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Samstag, 30. November 2013

Ein gerupftes Huhn

Für die Kräftigung gibt es heute eine Hühnersuppe mit Graupen. Köstlich. Rollgerschtln gab es immer bei Oma zu Hause.  
Die Hühnersuppe sieht für manche vielleicht nicht so gustiös aus, aber so gehört sie gekocht. Vom Bauern hat der Mann heute eine richtig alte Henne mitgebracht. Die geben die beste Suppe ab. Mindestens 2 Stunden geköchelt mit Suppengemüse und fertig ist die Kraftbrühe. 


Rollgerschtln im Topf


Weiters gibt es "Gute Laune" Tee mit einem Schuss selbst gepressten Apfel-Birnen Saft vom Bauer. 
Ich befinde mich also auf dem Weg der Besserung.
Und ich habe auch innere Arbeit geleistet. Mit der Kollegin und so. Höchst spannend zu was ich gekommen bin. Hätte ich mir gar nicht gedacht. Zum Niederschreiben brauche ich aber mehr Zeit.

Euch einen lieben Gruß
ganga

Freitag, 29. November 2013

Ganga im Lebkuckenparadies

Oh, was für eine Woche. Jedenfalls war es so, dass mir die Tage schon durcheinander kamen. Und wenn ich nach Hause kam, fiel ich nur mehr um. Was für ein Glück, dass ich meinen Job gerne mache, denn sonst würde man sich diese Arbeit nicht antun. Aber, ich war erfolgreich.

Eine Mißempfindung ist da, weil es im Team wieder komische Sachen gegeben hat. Das wird mich sicher am Wochenende noch begleiten. Jedenfalls wollte ich heute früh nicht mehr in die Arbeit gehen. Und, ich bin auch mit Rachenentzündung aufgewacht. Was soll mir das sagen? Ich werde es mir beantworten.

Heute nachmittag brachte mir eine Freundin diesen Pott voll Lebkuchen. Ich liebe Lebkuchen. Und sie sind schon so schön weich geworden. Gerade richtig zum Essen.



Und diese Nusskekse waren auch dabei. Ähm, da fehlen wohl schon sehr viele. Ich habe mich heute nach dem Heimkommen auf die Kekse gestürzt. Also die Dose war irgendwie viel voller.


Und Adventkränze habe ich jetzt auch zwei. Möglicherweise kann man aber von denen auch nicht genug haben. Lach.

Liebe Grüße
ganga

Freitag, 22. November 2013

Die Unwägbarkeiten eine Arbeitsalltages

Ich merke wie mir die Teamquerelen, welche am Montag ihren Höhepunkt fanden, in den Knochen stecken. Die Spannung läßt nach, dass Arbeitsalltagsleben hat mich wieder und man macht doch gute Miene zum unangenehmen Spiel.Auch sehr anstrengend.

Was war?
eine beschissene und sehr aggressive Stimmung:
Nachdem Alexandra doch wieder in die Arbeit gekommen ist sprach sie in der Supervision am Montag ihr fehlendes Vertrauen in uns an. Sie erinnert uns daran, das wir immer sagen, das Probleme intern gelöst werden sollten. Und wir haben Sachen künstlich hochgepuscht.
Ja, ja, das stimmt schon, aber ....
Und ja es stimmt auch, dass wir uns bei der Chefin massiv über sie beschwert haben. So gehe das nicht.

Alexandra hat es geschafft, eine Klientin nach dem Einzug drei Monate nicht zu treffen. Sie erreicht sie nie. Ja klar, wenn ich mir genau die Zeiten aussuche, an denen sie arbeitet erreiche ich sie auch nicht nicht.
Das junge Mädel stand immer wieder bei meiner Kollegin Annamaria um Unterstützung bei Ämtern und und und zu bekommen. Ja wegschicken wollte sie die auch nicht. Und Alexandra war nicht zum Arbeiten zu bewegen. Mit den dämlichsten Schmähs ist sie gekommen und wenn man das anzweifelte wurde sie aggressiv.
Ein junger Mann, der wirklich dringend nach einem Halt sucht, 18 Jahre, Ausländer, keine Familie in Österreich, diverse Flausen im Kopf, ohne Halt, steht ständig bei mir auf der Matte. Auch hier das gleiche Spiel. Sie erreicht ihn nie. Im Mai 2013 ist der junge Mann eingezogen und bis November hat sie ihn zwei Mal getroffen. Statt wöchentlich! Die gute Frau Psychologin sitzt derweil lieber bei unserer behinderten Kollegin und labert diese täglich 2-3 Stunden mit ihren Problemen voll. Dann springt sie auf, holt ihre Sachen aus dem Büro und weg ist sie. So schnell kannst du gar nicht schauen ist die Frau draussen.

