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Mittwoch, 18. März 2015

Das Lächeln auf den Lippen

Und da es in meinem Leben nicht nur das anstrengende Beziehungsgeflecht mit dem Bruder und Co gibt, erzähle ich mal von den schönen Sachen.

Ich habe mir am Montag eine tolle neue Sonnenbrille gekauft. Nachdem der Mann durch Unachtsamkeit die alte Brille kaputt getreten hat.
Ich bin ja arg, ich hatte die Sonnenbrille seit 2000. Die Bügeln und die Fassung sahen schon sehr gebraucht aus und wäre sie noch ganz wäre sie vermutlich noch so lange in Gebrauch gewesen, bis sie von selbst zerfällt, was ja bei Plastik bekannterweise etwas länger dauern kann. Zum Schluss hätte sie mich noch überlebt.
Und da es dazu zum Glück nicht mehr gekommen ist, erfreue ich mich an dem neuen wunderschönen Teil. Ich fühle mich gleich viel gepflegter.

Ich bin ja nur am Geld ausgeben. Zum Glück kosten die Teile nicht so viel und bringen mich nicht in den Schuldenturm.
Na jedenfalls habe ich bei amazon zwei Bücher gekauft, die ich einfach gerne lesen und haben möchte. Beides von Rüdiger Dahlke, „Schlaf, die bessere Hälfte des Lebens“ und „Aggression als Chance“. Und da sie nur mehr gebraucht erhältlich sind und ich mir mein Glücksgefühl derzeit durchaus erkaufe, habe ich die Bestellung aufgegeben als ich sah, dass der Anbieter auch nach Österreich verschickt.

Eine halbe Stunde auf dem Ergometer fahren damit die Kniegelenke Schmiere bilden können und anschließendes saunieren zu Hause haben meinen Tag gestern abgerundet.
Die Kniegelenke habe heute deutlich weniger geschmerzt.

Beim Zahnarzt war ich, die Zahnhälse müssen wieder repariert werden. Aber mittlerweile sind die Zähne mir die Schmerzen und den Stress wert.
Wenn es doch bei der Körperfülle auch so wäre. Die Knie jaulen eh schon die ganze Zeit, aber ich überhöre sie noch immer. Ich kann und will mich einfach noch nicht einschränken. Auch wenn ich natürlich weniger Kilo auf die Waage bringen möchte, fehlt mir derzeit die Motivation für die Ernährungsumstellung.

Auf Arbeit habe ich in den letzten Tagen pünktlich aufgehört. So auch heute. Um 14 Uhr wäre ein Vernetzungsgespräch mit Kollegen aus anderen Arbeitsbereichen gewesen. Da ich finde, ich muss da nicht dabei gewesen sein, bin ich pünktlich um 14 Uhr nach Hause gegangen. Und wohl habe ich mich gefühlt.
Die Sonne hat geschienen und es hatte angenehme 16 Grad. Die Luft war durch den Föhn auch wirklich mild.

Der Hundedame geht es gut. Sie steht jeden Tag in der Früh schon in der Küche um nur ja mit dem mann mit auf Arbeit gehen zu dürfen. Auch wenn sie dort auf ihrem Sofa fiel liegt und schläft ist sie doch derzeit wieder gut drauf.
Sie hat jetzt sogar zwei Mal eine Katze gejagt. Wie ihr die aufgefallen sind ist mir schleierhaft, aber sie war wie ein Jungspund und auf ging es um die Hausecke. Nach 5 Minuten kam sie zufrieden grinsend, ja auch Hunde können ein Lachen auf den Lippen haben, zu uns zurück. Schimpfen gibt es dafür nicht mehr, sondern das Gegenteil ist der Fall. Wir sind froh, wenn sie sich bewegt. Jäger sind bei uns nicht ums Haus.
Und, sie klaut sich manchmal Fleischreste von der Küchenzeile. Jetzt beobachten wir es zufrieden, wenn sie sich lang macht und noch so viel Geschicklichkeit aufbringt, sich die Leckereien herunter zu holen.

