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Freitag, 31. Mai 2013

Kraft und Mut

Der Unterschied zwischen Kraft und Mut

Man braucht Kraft, um stark zu sein,
aber man muß Mut haben, um höflich zu sein.

Man braucht Kraft, um sich zu verteidigen,
aber man muß Mut haben, um vertrauen zu haben.

Man braucht Kraft, um einen Kampf zu gewinnen,
aber man muß Mut haben, um sich zu ergeben.

Man braucht Kraft, um recht zu haben,
aber man muß Mut haben um zu zweifeln.

Man braucht Kraft, um stabil zu bleiben,
aber man braucht Mut, um aufrichtig zu bleiben.

Man braucht Kraft, um seine eigenen Fehler zu verbergen,
aber man braucht Mut um dieselben zu einzugestehen.

Man braucht Kraft, um das Unrecht zu ertragen,
aber man braucht Mut, um dasselbe zu beenden.

Man braucht Kraft, um alleine zu bleiben,
aber man braucht Mut, um Hilfe zu bitten.

Man braucht Kraft zum Lieben,
aber man braucht Mut, um geliebt zu werden.

Man braucht Kraft, um zu überleben,
aber man braucht Mut zum Leben.
Berthold Auerbach

Donnerstag, 30. Mai 2013

Zusammenfassung

An Dienstag war ich um 8 Uhr 45 mit meinem Mann beim Bauunternehmer und wir haben uns mit dem Bausachverständigen getroffen, da das Gutachten nicht positiv war.

Also, der Sachverständiger fährt in einem Jaguar vor. In einem Jaguar! Ich hätte es eh nicht bemerkt, den für mich war das Auto einfach schwarz, aber den beiden Männer ist es aufgefallen und sie meinten, dass das Geschäft wohl nicht schlecht laufen dürfte.
Da sitzen die beiden alten Männer (der meine und der Baumensch) und der eine sagt zum Anderen, "oba oald ist der no ned". Meiner meint: Jo schau dan oh, der hot doch weiße Hoar.
Herein ist ein durchaus attraktiver Mann gekommen. Mit schneeweißem Haar zwar, aber sicherlich jünger als meine beiden Mannersleut hier herinnen.

Das Gutachten wird berichtigt. Der Mensch bekommt für eine Stunde Arbeit 1.800 Euro, dafür hat er sich den Kostenvoranschlag in keinster Weise durchgesehen und auch einiges andere nicht registriert. Erst bei dem Gespräch wurden die relevanten Dinge besprochen.
Unser Baumensch sagte, wenn dieser Typ das Gutachten ernst nehmen würde, säße er einige Stunden davor. Das hat er definitiv nicht gemacht.
Sonst könnte er sich keinen Jaguar leisten.

Wäre der Baumensch nicht an dem Gutachten dran geblieben, ich hätte jetzt mit dem Umbau eh nichts mehr gemacht. Ich tu mich derzeit nur pflegen. Das ist ausreichend.

Und mein Schicksal derzeit in des Vaters Angelegenheiten ist das Warten.

Der Gutachter braucht noch Unterlagen, die bekommt er in zwei Wochen, da dann die Planerin wieder aus dem Urlaub zurück ist. Gut, dann braucht er noch 2 Wochen für das neue Gutachten. Dann setzen wir uns zusammen und besprechen das Gutachten und ich hoffe, dass es dann passt.
Dann muss ich mir mit dem Richter einen persönlichen Gesprächstermin ausmachen. Ich bin gespannt wie lange da dann die Wartezeit ist, denn Sommer und Gericht heißt Sommerpause. Dann haben wir schon Herbst. Und dann sollte die Entscheidung des Gericht ob Ja oder Nein zum Umbau kommen.

Gut, dass ist das Eine, das Andere ist, dass ich auf das Einbringen der Klage gegen die betrügerische Frau warte. Sie und ihr Anwalt geben keine Auskünfte sondern spielen auf Zeit.
Es ist eine Strategie die ich bisher schlecht ausgehalten habe, aber im Prinzip läuft mir nichts mehr davon.
Anscheinend ist es gang und gäbe unter den Rechtsanwälten, dass sie "auf Zeit spielen", die andere Partei damit mürbe machen wollen, ......
Wenn man das nicht aushält, erreicht die gegnerische Partei das, was sie will.
Ganz habe ich den Sinn dahinter noch nicht verstanden.

