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Samstag, 12. Januar 2013

Seelische Nahrung

Der Regen hat ein Ende. Es schneit seit gestern abend. Und kalt ist es auch. Ob ich mich darüber freuen sollte, weiß ich noch nicht. Am Montag, wenn ich in die Arbeit fahre, werde ich es wissen. Spätestens, wenn ich Schneehaufen statt Parkplätze sehe.
Aber nein, so negativ ist es auch nicht. Der Schnee ist schön, es sieht aus wie Winter und es beruhigt mich, dass das Wetter doch wieder Kälte und Schnee hergibt und nicht nur Föhn und Wärme.
Die Sicht auf die Berge ist toll. Es sieht so aus, wie es sich gehört.
Trotz Klimaerwärmung und Temperaturen um die 40 Grad im Sommer.

Mein Gewicht halte ich derzeit, was schon einmal gut ist. Keine Kohlehydrate am Abend!
Und was tue ich, wenn ich einen Mangel an seelischer Nahrung spüre?

Ich habe mir eine CD von Morten Harket "Poetenes Evangelium" gekauft. Er war Sänger der Pop Band a-ha. Und seine Stimme ist so einschmeichelnd. Traumhaft. Die Lieder sind auf Norwegisch und hören sich schön an. Ausserdem ist der Mann auch noch hübsch.
Na jedenfalls habe ich mir, als ich sie hörte, gedacht, siehste, wenn ich wieder einen Mangel an seelischer Fülle spüre, kann diese CD mir möglicherweise Fülle und Leichtigkeit vermitteln.

Leider kann ich derzeit keine Photos vom Computer auf den Post herunterladen. Weiß auch nicht wieso. Sonst hättet ihr jetzt das Cover zu sehen bekommen, mit dem Mann natürlich.

Heute abend geht eine Freundin von mir zu einer Infoveranstaltung "Weniger is(s)t mehr". Da ich noch krank bin, wird sie mir erzählen welchen Eindruck sie hatte. Aber was wir schon wissen ist, dass die Teilnahme an der Abnehmgruppe dort im Jahr cirka 600.- kostet. Sie wird mich heute noch anrufen.

Und jetzt schaue ich mir "Stubbe" an.

Liebe Grüße

Dienstag, 8. Januar 2013

Krankheit läßt grüßen

Bianca sagt ich habe Rüsselseuche. Dieser Ausdruck paßt haarscharf zu meinem Krankheitsgefühl. Ich habe gestern und heute in der Nacht 9 Päckchen Taschentücher gebraucht!
Und dann ist gestern noch der Husten dazugekommen. Zuerst bekam ich einen ganz rauen Hals und dann an die 38 Grad Fieber und heute morgen war klar, der Husten ist da. Mit Medikamente bin ich versorgt, mein Homöopath ist auch wieder aus dem Urlaub zurück und morgen gehe ich zur Ärztin und lasse mich krank schreiben.
 

Montag, 7. Januar 2013

Etwas Neues entdeckt

Mich hat ein starker Schnupfen mit Fieber niedergestreckt. Zufällig habe ich auf You tube einen Herrn namens Robert Betz endeckt. Er ist Psychologe und hat im Internet einige Beiträge veröffentlicht. Er spricht über die Wut, Trauer, Burnout, Gesundheit, Krankheit, Freude,... mit Meditionsanleitungen. Mir hat's gefallen.
Aber ich werd es mir auch im fieberfreien Zustand nochmals anhören.

 

Samstag, 5. Januar 2013

Abgrenzung

Es ist so, dass man in der Arbeit beäugt wird. Man darf nicht zeigen, wenn es einem nicht gut geht. Und wie Melly sagt die Menschen nutzen es für eigene Zwecke wenn eine nur mal stöhnt, dass viel Arbeit ist und dabei ein erschöpftes Gesicht zeigt. Irgendwann fragt einem die Chefität ob man schon noch die Arbeitsleistung erbringen kann. Und die Kollegen klatschen.
"Im Büro findet man keine Freunde", das stimmt mitlerweile bei uns in der Arbeit. Früher habe ich meine Freundinnen in der Arbeit gefunden. Nur das ist vorbei. Und man hat sudern dürfen. Den anderen fragen was man tun soll usw. Und keiner wäre auf die Idee gekommen, dass gegen einen zu verwenden. Schlieslich ist es jeder irgendwann nicht gut gegangen.
Die Veränderung tut mir weh, aber ich habe es zu akzeptieren.
Schon zu meinem Selbstschutz.
Auch ich verhalte mich schon in bestimmten Situationen nicht anders. Es gibt in der Firma andere, jüngere, kostengünstigere Kollegin, die mehr Arbeitstunden brauchen und daran arbeiten.

