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Montag, 14. Mai 2018

Montag

Die Freundin fragt mich, ob der Mann seine Nerventabletten nimmt.
Ich weiß es nicht, weil ich seit 2 Tagen nicht nachgesehen habe. Ich komme mir da so doof vor. Aber, sie hatte recht, er hat sie wieder 2 Tage nicht genommen.
Sie redet mir ins Gewissen, dass ich dem Mann täglich seine Tabletten hinlegen soll. Es ist wie bei den kleinen Kindern .... aber anscheinend funktioniert das.
Ich spreche den Mann an, ob ich ihm seine Tabletten in die Box ordnen soll und bemerke dabei, dass er die Blutverdünner in dreifacher Menge hat und die Psychopharmaka am ausgehen sind.

Ich achte jetzt darauf, dass er die SSE jeden Tag nimmt. Wenn ich merke, dass die Einbildungen zurückgehen, dann weiß ich, dass es die Medikamente sind, die helfen.

Tut er selbst ausreichend für sich? Weiß ich noch nicht, werde ich jetzt ganz bewusst beobachten.



Donnerstag, 10. Mai 2018

Wieder Stress mit dem Mann

Der Mann und ich hatten heute früh einen so großen Streit, dass wir beschlossen haben uns zu trennen. Ein Wort hat das andere ergeben. 

Der Mann schaut, dass er den Campingbus wieder flott bekommt und wird sich in den nächsten Tagen auf einen Campingplatz begeben oder wohin auch immer.
Er hat beschlossen, dass er eine Lebensqualität braucht für die nächsten 10 bis 15 Jahre und die hat er mit mir nicht mehr.
Ausserdem will er sich am Montag wieder gesund melden und in die Firma arbeiten gehen (wo ihn keiner besucht hat) und in einigen Wochen nach Griechenland fahren. 
Er meint, dass er neben mir nicht mehr leben kann, ich schränke ihn zu sehr ein.

Ja, was soll ich da machen. Ich glaube, dass der Mann einfach einen Vogel hat. Es ist der Schlaganfall und vor allem der Pensionsschock, der seine Wahrnehmung verändert hat und ihn so aggressiv und unversöhnlich macht.
Ich rede ihm zu, dass er alle Zeit der Welt hat, seine Angelegenheiten zu regeln.

Der Mann hat ja Angst, dass er wieder einen Schlaganfall bekommt, aber er regt sich heute den ganzen Tag schon auf und jetzt hat er noch den Notdienst organisiert, der ihm das Wohnmobil in die Werkstatt schleppt. Er fährt hinterher. Total aufgebracht ist er. 
Er fragt mich, ob er mich anrufen darf, wenn es ihn umwirft.

Der Mann meint, er hat übersehen, als ich sagte ich möchte leben, dass ich nicht mit ihm leben möchte. Dass er mir im Weg steht. Mmh, möglicherweise hat er recht?

Vielleicht ist aber so eine Trennung nicht schlecht, weil wir dann sehen können, ob uns noch etwas am anderen liegt. 

Ich hoffe, dass wir das so gut wie möglich durchstehen!!

Dienstag, 8. Mai 2018

Ergebnis Mammographie

Alles in Ordnung bei der Mammographie!!!!!!!!!

Zuerst mal war die Röntgenuntersuchung und dann musste ich noch zum Ultraschall. Die Ärztin fragte mich, was ich bemerkt habe und ich erzählte ihr, dass mich der Mann darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich einen großen Knubbel in der Brust habe. Und die eine Brust im Vergleich zur anderen ganz hart ist. Und weh tut sie seit 2 Menstruationszyklen auch sehr.

Sie machte den Ultraschall und konnte mir gleich sagen, was Sache ist. Sie beruhigte mich und meinte, dass alles in Ordnung ist. Dass sich Männer auch öfters täuschen, dass ich vor der Menstruation bin und dass sieht man jetzt auch auf den Aufnahmen.
Es gibt keine Unterschiede zu den Aufnahmen von 2013 und "dass sie eine grobe Gewebestruktur haben, dass wissen sie eh". Ja, dass weiß ich und habe dass auch dem Mann versichert, weshalb dieser Knubbel oder auch die unterschiedliche Härte der Brüste für mich normal war.

Und da meine Gyn Ärztin mich jedes Jahr zur Untersuchung zu motivieren versucht und ich bisher erst einmal (2013) hingegangen bin, habe ich geglaubt, jetzt ist es soweit, meine Abneigung gegen diese Mammographie hat mir am Ende Krebs beschert.

Ich war so froh über das Ergebnis und die Ärztin freute sich mit mir.

Jetzt weiß ich, was es mit der Mammographie ohne Überweisung auf sich hat. In Ö bekommt jede Frau ab 40 Jahren alle 24 Monate eine Einladung zur Mammographie, mit der du dir einen Termin beim Röntgeninstitut ausmachen kannst und dafür auch keine Überweisung brauchst.
Aber: Ich habe diese Einladungen bisher immer zerrissen und entsorgt.

Mmh, vielleicht hebe ich sie mir das nächste Mal doch auf.

Jedenfalls bin ich so froh, dass alles in Ordnung ist. Der Mann ist auch froh.



Montag, 7. Mai 2018

Morgen um 7 Uhr 30 ist mein Termin im Röntgenstudio.

Ich habe mir gedacht, dass man für diese Vorsorgeuntersuchung keine Überweisung braucht, aber nein, braucht man doch. Da muss ich meine e-Card freischalten lassen, damit ich ohne Überweisung zur Mammographie gehen kann. Tue ich nicht.