Und jetzt werde ich mich auf den Heimtrainer schwingen, den mp3 player anwerfen, denn dann ist es kurzweiliger und die Zeit nicht soooo lang. Dann ab in die Dusche, ein selbst zusammen gepanschtes Peeling rauf schmieren, Haare waschen und relaxen.

Und jetzt einen Salat mit Feta.



Die Waage zeigt immer noch die 112 Kilo an, auf denen hänge ich. Aber, in der Arbeit haben wir einiges an Kuchen und Kekse geschenkt bekommen. Und statt richtigem Essen habe ich 2-3 mal bei diesem süßen Zeugs zugeschlagen. Mein Joghurt und das Obst habe ich liegen gelassen. Hmpf.



Donnerstag, gemütlich

Das Wetter ist wie gehabt trüb und regnerisch. Ich habe heute bis 11 Uhr 30 geschlafen, dann gefrühstückt und jetzt bin ich seit 2 Stunden in den Blogs unterwegs. Ich sitze am Küchenfenster und bekomme für den heutigen Tag doch glatt Helligkeit ab. 
Der Rasen, den der Mann am Dienstag mit der Sense mähte sieht durch den Regen heute nicht mehr so zerrupft aus. Wir haben das Mähen des Garten bei den spärlichen trockenen Tagen immer übersehen und irgendwann war das Gras halt einen halben Meter hoch. Dafür sind alle kahlen braunen Stellen jetzt zugewachsen.
Der Mann konnte sich an seine Zeit als Landarbeiter erinnern und durfte wieder mit der Sense mähen. Insgeheim habe ich die Vermutung, dass er es darauf ankommen lassen wollte.

Sonntag, 26. Mai 2013

Wieso begann ich so zu fressen?

So, ich werde mich mal mit der Geschichte befassen, die meine extreme Fressucht auslöste und mir eine gewaschene Verzweiflung bescherte. Da habe ich noch etwas offen und für mich aufzuarbeiten.
Zumal die Sache jetzt für unser Team wieder aktuell geworden ist. Mir bleibt einfach nichts anderes übrig, als das nochmal aufzurollen und anzusehen. Diesmal aus der Distanz.

Das begann 2009 auf der Arbeit.
Ich habe eine stark gehbehinderte Kollegin. Die hat dieses Leiden seit ungefähr 20 Jahren. Der einzige Arzt zu dem sie ging, war ein Rheumatologe, der für sie sehr passend war, da er sie zu nichts anderem motivieren wollte und sie in der Beibehaltung ihrer Diagnose unterstützte. Ein Privatarzt, der für sein Geld weiß, was er zu tun hat. Ja,ja, sie hat Rheuma und Restless Legs. Grundsätzlich wirklich schlimme Krankheiten.
Von dem Rheumatologen bekam sie Cortison Tabletten, die sie sehr unregelmäßig genommen hat. Die Frau hatte immer starke Schmerzen und tat sich zunehmend schwer mit dem Gehen.
Tagtäglich hörten wir ihre Klagen und sie zeigte uns ihre stark geschwollenen Beine, kaum dass sie einer Ansichtig wurde.
Die Crux an der Sache ist aber die, dass wir mit einem anderen Team auf der selben Etage sind und deren Chef , der selbst schwer behindert ist, ein sehr guter Freund der behinderten Kollegin ist und darauf achtet, dass sie von niemanden blöd angequatscht wird.
Tja, weil grundsätzlich denkt man sich, dann sage ich es ihr, dass mich ihr Verhalten belastet (und ich es übergriffig finde).

2009 wurde sie überredet, in die Nervenklinik zu gehen um einmal zu erfahren, was bei ihr los ist und ob man medikamentös Adäquateres für sie finden kann. Und da ist dann herausgekommen, dass sie keine Restless Legs und kein Rheuma hat, sondern rezidivierende Multiple Sklerose.
Jeder Kollegin und jedem Kollegen in den 3 Stockwerken mußte sie von der Diagnose erzählen und das das nur eine Verlegenheitsdiagnose ist. OK.

Und dann ist es weitergegangen.
Sie fing an sehr leidend zu schauen, noch mehr zu klagen und dass ihr alles weh tut. Gleichzeitig erzählte sie sehr stolz, dass sie das Cortison und die Schmerztabletten wieder einmal einige Tage nicht genommen hat. Auch noch ihre Sache.

