Salat gemacht. Wenig Kohlehydrate. Heute habe ich das Gefühl ich möchte mich leerer fühlen. Das es mir jetzt mehr hilft als einen vollen, satten Bauch zu habe und mich benebelt zu fühlen. Was genau dieses Gefühl jetzt ist, weiss ich noch nicht. Vielleicht ist es auch eine Eintagsfliege.

Heute hatte es bei uns zu Mittag -6 Grad und um 17 Uhr bereits -10. Die Luft war ganz schön frostig. Schnee habe wir mittlerweile auch so an die 20 cm.

Morgen am Nachmittag von 13 Uhr bis 17 Uhr 30 muss ich an einer Fortbildung meiner Firma teilnehmen. Für alle Angestellten verpflichtend. Thema ist "Gender Diversity". Ich habe zwar gegoogelt, aber ganz klar ist mir die Umsetzung nicht. Ausserdem gehen mich die englischen Begriffe total an. Was will man damit. Proffesionalität darstellen. Das man im Bildungssektor international mithalten kann.

Ich hoffe, die fangen bei "Gender" nicht bei A an. Ich glaube, dann kann ich für nichts garantieren. In unserer Firma sind lauter langgediente MitarbeiterInnen, die ein umfangreiches Wissen haben und auch noch in anderen Bereichen engagiert sind. Da können Seminarleiter oft gar nicht mithalten. Nur die wissen das nicht. Die spulen ihr Program herunter.
Also hoffe ich, dass ich mich nicht angesprochen fühle und in Stille und Schläfrigkeit versinke.

Ich muss jetzt Kraft sammeln für kommende Auseinandersetzungen und nicht Kraft und Energie sinnlos verschwenden.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Lösung finden

Mir geht's nicht gut. Ich bin heute Nacht wieder erst um 4 Uhr früh schlafen gegangen. Was habe ich gemacht?
Eine Online- Bestellung für Kleidung getätigt. Ich hab mir die Bestellung heute am Vormittag in halbwegs normaler geistiger Verfassung nochmals angesehen. Eine allzu große geistige Umnachtung dürfte ich noch nicht gehabt haben. Die Kleidung sieht normal aus, die Preise sind vom Sale und in Ordnung, die fünf Teile kosten ca. 230 Euro (2 Strickjacken sind dabei). Ob mir was paßt, werde ich Ende der Woche, herausfinden. Bezahlen könnte ich die Rechnung noch.
Sicher 5 Mandarinen  und 2 Marmeladebrote gegessen . Schei..e.
Im Fernsehen habe ich lustlos die x-te Folge vom "Bullen von Tölz" an mir vorbeiziehen lassen.
Blöd vor mich hingeschaut. Im Körper spüre ich Aufregung und Anspannung. Ganz bewegungslos und steif bin ich.
Der Versuch mich in Gleichmut zu üben. Was nicht funktioniert.

Ich habe Angst. Und die geht nicht weg.
Aber vor was habe ich Angst? Das ist gar nicht mal so leicht herauszufinden.
In meinen Phantasien rechtfertige ich mich vor dem Richter und meinem Anwalt und noch anderen Leuten für den Zustand des Hauses. Ich will ihnen ständig beweisen (mit Fotos) wie mein Vater jetzt lebt und das ich nichts dafür kann.
Ich habe Angst, dass mir Versäumnisse vorgeworfen werden (was ja schon war). Ich habe Angst, weil eine 24 Stunden Pflege  nötig ist, und es mir aber nicht möglich ist sie zu organisieren, weil kein Platz da ist.
Ich bin verantwortlich für Dinge die nicht funktionieren können.

Ich habe Angstvisionen, die geschürt wurden u.a. durch die Beschwerde vor Gericht, durch eigene, viel zu hohe Erwartungen.

 Ich will nicht verantwortlich dafür sein, dass
  • sein einziger warmer und schöner Raum ein Schwarzbau ist und der weggerissen werden muss (Nachbar baut),
  • sein Schlafzimmer und die Küche durch die Kälte unbenutzbar sind (er selbst brauchte diese beiden Räume nie),
  • ein neuer behindertengerechter Sanitärbereich nicht auf 4,25qm entstehen kann,
  • es Platz für den Trockner und die Waschmaschine und einen neuen Boiler  und eine Gastherme braucht,
  • alle Türen die jetzt 60 cm breit sind verbreitert werden müßen,
  • man nicht einen Raum der auf einer Seite durch Rigips vom Lagerraum des Mieters abgeteilt ist und auf der anderen Seite 2 Auslagenscheiben hat und keine Wärmedämmung vom Boden herauf und den Wänden hat, für eine 24 Stunden Pflege herrichten kann (so kann man niemanden wohnen lassen! da weigere ich mich kategorisch),
  • die Kachelöfen so nicht mehr reaktivierbar sind, da pro Kamin nur ein Ofen angeschlossen sein darf,
  • der Schwarzbau bei der Dachkonstruktion wegen dringender Brandgefahr weggerissen werden muss,
  • ....

Und da kommt jetzt das wirkliche Blöde. Ich bin verantwortlich.
Die Frau, die bei meinem Vater wohnt war im Oktober 2012 bereits am Gericht und hat zu Protokoll gegeben, dass ich mich nicht um den behindertengerechten Umbau des Hauses kümmere und mir Versäumnisse in meiner Sachwalterschaftstätigkeit vorgeworfen. Ich wurde vom Bezirksgericht aufgefordert dazu Stellung zu nehmen. Was ich kurz und bündig tat. Ich weiss aber, dass das nicht ausreichen wird und ich eine ausführliche Stellungnahme zum Umbau des Hauses abgeben muss. Auch eine Empfehlung ob ich den Umbau für sinnvoll halte.

Schei..e, schei..e,  ....

Wo ist mein Faden. Hier ist er:
Wenn der Mieter im Haus wohnen bleiben will, akzeptiere ich das auch. Und orientiere mich um. Ein Umbau nur im Erdgeschoß ergibt dann einen Sinn,  wenn der Vater auch weiterhin zu Hause bleiben kann. Da es keinen zusätzlichen Platz im Erdgeschoß geben wird, sondern noch 14 qm weggerissen werden, verbleiben 46 qm und das kann man sich in die Haare schmieren.
Da ich mich seit August mit den bautechnischen Dingen des Hauses auseinandersetzt, bin ich sattelfest und da kann schon eine Fr.W. mit auch einem Bauplan daherkommen. Ich habe mich um Lösungen bemüht, tagelang, nächtelang, wochen- und monatelang. Es gibt nur eine: Entweder alles oder gar nichts. Und das vertrete ich auch. Ich werde dem Gericht die Empfehlung geben einem teilweisen Umbau nicht zuzustimmen.

Ich werde noch die Bauverhandlung am 19.12.2012 abwarten, dann habe ich alle Daten beisammen. Auch die Abrißbescheide, die ich umsetzen muss!, werden kommen.

Und dann gehe ich in die Offensive:
Nur Auseinandersetzung kann klären, da komme ich aus dem Bereich der Phantasie heraus.
Schreiben an das Gericht, Gespräch mit Fr. W. und dem Vater, der mir eh gesagt hat, er will ins Heim gehen. Dann warte ich ab, ob oder was geschieht. Also fad kann mir nicht werden.

Was kann ich daraus für's Leben lernen?
Die Gefahren die ich bearbeiten kann gehe ich aktiv an. Die Gefahren die ich nicht in der Hand habe, nehme ich wahr, mit dem Wissen, dass es nicht in meiner Macht steht aktiv zu handeln. Da tue ich nichts, auch nicht im Geist.
Ich warte ab, wie sich die Lage entwickeln wird, ich sammle meine Kraft und handle im richtigen Moment sinnvoll und der Situation angepasst.
(das schneide ich mir aus, damit ich es im Bedarfsfall immer wieder lesen kann)

Nebenschauplatz: Da der Mieter mein erstes Kündigungschreiben nicht als Kündigung betrachten will, bekommt er morgen von mir ein "normales Kündigungsschreiben" mit einem Zweizeiler der auf die Punkte 2 und 5 des Mietvertrages verweisen, mit dem Auszugsdatum Ende März 2013. Für die Akten, auch wenn es sinnlos ist. Scheißen tut er mir so und so was.
Auf das habe ich mich schon eingestellt.

