Seiten

Dienstag, 20. Oktober 2015

Kleiner Krankenbericht

Der Körper hat am Wochenende noch sehr tapfer den Erkältungsviren standgehalten, am Sonntag Abend aber die Segel eingestreift. Sehr schmerzhaftes Halsbrennen hat sich ausgebreitet und es war mir am Montag kaum möglich ein Wort zu sprechen, so weh tat der Hals.
Und heute beginnt sich der Schnupfen auszubreiten. Ich sehe aus kleinen geschwollenen Augen auf den Computerbildschirm.
Schlafen ist nicht, Durst habe ich keinen, nur Appetit auf süßes Zeugs, herumwälzen von rechts auf links und wieder zurück.
Der gesamte Kopf tut weh, die Arme und Schultern und der Oberkörper halten mit. 
Gibt sicher erbaulichere Zeiten.

Mehrer gute Ratschläge:

Rezept gegen die Grippe vom Leibarzt der Königin Victoria: Man lege sich ins Bett, hänge seinen Hut ans Fußende und trinke soviel Whisky, bis man zwei Hüte sieht.


Die Grippe ist keine Krankheit, sondern ein Zustand
Kurt Tucholsky



Sonntag, 18. Oktober 2015

Energievampire

Ich mache Nägel mit Köpfen. Denn wenn mir bestimmte Menschen schon so stinken, und sie mich mal können und mir den Buckel hinunterrutschen sollen, dann ist der nächste Schritt, dass Blockieren der Kontakte zu diesen Menschen.
Bis auf eine Kleinigkeit ist jetzt die Verlassenschaft über die Bühne gegangen.

Am Samstagvormittag ruft mich der Halbbruder an, und will mich wieder in eine Sache hineinziehen und sich mit mir treffen. Ich spar es mir jetzt zu beschreiben um was es im Detail gegangen ist, weil es nicht interessant ist.
Es sind lauter Schmähs um mich zu beschäftigen, nichts wo Handlungsbedarf besteht. Nur Tratsch und Klatsch und Behauptungen, die angeblich jemand über mich aufgestellt hat.
Ich lach darüber.

Dann will er mich treffen und ich denke an Clara, die die Unverfrorenheit solcher Menschen immer wieder beschreibt. 
Und weil ich die Alten nicht mehr sehen will, habe ich keine Zeit.

Und weil ich noch das Packerl mit den neuen Kleidern für den Jungen habe und dieser nicht mehr auf meine SMS und meine Anrufe reagiert und die beiden Kindeseltern meinen, dass der Junge nur mehr beim Fischen ist, teile ich ihnen mit, dass ich das Packerl nach Graz (fiktiver Ort) in die sozialpädagogische Wohngemeinschaft schicken werde. Ich verabschiede mich.

Ich war durchaus verärgert und gekränkt und habe mir überlegt, die Sachen wem anderen zu schenken, aber der Junge hatte beim Aussuchen so eine Freude. Ich bringe es nicht übers Herz sie wem anderen zu geben.
Ich mache mich damit natürlich verletzlich, aber ich kann nicht anders. Was er dann mit der Kleidung machen wird ist seine Sache und sollte ich das Packerl wieder zurückbekommen wird es mir auch recht sein.

Das ist das letzte Mal, dass ich für den Jungen was mache. Die Eltern wollen den Kontakt vom Jungen und mir unterbinden. Nach dem Motto: Will sie uns nicht, soll sie den Jungen auch nicht haben.

Auch gut, denn wenn schon Kontakt aufs Notwendigste, dann muss es zu allen drei sein. Und insofern passt mir das sehr gut. Ich komme aus der Nummer raus.  

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart
liebe Grüße
ganga


Montag, 12. Oktober 2015

Ich komme wohl nicht drumherum

Heute war ja mein Besuch beim Gelenksspezialisten, dem Chirurg, wegen der stark schmerzenden Knie.
Nachdem ich die Röntgenbilder und die MRT bei mir hatte und er meine Knie drehte und wendete (unter Schmerzen) war sofort klar was los ist. Am linken Knie habe ich einen Meniskusriss mit noch geringem Knorpelschaden und beim rechten, operierten Knie ist die Sache eine starke Abnützung. Der Meniskus dürfte aber dort noch gehalten haben (ist ja schließlich auch 2014 zusammengeklebt worden).