Morgen habe ich einen langen Arbeitstag, der um 8 Uhr beginnt und um 18 Uhr zu Ende ist. Ich hoffe, dass er gemütlich und die Arbeit alles der Reihe nach verlaufen wird. Keine Aufregungen und Aktionen.
Jedenfalls werde ich mein Möglichstes tun um ihn mir angenehm zu gestalten.

Und jetzt lasse ich es mit den Schilderungen meiner Tage sein. Ich werde noch in euren Blogs lesen und dann verabschiede ich mich ins Bett.

Liebe Grüße

ganga

Sonntag, 15. März 2015

Kobold in der Hosentasche

Die Möglichkeit aus diesem Familiensystem auszusteigen gibt es also doch. Es ist zwar nicht so ganz wie in Deutschland aber auch in Österreich gibt es die Möglichkeit einer Teilungsklage bei einer gemeinsam ererbten Immobilie. Danke für die Information Katie.

Denn wie Kati und andere BloggerInnen schon schrieben: 

Niemand kann mich zwingen eine Immobilie zu behalten, die ich nicht behalten will. 

Also, dass ist wirklich eine Option. Zuerst bemüht sich das Gericht um eine Teilung der Immobilie und wenn das nicht möglich ist, dann kommt es zum Verkauf des Anteils. Man verliert dabei zwar auch einiges an Geld, aber andererseits ist es vielleicht mehr wert, die Ruhe und den Abstand zu bekommen.



Zu tun war gestern noch folgendes:
Wir haben den Mietern zugesagt, dass sie eine neue Klomuschel bekommen. Der Mann und der Mieter haben dieses Teil am Samstag installiert. Es gab keinen Streß. Damit ist unsere Arbeit dort getan. 

Und die Angst die mir beschert wurde, dass mein Mann auf den Bruder trifft, hat sich zum Glück nicht realisiert. Im Nachhinein weiß ich auch warum, denn die mußten am Samstag Nachmittag nach Linz fahren. Die Geschichte dazu muss ich einfach erzählen:

Der 12 jährige Junge durfte am Freitag nicht nach Hause, sondern konnte erst am Samstag abgeholt werden. Zur Strafe. Er versteht sich mit einem anderen Mitbewohner nicht und die beiden Streithähne kommen immer wieder in Clinch miteinander.
Nur diesmal war es nicht nur eine Prügelei, sondern der Neffe zog ein Klappmesser und bedrohte den anderen.

So wie ich die Vorgehensweisen in den sozialpsychiatrischen Heimen kenne, ist das ein Grund für den sofortigen Rauswurf. Ich kenne Erwachsene, die als Kinder sämtliche Heime in Österreich und Deutschland aufgrund solcher Vorfälle kennengelernt haben.

Zum Jungen: Es fiel mir immer wieder auf, wie er in den Kartons des verstorbenen Vaters herumsuchte, und ganz gierig auf Messer war. Wenn sie zu uns auf Besuch kamen, stierlte (durchstöbern) er in der Küchenschublade und holte sich immer die scharfen Messer und Taschenfeitln heraus. Damit spielte er dann herum.
Das ein Junge mit seiner Problematik das Messer auch einmal gegen andere verwenden wird, war zu erwarten.

Ich kann vermuten welche Wege das nehmen wird. Keiner davon gefällt mir. Die Problematiken mit dieser Familie werden nie aufhören. Zuerst der Bruder, dann dessen Sohn. Das einzige was ich machen kann, ist so schnell wie möglich davon zu laufen.


Der Bruder hat sich den Kellertisch mit seinen Alkoholiker bestückt. 
Die helle Flüssigkeit ist Schnaps. Sogar ein Doppelliter ist dabei. Ich registriere es.

Ich habe ja schon so einiges ausgesessen, aber ich habe die leichte Vermutung, dass das in diesem Fall nicht unbedingt eine ausreichende Lösung ist. Das Abwarten das sich eine Geschichte auf natürliche Art und Weise regelt. 
Auch wenn der Bruder eine ungesunde Lebensweise pflegt, heißt das nicht unbedingt, dass er den Löffel bald abgeben wird. Und seine ungesunde Nachfolge ist mit dem Jungen auch schon geregelt. 

