Seiten

Donnerstag, 14. März 2013

Ein bescheidener Tag

Heute habe ich für mich einiges getan. Die Küche sauber gemacht. Das Papier und Plastik verräumt, andere Dinge zusammengeräumt. Es schaut jetzt wieder heller aus in der Küche. Ich und der Mann haben nämlich die Begabung, dass wir innerhalb einer halben Stunde die Küche in ein Chaos verwandeln können. Und dann bleibt es so.
Ich war duschen, bin im Bett gelegen, ganz toll eingekuschelt in die Bettdecke. Draussen hat es geschneit.
Keinen Schritt habe ich vor die Tür getan. Einer Freundin habe ich abgesagt. Ich wollte nicht hinaus und brauche Zeit und Ruhe für mich.
Jetzt, am Abend komme ich zu mir. Ich komme wieder zu Sinnen.

Das Seniorenheim hat mich am Vormittag angerufen. Sie ersuchen mich, in den nächsten Tagen einige Unterlagen vorbeizubringen (Pflegegeldbescheid, ...). Frau W. war heute am Vormittag kurz bei meinem Vater. Die Stationsschwester hat mir gesagt, dass sie die Frau nicht anrufen werden, wenn mein Vater nach ihr fragt. Sie werden den Kontakt nicht fördern. Was bin ich erleichtert.

Da muss ich noch etwas erzählen. Im Seniorenheim kennen die Leute die Frau W. von früher. Und wißt ihr warum?
Frau W. ist Ende der 90ziger Jahre zu einem alten Mann gezogen. Mit der Familie von ihm muss es gewaltige Probleme gegeben haben.
Frau W. hat dann als Kellnerin gearbeitet und ist 2005 mit dem Chef des Gasthauses nach Deutschland durchgebrannt. Der hat eine Frau mit drei Kinder zurückgelassen.
In Deutschland hat er irgendwann auch Frau W. sitzen gelassen. Sie ist 2010 wieder in den Ort zurückgezogen.

Morgen muss ich unbedingt einige gerichtliche Ansuchen schreiben, die Zeitung kündigen, die Post nachschicken lassen und lauter so Zeugs.
Aber ich habe Urlaub. Und sollte es mit meinem Vater keine Probleme geben, werde ich mir auch Inseln schaffen.

Vom Wein habe ich jetzt mal die Nase voll. Die Gefahr Alkoholikerin zu werden besteht bei mir nicht. Dafür esse ich derzeit zu süß und das auch noch am späten Abend. Irgendwie bekomme ich es nicht besser hin. Es ist wie es ist.



Kommentare:

  1. Also eine Masche von ihr???
    Hm...

    Merkwürdige Frau.

    AntwortenLöschen
  2. Ja, die ist wohl mit dieser Masche unterwegs. Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, wie man so sein kann. Ich kann's nicht nachvollziehen.
    Es hat mich aber getröstet diese Geschichte zu erfahren, dass sie sowas schon einmal gemacht hat. Gedacht habe ich es mir wohl, den sonst könnte sie nicht so abgebrüht sein.

    AntwortenLöschen
  3. Ich finde die Entscheidung klasse vom Seniorenheim und das sie diese Masche nochmal macht zeigt wie abgebrüht sie ist, das sollte der Anwalt auch erfahren.
    Aber , Du hast Urlaub und da gönn Dir wirklich was Du benötigst um zu Kräften zu kommen, sonst hast ja keine Zeit dafür ...Du bist wichtig, Du und Dein Körper, sonst läuft nämlich nichts ..
    Liebe Wochenendgrüsse
    Bianca

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da war ich auch froh, wie sie mir das gesagt haben. Ich rufe diese Woche den Anwalt an und werde es ihm die Geschichte erzählen. Ja sie ist abgebrüht, dass muss er wirklich erfahren.

      Löschen