Und wie ich natürlich weiß, will der Chirurg gleich einmal operieren.
Geht man zum Orthopäden heißt es warten, Therapien,… operieren kann man immer noch.
Ich gehe seit 18 Monaten zum Orthopäden und zum Osteopathen. Ich kann nicht sagen, dass ich es nicht probiert habe.
Besserung hat es mir nicht gebracht. Gerade was das Gehen anbelangt ist das nur unter Schmerzen möglich.

Und Meniskusriss ist Riss, der franst immer mehr aus, die Fransen geraten zwischen das Gelenk, den Knorpel, und reiben und wetzen da fröhlich vor sich hin. Tragen langsam aber stetig den Knorpel ab (wie beim rechten Knie).

Vermuten tue ich schon seit Monaten, dass eine andere Therapie notwendig sein wird, weswegen ich auch jetzt zum Facharzt gegangen bin. Es geht so nicht mehr weiter. Es gibt keine Verbesserung, nur Verschlechterung.
Ich weiß schon gar nicht mehr wie ich gehen soll.

Ob eine OP dann die Verbesserung bringen wird? Der Arzt meinte, schlechter als jetzt kann es nicht mehr werden. Eine 100% Schmerzfreiheit am rechten Sorgen-Knie wird aber nicht mehr möglich sein.

Und weil ich den Meniskusriss behandelt haben will, habe ich heute der OP zugestimmt.
Mein linkes Knie mit dem Meniskusriss wird arthroskopiert und der Riss geklebt und geglättet und in mein rechtes operiertes Sorgen-Knie wird nochmals hineingesehen. Also gleichzeitig alle beiden Knie behandelt.
Ob ich dann noch gehen kann? Ja, ja, natürlich.

Und wann ist der Operationstermin?
Nächste Woche, Freitag der 23.10.2015. Um 7 Uhr 30 checke ich im Krankenhaus ein.
Huch, hoffentlich ist da nicht Vollmond!!!!! Gleich nachschauen. Nein ist nicht, aber es ist ein zunehmender Mond, der nicht so günstig ist für die OP. Ich frage mich, ob ich die OP verschieben soll? Kennt sich wer mit sowas aus?

Ich habe mir spontan morgen frei genommen, da ich die Sache zu verdauen habe.  Eine Hoffnung hatte ich ja doch, dass er mir sagt, es geht mit Physiotherapie und Einlagen etc.



Sonntag, 11. Oktober 2015

Das Wort zum Sonntag, mal anders

Das was hinter mir liegt, mir den Buckel hinunterrutschen kann, mich buckelfünferln kann:Der Buckel (Rücken) wird demjenigen gezeigt, von dem man sich abwendet. Wer diesen Rücken (bildlich) "runterrutscht", gelangt ans Hinterteil, das als Symbol tiefer Verachtung gilt. Die Redewendung kann daher auch als weniger derbe Variante von „Leck mich am Arsch" verstanden werden.

Und weil ich finde, auch Derberes kann zu Papier gebracht werden (wer sich daran stößt soll’s nicht lesen) widme ich mich noch dem Thema „Leck mich doch am Arsch“.
Es gilt als „energischer Ausruf, wenn man mit etwas / jemandem nichts zu tun haben möchte und ist ein Ausdruck von Überdruss/Ablehnung“. 

Der Ausspruch stammt von Götz von Berlichingen (1480-1522, Reichsritter aus schwäbischem Adel). In Goethes Drama "Götz von Berlichingen" werden ihm folgende Worte in den Mund gelegt: "Sag deinem Hauptmann: Vor Ihro Kayserliche Majestät habe ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag's ihm, kann mich im Arsch lecken!" 

Und weil’s so sein soll, weil mein Streben dahin geht, drehe ich bestimmten Personen und deren Angelegenheiten den Buckel zu.
Sie können mich kreuzweise, sie können mich buckelfünferln, sie können mir den Buckel hinunterrutschen, sie können mich gern haben, sie können mich am Arsch lecken. 

Das was vor mir liegt, dem ich mich widme, was ich in Augenschein nehmen kann, dem ich ins Gesicht sehe, zu dem ich Ja und Nein sagen kann.

So soll's sein.


Samstag, 10. Oktober 2015

Wichtiges

Ich muss es jetzt mal wieder ruhiger angehen. Ständig bin ich unterwegs in Sachen Bla, bla,.. . Ist ja nicht mehr erwähnenswert, weil schon immer wieder das gleiche.