Ob ich mich wirklich verabschieden kann weiß ich noch nicht.

Samstag, 14. März 2015

Wohl kurzfristig kleben geblieben

Was meine ich damit?
Ich fahre im Auto durch’s Dorf, komme zu unserem Haus und sehe, dass bereits das zweite Mal der Wagen vom Elektriker davor steht. Was ist jetzt wieder los.
Neugier, dein Name ist Ganga.
Und auch ein Anflug von Schuldgefühlen ergriff mich. Wieder passt bei der Elektrik etwas nicht.
Dass bei der Elektrik nicht ordentlich gearbeitet wurde, weiß ich. Denn so wie der Bruder ist, so hat er auch die Elektrik neu verlegt. Alles irgendwie irgendwo zusammengeschlossen, keine Erdungen eingebaut. Steckdosen funktionieren nicht, schalter sind blind. Er der große Macker, die anderen die üblichen Vollidioten, denen er sagt, wie es geht. Und wenn er dann doch mal den Elektriker brauchte, wusste er alles besser als der. Die übliche unangenehme Tour halt.
Das da dann ein Handwerker nicht begeistert ist seiner Mistarbeit hinterherzuräumen ist auch klar.
Und es ist mir als Vermieterin einfach peinlich, dass es immer wieder Probleme durch schlampige Arbeit gibt. Die zahlen die volle Miete und haben neben den technischen Schwierigkeiten auch noch die ganzen zusätzlichen Unannehmlichkeiten.
Soweit so nicht gut.

Da ich ein sozialisierter Mensch bin, kommt mir vor, dass ich die Hälfte der Schuld übernehmen muss, ich bin ja zu 50% Vermieterin. Wohlgemerkt: Schuld!
Also ich habe Schuldgefühle. Und mit dieser aufgeladenen Schuld betrete ich das Haus und die Wohnung. Also die besten Voraussetzungen für ein Gespräch mit den Mietern.

Zu meiner Entlastung möchte ich sagen, dass ich so und so nochmals Kontakt mit den Mietern aufnehmen wollte, wegen der Stromummeldung und weil sie auf meine SMS nicht reagiert haben. Ich war also im Zweifel ob sie die Nachricht bekommen haben oder nicht. Klar habe ich mit dem Gedanken gespielt nochmals eine SMS nach zu schicken, aber ….

Und da ich schon viel zu viel gedacht und das Gedachte im Übermaß im Hirn herumgewälzt habe, waren die klaren Gedanken für mich nicht mehr erkennbar.

ich mache meines mit der Stromanmeldung gleich von dort aus. Also meines habe ich erledigt.

Und als mir die Mieterin dann erzählt, dass der Bruder mit Anhang nahezu jeden Tag im Garten und im Innenhof steht und auf der Aussentreppe sitzt, raucht und sauft, und sie sich schon ganz hilflos fühlen, bekomme ich es mit der Angst zu tun. Nisten sie sich jetzt bei den Mietern ein, weil sie zu Hause alles vermüllt haben und kein Platz mehr zum Bewegen da ist. Gemiesen sie es, dass es immer sauber ist auch wenn sie Müll machen.
Und der Junge kommt halt immer zur Mieterin um einen Saft. Und dann steht die Kindesmutter auch gleich in der Wohnung. Und der Alte setzt sich an den Tisch. Sehr gemütlich.
Und fast im gleichen Atemzug redet er die beiden Mieter auf Dinge an wie durchgeschnittene Weinranken, ... die definitiv er durchgeschnitten hat.
Dann stellt die Mieterin das klar und dann wird sie blöd von ihm angequatscht und so geht das Spiel hin und her. Ich sag mal der Alte provoziert, weil er Streit sucht.
Er sieht, wie gut es die anderen haben, wie sauber es ist (und andere Gründe die sicher er auch nicht kennt) und dann frisst ihn der Neid und er will die anderen hinunterdrücken, damit er sich nicht so scheiße vorkommt. Dieses kranke Arschloch.

