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Sonntag, 15. März 2015

Kobold in der Hosentasche

Die Möglichkeit aus diesem Familiensystem auszusteigen gibt es also doch. Es ist zwar nicht so ganz wie in Deutschland aber auch in Österreich gibt es die Möglichkeit einer Teilungsklage bei einer gemeinsam ererbten Immobilie. Danke für die Information Katie.

Denn wie Kati und andere BloggerInnen schon schrieben: 

Niemand kann mich zwingen eine Immobilie zu behalten, die ich nicht behalten will. 

Also, dass ist wirklich eine Option. Zuerst bemüht sich das Gericht um eine Teilung der Immobilie und wenn das nicht möglich ist, dann kommt es zum Verkauf des Anteils. Man verliert dabei zwar auch einiges an Geld, aber andererseits ist es vielleicht mehr wert, die Ruhe und den Abstand zu bekommen.



Zu tun war gestern noch folgendes:
Wir haben den Mietern zugesagt, dass sie eine neue Klomuschel bekommen. Der Mann und der Mieter haben dieses Teil am Samstag installiert. Es gab keinen Streß. Damit ist unsere Arbeit dort getan. 

Und die Angst die mir beschert wurde, dass mein Mann auf den Bruder trifft, hat sich zum Glück nicht realisiert. Im Nachhinein weiß ich auch warum, denn die mußten am Samstag Nachmittag nach Linz fahren. Die Geschichte dazu muss ich einfach erzählen:

Der 12 jährige Junge durfte am Freitag nicht nach Hause, sondern konnte erst am Samstag abgeholt werden. Zur Strafe. Er versteht sich mit einem anderen Mitbewohner nicht und die beiden Streithähne kommen immer wieder in Clinch miteinander.
Nur diesmal war es nicht nur eine Prügelei, sondern der Neffe zog ein Klappmesser und bedrohte den anderen.

So wie ich die Vorgehensweisen in den sozialpsychiatrischen Heimen kenne, ist das ein Grund für den sofortigen Rauswurf. Ich kenne Erwachsene, die als Kinder sämtliche Heime in Österreich und Deutschland aufgrund solcher Vorfälle kennengelernt haben.

Zum Jungen: Es fiel mir immer wieder auf, wie er in den Kartons des verstorbenen Vaters herumsuchte, und ganz gierig auf Messer war. Wenn sie zu uns auf Besuch kamen, stierlte (durchstöbern) er in der Küchenschublade und holte sich immer die scharfen Messer und Taschenfeitln heraus. Damit spielte er dann herum.
Das ein Junge mit seiner Problematik das Messer auch einmal gegen andere verwenden wird, war zu erwarten.

Ich kann vermuten welche Wege das nehmen wird. Keiner davon gefällt mir. Die Problematiken mit dieser Familie werden nie aufhören. Zuerst der Bruder, dann dessen Sohn. Das einzige was ich machen kann, ist so schnell wie möglich davon zu laufen.


Der Bruder hat sich den Kellertisch mit seinen Alkoholiker bestückt. 
Die helle Flüssigkeit ist Schnaps. Sogar ein Doppelliter ist dabei. Ich registriere es.

Ich habe ja schon so einiges ausgesessen, aber ich habe die leichte Vermutung, dass das in diesem Fall nicht unbedingt eine ausreichende Lösung ist. Das Abwarten das sich eine Geschichte auf natürliche Art und Weise regelt. 
Auch wenn der Bruder eine ungesunde Lebensweise pflegt, heißt das nicht unbedingt, dass er den Löffel bald abgeben wird. Und seine ungesunde Nachfolge ist mit dem Jungen auch schon geregelt. 

Ob ich mich wirklich verabschieden kann weiß ich noch nicht.

Kommentare:

  1. Es freut mich, wenn ich dir einen Ausweg zeigen konnte.
    Eine frühere Bekannte ist auf diesem Weg bei der Scheidung ihr Haus losgeworden.
    Da reichte eine Androhung durch den Anwalt und der Gatte konnte ihren Hausteil zu einem Spottpreis erwerben .....war eine sehr schmutzige Scheidung.
    Ich würde dir allerdings nicht raten den Teil des Bruders zu kaufen, sonst geht der Terror weiter.
    Meist reicht wirklich eine Androhung. Vermutlich wird der Bruder dann einem freihändigen Verkauf zustimmen, damit er kein Geld verliert.
    Zudem kann ich nur nochmal betonen, dass dir Colin Tipping sehr helfen könnte, wenn du wissen möchtest, warum sich diese Muster immer wieder wiederholen. Sehr interessant und lehrreich.
    Natürlich bleibt es dir überlassen, was du machst und wie du die Dinge gestaltest, mir hat es aber sehr geholfen.
    Ich wünsche dir starke Nerven und viel Erfolg.

    Kati

    P.S. Eure Sprache ist immer so schön poetisch ...Klomuschel zur schnöden Kloschüssel zu sagen, finde ich sehr hübsch :D

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  2. Ganga,
    das hört sich alles nicht gut an.
    Wie Kati schon sagte: Auf keinen Fall die Anteile des Bruders kaufen.
    Überlege es dir gut - und dann handele.
    Einen guten Wochenstart wünscht dir
    Irmi

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  3. Liebe ganga, ein bisschen fehlen mir hier die Worte. Meine Vorschreiberinnen haben es ja schon auf den Punkt gebracht - schau, dass Du das Haus los wirst und zieh Dich soweit zurück, wie es nur geht. Weisst Du, Du hast den Bruder solange nicht mal gekannt, wozu willst Du jetzt dableiben? Ihn retten kannst Du nicht. Rette Dich, ganga.

    Sei lieb gegrüsst
    Clara

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