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Sonntag, 21. Februar 2016

Eine entrisches Erlbenis, dass viel Energie verschlungen hat

Ich schildere die Geschichte oberflächlich, sie war viel viel ausführlicher, was ich mit denen erlebt habe. Das sprengt aber hier den Rahmen. 

Ich hatte es die gesamt letzte Woche mit einem 35 jährigen Mann und seiner verrückten Mutter zu tun, die mich gar nichts angeht.
Ich sage nur schlimme Sachen, die es da so gibt.
Eine Frau die zum Fürchten ist. Und alles mit durchaus liebenswürdigem Gesicht.

Entgegen unserer Abmachung hat sie sich auf die Zimmersuche für ihren Sohn gemacht und die Zimmerauswahl ist nach dem folgenden Kriterium getroffen worden:
Sie hat vor dem Haus einer absolut gierigen Pensionszimmervermieterin einen Vogel auf dem Gehsteig hockend gefunden. Diesen Vogel hat sie aufgenommen und in ihrer hohlen Hand gehalten. Sie hat dem armen Tier dann ein Globuli verpasst, welches das Tier zuerst nicht annahm und dann im Schnabel hielt und es nicht hinunterschluckte. Dieses Verhalten erinnerte sie an ihren Sohn, der ihre Globuli auch immer so verweigert hat. Und da dieser kranke Vogel in den Garten der Pension hineingehüft ist, war dass das Zeichen für sie, dass ihr 35 jähriger erwachsener Sohn dort gut aufgehoben ist.

Und sie stellte auch fest, dass die Vermieterin sehr nett ist und eine gute Aura hat, die sie sehen kann. Wie ich das hörte, griff ich mir nur mehr an den Kopf.
Diese nette Pensionszimmervermieterin mit der guten Aura ist ein gieriger Mensche, der die Not anderer zum eigenen Vorteil ausnutzt.

Am nächsten Tag teilt diese Mutter mir den Auszug ihres Sohnes telefonisch mit. Der erwachsene Sohn kommt dann noch zu mir und schildert, dass er sehr schlecht geschlafen hat, weil die Matratze durchgelegen ist, der Lattenrost deto, das Wasser kalt ist und die Heizung nicht richtig funktioniert. Außerdem muss er sich das Bad und die Toilette mit 15 anderen teilen.
Ja ich weiß dass eh alles und finde dieses Schnellschußaktion der Mutter und des Sohnes unmöglich, zumal es anders vereinbart war. Aber die Alte, mit der ich eigentlich nichts zu tun habe,  hat einfach auf unsere Vereinbarung geschissen und ihren Sohn, der sie angerufen hat, eingepackt.
Der Mann war dann alleine bei mir, hat mir den Wohnungsschlüssel gebracht und wir haben den offiziellen Umzug besprochen. Ich habe ihm eindringlich gefragt, ob das wirklich seine Entscheidung war. Daruaf sagte er nicht. Beim Hinausgehen meinte er noch, dass dieses Pensionszimmer zum Saufen einlädt. Ja, dem gebe ich recht.
Und weil ich ein gutmütiger Mensch bin und seine Not sehe, bekommt er das Angebot, wieder in die Wohnung zu ziehen. Mitteilen soll er mir das morgen. Und er hat mir das zu sagen, nicht seine Mutter.

Am nächsten Tag habe ich natürlich wieder die Mutter am Telefon und nicht ihn. Und die schildert mir das Zimmer und will eine andere Wohnung erpressen, die es für ihn nicht gibt.
Sie weißt mich auch darauf hin, dass sie schamanisch ist und dass ich froh sein kann, dass ich nicht dass sehe, was sie sieht von der Zukunft.
Sie ist ja sehend und hat auch einen Draht nach oben.
Sie will von mir immer wieder wissen, wie es bei ihrem Sohn weitergehen wird. Wie es sein wird, wenn er dies oder jenes macht. Das kann ich ihr nicht beantworten. Und weil es auch eine Gesetzmäßigkeit ist, dass es so wie man es geplant hat nicht sein wird. Das versteht diese Frau nicht, obwohl ich mir sicher bin, dass sie sich schon oft genug ihren Kopf angeschlagen hat.
Ich bin sehr erschüttert über die zwischenmenschlichen Dynamiken. Die Schwierigkeiten des erwachsenen Sohnes, die der gesamten Familie.