Seinen Jungen zieht er schamlos in den Dreck und die Mieterin hat mir Dinge über den Jungen erzählt, schauderbar. Das macht man einfach nicht. Da sind wir uns einig.
Der Schwägerin muss das unendlich peinlich gewesen sein und mich wundert nicht, dass sie ständig zu weinen anfängt.
Die Mieterin meinte auch, dass der Bruder sehr sehr aggressiv ist und das für die Beziehung auch nicht gut sein wird. Da habe ich jetzt aber geschaut. An Schläge habe ich nicht gedacht. Ich meine, die Schwägerin ist doppelt so breit wie der Bruder und überragt ihn auch noch um eine Kopflänge. Klar hat er mehr Kraft, grundsätzlich, aber hat er die wirklich noch?
Und über meinen Mann ist er hergezogen, schauderbar. Ein Putzlappen sei er, dass kann er. Und er habe es geschafft meinen Mann so weit zu bringen, dass er davon gelaufen ist er vor ihm.
Und dann sind wir wieder vier Monate auf Urlaub und er, der Bruder muss so viel arbeiten. Ja was sagst du darauf. Ich habe mich für ein "Ja" entschieden. Genau so ist es. Wir fahren 4 Monate auf Urlaub (3 Wochen sind es) . Wer kann der kann.

Ich habe mich dem Problem der Mieterin angenommen. Obwohl sie sicherlich sehr kompetent ist im Umgang mit problematischen Menschen. Sie war in Wien Altenpflegerin und da machst du eh genug mit.
Und trotzdem habe ich es zu meiner Angelegenheit gemacht! Ob es gut war oder schlecht? Einmal sehe ich es so ein anderes Mal anders. Denn wem kannst du schon trauen.
Aber ich habe auch immer betont, dass der Bruder so ist wie er ist.

Ich meinte zu ihr auch, sie soll doch den Jungen nicht mehr in die Wohnung lassen, dann kommen die beiden Alten auch nicht. Und nicht mit ihnen abhängen, dann hört sich die ständige Anwesenheit in ihrem Bereich auf.
Unter uns gesagt, der Bruder hat sich in der Tiefgarage im Nebengebäude ein Saufkammerl eingerichtet, da sollen die drei G'schüttelten ihre Zeit verbringen. Und den Jungen ja nicht in die Wohnung lassen. In den Garten geht er mit dem Hauptschlüssel so und so noch. Was für eine Frechheit.

Und was tust du mit einem Typen der immer streiten will. Bei mir macht er es ja nicht, da fürchtet er sich laut Schwägerin. Vor dem oberen Mieter scheißt er sich auch an. Was haben wir, dass er sich fürchtet? Ich weiß es nicht und ich kann vor allem meinem Mann auch nicht sagen, wie er mit diesem Exemplar umgehen soll.
Und dem Bruder werde ich noch Grenzen setzen.
Die Zeit wird kommen.


Mittwoch, 11. März 2015

Dörfliche Gepflogenheiten

Heute hatte ich mir frei genommen, weil ich mit einer Freundin zu einem Modeoutlet gefahren bin. Unsere Größen waren bis auf wenige Einzelteile ausverkauft. Was ich erstanden habe sind drei Schals für den Frühling und Sommer. Rote kleine Punkte auf weißem Hintergrund, einen hellblauen Leinenschal und einen zitronengelben. Sie sind so breit und lang, dass ich sie locker auch als Stola verwenden kann.

Der Frühling soll kommen, ich stehe in den Startlöchern!


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Ausserdem hatte der Vater am Montag Sterbetag und ich als gute Tochter habe heute für ihn eine Messe lesen lassen in der Dorfkirche. Etwas weniger glaubwürdig war, dass ich selbst nicht in die Kirche gegangen bin.
Ich habe mit mir gehadert, soll ich oder soll ich nicht in die Messe gehen. Werde ich in der Kirche erfrieren oder reicht die Sitzheizung aus um mir mein Popscherl zu wärmen. 

