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Samstag, 8. Dezember 2012

Samstag in Ruhe

Geschlafen habe ich bis 9 Uhr. Bin dann aufgestanden, zum Frühstücken in die Küche gegangen und dann habe ich mich wieder bis 15 Uhr ins Bett gelegt. Einfach richtig reingekuschelt in die Winterdecke. Nur mehr die Nase und ein Schopf Haare haben rausgeschaut. Ich habe vor mich hingedöst, nachgedacht, viel nachgedacht, weniger nachgedacht, geschlafen und jetzt geht es mir immer passabler.
Ich habe es genoßen die Zeit zu haben, um liegen bleiben zu können. Es muss nichts getan werden. Ich kann einfach Zeit für mich haben. Wie geht's mir gut. 
Ich habe zu essen, trinke sauberes Wasser, habe Geld damit ich heizen kann, habe eine Wohnung, ein Dach über den Kopf, lebe nicht in einem Land wo Krieg herrscht und alles zerstört ist. Das will ich bei allem Übel nie vergessen.

*

Am Abend habe ich die Weihnachtsbäume von Rana nachgebastelt.
Gut, sieh sehen nicht sehr weihnachtlich aus. In Rot und Grün wären sie natürlich toll.

 

Ich habe sogar einen Adventkalender Ich wollte nicht wiederstehen als ich diese Karte im Papiergeschäft sah. Und schwups gehörte sie mir.


 

Freitag, 7. Dezember 2012

Es geht doch nicht einfach...

Was ist heute passiert?
Auf Arbeit war es gut. Das was mir gestern Abend den Schlaf raubte hat sich heute gut entwickelt.
Einige Absagen habe ich getroffen. In die Ver(w)irrung wieder Klarheit und Struktur gebracht. Sozusagen den Faden wieder gefunden.
Und mit einem Amtsmenschen einen positiven Termin gehabt. Für die Beteiligten hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst. Auch einmal schön.
Um 14 Uhr bin ich nach Hause gefahren. Schon während der Fahrt sind mir die Augen immer wieder fast zugefallen. Und daheim bin ich für 2 Stunden in einen unruhigen Schlaf gesunken.

Dann habe ich mir eingebildet, ich muss heute noch die Mieter anrufen, weil ich mit ihnen besprechen möchte, welcher Monat für sie realistisch wäre zum Ausziehen.
Der Mann hat mir dann gleich Bescheid gegeben, dass sie beide nicht denken auszuziehen.
Tja, im Prinzip kann ich da nichts machen. Sie haben einen unbefristeten Mietvertrag und damit den absoluten Kündigungsschutz.
Und schon wieder geht ein Plan nicht auf. Dieses Sanierungsprojekt wird immer komplizierter. Ob das noch was wird?
Kurz war hat mich das Gespräch ganz schön aufgeregt. Ich sah wieder alles blockiert. Für einige Stunden war ich ziemlich durch den Wind.