Ich erzähle nichts mehr von meiner Arbeit und gebe so kein Wissen her. Somit kann mir auch kein Strick gedreht und gegen mich genützt werden. Die Menschen sind da gnadenlos. Jede kämpft um sein eigenes Überleben. Auch ich!
Ich bin aufmerksam und beteiligt, aber gebe kein Wissen mehr her.  Wenn jemand an meinen Stuhl sägt klopfe ich derjenigen/demjenigen auf die Finger und spreche es auch schon mal an, dass ich es verstehe, wenn sie mehr Arbeitsstunden wollen, aber da kann ich ihnen auch nicht helfen.

Aber es gibt auch Positives.

Ich halte mein Gewicht und setze meine Ernährungumstellung auch weiterhin um. Ich tue es für mich, dass es mir gut geht. Ich habe Träume, die ich mir erfüllen möchte, aber das funktioniert nur mit weniger Gewicht. Dass ist definitiv.
Mit Begeisterung lese ich die Posts von sudda, vor allem die alten, als sie mit dem Abnehmen begann. Nur kann ich mit Lchf nichts anfangen. Ich führe es darauf zurück, dass ich keine Galle mehr habe und mein Körper das viele Fett nicht verarbeiten kann.
Aber ich bleibe dran.
 

Freitag, 4. Januar 2013

Abgrenzung - was ist das?

Für mich war es bis vor kurzem so, dass ich andere Leute ziemlich gut wahrgenommen habe. Was ja an sich positiv ist. Ich möchte dabei aber auswählen können, wen ich genauer wahrnehmen will und wen nicht.
Gerade um das Nicht wahrnehmen wollen (auf Arbeit, da ich dort die oberflächlichen Kontakte habe) geht es mir.

Ist es Desinteresse? Nein. Es ist Selbstschutz. Denn wenn ich merke es geht jemanden nicht gut, dann versuche ich mich in Zuwendung. Und das wollen Menschen oft gar nicht, oder nicht von mir. Es ist unerwünscht. Die Beziehungen sind dafür zu oberflächlich. Und die Menschen haben ihren eigenen Plan. Auch wollen sie nicht, dass es anderen auffällt, wenn es ihnen nicht gut geht. Dass will ja ich auch nicht.
Was steht dahinter? Angst, Misstrauen, sich nicht in die Karten blicken lassen wollen oder auch andere Gründe, die möglicherweise nicht negativ sind.
Jede/jeder hat Verantwortung über sein eigenes Leben. Und wenn sie/er eine Hilfe oder ein Kommentar von mir oder einem anderen Menschen möchte, dann wird sie/er es auch sagen.

Was ein anderer tut und läßt ist sein Leben. Mein Fokus soll in erster Linie auf mich gerichtet sein. Eine Freundin sagte mir, dass ich viel zu viel für andere Menschen mache. Gut, dass liegt in meiner Natur und dafür habe ich auch den richtigen Beruf gewählt.
Aber jeder hat sein eigenes Leben und trägt dafür die Verantwortung. Der Mensch ist so zu akzeptieren und anzunehmen. Ohne Wertung meinerseits.

Es erleichtert das eigene Leben ungemein. Dann bekomme ich die Aggression nicht mehr mit. Das ist ein sehr gutes Gefühl.
Gestern habe ich kurzfristig auf einen Kollegen geachtet und gemerkt, wie er die Büroeingangstür heftig und lautstark zumachte. Ich weiß was bei dem los ist. Aber da ich schon früher unangenehme Erfahrungen mit dem Kollegen gemacht habe, ist es nicht gefragt seine Gefühlslage wahrzunehmen. Zumal er dann wieder sehr schnufftig reagiert und mich als Blitzableiter für seine schlechte Laune verwendet.
Wir begrüßen uns mit Namen und verabschieden uns so auch. Und das reicht aus. Ich schaue ihm dabei nicht in die Augen oder das Gesicht, da ich sonst seine Gefühlslage wahrnehme.