Aber nachdem für 9 Uhr 30 verabredet war, dass die Burgi mich zum shoppen abholen kommt, wäre das doch auch wirklich stressig gewesen, wenn ich um halb neun in der Kirche gesessen hätte. Wer weiß, wann ich dann zurück nach Hause gekommen wäre. Zum Schluß hätten mich Kirchgeherinnen eingeladen auf einen Kaffee. Zumindest geschwätzt hätte ich mit einigen, denn die sind alle neugierig mich kennen zu lernen. 
Gehe ich auf's Grab und treffe auf Leute, komme ich nicht unter einer Stunde aus dem Friedhof.

So habe ich mich also gegen die gefürchtete Kälte entschieden und gehofft, dass dem Pfarrer nicht auffällt, dass ich geschwänzt habe. 
Ich sag mal, weit gefehlt. Gehe ich um 10 Uhr ins Pfarramt (Burgi wartet im Auto) meinen Obulus zahlen meinte er "Aber sie habe ich heute nicht gesehen". Tja, wo er recht hat hat er recht. Mich hatte er heute noch nicht zu Gesicht bekommen.
Interessiert frage ich ihn, wieviel Leute so am Mittwoch zur Messe kommen? "Ja, es werden schon so 20 Leute sein". Und trotzdem hatte ich von zu Hause aus gehofft, dass er nicht darauf achtet wer zur Messe kommt.  Nix war es mit "Sehe ich dich nicht, siehst du mich auch nicht". 

Aber nicht alle Macht der Kirche und den dörflichen Gepflogenheiten. Ich bin eine hart arbeitende Frau und habe mich heute früh für eine weitere gemütliche Runde in meinem Bett entschieden statt um 6 Uhr aufzustehen. In dieser Deutlichkeit wollte ich es ihm nicht verklickern, aber dass es sich heute früh nicht ausgegangen ist, ist auch eine Ausrede.

Und die Dorfweiber müssen sich noch etwas gedulden. Ich bin halt anderweitig auch beschäftigt.

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Samstag, 7. März 2015

57 Engel, das wünsch ich dir

Mir ist es wohl nicht vergönnt Ruhe vor der Familie des Bruders zu haben. Wieso auch, wenn ich eh schon mit anderen Menschen beschäftigt bin, dann gehen diese drei Mitglieder auch noch. So nebenbei, kostet ja keine Kraft, ist auch kein großer Aufwand.

Angerufen wurde ich, überraschend. Wer will was von mir bitteschön? Ja ich habe mich nicht verhört aber bis der Vorstellungstext vom Ohr bis zum Hirn und in Übersetzung bei mir gelandet ist, brauchte es einige Nachfragen. Wie bitte, wer spricht da?

Gedacht habe ich es mir schon länger, dass es mal so kommen wird. Aber gerechnet habe ich nicht damit.

Das Jugendamt und die Wohnleitung des Heimes wo der Junge untergebracht ist möchten uns kennenlernen. Der Junge erzählt doch viel von mir und dem Mann.
Klare Absage meinerseits. Das sie mit den beiden Alten anstehen ist mir schon klar und mir tut der Junge aufrichtig leid. Aber da kann ich nichts dagegen machen.  

In mir steigt der Groll und die Traurigkeit hoch, wenn ich dann wieder mitbekomme wie sehr der Neffe mißachtet wird. 

Die Geschichte muss ich erzählen, weil sie doch wieder einmal das ganze hintergründige Drama zeigt:
Eigentlich alles nicht wirklich aufregend, harmlos eigentlich, aber in der Stille mit tiefen Verletzungen verbunden.
Der Neffe war von Montag bis Freitag letzter Woche im Krankenhaus. Die Mutter sollte dabei sein und das Bett neben ihm war für sie reserviert. 
Wir waren am Montag Abend Mietvertrag unterschreiben und mir fällt auf, dass sie immer wieder in die Küche oder vor's Haus geht und telefoniert und wenn sie herein kommt hat sie rote verheulte Augen. 
Na ja, man fragt halt so nach wie es dem Jungen geht, und sie erzählt, dass er im Spital ist wegen der Diabetes. Bis Freitag müsse er drinnen bleiben. 
Aha. Und was tut sie dann da beim Alten?