Ich werde mich bemühen, kommende Woche meine Kraft zu sammeln.
Mein Mann hat einen Linsen-Bohneneintopf mit Würstel, Speck, viel Sellerie, Karotten und Zwiebel gekocht, der auch noch morgen für Essen sorgen wird.





Und in Bewegung bleiben!!!!!

Ich wünsche Euch allen alles Gute und Schöne für die kommende Woche. Viel Kraft für diejenigen die es brauchen können.


 

Samstag, 8. Dezember 2012

Samstag in Ruhe

Geschlafen habe ich bis 9 Uhr. Bin dann aufgestanden, zum Frühstücken in die Küche gegangen und dann habe ich mich wieder bis 15 Uhr ins Bett gelegt. Einfach richtig reingekuschelt in die Winterdecke. Nur mehr die Nase und ein Schopf Haare haben rausgeschaut. Ich habe vor mich hingedöst, nachgedacht, viel nachgedacht, weniger nachgedacht, geschlafen und jetzt geht es mir immer passabler.
Ich habe es genoßen die Zeit zu haben, um liegen bleiben zu können. Es muss nichts getan werden. Ich kann einfach Zeit für mich haben. Wie geht's mir gut. 
Ich habe zu essen, trinke sauberes Wasser, habe Geld damit ich heizen kann, habe eine Wohnung, ein Dach über den Kopf, lebe nicht in einem Land wo Krieg herrscht und alles zerstört ist. Das will ich bei allem Übel nie vergessen.

*

Am Abend habe ich die Weihnachtsbäume von Rana nachgebastelt.
Gut, sieh sehen nicht sehr weihnachtlich aus. In Rot und Grün wären sie natürlich toll.

 

Ich habe sogar einen Adventkalender Ich wollte nicht wiederstehen als ich diese Karte im Papiergeschäft sah. Und schwups gehörte sie mir.


 

Freitag, 7. Dezember 2012

Es geht doch nicht einfach...

Was ist heute passiert?
Auf Arbeit war es gut. Das was mir gestern Abend den Schlaf raubte hat sich heute gut entwickelt.
Einige Absagen habe ich getroffen. In die Ver(w)irrung wieder Klarheit und Struktur gebracht. Sozusagen den Faden wieder gefunden.
Und mit einem Amtsmenschen einen positiven Termin gehabt. Für die Beteiligten hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst. Auch einmal schön.
Um 14 Uhr bin ich nach Hause gefahren. Schon während der Fahrt sind mir die Augen immer wieder fast zugefallen. Und daheim bin ich für 2 Stunden in einen unruhigen Schlaf gesunken.

Dann habe ich mir eingebildet, ich muss heute noch die Mieter anrufen, weil ich mit ihnen besprechen möchte, welcher Monat für sie realistisch wäre zum Ausziehen.
Der Mann hat mir dann gleich Bescheid gegeben, dass sie beide nicht denken auszuziehen.
Tja, im Prinzip kann ich da nichts machen. Sie haben einen unbefristeten Mietvertrag und damit den absoluten Kündigungsschutz.
Und schon wieder geht ein Plan nicht auf. Dieses Sanierungsprojekt wird immer komplizierter. Ob das noch was wird?
Kurz war hat mich das Gespräch ganz schön aufgeregt. Ich sah wieder alles blockiert. Für einige Stunden war ich ziemlich durch den Wind.

Ich habe mir dann zu den Mietern folgendes gedacht:
Beide Ehepartner sind über 80 Jahre alt. Der Mann war Besitzer eines Sägewerks im Ort und verhält sich großkotzig. Mit seinem Sohn hat er sich überworfen, da dieser ihn für die Pleite des Werkes verantwortlich macht. Der Sohn kaufte mit dem Geld seiner Ehefrau dann das Sägewerk aus der Konkursmasse zurück. Zwischen Vater und Sohn gibt es kein Einvernehmen, obwohl sie im selben kleinen Dorf wohnen.
Seit 2000 wohnen diese alten Leute nun in der Wohnung im ersten Stock. Gerade der Frau geht es gesundheitlich nicht gut. Die Stiege kann sie nur mehr sitzend hinunterrutschen und hinauf klettert sie auf allen vieren (das ist wirklich wahr).
Im Haus gibt es keine Heizung. Sie heizen mit einem Küchenofen aus den 50er Jahren und mit Radiatoren (die Stromkosten sind sicherlich sehr hoch). Das Holz müssen sie eben diese sehr steile Treppe, die in der heutigen Zeit baubehördlich nicht mehr genehmigt würde, vom EG in den ersten Stock tragen.
Das Haus ist weder rundherum noch nach oben zum Dachboden hin isoliert. Zwei der vier Zimmer können sie nicht mehr benutzen, da es die Nord- und Ostseite ist und die Kälte dort nicht zu ertragen ist. Das Bad ist eiskalt und feucht. Beide jammern über diesen Zustand.
Gerade eben war wieder ein Wasserschaden, da die Bleiwasserleitungen zu zerbröseln beginnen. Wasser von dort trinke ich nicht.
Die Fenster sind zugig und undicht. Die Türen haben zentimerterhohe offene Schlitze.
Wie man da leben kann ist mir schleierhaft.
Der Mann hat mir heute gesagt, ob ich den wirklich gedacht habe sie ziehen aus. Ja, dass habe ich gedacht. Wenn wir beide guten Willen zeigen, kann man sich schon einigen. Er lachte mich aus und erklärte mich für dumm. Auch den Brief mit dem Ersuchen, die Wohnung in einer angemessenen Frist zu räumen (die wir uns noch ausmachen sollten) sieht er nicht als Kündigungsschreiben.
Mein Argument, dass eine Sanierung unumgänglich ist und mein Vater eine 24 Stunden Pflege braucht, interessiert ihn nicht.
Irgendwie ist das für mich eine moralische Angelegenheit.
Und wenn mich ein Vermieter nicht mehr haben will (habe ich schon selber erlebt), dann gehe ich.

Eigentlich sind diese beiden Mieter sich selbst gegenüber ganz schön verantwortungslos. Sie leben in einer zugigen, kalten und feuchten Hütte. Der Mann schaut doch gar nicht auf das Wohlbefinden der Frau, sonst wären die doch schon längst ausgezogen. Was glauben diese Menschen eigentlich? Dass sie ewig leben und immer die Stufen auf und ab gehen können. Das sie nie krank werden und sich womöglich nicht mehr einheizen können. Das nicht einer einmal zuerst stirbt und dann den anderen dort alleine zurück läßt. Im besten Fall kümmern sich dann die Kinder um einen.
Wäre ich die Tochter von den beiden, wäre ich um die Kündigung froh, den ich möchte meine Eltern nicht dort wohnen lassen.
Ich selbst würde keine Nacht in diesem Haus verbringen.
Wer für den schlechten Zustand des Hauses grundsätzlich die Verantwortung trägt ist eh klar. Ich räume auch nur auf.

Da bekanntlich immer viel Wasser den Bach hinunterfließt sehe ich es mittlerweile nicht mehr ganz so schlimm. Irgendeine Möglichkeit wird sich ergeben. Mit dem Bürgermeister werde ich sprechen, vielleicht weiß der von einer freien Wohnung.
Und wenn sie da oben verrotten wollen, muss ich es auch akzeptieren.
Ich versuche keinen Widerstand entgegen zu setzen.

*
Schlafen kann ich jetzt noch nicht, irgendwie habe ich die heutige Wendung noch nicht ganz verdaut. Aber morgen ist ja Feiertag und ich kann ausschlafen.