Und deswegen verbringe ich heute meinen Nachmittag und Abend mal zu Hause.
Beim, schon im Mai, begonnenen Buch ein paar Seiten weiter gelesen.
Mir den neuen „Wilsberg“ um 20 Uhr 15 angeschaut und jetzt sitze ich endlich wieder vor dem PC und schreibe und lese in den Blogs.

Die Frage die ich an mich stelle ist:"Was ist mir wichtig in meinem Leben."

Ich suche Frau Suddas Blog auf und interessiere mich mal wieder für die Ernährung LCHF, mit der ich hervorragend klar gekommen bin. Ich bin der Typ für diese Ernährung, den es umfasst all das, was ich gerne esse.

Warum bin ich dann nach der Abnahme und nach dem Urlaub nicht dabei geblieben?

Ich bin viel im Aussen gewesen, viel unter Leuten gewesen, wenig die inneren Grenzen gehalten und richtig auseinandergeflossen. Der Körper war nicht mehr wichtig, ich habe ihn nicht zusammengehalten.
Trotzdem ich das Wetter so genossen habe, es mir auch gut gegangen ist, ich war nicht mehr motiviert.
Mein Augenmerk war bei anderen. Ich wurde auf Trab gehalten, beschäftigt, oft auch zu viel beschäftigt.
Obwohl ich mit LCHF ja so viel Kraft bekommen habe, hat sich das ungünstige Muster wieder an die Oberfläche geschmuggelt. Tja, auch nicht schön.
Und statt weniger Gewicht, leichteres und glücklicheres Leben, mehr Energie  hat sich doch wieder Bequemlichkeit und Schwere eingeschlichen. So was.

Leider muss ich aber feststellen, dass ich noch immer mit den Knien und den Beinen große Probleme habe. Und durch die Schonhaltungen plagt mich seit 3 Monaten eine sehr schmerzhafte Achillesferse. Gehen, aufstehen, ... alles ist mit Schmerz verbunden.
Vor einigen Tagen hatte ich auch wieder ein MRT, diesmal im linken Knie.  Und am Montag sofort einen Termin beim besten Orthopäden und Sportarzt der zufällig der Bruder meiner Kollegin ist und sich Zeit für mich nimmt!!!! Ich hoffe sehr, dass er mir weiterhelfen kann.

Ich will wieder anschliesen an die gute Zeit die ich im Frühsommer gehabt habe. Ich hoffe, der Körper wird mitmachen. 


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Halbbruder

Und schon wieder gehe ich schleisig mit mir um. Mein Augenmerk liegt derzeit wieder im Außen. Ich habe Termine, mit der Bank, mit dem Rechtsanwalt und last but not least mit dem gestörten Halbbruder. Der mir Kraft raubt oder auch von dem ich mir Kraft rauben lasse.

Es ist seine Hinterfotzigkeit, seine Aggressivität mit der er reagiert, wenn er sich abgewertet fühlt, seine Lügerei, seine chronische Eifersucht auf jedem der ihm besser vorkommt, …
Und ich weise ihn zurecht, wenn er wieder großprotzig über Gemeinsames spricht, ich stutze ihn zusammen, wenn er über Bekannte zu schimpfen beginnt, ich decke seine Lügen auf, wenn ich involviert bin…. Es ist eigentlich ein Streit, denn ich mit ihm habe, ein Dauerstreit.
Das kostet mich Kraft.

Und ich merke, es taucht wieder ein kleines bisschen Angst auf, weil ich mich querlege. Angst, dass er über mich schlechte Worte spricht und sich bestimmte Menschen von mir abwenden könnten. Und das ist bedrohlich für das kleine Kind in mir. Das ja darauf angewiesen war, dass sich Menschen nicht von ihm abwenden.
Und wenn ich die kindliche Angst getrennt von ihm sehe, ist ein Bedrohungspotenzial nicht erkennbar.

Ich finde ja, dass ich taktisch durchaus kluge Schachzüge mache. Ich habe dem Jungen 10.- für sein gutes Zeugnis gegeben.
Ich habe ihn gefragt, was er sich zum Schulbeginn wünscht: eine Hose von engelbert strauss. Die Dinger kosten nicht viel und klar habe ich mir gedacht, dass Geld wäre möglicherweise bei mir selbst besser angelegt. Aber was soll’s, ich wollte es so haben.