Aber, sie begann für sich selbst noch weniger Sorge zu tragen als eh schon. Saß da, eingesunken auf ihrem Stuhl und glotzte aus ihren langen Haaren, die nahezu das ganze Gesicht bedecken, hervor.
Meine Kolleginnen und Kollegen begannen sie zu fragen was sie denn braucht. "Anna, was brauchst du den, Anna darf ich dir einen Kaffee bringen. Anna, darf ich dir einen Hocker unter die Beine schieben. Anna, darf ich deinen Aussendienst mit mitmachen. Darf ich dir die Anträge schreiben......
Und sie bedankte sich nicht sondern sagte laut, "ja wenn ihr mir das tun wollt seid ihr selber schuld".
Die Kollegen, sagten mir, dass sie der Anna die Demütigung ersparen wollen um Hilfe zu bitten.

Dann begann es, dass sie sich weigerte alleine im Büro zu sein. Sie mußte dann nämlich das Telefon bedienen (cirka 5-6 Anrufe) und wenn es Unvorhergesehenes gab, sich darum kümmern. Das wollte sie nicht machen.
Eine Kollegin von mir sagte freiwillig ihren dreiwöchigen Urlaub für sie ab, damit nur ja genug Leute im Büro sind, damit sie nur ja nicht allein sein würde wenn unvorhergesehenes passieren würde. "Natürlich schaue ich auf dich, du sollst es gut haben hier".

Ich wurde während dieser Entwicklung immer fassungsloser und zorniger auf Anna und meine Kollegen. Weigerte mich bei diesem Affentheater mitzumachen.
Wir bekamen auch Probleme mit der Chefität, da sie ihre Arbeit nicht mehr ausreichend machte. Ich habe dann zu ihm gesagt, dass es Probleme mit der Krankheit und dem Verhalten von Anna gibt.
Diese Aussage wurde von ihm an den behinderten Leiter und Freund der Anna weiter getragen. Und zusammen mit meiner Weigerung auch für sie zu dürfen hat das halt eingeschlagen.


Samstag, 25. Mai 2013

Reha Klinik, Entscheidung

Ich habe mir heute die Homepage der Reha Klinik angesehen und von den Schulungsthemen gelesen. Keine davon will ich brauchen. Die richtigen Lebensmittel einkaufen, fettreduziert kochen lernen, Termine bei der Diätologin um ein richtiges Verhältnis zu der richtigen Nahrungsauswahl zu finden,....
Ich wünsche mir Wohlsein. Ein positives Gefühl für meinen Körper zu finden. Entspannung in stressigen Momenten (Tai Chi, Rituale einhalten, Mudras, Zeit für einige Übungen während des Tages,....) ohne zum Essen zu greifen.
Dann, fettreduziert, zuckerfrei, kohlehydratefrei kann ich kochen und ich kenne mich auch mit den Lebensmittel gut aus.
Ich müßte mich entscheiden ob ich eine sehr unangenehme Patienten sein werde, die alles in Frage stellt oder einfach angepaßt bin und auf interessiert heuchelt damit sie in der Gruppe nicht angefeindet wird, was ja auch nicht schön und angenehm ist..
Und viel Sport. Finde ich gut. Macht mir sicher auch Spass. Aber ins Chlorwasser bekommt mich sicher niemand, Nordic walking in der Gruppe und das mich wer zu Höchstleistung antreiben und motivieren will - sicher nicht mit mir, da gibt es Streit und Weigerung. Wenn ich mich nicht anpasse, dann würde ich in so einem Moment, wenn es mir zu blöd vorkommt, dem Trainer sagen, dass er mich am A. l. kann und stantepede umdrehen.Was mir Spass machen würde ist Rad fahren, Gerätetraining, Spazieren gehen in meinem eigenen Tempo(denn gerade ich kann zu ehrgeizig werden und dann kommt der Frust) und die Yogaübungen, die für meinen Rücken passend sind. Diese Rückenstrecker usw. mache ich nicht, denn dann brauche ich den Chiropraktiker. Und gerade die werden so angepriesen zu Stärkung der Muskulatur.

Fazit: Derzeit ist das nichts für mich. Es wäre keine Auszeit während der ich Kraft tanken könnte.
Ich kann es jetzt nicht gebrauchen, dass ich was Neues anreiße. Mir reicht es, das Jetzt so halbwegs stabil zu halten.