 

Keine Träumereien

Es ist zwei Uhr früh und das Träumelein will nicht kommen. Ich kann einfach nicht schlafen. Wälze mich im Bett hin und her. Finde keine Ruhe. Weiss nicht wieso. Oder schon. Möglicherweise liegts am gestrigen Arbeitstag. Es gab viele Probleme und ich bemühte mich Lösungen für alle zu finden. Das geht aber nicht und heute am Abend, zu Hause natürlich, bin ich zu dieser Erkenntnis gekommen. Morgen wird wieder klar Schiff gemacht. Dann spar ich mir auch viele unnütze Grübeleien.
Was gibt es sonst noch?
Das ich endlich, heute noch, mit den Therabandübungen anfangen muss. Wenn ich keine Übungen, von Sport trau ich mir da gar nicht zu reden, mache, dann werde ich immer lascher und fauler. Tue ich was, strafft sich mein Körper und mein Geist. Ich komme dann wieder in Bewegung und alles geht leichter von der Hand.
Hach, und Kekse habe ich geschenkt bekommen und ernähren tue ich mich seit zwei Tagen nur von Süßigkeiten. Es reicht, mir graust schon.
Was mir auffällt ist, dass ich zur Teetrinkerin avanciere. Diese Teemischungen mit Piment, Himbeerblätter und was weiss ich noch alles sind einfach köstlich. Sie tun meiner Seele gut.

Jetzt werde ich es doch noch mal mit Schlaf probieren und ins Bett wanken.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.



 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Küchengeräusche ...


Unbedingt ansehen auf Cambras Blog

Schamaninnen, Hausfrauen
und andere Merkwürdige

Küchenbutoh. Ein Film zur schamanischen Kraft im Alltag. Kochen – Essen Kochlöffelpercussion, zelebrierte Alltagstätigkeiten, sinnliche Entdeckung von Küchenalltäglichkeiten.
http://www.cambra-skade.de/04_galerie/galerien_content/04film/04_galerie_film.html

Dienstag, 4. Dezember 2012

DFSSGF Packerl ist da

Mein DFSSGF Freßpacket ist heute angekommen. Freude.


 
 
Das Packerl kommt aus Münster, von Jose (sorry ich bekomme das Apostroph nicht hin) von essenslust. Man sieht schon, dass es ein Geschenkpaket ist, da es mit einem roten Band geschnürrt ist!
Das macht was her.
Ich habe mich ganz doll gefreut. Danke.

 
Im Paket waren:

1 Packung Tee "Zeit zum Wärmen" (ohne Zusatz von ätherischen Ölen - Super)
1 Glühwein-Gelee "Feuerzauber"
1 Packung "nougies mit schoko-nuss-nougatfüllung"
1 "Winterschokolade"
1 "Cafe de Paris" Mischung

Die Geschenke sind gut ausgesucht. Und alles bio. Danke Lieber.

Die Idee von Rosa mit den Fresspaketen finde ich super. Ich fühle mich für den Winter und die Vorweihnachtszeit mit dem Paket gut gerüstet. Ein schöner Einstieg für den Dezember.

Wie man sieht habe ich mich gleich mit dem Tee und den Keksen (ich essen nicht alle auf einmal auf!) verwöhnt. Herrlich.



 



Montag, 3. Dezember 2012

Wer sich zuerst rührt ....

Ich merke, dass ich mich am Wochenende gut erholen konnte. Nur waren die zwei Tage zu kurz. Ich merke erst jetzt wie anstrengend meine letzten Wochen waren.
Was tut eine, damit sie auch während der Arbeitswoche ihren Energiehaushalt wenigstens auf dem gleichen Stand hält?

  • Jeden Tag für gutes, gesundes Essen sorgen. Dem Frust- und Gierfressen keinen Vorschub leisten.
  • Mich mit Körperpflege verwöhnen: Duschen, eincremen, in frische Handtücher hüllen, mit dem Bademantel ins Bett legen, nachrasten.
  • Gutes Wasser trinken, auch mit Ascorbinsäure versetzt für die Gesundheit und den Geschmack.
  • Die Entspannungs CD horchen.
  • Bei Sudda habe ich gelesen, dass sie sich jeden Tag für eine Fantasiereise Zeit genommen hat z.B. wie sie sich fühlen wird, wenn sie weniger Gewicht hat. Ich hab es probiert und es funktioniert. Da stellt sich ein angenehmes, motivierendes Gefühl ein.
  • Auf Arbeit eine gute Terminplanung haben. Leider sind einige unangnehme, sicher energieraubende Auseinandersetzungen diese Woche. Bei mir bleiben. Immer wieder bei mir sein. Dann gehen diese Geschichten auch vorbei. Einfach vorbeiziehen lassen.
  • Wenig fernsehen, lieber mit einen Buch zu Bett gehen.

Weniger Arbeiten, dass sagt die Richtige. Heute habe ich wieder einen 10 Stunden Tag hinter mir.

Ich habe so einen tollen Satz gelesen, der gefällt mir:

                Wir spielen Beamten-Mikado. Wer sich zuerst rührt hat verloren.


Hauptstadtbesucherin hat mir gerade zurückgeschrieben, das es klar ist, dass ich ausgelaugt bin.
Wäre ja ein Wunder wenn nicht.

Ich bin jetzt noch motivierter für mein Gesundheitsprogramm. Ich muss doch wieder zu Kraft kommen.




Sonntag, 2. Dezember 2012

Träume sind ...

Gestern war die Friseurin bei einer Freundin und wir liesen uns die Haare wieder ordnen.
Jetzt, mit kürzeren Haaren, habe ich das Gefühl wieder Gesicht zu zeigen. Ich fühle mich gleich viel aktiver. Jedenfalls habe ich mir was sehr gutes damit getan.
Mit meinem vielen Gewicht sehen längere Haare bei mir nicht mehr gut aus. Sie hängen nämlich trist und traurig herunter, richtige Schnittlauchlocken. Bin ich weniger dick, sehen längere Haare an mir sehr fluffig und lockig aus. Die Haare spiegeln meinen inneren Zustand, da kann ich gar nichts machen.

In letzter Zeit habe ich intensive Träume. Im letzten Traum war ich in einer kleinen Stadt, einer Altstadt mit vielen verwinkelten Gässchen. Ich war auf der Flucht vor meiner Mutter. Diese verfolgte mich und wollte ständig mit mir reden. Ging ich in einen Laden, stürmte sie, auf der Jagd nach mir, herein. Ich verfluchte sie und sagte ihr, dass sie mich in Ruhe lassen soll. Aber meine Bitte wurde ignoriert von ihr. Dann ging ich weiter. Spähte um die Ecke, um ihr nur ja nicht wieder zu begegnen. Dann stehen wir uns wieder gegenüber.
"Ich will mit dir sprechen. Ich habe dir doch nichts getan. Du mußt Friede machen mit mir. Sei so wie ich es mir vorstelle."
"Du möchtest, dass ich dir verzeihe. Du sagst, ich soll mich aussöhnen mit dir. Dass du so wenig Zeit für mich gehabt hast.
Ich danke meinem Schicksal, dass du so wenig Zeit für mich gehabt hast. Ich hatte die Chance, wenigstens andere Werte als deine vermittelt bekommen zu haben. Das was du in mich gepflanzt hast reicht mir für mein Leben lang. Ich muss es akzeptieren, dass ich so bin wie ich bin. Einerseits sehr stark und mutig. Todesmutig. Und die andere Seite ist die Ängstlichkeit, der Mangel an Urvertrauen. Die Drohungen von dir, die sich in mich gebrannt haben. Als Kind nie eine stabile Beziehung zu einem Vertrauten. Das war nahezu tödlich für mich.
Du wirst möglicherweise Schuldgefühle haben, aber mit denen mußt du selbst zurecht kommen.
Wenn du meinst, das ich dir verzeihen sollte, damit ich in Frieden mit mir leben kann, dann täuscht du dich. Es geht dir um dich. Wenn ich dir verzeihe, fühlst du dich erleichtert, egal was du glaubst getan zu haben.
Ich weiß was ich erlebt habe und werde mich nicht freiwillig wieder in die Nähe von dir begeben. Ich verzeihe dir gar nichts, denn da wäre ich schön blöd. Laß mich einfach in Ruhe. Fort mit dir."