Wieso haben wir sie vor drei Jahren überhaupt genommen?
Weil die Stelle bei uns drei mal ausgeschrieben wurde. Und wir bekamen nur Absagen. Spätestens als die Bewerber hörten, dass wir Klientel haben, welches nach der Arbeit kommt, haben sie abgelehnt. Es ist eine anspruchsvolle Tätigkeit mit viel Freiraum. Du mußt aber absolut flexibel sein.
Denn es kann dir passieren, dass du von einem Nachbarn angerufen wirst, der einen enormen Streß macht, weil dein Klienten sich nackt ausgezogen hat, seine Möbel und alles was er hat aus dem Fenster wirft und im Garten herumtanzt. Alles schon gehabt. Und dann mußt du handeln.
Die Polizei rufen, die nicht kommen mag, die dir erzählen es sei gerade kein Auto in der Zentrale, alle seinen auf Einsatz. Die dann nach einer Stunde doch auftauchen. Der Nachbar, der seine Chance wittert, da ihm unser Klientel schon längst ein Dorn im Auge ist. Also den auch noch beruhigen.
Den Klienten dazu bewegen wenigstens ins Haus zu gehen, oder sich etwas anzuziehen. Eh keine Chance.
Dann kommt die Polizei.
Und die meinen, ach da liegt doch keine Selbst- und Fremdgefährdung vor, wie ich denn auf diese Idee komme. Denen drohe ich dann damit, dass ich meiner Verantwortung nachgekommen bin indem ich sie gerufen und den Amtsarzt gefordert habe. Und wenn sie jetzt nichts unternehmen, dann verlasse auch ich das Haus. Wenn etwas passiert, habe ich meinen Teil gemacht. Das wirkt eigentlich immer. Aber die Energie, die du dafür brauchst.
Dann kommt der Amtsarzt, der meistens in Ordnung ist und dann die Rettung. Der Klient sollte die Zeit bis zur Rettung überleben, das wäre toll. Eigentlich ist immer alles gut gelaufen. Auch im ärgsten Zustand kennen einen die Leute doch und eine Art Sicherheitsgefühl entsteht. Trotzdem eine Zwangseinweisung ist immer schlimm. Und Einsicht ist nie vorhanden. Mit dem schlechten Gewissen kämpfe ich immer wieder.
Und so eine Aktion dauert ca. 2-3 Stunden. Zum Glück passiert das nur einige male im Jahr.

Na ja, jedenfalls ist uns Alexandra übrig geblieben und weil wir keinen Bock mehr hatten die Stelle ein viertes Mal auszuschreiben und wieder die Bewerber durchzuhecheln, nahmen wir Alex. Sie war seit Jahren arbeitslos, hat immer nur absagen bekommen. Ich habe sie gesehen und gewußt das sie ein Blitzer ist. Aber gegen die anderen und die Chefin wollte ich mich auch nicht stellen.

Und so haben wir ein arbeitsscheues, faules Wesen bei uns, die auch noch stolz darauf ist sich immer durchzuwinden. Und das wurde ihr von Annamaria in diesen Worten am Montag auch gesagt. Von uns anderen zwei Schweigen im Wald, also Zustimmung.
Und alle Tränen haben ihr nichts genützt.
Der Supervisor hat sich bemüht eine Einigung zu finden.
Alexandra meinte, dass sie sich bemühen wird.
Der Supervisor stellt klar, dass ein Bemühen nicht ausreicht, sie hat die Sachen zu tun.

Und ich glaube, da soll man nicht die Augen verschließen. Wenn sie diese Arbeit nicht machen kann, dann soll sie um Himmels willen gehen. Da arbeiten Annamaria und ich lieber mehr, als das wir uns mit diesem Schlaucherl auseinandersetzen müssen.
Es ist keine Schande, diese Arbeit nicht machen zu wollen.
Ich möchte sie nicht eintauschen.

Liebe Grüße
ganga

Mittwoch, 20. November 2013

In Lebensmittel schwelgen

Als ich jetzt den Titel des heutigen Post schrieb, viel mir das Interview mit Roland Düringer ein, dass Manuela am 10.10.2013 in ihrem Blog gestellt hat. Also Lebensmittel, nicht Nahrungsmittel. Das Interview ist für mich sehenswert.
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Ich geniese es, wenn ich es schaffe mir Essen ins Büro mitzunehmen. Die ganze Zubereitung ist schon meditativ.