Wiederum fällt es mir auf, wenn ein andere Kollege fröhlich vor sich hinpfeifft. Das bringt mich zum Lächeln und macht auch mich froh.

Ein Beispiel für das Nicht mehr hinsehen ist für mich auch die Betreuerin meines Vaters. Ich weiß jetzt meine eigenen Ängste und mir ist ein Licht aufgegangen. Die Berührungspunkte die wir haben, werden erledigt. Zugewandt bin ich mir.  Ich ziehe mein Ding durch.
Und das sie den entwendeten Kasten wieder zurückstellen muss, hat sie zu erledigen.
Mein Mann hat zu mir gesagt, ich war kaltschnäuzig wie ich ihr das gesagt habe. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn ich muss auf meine Gesundheit achten (wirklich kaltschnäuzig kann ich so und so nicht werden).
Wenn ich mich über die Situation aufrege oder Ängste habe, schreibe ich sie auf. Dann werden sie auch weniger und ich bekomme im besten Fall meine gesunde Distanz wieder.

Und jetzt ist Wochenende und ich freue mich auf die freie Zeit. Morgen werde ich am Nachmittag eine Freundin besuchen und am Vormittag Zeit mit meinem Mann verbringen. Vielleicht wollen wir auch wieder frühstücken gehen.
Was wir am Sonntag machen ist noch offen. Ich weiß jetzt gar nicht wie das Wetter bei uns werden soll.

Und immer in Bewegung bleiben!

Ich wünsche Euch ein schönes und erfülltes Wochenende, liebe Grüße.

 

Mittwoch, 2. Januar 2013

Stalken, und was weiß ich

Heute war wieder der erste Arbeitstag.
Zuerst wollte ich die Geschichte nicht aufschreiben bzw. veröffentlichen, weil es wieder meine Unfähigkeit zeigt. Aber es zeigt auch ein Phänomen in meiner Firma. Und ich glaube, dass es in vielen Firmen so üblich ist bzw. ein Ausdruck der aktuellen Kommunikations- und Beziehungskultur ist.

Aus Datenschutzgründen halte ich mich etwas oberflächlich.

Ein Klient einer Kollegin läßt immer wieder für mehrere Wochen rumänische Gruppen bei sich im Zimmer wohnen. Es sind immer mehrere Leute, auch Kinder sind dabei. Den Tag und den Abend über gehen sie ihren Geschäften nach und in der Nacht kommen sie ins Haus, kochen in der Gemeinschaftsküche und benutzen das Gemeinschaftsbad, lärmen auch. In den letzten drei Wochen sind es zwei jugendliche Prostituierte mit ihren beiden Aufpassern. Die anderen Bewohner fühlen sich durch die Anwesenheit gestört und sie sehen nicht ein, dass sie selbst sich an die Regeln halten, keine Besucher beherbergen zu dürfen, aber der rumänische Staatsbürger darauf scheißt und damit auch durchkommt.
Seit September 2012 gibt es immer wieder Beschwerden von Bewohnern, dass ständig Leute da sind.  Meine Kollegin entschuldigte das Verhalten des Mannes und meint, er arbeitet, dass ist wichtig und die Besucher sind Verwandte von ihm. Gerade vor Weihnachten, als ich alleine im Büro war, tauchten drei Bewohner bei mir auf, um mit meiner Kollegin zu sprechen, dass sie bitte etwas unternehmen soll. Es ist Weihnachten wieder zu Auseinandersetzungen gekommen, weil dieser Besuch so laut war und seinen Dreck in der Küche und dem Bad hinterließ. Als Bewohner sich bei dem Besuch beschwerten, wurden sie verbal und körperlich von den beiden Luden bedroht.
Ich schickte die Bewohner zur Chefin. Sollten tätliche Auseinandersetzungen zu Silvester stattfinden wollte ich nicht diejenige sein, die Bescheid wußte und nichts getan hat. Zumal die Bewohner auch ernst genommen werden möchten. Diese hörte sich die Beschwerden vermutlich an, verfasste einen Brief in dem sie den Rumänen aufforderter, seine Besucher sofort des Hauses zu verweisen und rief mich an, dass sie den Brief mit mir in das Zimmer des besagten Herrn legen möchte.
War OK für mich. Wir waren eine Stunde unterwegs, trafen den Menschen im Zimmer eh nicht an, hinterliesen den Brief und tratschten.
Aber ich habe ihr auch gesagt, dass mich die Angelegenheit nichts angeht, dass die Sache meiner Kollegin ist.