Sonntag, 6. Mai 2018

Mammographie

Stellt der Mann gestern fest: "Du hast einen riesigen Knoten in der linken Brust."
Ich bin erschrocken.
"Ja, greife mal selbst."
Was ich nicht will.
Ich bekomme in einigen Tagen meine Menstruation und meine Brüste tun mir derzeit überhaupt weh, beide.
Der Mann möchte mich überreden, den großen Knoten bei der Brustwarze zu ertasten.
"Deine rechte Brust ist ganz weich und die linke hart. Du musst dir das unbedingt anschauen lassen."
Ich verspreche dem Mann, dass ich am Montag beim Röntgeninstitut anrufe und mir einen Termin geben lasse.
Ich bekomme Angst und bin leicht aufgebracht. Der Mann meint, er will mich nicht beunruhigen, aber das muss ich mir unbedingt ansehen lassen. Ich verspreche ihm, dass ich mich am Montag gleich darum kümmern werde.
Er fragt mich, ob ich regelmäßig zur Gynäkologin gehe. Mmh, ja, so einmal im Jahr (oder auch alle zwei, drei Jahre), aber da ist nichts, alles in Ordnung. Er ist beruhigt.
Er nimmt mir noch mehrmals das Versprechen ab, dass ich mich untersuchen lasse.


Ich werde beim Mammographie-Institut anrufen, Telefonnummer habe ich, ab 8 Uhr sind die da. Ich war die letzten Male auch dort und der Arzt ist zum Glück noch nicht in Pension.

Gedanken schwabben an mein Ufer. Eine Angst ist da.

Wer weiß, was kommen wird.


Donnerstag, 26. April 2018

Donnerstag

Meine Mutter hat sich von der Grippe wieder erholt, jetzt brauche ich Zeit um mich zu erholen. Was das alles bewirken kann, wenn Menschen meinen, sie könnten sterben. Ich habe mir einiges  an Geschichten angehört von früher. Und alle waren sie mit dem Krieg in Verbindung.
Die mussten jetzt raus.
Nie mehr erzähltes wurde jetzt erzählt.

Die verschiedenen Machthaber und die geldgierigen Säcke und die religiös verblendeten Menschen, die Kriege anzetteln und führen, gehören allesamt an ihren Eiern aufgehängt.


Mittwoch, 18. April 2018

So wie es gerade ist

Jetzt bin ich ganz entsetzt, dass es bereits 3 Wochen her ist, seit ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe. Die Kurzzusammenfassung dieser letzten Wochen ist, dass ich einige Tage einen grippalen Infekt hatte, dann fiel die Mutter einfach um, der Arzt diagnostizierte diese vermaledeite Grippe und lies sie sofort ins Krankenhaus fahren. Gestern wurde sie entlassen.

Der Mann begann wieder durchzudrehen, ganz übel, ganz aggressiv, Schuld an seinem Schmerz bin alleine ich. Das ist ja sowas von bequem.
Nach den Selbsttötungsankündigungen machte ich ihn darauf aufmerksam, dass ich jetzt eigentlich die Polizei verständigen müsste von wegen Selbstgefährdung.
Als ich beim Mann am Tisch saß und mit ihm sprach, sah ich, dass der Mann den Blister mit den Magenschoner auf dem Tisch liegen hatte. Ich wunderte mich, denn diese Tabs braucht er nicht mehr. Wieso liegen sie da? Es stellt sich heraus, dass der Mann statt der Psychopharmaka den Magenschutz täglich eingenommen hat.
Seit 5 Tagen ist er wieder auf "Droge" und es geht ihm bereits besser. Ich mache es daran fest, dass er sich nicht mehr töten möchte.

Vor drei Tagen spreche ich mit einem ehemaligen Mitschüler meines Vaters. Der erzählte mir, wie sich mein Großvater während eines Fronturlaubes, zu Hause im kleinen Wäldchen in der Scheune aufhängte. Als die Meldung ins Dorf kam, dass sich der Aron * aufgehängt hat liefen die Leute alle hin zur Scheune. Die Kinder waren natürlich auch dabei, jeder lief hin.
Der Großvater hat sich nicht etwa am Giebel schön aufgehängt, sondern ist in die hinterste Ecke gegangen. Da wo die Dachschräge bis fast zum Boden reicht. Und als sie ihn fanden kniete er fast am Boden. Was muss das für ein Sterben gewesen sein!!

Ich habe eine große Schachtel Fotos aus dem 2. Weltkrieg.

Ich habe eine etwas kleinere Schachtel Fotos aus dem 2. Weltkrieg vom anderen Großvater.

Mein Onkel Willi diente in der 6.Armee vor Stalingrad und war 5 Jahre in russischer Gefangenschaft.
Er war einer der letzten Soldaten, die wieder aus dem Krieg heimgekehrt sind. Mein Onkel Willi lebte dann bei uns, weil die Russen ihm seine Eier und seinen Schwanz abgeschnitten und ihm die Teile ins Maul gestopft hatten. Das er das überlebte. Jedenfalls konnte er keine eigene Familie mehr zeugen.
Als er aus der Gefangenschaft kam, hat er seinen Feldrucksack an die Wand genagelt, da hängt er noch immer (ich muss unbedingt ein Foto machen)

Der Mutter musste ich am Krankenbett versprechen, dass ich den Feldrucksack nie abnehmen werde!!

Arbeit ist auch immer was los.

Die Liebe ist schön und aufregend.

Und jetzt gehe ich schlafen.

Es ist ein sehr gutes Gefühl, dass ich hier wieder schreibe. Wieso vernachlässige ich das?????


Ich lese nicht mehr Korrektur.