Seiten

Samstag, 10. September 2016

Ach, nur Emotionales


War doch einiges los diese Woche, zwar nichts Aufregendes aber immer war etwas zu tun. Ich war wieder viel im Aussen und ohne mir Zeit zu nehmen zu reflektieren und mich zu fragen wie es mir geht.

Spannend fand ich meinen Termin beim Osteopathen am Dienstagnachmittag.
Abgesehen davon, dass er mir mein Kreuz wieder eingerichtet hat und ich wieder gut gehen kann waren die letzten 15 Minuten wesentlich:
Ich liege auf dem Behandlungstisch, er sitzt hinter mir und hat seine Arme neben meine Arme gelegt. Auf einmal legte sich eine große Last auf meine Brust. Es scheint mir, als würde ich davon erdrückt, so schwer ist sie. Er fragte mich, ob ich es noch aushalte.
Erst im Nachhinein sagte er mir, dass er mich nicht berührt hat.
Er sah den Druck kommen, ein schweres Etwas, dass sich auf meine Brust legte. Er sah ihn aber auch, wieder weggehen.
Am Donnerstag merkte ich plötzlich eine immense Leichtigkeit in mir und erst da ist mir diese Schwere die ich sonst mit mir trage, dass ich manchal kaum Luft bekomme, in dieser Dimension bewusst geworden.

Von wo kommt der Druck her?

Was mich sehr belastet, ist der allmähliche körperliche Verfall meiner Mutter. Auch geistig fängt es an, dass sie überfordert ist. Sie kommt mit Rechnungen daher, weil sie merkt, dass etwas nicht stimmt und sie nicht weiterweiß. Ich entdecke dass es Ungereimtheiten gibt, setzte mich mit ihr auseinander, schicke Briefe, kündige Verträge, bringe wieder in Ordnung.
Außerdem betrübt es mich, dass es Leute gibt, die für ihre Hilfe 20 € in der Stunde von ihr verlangen.

Was macht das mit mir?

Wie die Sache mit dem kranken Vater und dem Rundherum begann, sagte mir eine Freundin, dass ihr vorkommt, dass ich mich mein Leben lang auf diese Herausforderungen vorbereitet habe. Ich wusste, was sie meint, und ich hätte ohne diese Vorarbeiten dieses ganze Rundherum damals nicht geschafft.

Dialog mit dem Vater:

Habe ich sehr viele Fehler gemacht?
Ja, wenige waren es nicht.
Kann man das noch richten?
Ja, wir sind gerade dabei.

Die gleiche Sache wird sich mit meiner Mutter abspielen.

Ich werde mich damit auseinandersetzen müssen, wie ich die Sache angehe. Und wie ich dabei so gut es möglich ist auf mich achtgebe. Atmen.
Vielleicht sollte ich es zuerst einmal damit probieren, dass ich es akzeptiere, dass ich mich um ihre Angelegenheiten kümmere und somit auch für sie eine gewisse Verantwortung übernehme.


Vielleicht soll ich mir eine Kette aus Knoblauch machen und damit dann gegen böse Geister anstinken. Hauch:-)))))))))

Foto: Ganga
Und es sind nur Geschichten.



Kommentare:

  1. Genauso liebe Ganga, es sind nur Geschichten, aber sie sind halt auch ein Teil von uns.
    Interessant ist es, dass der Osteopath den Druck sogar kommen sah. Ich hoffe, der Druck löst sich dann alsbald auch wieder ganz auf und Du kannst tief durchatmen und das Leben genießen.

    Sei lieb gegrüsst,
    Clara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Clara
      das ist es ja, es sind Geschichten die irgendwie mit einem zu tun haben, die aber vielleicht nicht mich ausmachen. Ob man da eine Abgrenzung hinbekommen kann, ich weiß es noch nicht.
      Das mit dem Druck, fasziniert mich noch immer. Ich hoffe auch, dass ich es hinbekomme dass sich der Druck löst und verbschiedet.
      Liebe Grüße
      Ganga

      Löschen
    2. Hallo Ganga, ich kann Dir nur von mir sagen, dass es möglich ist, dass man irgendwann in so alte Geschichten nicht mehr verstrickt ist. Aber wie immer - Zeit braucht es und viel Innenarbeit. Manches geht schneller und anderes klammert an einem fest. Ich wünsche Dir einen entspannten Umgang mit der Mutter und der ganzen Thematik!

      Lieben Gruss
      Clara

      Löschen
  2. WOW... was für eine Geschichte da bei dem Osteophaten....
    Irgendwie auch unheimlich.
    Schön, wenn die Erleichterung und das freiere atmen etwas angehalten hat.
    Viele Grüße
    Oona

    AntwortenLöschen