Und worüber ich den Kopf schüttle ist, dass heute die Chefin meiner Kollegin gegenüber die Angelegenheit mit keinem Wort erwähnte. Sie hat ihr wohl den Brief gemailt, aber das war es.
Ich musste meiner Kollegin berichten, was in ihrer Abwesenheit vorgefallen war. She was not amused. Aber ich sagte ihr auch deutlich, dass es ihre Angelegenheit ist (was nicht stimmt, es ist unsere Angelegenheit!) und ich mich nicht einmischen will.
Und dann tauchte heute wieder ein anderer Bewohner auf und beschwerte sich bei der Kollegin über die Zustände. Sie hört es sich an.

Was mich heute fassungslos machte war, dass die Chefin die Angelegenheit meiner Kollegin gegenüber mit keiner Silbe erwähnte!
Wir haben klare Regelungen des Aufenthaltes bei uns. Es ist die Angelegenheit meiner Chefin, dass sie dafür sorgt, dass diese eingehalten werden, wenn ein Mißstand bekannt wird. Bei uns anderen Mitarbeiterinnen macht sie das auch.
Und hier passiert wie immer nichts.
Ich war frustriert und verärgert, dass es sowas überhaupt geben darf und habe zum Trost Schokolade weggefuttert. Und statt mir zu Hause den Salat zu machen, habe ich zu Toast mit Butter und Wurst gegriffen!
Bin ich ein A...

Ich weiß eh was los ist. Die Kollegin ist behindert, es geht ihr immer schlechter und keiner will sich mit ihr die Finger schmutzig machen. Sie gilt offiziell als begünstigte Behinderte und ist unkündbar. Es wäre für das Renommee der Firma nicht gut, wenn man sie hinausbekommen möchte. Ausserdem braucht die Firma Behinderte, weil sie sonst eine Strafe zahlen müssen. Also läßt man sie dahinwerkeln, in der Hoffnung, dass kein allzu großer Blödsinn herauskommt.

Passiert uns anderen Kolleginnen eine ähnlich gelagerte Geschichte, müßten wir noch am selben Tag diesen unerwünschten Besuch persönlich hinauswerfen und den Klienten nach der 2. Verwarnung auch. Was auch richtig ist so.

Ich trainiere seit geraumer Zeit, dass ich mich auf meine Klienten konzentriere, die im Auge habe und auf small-talk-ebene mit den KollegInnen (intensivere oder ernsthaftere Gespräche wurden immer wieder abgeblockt, waren nicht erwünscht) verkehre.
Dann fällt mir auch bei den anderen nicht viel auf. Die nehme ich dann gar nicht wahr, nur mehr oberflächlich. Und wir grinsen uns in der Teeküche an, begrüßen uns sehr höflich, sprechen immer wieder ein paar Takte miteinander und lachen und was dahinter abgeht interessiert niemanden!
Ich habe das mit meinem Kollegen, der seine Ex im Betrieb stalkt ja gar nicht mitbekommen. Wie es dem geht oder überhaupt ist mir nicht aufgefallen, da ich ihn zwar höflich begrüße, aber ihn auch nicht mehr wirklich ansehe.
Ich muss euch sagen, mir geht es bedeutend besser, seit ich mich auf diese Umgangsform eingestellt habe. Aber grundsätzlich finde ich es schlimm. Sehr schlimm sogar und es macht mich auch traurig.

Und das nächste Mal, wenn ich mich wieder frustriert fühle und etwas passiert ist, könnte ich mir sagen, ihr könnt mich alle mal, verarschen lasse ich mich nicht. Ich schaue auf mich.
Zu Hause mache ich mir einen Salat und zur Beruhigung einen Tee. Ich kann mich schütteln und bewegen, dann geht die schlechte Stimmung auch vorbei.



Neujahr

Jetzt ist er da, der 01.01.2013. Ist irgendwie schon etwas besonderes. Der Anfang vom neuen Jahr. Was wir da in den nächsten 364 Tagen noch alles erleben werden? Jeder Tag wird uns etwas bringen.