Letzten Sonntag, ich habe, zwecks Gesprächsbasis erhalten, den Bruder zum Geburtstag zum Essen eingeladen. Wir waren im Gasthaus, die Stimmung war getrübt.
Der Alte hat versucht meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er hat begonnen über meine gute Bekannte schlecht zu reden, worauf ich ihm sagte, dass soll er ihr selbst ins Gesicht sagen und nicht über mich kommunizieren. Bin ich böse? 
Dann ist er wieder auf die Verlassenschaft zu sprechen gekommen und wie lange das dauert mit dem Anwalt. Ich wies ihn darauf hin, dass es an der Richterin gelegen hat. Und unser bzw. mein Anwalt große Kämpfe mit ihr ausgefochten hat. An der Richterin, mit der sie wegen der Kindesabnahme zu tun hatten. Und erst als ihr dann der Anwalt offiziell in Erinnerung brachte, dass sie euch kennt (Voreingenommenheit), hat sie unseren Antrag bewilligt!  Er hat ja eh den Beschluss der Richterin, da steht ja alles drin. Daraufhin hat er nichts mehr gesagt und ist depressiv in sich versunken. Ich habe da wohl eine Schranke gesetzt.

Und gewidmet habe ich mich dem Jungen. Ich hatte den dicken Katalog von strauss mit. Der Junge hat sich seine Sachen ausgesucht, ich habe ihn vermessen und die Kleidung bestellt.

Nach diesen 2 Stunden Essen war ich energetisch ausgelaugt. Und ein klein wenig Angst ist im Hinterkopf aufgetaucht. Der hasst mich, weil ich ihm die Grenzen aufzeigte, was tut er mir jetzt an.
Es ist aber auch so, er fühlt sich schlecht und will mein nahes Umfeld abwerten, das kann ich nicht zulassen.

Am Montag und gestern ist mir immer wieder der Bruder im Geist untergekommen. Zum Nachdenken gibt es da ja eh nichts und trotzdem hat er mich besetzt. Ich bin meiner Intuition gefolgt und habe gespürt, wie mich der Kerl hasst. Welche Auseinandersetzungen er im Geist mit mir führt.
Und weil ich nicht in seine ureigene Auseinandersetzung mit hineingezogen werden will, dränge ich ihn aus meinen Gedanken. Ich gestehe ihm keine Macht zu und ich merke, wie sich Lachen in mir ausbreitet.



Sonntag, 4. Oktober 2015

Der Herbst ist da

Es können keine Zweifel mehr aufkommen, der Herbst hat bei uns im Lande Einzug gehalten. Die Blätter verfärben sich. 

Ich habe durch Zufall folgendes Gedicht entdeckt: 


Ägyd bläst in des Herbstes Horn

Ägyd bläst in des Herbstes Horn.
Die Beere schwankt am Brombeerdorn.

Der Apfel fällt mit leisem Laut,
großauf am Bach die Distel blaut.
Die Schwalbe zieht, der Wanderschuh
treibt dunkel einer Heimat zu.
Gekühlte Tage, klar und schön,
mit braunem Laub und weißen Höhn:
wie lange noch? Der Abend fällt,
Flurfeuer glimmt, Rauchnebel schwelt.
Nach Haus zu gehn, ist wohlgetan.
Sankt Michael, zünd die Lampe an!

Verfasser Josef Weinheber 1892 bis 1945

Die dritte Jahreszeit fängt an. Auch wenn ich die sinkenden Temperaturen nicht mag, weiß ich mittlerweile die Abwechslung im Jahrezeitenkreis zu schätzen. 

Die Blumen und Rosen im Garten und auf der Terrasse sind zusammengeschnitten bzw. in die Biotonne entsorgt worden, der Rasen wurde noch einmal gemäht. Der Schnee, der Regen und die grausige Zeit können kommen.

Zum Zeichen, dass der kalten Jahrezeit getrotzt wird, setzte ich dieses Jahr noch Stiefmütterchen in die Blumenkistln. Im Frühjahr werden sie in der geschützten Lage gleich einmal austreiben und zu blühen beginnen. 
Und jeden Tag im Herbst und Winter kann ich mir die Blümchen durch das Küchen- und das Wohnzimmerfenster ansehen.
Ein Zeichen des Nicht unterkriegen lassens.

Das Foto habe ich mir ausgeborgt.