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Freitag, 8. Februar 2013

Streicheleinheiten

Gestern war ich ja auf Fortbildung. Das Thema war, wie geht es uns in der Abteilung und wo stehen wir.

Dieser Fortbildungstag war sehr wohlig gestaltet. Das Seminarhaus war ein renovierter Bauernhof und es war eine gute Athmosphäre. Eine gute Mischung zwischen alter Bausubstanz und neuer klarer Einrichtung, die trotzdem Wert auf Gemütlichkeit und Wohlbefinden legt. Die Sessel waren angenehm gepolstert, die Wände in ansprechenden Farben gehalten (orange, creme), Stein - und Holzfußböden und vor allem, das Essen war super.
Ich war schon lange nicht mehr bei so einer Veranstaltung wo für einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin so gut gesorgt worden ist.
Beim Ankommen ist schon Frühstück zubereitet worden. Alles begann ohne Streß und Hetzte. Keine Moderatorin, die auf die Uhr zeigt und sagt, fangen wir an. Es hat sich alles von selbst ergeben.

Was ich vom Inhalt halten sollte, weiß ich noch nicht. Die Moderatorin oder wie ich sie sonst nennen sollte, hat mir gut gefallen. Die hatte es nicht nötig, über andere zu werten, drüberzufahren oder spitze Bemerkungen zu machen.
Die hatte einfach eine gute Ausstrahlung und auch unsere "Streithansel" fühlten sich von ihr nie provoziert. Und trotzdem hat sie ihres gut vertreten. Die Frau bietet auch Seminare an wo es um Streitkultur, Resilienz, und Umgang miteinander geht.
Ich habe in Fortbildungen schon lange keine Person mehr erlebt, zu der ich gerne hingehen würde.
Bei dieser Frau habe ich aber den Eindruck, dass da was wertvolles wachsen könnte.
Und die anderen KollegInnen haben sich scheinds auch so wohlgefühlt. Wir haben viel gelacht. Es ist nicht wirklich um etwas gegangen. Und gerade dadurch habe ich den Eindruck , dass wir ein Gefühl von Zusammengehörigkeit gehabt haben. Man konnte sich auf den anderen einlassen.

Den anderen gelten lassen.
Wenn ich einen fremden Menschen treffe, erst einmal offen auf ihn zugehen, nicht auf Vorsicht 5 Schritte zurückgehen und erst einmal beobachten was das für ein Mensch ist!
Sollte mich der andere blöd anmachen, ist es besser sich zu wehren und auch zu "schiessen" (das ist jetzt mein Ausdruck).
Und nicht nachtragend sein. Wenn etwas vorbei ist, ist es vorbei. Also wieder ins Geschehen gehen. Den anderen die Chancen geben.

Angeblich können das Männer sehr gut. Ich habe mich da an die Juristen erinnert, die sich am Gericht auf das wüsteste beschimpfen, dann ist die Verhandlung vorbei und egal wer gwonnen hat und wer verloren hat, sie gehen miteinader etwas trinken und lachen und pallavern.

Auf den Nachhauseweg habe ich eine Kollegin mitgenommen, die ich immer schon nett fand. Wir hatten ein sehr tiefsinniges Gespräch über die eigenen Kräfte und wie wir sie uns erhalten. Da braucht es schon Vertrauen, dass du dich so öffnest.
Ich selbst bn ja auch schon so schleissig, dass ich so wertvolle Begegnungen wieder schnell vergesse und meinen eigenen Trott weitergehe.
Ich habe mir jetzt vorgenommen, dass ich das in diesem Fall nicht tun werde. Ich habe einen netten Menschen getroffen, der sich mir geöffnet hat. Das gbegenet mir eh kaum noch. Diesen Kontakt werde ich pflegen. Für das Mitnehmen hat sie mich auf einen Kaffee eingeladen. Wenn es pasßt komme ich gerne auf dieses Angebot zurück.

Ich habe in der Nacht so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr.

*

Vom Anwalt habe ich noch nichts gehört.
Auf der Heimfahrt von der Arbeit bin ich am Haus meines Vaters vorbeigefahren und hätte eigentlich auf einen kurzen Besuch gerne vorbeigeschaut.
Die Anwesenheit von Frau W. wollte ich mir aber nicht antun, also bin ich weiter gefahren.
Vielleicht scheue ich sie momentan auch. Aber das darf auch einmal sein. Sonst gehe ich eh immer so tapfer in die Höhle der Löwin.

Ich wünsche euch noch eine gute Nacht und süße Träume.

ganga








 

Kommentare:

  1. Gute Seminare können eine weit über den Tag oder das Wochenende hinaus tragen.
    Gute Erfahrungen sind heute manchmal schwach gesät.
    Wie schön, dass Du so offen sein konntest.

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  2. Ich merke gerade, dass ich das gute Erlebnis mit meinen Sorgen schon wieder vergessen habe. Ich werde mir deinen Kommentar in meinen Kalender schreiben. So behalte ich diese schönnen Erlebnisse im Auge und erfreue mich daran.
    Dir einen guten Wochenbeginn

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