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Freitag, 24. Oktober 2014

Starkes Buch

Was tut eine, bei der doch einiges in Veränderung ist? Was sag ich einiges, täglich bin ich beschäftigt mit .....
Also gehe ich einkaufen, im Internet. Dann esse ich zuviel, und vor allem zuviel Zuckerhaltiges. Der Junkie läßt grüßen.
Dann hatte ich zwei schlaflose Nächte, die in einer schweren Auseinandersetzung mit der gekündigten Kollegin endete. Aber auch Klarheit brachte über ihren "Zustand".
Den Mann, der schon die Nase voll hat vom Bruder und seiner Dominanz, will und muss ich bei der Stange halten, wenn ich möchte, dass die Wohnungsrenovierung abgeschlossen wird. 
Und noch einige  Kleinigkeiten mehr ....

Eine der Einkäufe ist unten stehendes Buch. Irmi hat es in ihrem Blog erwähnt und ich muss sagen, so traurig das Thema Krebs und Sterben ist, soviel Hoffnung und Mut bringen die Menschen auf.
Die Autorin ist selbst an Krebs erkrankt und verstorben.




.... ihr Buch "Gespräche gegen die Angst" ist eine lebendige Darstellung der Erfahrungen schwer erkrankter Menschen und ihrer Helfer in der Familie, in Krankenhäuser ....  

Durch mehrere hundert Gesprächsausschnitten und durch persönliche Erfahrungsberichte der Autorin ..... einen tiefen Einblick in die seelische, körperliche und soziale Situation der Erkrankten.
Die Menschen wollen ihre Gedanken und Gefühle offen aussprechen und die Isolation, in die sie gedrängt werden, durchbrechen. Die vielen Beispiele belegen, dass die Erkrankten durch die Auseinandersetzung mit ihrer Situation und durch die einfühlende Unterstützung anderer lernen können, ihre Erkrankung, ja sogar die Möglichkeit eines nahen Todes, zu akzeptieren und sich persönlich weiterzuentwickeln.....


Samstag, 18. Oktober 2014

Unbedingt ansehen

Ich habe heute bei Frau Wildgans den folgenden Link entdeckt. Der Beitrag ist berührend ehrlich. Und zeigt auch, dass Gewalterfahrungen nicht unbedingt an die nächste Generation weitergegeben werden muss.

http://www1.wdr.de/fernsehen/information/frautv/sendungen/Gewalterfahrung104.html

Spinat mit ...



Wenn du Essen auf dem Tisch und Liebe im Herzen hast, kannst du nie lange unglücklich sein.

aus Böhmen



Freitag, 17. Oktober 2014

Ich weiß jetzt was los ist


Wieso mein Mann noch immer Abstand vom Bruder braucht. Beim Umbauen in Vaters Haus/Wohnung ist er schier verzweifelt an den beiden. Jetzt ist klar geworden was da los ist.

Nachdem ich das Bad bei meiner Familie gesehen habe und das hat wahrlich einen starken Eindruck hinterlassen, eigentlich ist das auch nicht zu Toppen, ist die Küche doch auch noch erwähnenswert.
Das Schwerwiegende an dem Gesehenen verblasst bereits. Ich beginne zu verdauen und mich zu fragen was es mit den dreien auf sich hat.

 Das Puzzle hat sich zusammengefügt. Gestern, heute.

Ich bin ja einfach so in die Küche eingetreten um zu sehen was los ist. Vermutungen von uns konnten der Realität nicht gerecht werden. Der Mann sagt, genau so habe er es sich vorgestellt. Nein, ich mir nicht, nicht so schlimm.

Tageszeitungen und Werbeschriften die auf dem Kachelofen gestapelt sind. Schön gestapelt damit sie mit einer Höhe von jeweils einem Meter nicht umfallen können. Entlang der Wände lagert Müll in Einkaufstüten. Nicht schön verräumt, nur Chaos.
Der Fußboden als solcher ist sichtbar aber schwer verdreckt. Ein Besen lehnt an der Wand und es ist erkennbar, dass da jemand den Versuch gemacht hat den Boden zu kehren. Ohne Kehrschaufel und Beserl und einem Müllsack. Der Schmutz wurde zu den Säcken gekehrt.
Ein kurzer peinlicher Augenblick mit der Schwägerin. Unsere Blicke treffen sich. Ich gehe einfach hinein und setze mich auf die Eckbank, deren Bezug schwarz vor Schmutz ist. Ja ich weiß, vielleicht hätte ich das nicht tun sollen aber ich war so peinlich berührt und ich wollte meine Schwägerin nicht kränken. Was hätte ich den sonst tun können? Zu sagen, dass ich mich wohl im Haus geirrt habe? Ich habe es nicht über’s Herz gebracht.
Ich habe mich während ich bei ihr saß nicht umgesehen, ich wollte sie nicht kränken. Aber die Küchenzeile war voll mit Klumpert, kaputten Taschenlampen, ein Innengehäuse einer Fernsehsteuerung und solche Sachen. Und alles schwer verdreckt.
Auf dem Fernseherkastl, dem Fernsehfuß, dem Receiver und anderen Gerätschaften liegt ein dunkelbrauner Schmierfilm. Jahrelang nicht abgewischt.