Und wieder am nächsten Tag ruft mich diese Mutter nochmals an, mich schüttelt es schon innerlich, wie ich ihre Stimme höre. Was will sie wieder von mir. Sie fragt mich ob sie mich privat was fragen darf. Nein, ich bin hier beruflich.
Sie meint, dass es für mich beruflich sicher wichtig ist wo ich Grenzen setze und wo nicht. Da hat sie vollkommen recht, nur gibt es auch die Grenzen, die einem von außen gesetzt werden. Und da kommt man nicht aus. Was die Frau bezweifelt, den sie meint, dass es das Schicksal und das Karma gibt. Gute Frau, jetzt habe ich dich: Und ich sage ihr, dass ein anderer nicht in das Schicksal eines anderen Menschen verändern eingreifen dürfe.
Und das hört sie jetzt und zieht sich nicht aus der Verantwortung. Allerdings weiß ich über die Macht der Verleugnung und dass das kurze Erkennen nicht anhalten wird. Zumal ich überzeugt bin, dass ihr das schon oft genug von anderen gesagt wurde.
Ich bin wieder sehr entsetzt über das Gespräch.

Für mich ist diese Frau so eine, die immer andere beschäftigt mit ihren Problemen oder mit vorgegaukelten Problemen, Lösungen haben will, darauf scheißt was ihr die Menschen geben und beinhart ihres durchzieht. Ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer, nur sie und ihres. Und sie ist immer die Arme.

Aus dem letzten Gesprächsinhalt mit der Mutter bin ich hellhörig geworden und habe im Internet den Namen der Mutter eingegeben. Auf was ich dann gestoßen bin? Auf einen großen Bauernhof, der Pensionszimmer anbietet (Tourismusgebiet), die eine Schischule und eine Langlaufschule betreiben und einen neugebauten Stall, mit geschnitztem Holzaufbau (also ein prächtiges Teil) haben.
Eine Familie die Geld und Besitz hat. Und der Großvater von meinem Klienten war der Bürgermeister in diesem Tal. Auch hat die Familie enge Beziehungen zu den einflussreichen Kaisern in dieser Region.
Das ein Leben in der Stadt für den Sohn ein sozialer Abstieg ist, als ehemaliger Hoferbe.
Es hat mich sehr wütend gemacht als mir klar wurde, das finanzielle Mitteln ausreichend vorhanden sind und sich die Familie die Versorgung des Sohnes leisten kann.

Wiederum am darauf folgen Tag ruft mich ein uralter beruflicher Bekannter an, der im selben Dorf wohnt wie diese Familie. Ich habe ihn das letzte Mal vor ca. 13 Jahren gehört. Bevor er in Pension gegangen ist.
Kurz und gut, rausgekommen ist bei dem Gespräch, dass dieser Bekannte für den Sohn am kommenden Montag, also morgen, einen Sozialamtstermin vereinbart hat. Denn vielleicht kann ihm die dortige Sozialarbeiterin weiterhelfen.
Ich bin so verärgert und frage ihn , was diese den helfen soll? Es wurde alles getan was möglich ist.
Ja, der Mann hat auch kein Geld mehr, weil er den letzten Rest des Arbeitsosenunterstützung und der Mindestsicherung im Bordell ausgegeben hat.
Ich bekomme so eine Wut und sage ihm meine Meinung und dass ich auch die prächtigen Bilder auf der hofeigenen Homepage gesehen habe und die politische Verbindung kenne. Das die Familie Geld hat.
Ich war so sauer!

Und dann habe ich erfahren, dass der Anfang der Beziehung von Mutter und Vater unter einem schlechten Stern gestanden hat. Die Mutter ist damals aus Berlin auf Urlaub ins Alpendorf gekommen. Der Vater war ein ziemlicher Weiberheld, und hat auch mit dieser Frau ein Pantscherl angefangen. Mit dem Unterschied, dass er diese nicht mehr losgeworden ist. Das erste Kind ist gekommen und sie hat sich bei seinen Eltern eingenistet. Vier weitere Kinder sind zur Welt gekommen.
Der Vater hat seine Skischule betrieben, ist jeden Tag seines Weges gegangen und hat die Türe hinter sich zu gemacht. Die Mutter hat sich aus Unglück in die Esoterik geflüchtet.
Und der Sohn, der ehemalige Hoferbe, hat den Ausstieg gesucht und versucht es dem Vater gleichzutun, was aber schief gegangen ist. Außerdem kann er seine Sexualität nicht leben, was natürlich blöd ist, wenn du ein Frauenheld sein möchtest.
Und dass diese Mutter so eine Schreckensherrschaft bei ihren Kindern aufbauen konnte, wurde in einem Gebiet, das von Mythen und Sagen nur so strotzt, noch unterstützt.

Und weil ich mich so ärgere über die beiden und weil es das Ende der Woche ist, beende ich das kurze Gastspiel des Mannes bei uns endgültig. Die bisher noch von mir zurückgehaltenen Informationen und Unterlagen finden den Weg in den offiziellen Abschluss.