Ich drehe mich um und gehe.

Ich söhne mich aus mit mir. Ich nehme mich an so wie ich bin. Ich liebe mich selbst.

*

Freitag, 30. November 2012

Geschichte aus dem Buch Kalypso von Luisa Francia (S.40 bis 43)

Beim nächsten Vollmond machte ich einen Spaziergang durch den Wald. Die freien Lichtungen sind von mildweißem Licht bestrahlt, doch durch die dichten Äste dringt wenig Helligkeit. Zuerst gehe ich sehr unsicher, bleibe bei jedem Geräusch wie gelähmt stehen und stolpere oft. Ich fange den gutmütigen Spott der Bäume auf. Sie beobachten mich. Nie ist mir zu Bewußtsein gekommen, dass dich auf jedem Waldspaziergang tausende von Bäumen wahrnehmen.
Es verunsichert mich, dass sie so ruhig stehen können, während ich mich ständig bewegen muss. Ich versuche, meinen Herzschlag und meine Schwingungen in Einklang mit den Bäumen und Büschen um mich herum zu bringen.
"Schau mit den Füßen", sagen sie. Ich ziehe die Schuhe aus. Meine Fußsohlen tasten sich über Zweige, über Laub und Moos, über Dornen.Ich muss mich niedersetzen, weil die Dornen meine Sohlen verletzen. Ich konzentriere alle meine Sinne auf meine Umgebung, strecke meine Fühler aus, öffne meinen Radarfächer nach allen Seiten. Ich beginne mit der Haut zu sehen. Mein Gehirn arbeitet fieberhaft, um all die neuen Eindrücke zu erfassen.
"Hab Vertrauen", höre ich die Bäume. Ich gehe wieder los, strecke mich dem nächsten Strauch entgegen, fühle seine Anwesenheit, weiche ihm aus, strecke meine Füße dem Boden entgegen, bei jedem Schritt. Fühle die Stacheln, noch ehe sie mich berühren, setze den Fuß vorsichtig daneben. Ein mühsamer Lernprozeß. Ich beginne zu ahnen, wo Äste liegen, wo kleine Tiere im modrigen Boden kriechen. Immer schneller kann ich gehen, ohne zu stolpern, ohne hinzufallen. Wie mit Flügeln berühre ich leicht die Baumstämme um mich herum, erfühle sie, fliege durch sie hindurch, lache und tanze. Als ich schlieslich doch falle, fängt mich ein dicker Ast vor dem kalten Bach auf.
Ich lege mich flach auf den Bauch und vertiefe mich mit meinen Sinnen in ein Buchenblatt. Gehe den Weg der feinen Adern zum Stiel in der Mitte, taste mich weiter bis zur Buche und schlüpfe in sie hinein. Ich grabe meine Wurzeln tief in die Erde hinein und fühle den Saft aufströmen, durch meinen Stamm in die Äste und Zweige.
Prickelnd dehnt die Energie der Erde sich aus bin in meine feinsten Zweige und Blätter. Ich fühle bis in die Ränder der äußersten Spitzen, wiege mich, wispere mit den anderen Bäumen, neige mich der Esche neben mir zu und berühre sie leicht mit meinen vielen Armen.
Ich stehe ruhig und fest, alle Gedanken fließen fort. Ich bin ein Baum und träume mit allen den uralten Traum von Tod und Wiederkehr. Auf meinen Ästen lassen sich Vögel nieder und singen mir so schöne Lieder, dass ich zittere und meine Blätter leise knistern.
Als die Sonne aufsteigt, fühle ich den Saft zurückfließen in den sicheren Schoß der Erde, die ihn bewahrt und mich nährt. Ich wiege mich froh im Wind.
Jemand reißt mir einen Ast ab. Der Moment des Schmerzes breitet sich wie ein lautloser Schrei in meinen Adern aus. Die anderen Bäume beginnen zu rauschen. Der Riß setzt sich fort ins Fühlen aller Zellen. Die Erde schickt ihre Kraft, um meine Verletzung zu heilen. Der Schmerz verebbt, bleibt eine unruhige Erinnerung in jedem Teil meines Baumkörpers. Auf einer Astgabel hoch über meinem Körper läßt sich die Eule nieder.
"Du mußt fort. Geh zurück in deinen Körper. Geh schnell, sonst erinnerst du dich nicht mehr an deine Welt und kannst dich nicht mehr genug danach sehnen, um dich wieder zu verwandeln."
Ich habe keine Lust, meinen unsteten menschlichen Körperanzunehmen, aber die Eule läßt mir keine Ruhe, wetzt ihre Krallen an mir und zwickt mich.
"Fort mit dir. Es gibt keine wirkliche Reise ohne Rückkehr."
Unwillig ziehe ich mein Bewußtsein aus dem Körper des Baumes, ziehe mich zurück in den Stamm, immer verfolgt von den Schnabelhieben der Eule, schlüpfe aus dem Stamm zurück in meinen Körper.
Dort liege ich auf dem taufeuchten Gras. Vor Kälte klappern meine Zähne.
Benommen sammle ich Zweige, berühre die Buche dankbar mit beiden Händen und küsse sie.
Dann entzünde ich ein Feuer und wärme mich daran. Ich lege Steine hinein und heize sie im lodernden und im glühenden Feuer auf. Als das Feuer nur noch glimmt, hole ich mit einer starken Astgabeldie Steine heraus, tropfe Wasser darüber und bedecke mich und die dampfenden Steine mit einer Zeltleinwand. Ich schwitze alle meine Ängste und Vergiftungen aus mir heraus. Ich singe ein selbsterdachtes Lied für die Buche. Aus allen Poren läuft Wasser aus mir heraus. Ich springe in den eiskalten Bach.

Auf dem Rückweg zu meinem Auto höre ich die Bäume flüstern. Diesmal fühle ich mich nicht bedroht. Ich berühre einige Stämme in meiner Nähe. Sie fühlen sich warm und lebendig an. Ich weiß, dass ich gesehen werde, gehört werde, gefühlt werde. Ich werde getragen.

Ich habe diese Geschichte gestern im Buch gelesen und sie so schön gefunden.

Donnerstag, 29. November 2012

Entscheidung



Mich hat die Frau von der Baufirma angerufen, dass sie letzte Woche am Mittwoch die Baupläne mit Ansuchen an die Gemeinde geschickt hat. Am Freitag ist sie vom Bürgermeister zurückgerufen worden. Er sagte ihr, dass er den Mann von der Baubehörde hier hatte und sie die Pläne schon durchgegangen sind.
Die Abrissarbeiten sind auch klar. Sie müssen gemacht werden.
Am 19.12.2012 ist Bauverhandlung für die Sanierung des Hauses!

So schnell! Ein Bürgermeister, der von sich aus handelt? Was ist da los?

Grundsätzlich kann man sagen, dass mein Vater in dieser Gemeinde alteingesessen ist und er war Jäger und sein Hegerevier war ein Teil des Gemeindewaldes. Man kann sagen, dass er ein bekannter Mann in seinem Dorf ist.

Wäre er das nicht, würde kein Hahn nach ihm krähen und einen Termin für die Bauverhandlung hätten wir erst im Februar 2013 bekommen.

In diesem Dorf wissen die Leute Bescheid (wie mir am Stammtisch gesagt wurde). Mehr weiß ich auch nicht.
Was heißt hier Bescheid wissen?
Das sich eine Frau seit 2011 um ihn kümmert und bei ihm wohnt. Das dieser geizige Mann dieser Frau sein gesamtes Hab und Gut vermacht hat. Das er nicht mehr weiß was los ist.
Einige der Menschen hier haben ähnliche Situationen wie ich und mein Vater erlebt. In der Familie selbst wo es um Erbschaften gegangen ist, aber auch mit Menschen die sich hilfsbedürftige Menschen herausgepickt haben.