Und ich weiß jetzt auch wieso sie sich ständig in des Vaters Wohnung aufhalten und auch dort duschen gehen. Zu Hause haben sie nur die vermüllte Küche als Aufenthaltsort (nebst Schlafzimmer und Kinderzimmer und Bad) und das Jagdstüberl, dass aber nicht als Wohnzimmerersatz herhalten kann. Sie haben einfach keinen Platz mehr zu Hause.

Und mein Mann dreht durch, weil mein Bruder mit Schwägerin und Neffen ihre Zeit ständig in Vaters Wohnung verbringen und dort alles vermüllen. Für unsere Begriffe vermüllen und glaubt mir, dass ist schon schlimm genug.
Denn diese Familie hält fest an ihren Müll. Und wenn du wegräumen willst räumen sie den Müll wieder zurück.

Oder der Mann entsorgt viel und dann kommt er zwei Tage später wieder hin und es sieht wieder gleich aus wie vorher. Oder sie latschen durch das Zimmer mit dem neuen Laminatboden und hinterlassen grobe Spuren. Der Mann hat dann demonstrativ einen Teppich aufgelegt zum Drübergehen. Sie haben ihn verwendet!!!!!

Jetzt muss ich abschließen, mir geht der Saft aus.

Jedenfalls ist mir klar geworden dass sie Messies sind, das sie eine ernsthafte Erkrankung haben.
Und das sie gemocht werden wollen. Aber dazu später, wie gesagt jetzt braucht der grippekranke Kopf und Körper das Bett.







Donnerstag, 16. Oktober 2014

Mal wieder was anderes

Mich hat wohl ein Schnupfenvirus getroffen. Heute im Laufe des Tages kristallisierte er sich heraus, mit Kopfweh, fiebrigem Körpergefühl usw. Wie sagt mein Mann immer: "So ein Kopf muss weh tun."
Zum Glück hat mich der Homöopath zurückgerufen und mir scheint, dass das verschriebene Globuli Wirkung zeigt. Ich hoff's mal. Sonst paßt's auch.

Bücher habe ich mir bestellt und ich freue mich schon auf ruhige Stunden damit.



Sonntag, 12. Oktober 2014

Einmal Entspannung pur

Zum Glück können wir uns immer wieder Tage einbauen, in denen wir nur für uns sind. Wo ich abschalten kann. Nichts was ich sonst erlebe hat da noch eine Wichtigkeit.
So ein Tag war heute. Ich habe lange geschlafen, lange gefrühstückt, am spannenden Krimi weitergelesen, mir die Sauna um 14 Uhr eingeschalte auch wenn es draussen sonnig war. Eine angenehme tiefe Müdigkeit hat mich ins Bett kuscheln lassen.
Schade, dass Sonntag ist.


Samstag, 11. Oktober 2014

Es geht weiter

Der Beste von allen und ich sind mit Aussagen und Verhalten des Bruders konfrontiert die beleidigend und anmassend sind. Nachdem wir ihr Haus gesehen haben wird uns immer mehr klar. Trotzdem ist der rüde Umgangston meines Bruders eine Zumutung, vor allem wenn du seinen Hintergrund kennst.

Ich erzähle mal etwas ganz harmloses. Sag ich zum Bruder, dass ich einige neuwertige, schöne karierte Hemden, so wie er sie gerne trägt, noch vom Vater habe, bekomme ich zur Antwort, dass er aber nur gewaschene Sachen nimmt. Und das in einem Tonfall das jedem graust.
Ich fühle mich vor den Kopf gestoßen, mir bleibt die Spucke weg ich bin so was von beleidigt. Vaters Sachen sind alle gewaschen, alles ist gebügelt und da fehlt nirgends ein Knopf.
Zu jemand anderen würde ich sagen, ja dann nicht, glaubst du ich gebe dreckige Kleidung her.