Ich habe mir dann zu den Mietern folgendes gedacht:
Beide Ehepartner sind über 80 Jahre alt. Der Mann war Besitzer eines Sägewerks im Ort und verhält sich großkotzig. Mit seinem Sohn hat er sich überworfen, da dieser ihn für die Pleite des Werkes verantwortlich macht. Der Sohn kaufte mit dem Geld seiner Ehefrau dann das Sägewerk aus der Konkursmasse zurück. Zwischen Vater und Sohn gibt es kein Einvernehmen, obwohl sie im selben kleinen Dorf wohnen.
Seit 2000 wohnen diese alten Leute nun in der Wohnung im ersten Stock. Gerade der Frau geht es gesundheitlich nicht gut. Die Stiege kann sie nur mehr sitzend hinunterrutschen und hinauf klettert sie auf allen vieren (das ist wirklich wahr).
Im Haus gibt es keine Heizung. Sie heizen mit einem Küchenofen aus den 50er Jahren und mit Radiatoren (die Stromkosten sind sicherlich sehr hoch). Das Holz müssen sie eben diese sehr steile Treppe, die in der heutigen Zeit baubehördlich nicht mehr genehmigt würde, vom EG in den ersten Stock tragen.
Das Haus ist weder rundherum noch nach oben zum Dachboden hin isoliert. Zwei der vier Zimmer können sie nicht mehr benutzen, da es die Nord- und Ostseite ist und die Kälte dort nicht zu ertragen ist. Das Bad ist eiskalt und feucht. Beide jammern über diesen Zustand.
Gerade eben war wieder ein Wasserschaden, da die Bleiwasserleitungen zu zerbröseln beginnen. Wasser von dort trinke ich nicht.
Die Fenster sind zugig und undicht. Die Türen haben zentimerterhohe offene Schlitze.
Wie man da leben kann ist mir schleierhaft.
Der Mann hat mir heute gesagt, ob ich den wirklich gedacht habe sie ziehen aus. Ja, dass habe ich gedacht. Wenn wir beide guten Willen zeigen, kann man sich schon einigen. Er lachte mich aus und erklärte mich für dumm. Auch den Brief mit dem Ersuchen, die Wohnung in einer angemessenen Frist zu räumen (die wir uns noch ausmachen sollten) sieht er nicht als Kündigungsschreiben.
Mein Argument, dass eine Sanierung unumgänglich ist und mein Vater eine 24 Stunden Pflege braucht, interessiert ihn nicht.
Irgendwie ist das für mich eine moralische Angelegenheit.
Und wenn mich ein Vermieter nicht mehr haben will (habe ich schon selber erlebt), dann gehe ich.

Eigentlich sind diese beiden Mieter sich selbst gegenüber ganz schön verantwortungslos. Sie leben in einer zugigen, kalten und feuchten Hütte. Der Mann schaut doch gar nicht auf das Wohlbefinden der Frau, sonst wären die doch schon längst ausgezogen. Was glauben diese Menschen eigentlich? Dass sie ewig leben und immer die Stufen auf und ab gehen können. Das sie nie krank werden und sich womöglich nicht mehr einheizen können. Das nicht einer einmal zuerst stirbt und dann den anderen dort alleine zurück läßt. Im besten Fall kümmern sich dann die Kinder um einen.
Wäre ich die Tochter von den beiden, wäre ich um die Kündigung froh, den ich möchte meine Eltern nicht dort wohnen lassen.
Ich selbst würde keine Nacht in diesem Haus verbringen.
Wer für den schlechten Zustand des Hauses grundsätzlich die Verantwortung trägt ist eh klar. Ich räume auch nur auf.

Da bekanntlich immer viel Wasser den Bach hinunterfließt sehe ich es mittlerweile nicht mehr ganz so schlimm. Irgendeine Möglichkeit wird sich ergeben. Mit dem Bürgermeister werde ich sprechen, vielleicht weiß der von einer freien Wohnung.
Und wenn sie da oben verrotten wollen, muss ich es auch akzeptieren.
Ich versuche keinen Widerstand entgegen zu setzen.

*
Schlafen kann ich jetzt noch nicht, irgendwie habe ich die heutige Wendung noch nicht ganz verdaut. Aber morgen ist ja Feiertag und ich kann ausschlafen.

 