Die Mischung Grapefruit und Avocado ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, weil es zwei ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen sind. Da braucht es noch einen verbindenden Geschmack. Nüsse wären vermutlich gut dazu. 

Und für morgen gibt es eine Hühnchenroulade mit einer Füllung aus getrockneten, in Öl eingelegten Tomaten, Kapern, Knoblauch und Gewürzen je nach Geschmack.
Die Vorbereitungen laufen quasi:



Ich sag euch, im Büro war am Montag bei der Supervision die Hölle los. Ich spar es mir jetzt ins Detail zu gehen, weil es auch irgendwie schon uninteressant ist. Am Dienstag Vormittag war Team. Da wurden wieder die einzelnen Fäden zusammengeknüpft, was auch sehr anstrengend war. Die Energie ist dann sowas von gebunden.
Und heute war der erste Tag, wo ich mich meiner Arbeit widmen konnte!

Von wo ich jetzt die Kraft herhabe für mich zu kochen ist mir etwas schleierhaft, aber es erdet mich und bringt Gelassenheit.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen tag,
ganga



Dienstag, 19. November 2013

Einfach so

Oh. der Mann hat am Wochenende für uns gekocht!
Am Samstag gab es ein Rindsgulasch und am Sonntag Tafelspitz mit Spinat und Röstkartoffeln.
Eine feine Sache.





Ich vermisse in meinem Blog Berichte und Fotos von anderen Orten. ich glaube, dass ich viel zu viel Zeit in Arbeit verbringe.

Das sollte sich ändern.
Und sonst habe ich das Wochenende mit Wäsche waschen, putzen und anderen enorm wichtigen Dinge für den Arbeitsalltag verbracht.


Aber heute bin ich um 14 Uhr nach Hause gefahren, spontan beim Friseur vorbeigeschaut, und, die hatten Zeit für mich.

Ich frage den Mann sicher schon zum 7 mal wie mir der neue Haarschnitt passt. "Gut, sehr gut, das habe ich dir doch eh schon gesagt." Aber ach, es war einfach so eine spontane Aktion und ich fühle mich irgendwie gut.


Bei Chili und Ciabatta habe ich ein Rezept für einen Avocado-Grapefruit Salat gesehen.




Die Lebensmittel habe ich schon mal und morgen werden sie sich bestimmt für mich schälen und schneiden.

Ich hoffe, ich erinnere mich morgen an das sinnliche Erleben beim Kochen. Da komme ich dann zur Ruhe und Besinnung.

Samstag, 16. November 2013

Das neue alte Möbelstück

Heute haben wir vom Trödler den Schreibtisch geholt.


Jetzt werden wir noch einen Platz für das gute Stück finden und dann geht es ans Einräumen.


Freitag, 8. November 2013

Holz und Moderne

Wir bekommen ein neues Möbel. Freu. Ich habe einfach die Regale satt, auch wenn sie aus Holz sind. Bei uns über die Grenze gibt es einen 80 jährigen Restaurator und da sind wir mit einigen Kästen fündig geworden.
Das, welches uns kommende Woche beschert werden wird ist das Kastl in der Mitte. Der Fernseher kommt drauf und enorm viel Stauraum ist innerhalb. Da passen die ganzen DVD' und CD's rein. Also ein halbhohes Kastl ersetzt drei Regale. ich sage euch, schön langsam fühle ich mich in der Wohnung wieder wohl.
Der Eckschrank ist leider schon verkauft.


 
Vielleicht werden wir nochmals fündig in seiner Werkstatt.
Ich sag euch, dass ist ein schrulliger Laden. Der Restaurator ist wie gesagt 80 Jahre jung. Wenn ich mit 80 Jahren noch so fit sein würde, wäre das toll.
Und, der Typ ist immer in Bewegung, sucht nach alten Möbeln, bearbeitet die und bekommt dafür auch einen Lohn.


 
Ich stelle immer wieder fest, dass die Kriegs- bzw. Nachkriegsgeneration viel härter und zäher ist als wir jetzt. Die Menschen, welche ich kenne, haben einen dermaßen großen Lebenswillen. Auch wenn manche gesundheitlich angeschlagen sind, die sind unterwegs. Da schaue ich nur so.
 Deren Terminkalender ist viel voller als meiner.