Wie wird es weitergehen?

Von der Baufirma her wird nichts mehr gemacht bis zum Bauverhandlungstermin am 19.12.2012. Man wird sich  bei diesem Termin einigen was man abreißen wird und wie man die Genehmigung für die Sanierung bekommt.
Das Haus ist extrem verbaut, der Kerl hat getan was er wollte, ohne Genehmigung natürlich. Ihm schreibt keiner was vor.

Dann muss ich 14 Tage Einspruchsfrist gegen den Sanierungsplan abwarten und dann kann es weiter gehen.

*

Ich habe am 20.11.2012 von dem gestrengen Richter den indirekten, direkten Auftrag bekommen mich als Sachwalterin um die Anfechtung des Testament zu kümmern.
Die Weichen sind gestellt: Der Anwalt der in meinem bzw. des Vaters Namen das Testament anfechten wird (ich habe mich gestern dafür entschieden!!), der Gutachter der klar sagt, dass mein Vater zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung nicht mehr testierfähig war.

Grundsätzlich ist die Sache ja wirklich betrügerisch und wahrscheinlich kann man auch sagen in höchstem Maße kriminell. Doch so was passiert doch Tag täglich. Und da schert sich niemand ob du zu deinem Recht kommst oder nicht. Wenn ich nichts habe und auch nicht die richtigen Verbindungen habe, dann kann ich  mich brausen gehen.

Wem geht es um was?
Dem geht es um seine eigene Verletzlichkeit, der eine kann Geld verdienen, ein anderer hat das selbe Problem zu Hause, wieder ein anderer ist vielleicht wirklich entsetzt (was weiß ich, ob es denn so was auch gibt) und so weiter und so fort.
Gut. Ich habe es registriert und glaube nicht, dass jemand mir helfen will von diesen Granden. Jeder hat seine eigenen Interessen.
Und ich habe meine. Nur welche sind das?

Welche Wahl habe ich?
Der Weg ist zu gehen. Es wäre schlimmer ich tue nichts gegen das Testament und lasse mich noch jahrelang von dieser alten Frau schikanieren. Aus lauter Wut, dass sie zu seinen Lebzeiten nicht an sein Geld kommt.
Und sie immer wieder Dinge aus dem Haus trägt und ich dann diese wieder einfordern oder auch anzeigen muss. Das kostet mich mehr Nerven.
Und wenn der Vater dann verstirbt, dann kann ich auch noch einen Tötungsverdacht aussprechen. Das möchte ich nicht.

Da ist es vernünftiger ich mache Nägel mit Köpfen. Mit der Anfechtung des Testament wird der Streit offensiv und aggressiv ausgetragen (was mir sehr schwer fällt).
Aber es werden Klarheiten geschaffen (ich versuche mich davor zu drücken). Wie die Anfechtung ausgehen wird weiss man nicht. Sowohl, als auch ist möglich.


Ich habe die Sachwalterschaft im April angeregt und jetzt muss ich den Weg auch gehen.
Ich hoffe, ich schaffe es. Emotional, psychisch.
Ich habe Durchfall, verkrieche mich im Bett und frage mich wieso das Schicksal mir diese Aufgabe gestellt hat. Was ich daraus lernen soll.

*

Vielleicht dass ich mich nicht voll fressen soll, dass ich mich stelle, ohne Wenn und Aber zu denken beginne, Ängstlichkeit vorbeiziehen lasse, ich muss mich nicht beweisen, die Prioritäten setzen und bei diesen bleiben, mit der Energie bei mir bleiben, ...

Es kann nichts passieren.







 
 

Mittwoch, 28. November 2012

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte


Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich mir erlauben, mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen, ich würde die Dinge lockerer angehen.
Ich würde alberner sein als bei dieser Reise. Ich würde weniger Dinge ernst nehmen. Ich würde mehr Chancen ergreifen. Ich würde mehr Berge besteigen, öfter in Flüssen schwimmen und mehr Sonnenuntergänge anschauen. Ich würde mehr Eis und weniger Spinat essen. Vielleicht hätte ich dann mehr wirkliche Probleme, aber dafür weniger eingebildete.

Weißt du, ich bin jemand, die vernünftig lebt, Stunde um Stunde, Tag um Tag. Oh ja, auch ich hatte meine Momente und wenn ich noch einmal von Vorne anfangen könnte, würde ich dafür sorgen, dass ich mehr davon hätte. Genau genommen, würde ich versuchen, nichts anderes zu haben. Einfach nur Augenblicke, einen nach dem anderen, anstatt ein Leben lang immer auf die Zukunft zu warten.

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich im Frühling früher anfangen, barfuß zu gehen, und im Herbst würde ich später damit aufhören. Ich würde öfter tanzen gehen. Ich würde öfter Karussell fahren. Ich würde mehr Gänseblümchen pflücken. wenn du dich andauernd nur schindest, vergißt du sehr bald, dass es so wunderbare Dinge gibt wie zum Beispiel einen Bach, der Geschichten erzählt und Vögel, die singen.


Nadine Stair
85 Jahre

Ich habe letzten Winter ein Achtsamkeitsseminar gemacht und da haben wir diesen Text bekommen.





Montag, 26. November 2012

Das gibt's doch nicht

Heute war ein Frusttag, am liebsten wäre ich in der Früh wieder nach Hause gefahren und hätte mir die Bettdecke über den Kopf gezogen. Irgendwie habe ich gestern und heute meine Distanz nicht ganz zusammenbekommen.
Ich kämpfe mit schwitzanfällen, Schnappatmung, Verspannung im Gaumenbereich und innerer Unruhe. Depressive Gedanken tauchen auf (alles ist sinnlos).
Ich spiele mit dem Gedanken die Sachwalterschaft abzugeben.

Ich war am Wochenende voller Euphorie und habe mir zum ersten Mal erlaubt zu träumen. Ich dachte, dass ich die eingenistete Frau loswerde, indem ich sie zum Testamenverzicht auffordere und ihr betrügerische Absichten nachweise (was kein Problem wäre, da sie sich schon einiges geleistet hat).
Dann habe ich mich getraut, dass Haus (Küche und Bad ) in meiner Phantasie so zu gestalten, dass ich selbst einziehen könnte. Adaptieren für den Vater, aber schon so , dass ich einmal einziehen kann und nicht mehr viel tun muss. Das war irgendwie auf einmal so eine schöne Vorstellung. Fortuna sei mir hold.
Die Mieter im ersten Stock müssen umziehen. Die 24 Stunden Pflege wäre im Obergeschoß untergebracht worden (sehr kleines Haus). Und alles wäre gut. Die Frau kann noch weiterhin neben ihm schlafen, das geht mich nichts an. Ich habe für Pflege und Betreuung gesorgt. In der Hoffnung dass nun alles leichter wird und mir die Last, wie Melly sagt, zum Großteil von den Schultern genommen wird.
Aber wie es immer so ist, es kommt alles ganz anders. Die Mieter haben einen unbefristeten Mietvertrag und wollen nicht ausziehen. Also erster Stock ade. Ich habe vom Richter und dem Anwalt, den Auftrag bekommen, den Kostenvoranschlag für das EG zu besorgen (wieder Gespräche mit der Architektin und dem Baumeister). Nur da ist alles zu klein. Der Anwalt hat gesagt, der Richter entscheidet dann ob das EG überhaupt umgebaut wird (24 Stunden Pflege nicht mehr möglich).
Ausserdem ist sein einziges warmes Zimmer, wo er den ganzen Tag sich aufhält ein Schwarzbau und muss demnächst abgerissen werden, weil der Nachbar bauen will. Keine Nachwidmung möglich!
Die Frau kann ich nicht loswerden, da das Testament so blöd geschrieben ist. Ich war dermassen frustriert, dass ich essen gehen musste und aus dem Büro verschwinden wollte. Das verarbeiten was mir der Anwalt heute mitgeteilt hat. Süßes kaufte ich leider auch. Schiet.

