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Freitag, 22. März 2013

Klatsch und Tratsch

Die Entscheidung heute zu Hause zu bleiben hat mir viel gebracht.
Was habe ich getan? Viel geschlafen, mir ein feines Essen gekocht (Mist, ich vergesse immer noch Fotos zu machen), eine Freundin hat mir einen Kuchen vorbeigebracht und ich habe DVD's geguckt.

Der Mann hat mit einem Sozialprojekt einen Teil der Wohnung und des Nebengebäudes ausgeräumt. 3 voll beladene LKW's waren es bisher.
Nur Müll und Mist. Die Möbel noch original 1958. Aber keine schönen. Jetzt bin ich froh, dass das vermuffelte Zeug raus ist. Trotzdem ist noch genug Zeug's in den Räumen. Unglaublich was sich ansammelt.

Einige Sachen schenke ich her. Eine benachbarte Familie holt sich das viele Holz ab. Ein Freund möchte das Werkzeug haben. Super. Freut mich, dass wir den Menschen eine Freude machen können.

Wir haben heute etwas Interessantes über die Frau erfahren. Sie hat vor Jahren von einem Mann eine Ein-Zimmer-Wohnung geerbt. Die ist jetzt über die Bank zum Verkauf ausgeschrieben.
Und das weiß ich aus ganz sicherer und direkter Quelle: Sie hat in den letzten 1,5 Jahren enorm viel Geld ausgegeben. Ich sage, mit der Sicherheit, dass sie Geld erben wird und natürlich nicht darauf warten will, bis er stirbt. Sie ist selbst 71 Jahre, da wartet man auf so was nicht mehr. Zum Schluss nippelt sie vor ihm ab.
Und um die ganze Sache zu beschleunigen, wollte sie den Vater heiraten. Pech gehabt.
Dann hat sie ja mal Geld aus seinem Safe "in Sicherheit gebracht", dass sie zurück geben mußte. Und sein neues Mofa mußte sie vor Weihnachten ja auch wieder zurückbringen. Das ist alles Kohle.

Und wir haben uns schon gewundert wie sie ihre teure Wohnung weiter zahlen konnte. Jetzt wissen wir es.
Sie ist verschuldet und die Bank hat ihr jetzt den Geldhahn zugedreht.

Ihr wisst eh wie sowas läuft. Die Banken schätzen das was an Vermögen da ist, geben einer das Geld, und wenn die Schulden die Nähe des Wert des Besitzes erreichen, sagen sie stopp. Dann kaufen sie selbst die Wohnung günstig auf, renovieren und verkaufen mit Gewinn.

Wie es weitergehen wird? Kann ich nicht sagen. Sie besucht ihn jeden Tag, verfrachtet ihn ins Auto und fährt mit ihm ins Gasthaus.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ihn Ausflüge sehr anstrengen. Er schläft am Tisch ein. Manchmal macht er auch in die Hose. Und wenn er nicht schläft fragt er immer das gleiche. Gebetsmühlenartig.
Ich kann es nicht wirklich sagen, ob es ihm guttut oder nicht. Also lasse ich es so wie es ist.

Es wird sich mit der Zeit von selber regeln.

Ich versuche mich in Geduld zu üben.
Mir selbst klarzumachen, dass ich mit der Sachwalterschaft gewonnen habe.
Das ich selbst nur organisieren muss. Er hat genug Geld, dass ich für ihn verwende.
Und die Alte kann kommen wie sie will. Sie erwirbt sich keinen Rechtsanspruch auf seine Kohle. Nichts. Nada. Und vielleicht tut es ihm ja wirklich noch gut. Ich kann es nicht sagen.

Und heute ist mir gekommen, dass es der Frau W. ja komplett weh tun muss, wenn sie sehen kann wie "ihr" Geld nur so dahin fliest.
Wenn es nun noch gelingt das Haus umzubauen, die Frau muss innerlich komplett ausflippen. Der kann es doch nicht gut gehen.

Ich wünsche mir Friede und Einsicht für mich und andere.
Das ich anderes wohlwollend akzeptieren kann.


Der erste Nachteil von Zorn ist, dass er ihren inneren Frieden zerstört. Der Zweite ist, dass Ihre Sicht auf die Wirklichkeit verzerrt. Wenn Sie darüber nachdenken werden Sie verstehen, dass Zorn und Wut uns nicht weiterhilft, sondern nur destruktiv auf uns wirkt. Somit können wir beginnen uns von Wut und Zorn zu distanzieren, wenn diese Gefühle in uns aufkommen.



 

Kommentare:

  1. gehts dir den besser?

    ist es nicht ein spruch von den AAs: gib mir die kraft die dinge zu akzeptieren die ich nicht ändern kann. ??? ;-)

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  2. Ja, ich löse mich wieder aus der emotionalen Verstrickung in die ich letzte Wochen geraten bin.
    Ich habe mich emotional in die Hausräumung eingelassen. Ich war körperlich im Haus zu lange anwesend. Ich habe meine Grenze nicht mehr gehalten und habe mich auf einmal persönlich zuständig gefühlt!
    Jetzt habe ich die Grenze wieder. Es wird alles an Arbeit ausgelagert was möglich ist. Ich tue nur verwalten!
    Und ich glaube mitlerweile, dass es eine sehr wichtige Sache ist, Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann. Sonst haut man sich nur selbst immer wieder den Schädel an. Und ich finde, dass ist eine hohe Kunst, mir fällt sie jedenfalls nicht einfach so in den Schoß.
    Kann mir gut vorstellen, dass es auch in ein Programm wie AAs paßt.

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