Ihm trägt sie alles zum Arsch. Gerade das er nicht verlangt, dass sie ihm den Hintern putzen muss. Die dumme Urschel würde das auch sicher machen, so gut kenne ich sie schon.

Und nach Linz ins Krankenhaus ist sie kein einziges mal gefahren um ihren Jungen zu besuchen.

Und wenn die Wohneinrichtung dann das Jugenamt und die Familientherapeutin informiert das die Mutter nicht aufgetaucht ist, dann versteht sie die Welt nicht mehr. Der ewig gleiche Satz kommt dann: "Die trauen dem Jungen zu wenig zu".

Und da kannst du nichts machen. Das ist deren Beziehungsgeflecht und der Junge hat darin keinen Platz.
Mein Hund wird um vieles besser behandelt als der Junge!


Ich wünsche es dem Jungen wirklich: 57 Engeln.


Oba des mit de Engeln, des wird's net spühn.




Dienstag, 3. März 2015

Vier Frauen und ich

Heute habe ich Entspannung beim Fernsehen der Serie "Vier Frauen und ein Todesfall" gefunden. Eine typisch österreichische Serie mit vier schrägen Frauen und dem Schmäh von bodenständigen Menschen. Ganz viel Lokalkollorit. Die sagen das, was ich mir denke und aus Vernunftsgründen oft nicht sage. Unbeschreiblich.

Und sie leben ungeniert, so mit dem Sprücherl "Ist der Ruf schon mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert". Meine Favoritin ist die Julie Zirbner, die hat eine Goschn (Mundwerk), unglaublich. Mein alter ego quasie. 

Ich habe auf youtube ein Video von einigen Höhepunkten der Serie gefunden:




Sonntag, 1. März 2015

Burzeltag

Der Mann hat heute Geburtstag. 59 Winter und 59 Sommer hat er hinter sich. Es ist ein schöner Tag geworden. Am frühen Vormittag aufstehen, in aller Ruhe und Gemütlichkeit Kaffee trinken und ein kleines Frühstück zu sich nehmen. Dann hat er sich die Sauna eingeschalten und das war einfach Entspannung pur. Der Mann hat alleine die Sauna genossen, ist lang hingestreckt auf der Bank gelegen und hatte seine Ruhe.
Ich bin derweil nach einer Stunde Bedenkzeit aufs Laufband und anschließend habe ich mir noch eine Radtour auf dem Heimtrainer gegeben. Und zur Abrundung noch eine Sitzung in der Sauna. Herz was begehr ich mehr? Gar nichts. Alles ist gut und schön.
Der Mann kocht mir mein Lieblingsessen zu seinem Geburtstag. Blutwurstgröstl mit Sauerkraut, das Fleisch kommt vom Nachbarn Bio-Bauer. Der Wein aus Südafrika rundet die ganze Geschichte mit dem Essen ab.
Und jetzt schreibe ich, lese in den Blogs und bin etwas angeschickert. Auch gut.
Heute geht es am späteren Nachmittag noch ins Lieblingswirtshaus auf Kaffee und Kuchen und ich bin mir sicher, das der Mann auch noch gefeiert werden wird und so einige Runden Getränke ausgeben werden. Das Gute ist, dass der Mann keinen Alkohol trinkt und er damit auch nicht alleine ist. Es ist eine lustige Wirtshausrunde mit wenigen Deppen dabei.
An der Periferie tangiert uns mein Bruder mit Beiwagerl leicht. Karl geht bei ihren Anrufen nicht zum Telefon. Ich steh dahinter.
Und so geht es uns beiden heute sehr gut.


Ich wünsche Euch eine gute Zeit.