Mir reichte es heute irgendwie. Die sollen doch tun und lassen was sie wollen.
Aber ich bin seine Sachwalterin und habe seine Interessen zu vertreten. Da habe ich mich auf was eingelassen.
Der soll ins Heim gehen, da hat er sich vor 10 Jahren schlieslich schon angemeldet. Und was die Frau und er miteinander tun geht mich nichts an. Ich lehne mich zurück.
Wenn sie ein Bad wollen sollen sie es bekommen. Alles nur kosmetisch.
Sein Brunnen versiegt, dann haben halt er und die Mieter kein sauberes Wasser mehr. Kann man ja richten, dauert nur zwei Monate, da man sich am Gemeindebrunnen anschliesen muss. Ich weiss mitlerweile wie der Zustand dieser Hütte ist.
 Die wollen sowieso am jetzigen Zustand festhalten. Dann müssen sie es auch tragen. Denn bei diesen Umbauarbeiten kann man nicht wohnen bleiben (u.a. Bleileitungen!). Ich habe informiert.
Dann geht er halt ins Heim und die Mieter haben Pech gehabt.Sie wissen um den Zustand des Hauses und können nur mehr die Hälfte ihrer Wohnung benutzen. Liegt in deren Verantwortung wenn sie bleiben wollen.
Irgendwo reicht meine Zuständigkeit. Ich bin doch nicht für alles und jeden da verantwortlich. Ich wollte das für alle richten, nur das geht nicht. Die Leute spielen nicht mit.
Das ist eine Realität und zu akzeptieren. Rüchzug auf das Wesentliche.

*

Und jetzt noch was anderes. Vom "Tatort Münster" war ich gestern so entäuscht. Es war kein wirklicher Witz dabei und die  beiden Kommisare haben wenig Inteligenz vermittelt. Den fall habe ich mehr als lahm empfunden. Wirklich schade. Da ich sonst so gut bei den beiden Kommisarin abschalten und lachen kann.

Und sonst soll ich abnehmen und mich mehr bewegen. Jeden Tag in der früh nehme ich es mir vor. Jeden Tag esse ich zuviel Kohlehydrate und werde stig schwerer. Seufz.
Aber wie heisst es auch so schön: "Alles wird gut". Das Leben in die Hand nehmen, da kommt man nicht aus.

Liebe Grüße an euch alle.

Sonntag, 25. November 2012

Morgen wieder Montag

"Alle leben mindestens drei Leben, ein tatsächliches, ein eingebildetes und ein nicht    wahrgenommenes."

Thomas Bernhard

Vielleicht sollte man sein Leben und die Erlebnisse unter diesen Gesichtspunkt betrachten.

*

Ich habe mich entschieden, das mein Vater zu Hause gepflegt wird.
Er war mir nie ein Vater, aber ich nehme die Herausforderung an. Ich sehe es als Geschenk, dass ich mich mit einem Teil meiner Vergangenheit aussöhnen kann.
Die Bedingungen jetzt sind anders als früher. Ich bin ein eigenständiger Mensch, der selbst seine Entscheidungen trifft. Es bestehen keine Abhängigkeiten. Die Macht über mich, mein Leben, meine Entscheidungen habe ich in der Hand. Mein Leben gestalte ich mir selbst.
Ich bin nicht korumpierbar.

Ich habe es verabsäumt, dass ich die Mieter im ersten Stock frühzeitig kündige. Den Platzt brauche ich für die 24 Stunden Pflege.
Ich habe mich in vielen anderen Arbeiten verfangen und habe einen großen Bogen um diese Entscheidung gemacht.
Man will ja auch den Mietern nicht wehtun, die Gute sein, usw.
Schmonzes.

Diese Woche bekommen sie von mir den Brief mit der Aufkündigung des Mietvertrages wegen Eigenbedarf. Ich werde noch angerufen, wieviel Zeit ich ihnen einräumen muss. Wenn sie Ende des Jahres ausziehen würden wäre das ideal.

*

Heute gibt es im Fernsehen den neuen Axel Prahl und Jan Josef Liefers Tatort". Ich freu mich schon drauf.

Jetzt muss ich noch einen Brief für das Gericht schreiben, denn ich habe mich bei meiner Rechnungsslegung bei einem Punkt total vertan. Voll peinlich. Da werde ich morgen um 8 Uhr bei Gericht sein und die Korrektur bei der Sekretärin abgeben.
Dann muss ich noch zwei Briefe bei der Post aufgeben und anschliesend düse ich in die Arbeit.
Langsam Autofahren, nicht dass mir noch was passiert.
Alles mit der Ruhe, es läuft nichts davon, was nicht davon laufen soll.




 



Samstag, 24. November 2012

Erinnerungen

Heute Vormittag habe ich meine Einkäufe erledigt, sodass die Woche in Ruhe kommen kann. Ich habe einiges an Gemüse im Kühlschrank und werde mich für's Büro gut bekochen. 
Spinat gibt es, Kürbis, Gurke und Tomate, Wurzelgemüse und Kartoffeln und frischen Ziegenkäse.
Unser Bauer hatte noch einen Rehbraten und ich konnte nicht widerstehen ihn zu kaufen. Den Braten gibt es dann morgen mit dem Wurzelgemüse. 
Der Geschmack erinnert mich immer an meine Kindheit. Da die Männer, eh klar, wer sonst, in meiner Familie alle Jäger waren, gab es naturgemäß einiges an Wild zu essen. Dann gab es noch einige Wirtshäuser wo es tolles Rehraugout gab. Der Geschmack ist einfach unvergleichlich, und ich bekommen ihn auch so hin. 
Diese Bauernwirtshäuser waren ein Hammer. Große Gaststuben mit langen Tischen und langen Bänken, Holzböden, die einmal die Woche von den Frauen mit Seifenlauge geschrubbt wurden!!!!! Das gibt es heute nicht mehr. Diese Stimmung, der Geruch und die Bilder dazu sind so lebendig in mir. 
Und die alten Wirtsfrauen. Alle mit langen Haaren, die sie aufgetürmt und mit Haarnadeln befestigt hatten. Es waren schöne Frauen, stolze Frauen, die wussten, dass sie gut kochen konnten. 
Es sind schöne Erinnerungen.


Freitag, 23. November 2012

Einiges ist los

Jetzt ist wieder soviel Zeit zwischen dem letzten Blog und heute vergangen. Aber ....
ich hatte meine Arbeit und war dann mit meiner Sachwalterschaftstätigkeit beschäftigt  Und dann wollte ich mich nicht mehr mit dem auseinandersetzen was alles so los war und bin lieber gleich gar nicht in die Blogwelt eingestiegen.
Und die Erlebnisse der letzten Tage wollte ich hinausschieben.

Die letzten beiden Wochen habe ich auf meinen Rechnungslegungstermin am Dienstag, 20.11.12 vor Gericht hingefiebert. Eigentlich eine Arbeit, die ich großteils schon erledigt hatte, aber dennoch hat mich das Formale noch stundenlang beschäftigt.
Und was mich wirklich beschäftigt hat, ist die Generalsanierung des Wohnhauses des Vaters. Um das ging es für mich bei dem Termin am Gericht. Um Baupläne und Kostenvoranschläge und ob das Gericht diesen Umbau bewilligen würde.
Dazu kam der innere Konflikt, soll ich hinziehen, muss ich hinziehen, geht es nicht mit einer 24 Stunden Pflege allein auch.
Und dann bin ich also beim Richter und was tut dieser Sack. Er gibt mir gleich einige Aufgaben mit. Und ich muss dass tun, was ich seit Monaten hinausschiebe! Ich muss mich um die sofortige Umsetzung der 24 Stunden Pflege bemühen, und ich habe das Testament meines Vaters in seinem Namen anzufechten und das rasch und sofort! Oh Göttin, mit was habe ich das verdient. 
Termin vereinbart mit Rechtsanwalt für den nächsten Tag, also Mittwoch um 17 Uhr. Dann bin ich nach Hause gefahren und habe mir die Decke über den Kopf gezogen und war unrund, nichts hat mir gepasst. 
Ich habe mir gedacht, mit allem möglichen anderen wie Versicherungen, Handy, und vieles andere Kleingraffl mehr, habe ich mich beschäftigt und um das wesentliche, nämlich um das Testament und die 24 Stundenpflege nicht. Da habe ich einen Bogen drumherum gemacht.