Keine Träumereien

Es ist zwei Uhr früh und das Träumelein will nicht kommen. Ich kann einfach nicht schlafen. Wälze mich im Bett hin und her. Finde keine Ruhe. Weiss nicht wieso. Oder schon. Möglicherweise liegts am gestrigen Arbeitstag. Es gab viele Probleme und ich bemühte mich Lösungen für alle zu finden. Das geht aber nicht und heute am Abend, zu Hause natürlich, bin ich zu dieser Erkenntnis gekommen. Morgen wird wieder klar Schiff gemacht. Dann spar ich mir auch viele unnütze Grübeleien.
Was gibt es sonst noch?
Das ich endlich, heute noch, mit den Therabandübungen anfangen muss. Wenn ich keine Übungen, von Sport trau ich mir da gar nicht zu reden, mache, dann werde ich immer lascher und fauler. Tue ich was, strafft sich mein Körper und mein Geist. Ich komme dann wieder in Bewegung und alles geht leichter von der Hand.
Hach, und Kekse habe ich geschenkt bekommen und ernähren tue ich mich seit zwei Tagen nur von Süßigkeiten. Es reicht, mir graust schon.
Was mir auffällt ist, dass ich zur Teetrinkerin avanciere. Diese Teemischungen mit Piment, Himbeerblätter und was weiss ich noch alles sind einfach köstlich. Sie tun meiner Seele gut.

Jetzt werde ich es doch noch mal mit Schlaf probieren und ins Bett wanken.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.



 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Küchengeräusche ...


Unbedingt ansehen auf Cambras Blog

Schamaninnen, Hausfrauen
und andere Merkwürdige

Küchenbutoh. Ein Film zur schamanischen Kraft im Alltag. Kochen – Essen Kochlöffelpercussion, zelebrierte Alltagstätigkeiten, sinnliche Entdeckung von Küchenalltäglichkeiten.
http://www.cambra-skade.de/04_galerie/galerien_content/04film/04_galerie_film.html

Dienstag, 4. Dezember 2012

DFSSGF Packerl ist da

Mein DFSSGF Freßpacket ist heute angekommen. Freude.


 
 
Das Packerl kommt aus Münster, von Jose (sorry ich bekomme das Apostroph nicht hin) von essenslust. Man sieht schon, dass es ein Geschenkpaket ist, da es mit einem roten Band geschnürrt ist!
Das macht was her.
Ich habe mich ganz doll gefreut. Danke.

 
Im Paket waren:

1 Packung Tee "Zeit zum Wärmen" (ohne Zusatz von ätherischen Ölen - Super)
1 Glühwein-Gelee "Feuerzauber"
1 Packung "nougies mit schoko-nuss-nougatfüllung"
1 "Winterschokolade"
1 "Cafe de Paris" Mischung

Die Geschenke sind gut ausgesucht. Und alles bio. Danke Lieber.

Die Idee von Rosa mit den Fresspaketen finde ich super. Ich fühle mich für den Winter und die Vorweihnachtszeit mit dem Paket gut gerüstet. Ein schöner Einstieg für den Dezember.

Wie man sieht habe ich mich gleich mit dem Tee und den Keksen (ich essen nicht alle auf einmal auf!) verwöhnt. Herrlich.



 



Montag, 3. Dezember 2012

Wer sich zuerst rührt ....

Ich merke, dass ich mich am Wochenende gut erholen konnte. Nur waren die zwei Tage zu kurz. Ich merke erst jetzt wie anstrengend meine letzten Wochen waren.
Was tut eine, damit sie auch während der Arbeitswoche ihren Energiehaushalt wenigstens auf dem gleichen Stand hält?

  • Jeden Tag für gutes, gesundes Essen sorgen. Dem Frust- und Gierfressen keinen Vorschub leisten.
  • Mich mit Körperpflege verwöhnen: Duschen, eincremen, in frische Handtücher hüllen, mit dem Bademantel ins Bett legen, nachrasten.
  • Gutes Wasser trinken, auch mit Ascorbinsäure versetzt für die Gesundheit und den Geschmack.
  • Die Entspannungs CD horchen.
  • Bei Sudda habe ich gelesen, dass sie sich jeden Tag für eine Fantasiereise Zeit genommen hat z.B. wie sie sich fühlen wird, wenn sie weniger Gewicht hat. Ich hab es probiert und es funktioniert. Da stellt sich ein angenehmes, motivierendes Gefühl ein.
  • Auf Arbeit eine gute Terminplanung haben. Leider sind einige unangnehme, sicher energieraubende Auseinandersetzungen diese Woche. Bei mir bleiben. Immer wieder bei mir sein. Dann gehen diese Geschichten auch vorbei. Einfach vorbeiziehen lassen.
  • Wenig fernsehen, lieber mit einen Buch zu Bett gehen.