Gut, dass war was zum Verdauen und man fragt sich auch, wie er überhaupt auf so etwas kommt. Dreckige Kleidung hergeben. Sowas.

Eine Zeit lang später, wir beladen gerade einen LKW voll Gerümpel, dass der Mann aus der Tiefgarage vom Vater geholt hat. Unsere beiden Helden helfen mit. Anschließend wollen sie ins Bräustüberl fahren, wie jede Woche.
Als wir fertig mit Beladen sind kommt die Schwägerin, die kurz vorher beim Kik Hosen und Oberteile für sie beide gekauft hat. Sie gehen sich umziehen, packen ihre alten Klamotten  in den Plastiksack vom Kik und schwupp landet der Plastiksack auf dem LKW.
Verabschieden sich von und und gehen gut gelaunt zum Auto.
Wir sind betröppelt. Es ist unfassbar.
Der Mann und ich sehen uns an, fragend ob wir jetzt schon das erlebt haben was wir gesehen haben. Wir gehen nachsehen. Ja es sind die Klamotten, sie sind normal dreckig, wie üblich nach solch einer Arbeit aber sonst noch OK.

Zum Verständnis möchte ich sagen, dass sie 15 Minuten entfernt wohnen.
Und ich würde nie auf die Idee kommen, Kleidung lieber wegzuwerfen als sie zu waschen.

Bei ihren ersten Besuch bei uns zu Hause, haben sie eine Wohnungsbesichtigung bekommen. Sie beide fragten uns erstaunt, ob wir im Bad nie mit Schimmel zu kämpfen haben?
Nein, denn nachdem ich die Schiebewände der Duschkabine demontiert habe war mit Schimmel nix mehr im Bad.

Nach meinem ungebetenen Eindringen in ihre Wohnung beim Geburtstagsfeiern, habe ich Gewissheit wie das mit der Wäsche und dem Schimmel sein könnte.
Ich mußte natürlich auf's Klo und so kam ich ins Bad. Ja was soll ich sagen. Eigentlich zu peinlich dass der Öffentlichkeit zu schildern.

Es gibt schmutzige Wäsche, die halt wochen- und monatelang aufeinander liegt. Die eigentlich gewaschen gehört. Und da sie im Bad liegt, wird sie auch feucht und nass. Lass diese Wäschehäufen eine lange Zeit liegen, dann ....
Ich war schockiert, schockiert, schockiert.
Und nicht nur ein oder zwei Wäschehaufen. Nein, der Boden vom Bad war voll mit Haufen. Und überall sonst wo eigentlich freie Ablageflächen wären lag nur Klumpert, alles schmutzig und vieles ist unnütz.
Und wenn du ständig (ich nehme an schon seit Jahren) in einem Raum feuchte Wäsche liegen hast, dort auch kein Fenster ist, du die Türe zu hast, dann kann man sich vorstellen wie es dort mit Schimmel aussieht. Ich habe keine Stelle an der Wand und auf der Decke gefunden, die nicht ohne Schimmel ist. Und das war nur das Bad!!!

Und nein, ich bin nicht schreiend und mich grausend davon gelaufen. Ich bin nicht zu meinen Mann gerannt und habe ihn nicht so schnell wie möglich ins Auto gezerrt um mit quietschenden Reifen die Flucht anzutreten.

In mir hat sich ein Hebel umgelegt. Ich war wie im Beruf. Ich spürte eine Mildheit bei mir. Der Abend wurde noch nett.
Aber, ein Supervisor sagt mir in jüngeren Jahren einmal, dass, wenn ich schon durch den Kakao gezogen werde, dann muss ich ihn nicht auch noch trinken.
Mein Bruder spielt sich als äußerst penibler Mensch auf. Selbst bringt er nicht viel auf die Reihe und was er anfängt macht er nicht fertig und man merkt, dass er nur gepfuscht hat.
Was tust du  mit so einem Menschen? Wie geht man mit so einem Exemplar um? Der Typ ist jetzt 58 Jahre, an dem haben sich schon alle die Zähne ausgebissen. Er ist stur und uneinsichtig.
Wir haben eine gemeinsame Sache begonnen und da müssen wir so gut wie möglich durch.

Mein Mann hat sich schon einige Male umgedreht und ist einfach gegangen. Vor lauter Zorn und Frustration.