Ich erhole mich gerade psychisch. Da bin ich eh genug mit mir beschäftigt. Und ja, ich brauche Kraft, damit ich auf mich achten kann. Damit ich mir gute Sachen kochen kann, nicht fresse usw. Kraft um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
Einen Termin mit dem Bausachverständigen gibt es wieder am Dienstag, da brauche ich auch meinen Kopf. Belastungen sind doch noch genug da.
Im Team will ich jetzt nicht fehlen, gerade jetzt, mit dem Problemen mit den beiden Kolleginnen. Ein Fehlen jetzt ist für mich langfristig nicht förderlich, sie würden es mir übel nehmen wenn ich mich jetzt schleichen würde. Ausserdem will ich mitbestimmen in welche Richtung wir gehen wollen!
In 4 Woche habe ich Urlaub.

Absagen werde ich den Termin in der Reha noch nicht, sondern auf Herbst verschieben. Dann hat sich bei mir wieder was verändert und ich werde meine Einstellung und meinen Zustand und das Angebot nochmals überprüfen.

Ganz liebe Grüße an Euch
ganga


Nachtrag: Mir geht es besser. Ich bekomme wieder Kampfgeist.

Freitag, 24. Mai 2013

Adipositas Reha

Danke für eure Kommentare!
Ich habe heute mit der Adipositas Klinik telefoniert. Ich bin davon ausgegangen, dass man mit mir zuerst einen Beratungstermin vereinbaren möchte. Damit ich mir anhören kann, was sie anbieten und um abzuklären ob das für mich hilfreich ist oder nicht.
Sie wollten einen Termin ausmachen, wann ich sozusagen bei ihnen einchecke. Aber nicht so schnell mit den jungen Pferden. Mir ist es wichtig zu wissen, was mich dort für 22 Tage erwarten soll.
Es ist so, dass sie mir viele Kurse anbieten. Es geht um das fettreduzierte Kochen und das Einsparen von Kohlehydrate, man kann auch zu einer Diätologin, weiters geht man Nordic Walking, hat Ausdauertraining, Aquagymnastik, Gerätetraining usw. Es ist bei denen zu einem großen Teil auf Sport ausgerichtet.

Sowohl das Kommentar von Manuela, zum Ja für die Klinik als auch von Kati zum Nein hat was.
Das sind die Argumente.

Ja, es wäre eine Auszeit, weg von den Sorgen und ich bin ausreichend beschäftigt. Nur wenn ich mich so in der Gruppe sehe, sehe ich mich nicht als lustige ausgelassene Dicke, sondern als ausgebranntes Wrack, dass sich seit 24.4.2013 von dem Vater und seiner Jetti fern hält und wieder zu sich kommt.

Und meine Ernährung habe ich gefunden. Das ist mäßig Kohlehydrate in Form von Brot, Butter, Marmelade oder Schinken in der Früh.
Obst, Joghurt, Topfen, Gemüse zu Mittag. Ich liebe Obst und das will ich auch weiter essen.
Und Fleisch (wenn es denn sein muss), Fisch und Gemüse eventuell auch Topfenaufstrich zu Abend. Ab spätestens 18 Uhr nichts mehr.
So kann ich leben.

Und ja, jetzt erst, seit ich mich von diesem Vater und sener Alten zurückziehen konnte, weil die Unterkunft geregelt ist, erst jetzt kann ich die Pfoten vom Essen lassen. Ich will mich auch gar nicht mehr anfuttern, den das hindert mich am mich selbst fühlen und spüren. Und ich habe das Gefühl, dass ich Klarheit brauche und mich selbst spüren will. Mich selbst, wie es mir wieder besser geht.

Na da bin ich gespannt zu was ich komme.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Adipositas Klinik

Jetzt habe ich mich einige Tage nicht im Blog gemeldet, weil es mir am Dienstag und Mittwoch körperlich nicht so gut ging. Ich habe zuwenig gegessen, zuwenig Wasser getrunken und einiges an Kaffee konsumiert. Mir war schlecht, schwindlig, und nach der Arbeit bin ich nur mehr heim und habe geschlafen.

Heute geht es besser, aber leider habe ich wieder zuviel an Kohlehydrate gegessen. Ob ich jemals abnehmen werde?
Die Adipositas-Klinik hat mich heute auch angerufen. Da ich gerade in der Arbeit war, bin ich mit der Schwester so verblieben, dass ich sie zurückrufe. Ja und wer hat das nicht getan? Ich. Gerade ist es mir überhaupt wieder eingefallen, dass mich da wer angerufen hat.

Ach nee, ich weiß nicht was ich tun soll. Umstellung auf Reduktionskost, miteinander kochen und was weiß ich noch alles. Hat jemand von euch Erfahrung mit so einer Kur? OK, ich werd es mir natürlich anhören was mir die anbieten. Hach. Seufz. Ich mag nicht. Mir kommt es so lästig vor.