Weniger Arbeiten, dass sagt die Richtige. Heute habe ich wieder einen 10 Stunden Tag hinter mir.

Ich habe so einen tollen Satz gelesen, der gefällt mir:

                Wir spielen Beamten-Mikado. Wer sich zuerst rührt hat verloren.


Hauptstadtbesucherin hat mir gerade zurückgeschrieben, das es klar ist, dass ich ausgelaugt bin.
Wäre ja ein Wunder wenn nicht.

Ich bin jetzt noch motivierter für mein Gesundheitsprogramm. Ich muss doch wieder zu Kraft kommen.




Sonntag, 2. Dezember 2012

Träume sind ...

Gestern war die Friseurin bei einer Freundin und wir liesen uns die Haare wieder ordnen.
Jetzt, mit kürzeren Haaren, habe ich das Gefühl wieder Gesicht zu zeigen. Ich fühle mich gleich viel aktiver. Jedenfalls habe ich mir was sehr gutes damit getan.
Mit meinem vielen Gewicht sehen längere Haare bei mir nicht mehr gut aus. Sie hängen nämlich trist und traurig herunter, richtige Schnittlauchlocken. Bin ich weniger dick, sehen längere Haare an mir sehr fluffig und lockig aus. Die Haare spiegeln meinen inneren Zustand, da kann ich gar nichts machen.

In letzter Zeit habe ich intensive Träume. Im letzten Traum war ich in einer kleinen Stadt, einer Altstadt mit vielen verwinkelten Gässchen. Ich war auf der Flucht vor meiner Mutter. Diese verfolgte mich und wollte ständig mit mir reden. Ging ich in einen Laden, stürmte sie, auf der Jagd nach mir, herein. Ich verfluchte sie und sagte ihr, dass sie mich in Ruhe lassen soll. Aber meine Bitte wurde ignoriert von ihr. Dann ging ich weiter. Spähte um die Ecke, um ihr nur ja nicht wieder zu begegnen. Dann stehen wir uns wieder gegenüber.
"Ich will mit dir sprechen. Ich habe dir doch nichts getan. Du mußt Friede machen mit mir. Sei so wie ich es mir vorstelle."
"Du möchtest, dass ich dir verzeihe. Du sagst, ich soll mich aussöhnen mit dir. Dass du so wenig Zeit für mich gehabt hast.
Ich danke meinem Schicksal, dass du so wenig Zeit für mich gehabt hast. Ich hatte die Chance, wenigstens andere Werte als deine vermittelt bekommen zu haben. Das was du in mich gepflanzt hast reicht mir für mein Leben lang. Ich muss es akzeptieren, dass ich so bin wie ich bin. Einerseits sehr stark und mutig. Todesmutig. Und die andere Seite ist die Ängstlichkeit, der Mangel an Urvertrauen. Die Drohungen von dir, die sich in mich gebrannt haben. Als Kind nie eine stabile Beziehung zu einem Vertrauten. Das war nahezu tödlich für mich.
Du wirst möglicherweise Schuldgefühle haben, aber mit denen mußt du selbst zurecht kommen.
Wenn du meinst, das ich dir verzeihen sollte, damit ich in Frieden mit mir leben kann, dann täuscht du dich. Es geht dir um dich. Wenn ich dir verzeihe, fühlst du dich erleichtert, egal was du glaubst getan zu haben.
Ich weiß was ich erlebt habe und werde mich nicht freiwillig wieder in die Nähe von dir begeben. Ich verzeihe dir gar nichts, denn da wäre ich schön blöd. Laß mich einfach in Ruhe. Fort mit dir."

Ich drehe mich um und gehe.

Ich söhne mich aus mit mir. Ich nehme mich an so wie ich bin. Ich liebe mich selbst.

*