Also, ich war gestern beim Anwalt. Ein großer, schlacksiger Mann, so um die 55 Jahre, mit schwarzer Jeans und Nadelstreifsakko und grauem T-Shirt und langen, spitz zulaufenden Schuhen. Eine randlose Brille trägt er, hat einen festen Händedruck, blondes schütteres Haar, schmale Lippen und kein Lächeln kommt ihm aus. Ich werde in ein ultra modernes Büro gebeten indem sich am Boden und am Schreibtisch die Akten stapeln. Irgendwie war ich leicht eingeschüchtert.

Er hat mir dann klar gesagt, dass er durch den .... von der Situation weiß und ich so schnell einen Termin bei ihm bekommen habe da der ... ihm von der Situation erzählt und gemeint hat, es sei dringend. Und  er habe schon mit dem Gutachter der SW Bestellung gesprochen, und dieser sagte, dass mein Vater zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung sicherlich auch schon nicht mehr testierfähig war. 
Dann erzählt er mir, dass er meinen Vater seit ca. 30 Jahren kennt, da ihn die Kanzlei immer wieder vor Gericht oder in anderen Rechtssachen vertreten hat. 

Wir waren uns einig, das jeder Mensch mit seinem Hab und Gut das machen kann was er möchte. 
Im Fall meines Vaters entspricht es aber nicht seinem Interesse, dass er sein Habe verschenkt. Im Vollbesitz seiner Kräfte hat mein Vater noch nie jemandem etwas geschenkt. Und da ich die Interessen meines Klienten jetzt vertrete, habe ich darauf zu achten, dass er sein Vermögen nicht verliert.
Ich darf nicht als Tochter denken sondern als Sachwalterin, die die Interessen ihres Klienten zu schützen hat. 
Zuerst wird er die Frau auffordern, das Legat binnen 14 Tage zurückzugeben. Es wird sich zeigen ob sie die Chuzpe hat, dagegen vorzugehen.
Es war auf einmal so klar, dass die Frau keine Chance mehr hat. Sie muss froh sein, wenn sie keine Strafanzeige wegen betrügerischer Absichten bekommen wird. 

Ich möchte diesen Anwalt nicht als gegnerischen Anwalt haben. Da würde ich mich zu fürchten beginnen.

*

Heute Abend habe ich ein Gewehr zurückbekommen. Zwei andere sollten in ein anderes Bundesland verkauft worden sein. Ich bekomme von dem Büchsenmacher nächste Woche die Registrierung. Mal sehen, wann sie verkauft worden sind. 
Mein Vater war erstaunt, dass in seiner Waffensammlung überhaupt etwas fehlt. 

Es war eine komische Situation wie ich mit der Waffe in der Hand zum Safe ging. Es war das erste Mal für mich, überhaupt so ein Ding in der Hand gehalten zu haben. Als Kind durfte man diese Teile nicht anfassen, obwohl sie damals noch an den Wänden hängen durften und als Jugendliche habe ich Waffen abgelehnt und dann bin ich vor knapp 30 Jahren ausgezogen.

Ich bin bisher nicht in eine Depression gefallen. Die Nächte sind zwar oft anstrengend, da ich schwitze und träume und das Unterbewusstsein sich rührt.
Ich fühle mich mit dem Anwalt erleichtert. Es gibt eine Lösung und der geht es mit mir an. Ich bin aber dadurch auch gezwungen mich mitten hinein ins Geschehen begeben, Gesicht zu zeigen und Streit nicht aus dem Weg zu gehen.

Während ich das schreibe stehe ich immer wieder auf und räume die Küche auf und das Gwand weg. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich achte auf mich.

Und jetzt ist es viertel nach zwölf und ich werde mich in die Horizontale begeben.

Liebe Grüße,
ganga 










Sonntag, 18. November 2012

Huhn mit Äpfel und Schreibe

Und schon wieder gibt es etwas deftiges zu essen. Heute hat es Huhn mit Apfelfüllung gegeben. Im Römertopf. Es war köstlich.
Ich habe das Huhn mit einer Mischung aus Thymian, Paprika, Ingwer, Salz und Pfeffer und Rosmarin in Öl eingerieben und mit halbierten Äpfel in der Schale gefüllt und 2 Stunden gegart. Dazu Gemüse und Reis und einen Salat vom Zuckerhut.
Was will ich  mehr? Ich habe genug zu Essen, was viele andere Menschen nicht haben.






Das leckere Essen war die totale Belohnung heute für mich. Ich bin am Morgen aufgestanden, habe nett gefrühstückt und mich dann in aller Ruhe an den Rechenschaftsbericht für das Gericht gemacht. 
Ich bin 7 Stunden damit beschäftigt gewesen! Obwohl ich sehr viel vorgeschrieben habe. Trotzdem hat es so lange gedauert. Am Schluss konnte ich kaum mehr die Buchstaben sehen. Ich habe den Bericht aber doch so hinbekommen, dass ich ihn ausdrucken und mit den anderen Unterlagen zusammen ins Couvert stecken konnte. 
Was mir heute aufgefallen ist: Ich habe während des Bericht schreibens keine "Zustände" gehabt. Keine übermäßige Nervosität, kein Schwitzen, nur geringe Verspannungen im Rücken. Was bin ich froh.
Allerdings, Durchfall habe ich noch immer. Und ich bin mir sicher, dass hat keine organischen Ursachen. Denn sonst habe ich keine Beschwerden und gesunde Bakterien schlucke ich auch. Die wirken sonst innerhalb von Tagen. Also wird schon was da sein, was ich nicht verdauen will. Aber trotzdem halte ich es noch aus.

Ich schreibe schon wieder über die Vatergeschichte, aber sie bestimmt momentan mein Leben und nimmt sehr viel Raum ein.
Wenn ich ehrlich bin, ich stehe unter einem ziemlichen Druck. Aber mir kommt vor, ich verwandle meine enge Sichtweise langsam in Weite und auch Offenheit (wahrscheinlich solange bis wieder eine g'scheite Aufregung daherkommt). 
Die beiden Menschen (Vater und Frau) haben sich gefunden. Er hat eine Frau gebraucht, die ihm alles tut was er braucht und die er kurz am Bandl halten kann mit der Erbschaft vor der Nase. Und sie sieht diese Karotte und rennt ihr immer nach. Nicht ausser Acht lassen darf man ihre kriminelle Energie. Und die Gier. Sie ist nicht besser als er und er ist im Prinzip nicht besser als sie. Geistig ist er zwar nicht mehr ansprechbar, aber die Erbschaft gibt es eh erst nach seinem Tod. Da hat sie noch viel abzuleisten. Ich stehe nur stellvertretend für ihn. Er hat sie in diese Situation gebracht und es liegt in ihrer Verantwortung, dass sie sich darauf eingelassen hat. Das sie geglaubt hat, sie wird den "Deppen" schon noch zu Lebzeiten ausnehmen, war halt ihr Irrtum. Und das sie es nicht mehr ausgehalten hat und über eine Heirat legitim an Geld und Haus zu kommen, kann ich nur als realitätsfern bezeichnen. 

Und über etwaige Sanierungsmaßnahmen und die Kostenübernahme entscheidet das Gericht. Nicht ich. Ich erhebe die Situation, lote Möglichkeiten aus und bereite die Ergebnisse schriftlich vor.
Und ich scheiß darauf was bei der Sache herauskommt.

Und sonst geht es mir aber halbwegs gut. Ich kann heute noch einigermaßen bei mir bleiben, schaue, dass ich meine saubere Kleidung beisammen habe, was ich am Dienstag bei Gericht anziehe, Zähne pflegen, Übungen machen; was ich nicht kann ist meine Entspannungskassette zu horchen. Da bekomme ich rastlose Beine.