Kommentare:

  1. Und was ändert sich an der Situation, wenn Du Dich so ärgerst? Außer das es auch Dein Leben beeinflusst und nicht gerade schöner macht?
    Ich würde versuchen diesen Ärger nicht mehr zuzulassen, weil er sinnlos ist und Dir schadet. Unser Leben ist zu kurz, um es mit ärgern zu verbringen :)

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  2. Grundsätzlich stimmt es, dass sich an der Situation nichts ändert, wenn ich mich ägere. Und natürlich macht der Ärger etwas mit mir.
    Andererseits, bin ich in das bizarre System der beiden Menschen persönlich stark involviert gewesen und meinem Ärger und der Empörung verdanke ich es, dass ich stand gehalten habe. Wenn ich den nicht gehabt hätte, wäre ich den beiden auf dem Leim gegangen und hätte mich weiterhin um ihn und dann sie bemüht.
    Ich weiß schon jetzt, dass mich am Montag das Sozialamt anrufen und versuchen wird Verantwortung auf mich abzuschieben. Ich soll doch machen. Und das werde ich sicherlich höflich zurückweisen und auf die eigene Entscheidung und meine mehrmaligen Angebote verweisen.
    Und ja, ich werde mich über die beiden und das Agieren nicht weiter zu ärgern. Ich verbuche es unter einer Erfahrung mehr und gebe keine Gefühle mehr in die Angelegenheit dieser Leute.
    Ich atme durch und lasse meine Gefühle sinken
    Liebe Grüße
    ganga

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  3. Grundsätzlich stimmt es, dass sich an der Situation nichts ändert, wenn ich mich ägere. Und natürlich macht der Ärger etwas mit mir.
    Andererseits, bin ich in das bizarre System der beiden Menschen persönlich stark involviert gewesen und meinem Ärger und der Empörung verdanke ich es, dass ich stand gehalten habe. Wenn ich den nicht gehabt hätte, wäre ich den beiden auf dem Leim gegangen und hätte mich weiterhin um ihn und dann sie bemüht.
    Ich weiß schon jetzt, dass mich am Montag das Sozialamt anrufen und versuchen wird Verantwortung auf mich abzuschieben. Ich soll doch machen. Und das werde ich sicherlich höflich zurückweisen und auf die eigene Entscheidung und meine mehrmaligen Angebote verweisen.
    Und ja, ich werde mich über die beiden und das Agieren nicht weiter zu ärgern. Ich verbuche es unter einer Erfahrung mehr und gebe keine Gefühle mehr in die Angelegenheit dieser Leute.
    Ich atme durch und lasse meine Gefühle sinken
    Liebe Grüße
    ganga

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  4. Liebe ganga, ich bin ein wenig sprachlos, wenn ich das lese. Ich weiss ja nicht, worin genau Du ihn unterstützt oder betreust, aber wenn die Familie so wohlhabend ist, müssen die dann nicht auch für ihn aufkommen?

    Wie auch immer es ist, solche verworrenen Zustände kann man nicht mehr entwirren. Leider ist es oft so, wenn Personen Geld haben, dann setzt sich auch immer irgendwer für sie ein. Nur dann sollen diese Leute sich kümmern und nicht Du, die sicher schon genug getan hat.

    Ja, lass den Ärger sinken. Du tust jetzt, was Du für richtig hälst und bist die zwei hoffentlich los. Diskussionen mit der Mutter bringen rein gar nichts. Wenn sie die Zukunft angeblich kennt, dann muss sie Dich ja nicht mehr fragen, wie es weiter geht!

    Trotzallem wünsche ich Dir einen schönen Wochenstart und wie gesagt, lass den Ärger los. Das ist die nicht wert :)

    Liebe Grüsse
    Clara

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  5. Wenn der Betroffene nicht selbst über ein Vermögen oder ein ausreichend hohes Einkommen verfügt, und er ein geringeres Einkommen als die Sozialhilfe ausweist hat, kann er Geld vom Staat beantragen. Da kannste nix machen.
    Aber ich sag mal, die beiden Superschlauen sind nicht sehr geschickt im Umgang mit Ämtern und Behörden. Sie sind wohl bauernschlau und kommen in ihrem Tal und auf dem Berg gut zurecht, aber die Stadtgepflogenheiten kennen beide nicht. Heute hat mich die Referentin vom Sozialamt angerufen und mir erzählt dass die Mutter mit dabei ist und sie sich nicht auskennt was die beiden überhaupt wollen. Das der Sohn kein Geld mehr hat, weil vertan ist seine Sache.
    Und sie brauchte wem zum Reden, weil auch bei ihr die beiden einen großen Druck aufgebaut haben.
    Ich bin froh, dass ich dem verzogenen Mann und seiner angeträllerten Mutter den Gar aus gemacht habe.
    Und den Ärger habe ich gut weggesteckt.

    Liebe Grüße
    ganga

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