Eine Arbeitskollegin der ich von der Angelegenheit erzählt habe, meinte, "Du liest doch eh Krimis, da kennst du dich eh aus, was da abgeht". Die Sichtweise hat was. Die beobachtende Rolle in einem Krimi. Hauptakteure: Vater P. und Frau W.








Samstag, 17. November 2012

Kekse, die pure Verführung

Ich bin froh, dass ich wieder Zeit habe zum Schreiben im Blog. Ich habe es vermist.
Heute hat mir eine liebe Freundin eine große Schachtel voll selbstgebackene Kekse gebracht. Ich war so gerührt über dieses tolle und vom Herzen kommende Geschenk.










Sie schmecken köstlich. Ihr könnt euch vorstellen dass die Lebensdauer dieser Kekse aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sehr lange ist. Meine Freundin hat mir noch aufgetragen, dass einige Kekssorten nicht länger als fünf Wochen haltbar sind. Fünf Wochen! Ich habe ihr versichert, dass sie sicher keine fünf Wochen bei mir überdauern werden. Seufz, schluchz.

Ich habe heute einige aktuelle Fotos von mir gesehen. Es ist traurig, wie traurig ich mit dem ganzen Übergewicht aussehe. Man sieht es mir an, vor allem an den Augen, dass ich mich plage. Aber gut, jetzt höre ich auf zu sudern.

In sechs Wochen ist Weihnachten. Die Zeit vergeht so schnell. Es sind noch einige Termine und auch Fortbildungen im Dezember und wusch ist auch dieses Monat vorbei. Ausserdem finde ich, dass es im Dezember beruflich keine ausserdurlichen Termine geben sollte. Da hat man doch eh mit den ganzen Weihnachtsgeschenken, dem Kuchen und Stollen backen und der Familie genug zu tun.
Meine Klienten plagt der Weihnachtsblues und da werde ich eine gute Einteilung brauchen um nicht zwischen den Fronten aufgerieben zu werden.

Heute bin ich zum Friseur und war dann sehr verärgert. Ich ging um ca. 12 Uhr ins Geschäft. Eine Kundin saß da und drei Friseurinnen standen gelangweilt herum. Bis 14 Uhr hatten sie geöffnet.
Ich äußerte meinen Wunsch noch heute einen Haarschnitt zu bekommen. Zuerst meinte eine, ja das geht schon noch und als sie dann hörte, dass ich "nur" zum Haare schneiden komme, meinte sie, nein sie haben heute doch keine Zeit mehr, aber am Dienstag könnte sie mir einen Termin anbieten und wollte mir noch ihre Visitenkarte aufdrängen. Ich verabschiedete mich mit einem "Nein danke" und war wütend über diese Behandlung. Das Haare schneiden bei mir dauert maximal eine Viertelstunde!
Wenn ich reingesülzt hätte, vielleicht hätte sie mich dann doch noch drangenommen? Ich weiss es nicht. Es kam mir auch in der Situation nicht in den Sinn zu sülzen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ganga


Dienstag, 13. November 2012

Ein herausgeschundener Tag für mich


Jetzt wollte ich das Foto von meinem guten Rehbraten vom Fotoapparat herunterladen und was war? Nichts. Die Fotos wurden nicht gespeichert. Schade.
Dafür gibt es ein Foto von Ella, die den Knochen verputzt.





Heute bin ich von der Arbeit zu Hause geblieben. Mir ging's nicht gut, ich hatte Schmerzen am ganzen Körper, auch der Darm spinnt schon seit einer Woche. Gestern habe ich mich durch den Tag gequält und heute früh habe ich beschlossen, der Tag frei heute ist wichtig für mich.
Und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Am Vormittag bin ich noch im Bett geblieben. Dann hatte ich einige Anrufe von der Arbeit und dann erledigte ich noch Bankgeschäfte für meinen Vater. Da waren 2 Stunden weg wie nichts. Gemosert habe ich, dass ich immer für die anderen zu tun habe und ich zu kurz komme. In den letzten eineinhalb Woche war ich so beschäftigt, dass ich meine Übungen vernachlässigte, und sonst auch einiges.

Also wieder besinnen auf mich und Dementsprechendes tun.
Ich habe mir heute Essen gekocht. Wie ich oben schon schrieb war es ein Rehbraten mit Karotten, Sellerie, Wacholder, Thymian, Rosmarin und Salz. Es ist wirklich gelungen. Und das tolle ist, dass ich für morgen auf der Arbeit auch noch was zu Essen habe!
Haare waschen, Duschen, Küche aufräumen, Packerl an den Versand zurückschicken. Lauter Dinge, damit mein Alltag und mein Wohlbefinden gefördert wird. 
Von der Popken habe ich heute wieder ein langärmeliges T-Shirt bekommen und zwei ganz dünne lange Unterhosen (ich hasse Strumpfhosen mit dem Bein vorne). Jetzt habe ich meine Winterkleidung beisammen. Und alles alte, ausgelatschte habe ich entsorgt. Ich will doch nicht daherkommen wie der letzte Heuler. Es reicht eh schon, wenn bei meiner Jeansjacke ein Metallknopf fehlt. 
Heute Abend werde ich mich vor den Fernseher begeben und mir "Mord mit Aussicht" ansehen. Diese Krimiserie finde ich sehr unterhaltsam. Tut mir irgendwie gut. Da kann ich abschalten und werde irgendwie froh.

Gestern abend habe ich mich gefragt, wieso ich soviel innere Aufregung wegen der Vatergeschichte habe. Ich glaube, diese Sache jetzt erinnert mich an eine ähnliche Situation, die ich früher schon einmal erlebt habe. Sonst würde es mich nicht so aufwühlen. 
Auch wenn ich meine Erregung, Angst und was auch immer ich sonst spüre wegdrücke, in den Nächten kommt es heraus. Ich schwitze, dass ich mich einige Male in der Nacht umziehen muss. 
Da muss ich mir was ansehen. 







Freitag, 9. November 2012

Kuchen-Bescherung

Heute habe ich mir von der Bücherei das Kochbuch "Kochen mit Genuß" von Lea Linster ausgeborgt. Es sind viele Rezepte mit Fisch und Krustentieren im Buch. Der andere Schwerpunkt ist Bratenfleisch.
Ich sag es einmal so, mir haben ihre älteren Kochbucher mehr entsprochen. Ich bin kein Fan von Meeresfrüchten Mittelmeerfischen, Krustentieren. Die kaufe ich gerne wenn ich im Süden bin. Da ist es für mich das größte Vergnügen auf den Markt zu gehen und Fisch und Gemüse zu kaufen. Was wir schon für guten Fisch gegessen haben, sehr lecker. Aber bei uns schmeckt mir dieses Essen nicht, auch wenn sich an der Zubereitung nichts ändert.
Sonst sind die Rezepte einfach und gut zum Nachkochen, gerade die süßen Sachen, seufz.
Ich werde mich durchkochen und die besten Rezepte hier bloggen.

Dann gab es zu Hause eine Überraschung. An der Tür hing ein Sackerl mit selbstgebackenen Linzerschnitten von einer Bekannten. Es ist unglaublich wie gut dieser Kuchen schmeckt. So weich und g'schmackig, der zergeht dir wirklich auf der Zunge. Und ihre Gewürzmischung ist toll (Zimt, Nelken ..) Leider hütet sie das Rezept wie ihren Augapfel! Ich habe bisher noch kein vergleichbares Rezept entdeckt.

Wir haben den Kuchen sofort gegessen. Da ist kein Krümmel übriggeblieben. Auf diesem Foto fehlen schon drei Stück!

 
 


 

 
Ich habe mich zum Glück zurückgehalten und bin bei eineinhalb Stück geblieben. Den Rest hat mein schlanker Mann gegessen.
Ich fühle mich trotz Kuchen am Abend gut, da ich auch heute wieder gut gegessen habe.