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Mittwoch, 22. August 2012

Auf's Essen vergessen

Ich weiss nicht was ich mir dabei gedacht habe, aber ich ging davon aus, dass es mir reicht, mich im Urlaub von Obst und Gemüse der Region zu ernähren. In der Früh noch zwei Semmeln vom Bäcker, der mit seinem mobilen Verkaufswagen kommt und mehr brauche ich nicht.
Am Abend wurde ich eines Besseren belehrt. Kreislaufschwäche, Kälte, einfach ein verdammt komisches Gefühl. Bis ich dann doch draufgekommen bin, dass es möglicherweise an zu wenig Nahrung liegen könnte. Bingo, dass war es. Ich habe gleich zwei Semmeln mit Geräuchertem verdruckt und eine Pfirsich als Nachspeise. Dazu einen Liter Wasser. Auf's trinken habe ich auch vergessen.
War es heute die Hitze die meinem Körper und Geist zugesetzt hat, dass ich auf eine meiner Lieblingsbeschäftigung vergessen habe.
Es war heute so heiss. Gefühlte 60 Grad im Bus. Draussen hat es diese hohen Grade nicht, dafür war die Luftfeuchtigkeit der Killer.
Essen war da einfach nicht angesagt. Es war zu heiss.
Dann bin ich nichtsahnend barfuss vor den Bus gegangen. Kieselsteine, ach die sind sicher schön warm. Ich bekam eine Vorstellung davon wie es sein könnte auf glühenden Kohlen zu laufen. Es war sehr heiss.
Dann zog ich mich wieder in den Bus zurück, dass kam mir sicherer vor.

Das muss ich noch erzählen. Bevor ich zu dem Geräucherten mit ordentlich Speckrand griff, versuchte ich es noch mit einer Dose Karotten, die ich in weiser Voraussicht gekauft habe (ich kaufe sonst nie Dosen). Im Glauben , dass ich dann ein schnelles Essen habe. Dose auf, Magen gesättigt.
Dann öffnete ich diese tolle Dose mit Öffnungslasche, also man sieht, es geht wirklich einfach, und probierte die ersten Bissen. Ich war sehr erstaunt. Die Karotten waren heiss!
Ich hatte sie nichts schlimmes ahnend nicht in der Kühlschrank getan, sondern in ein normales Staufach im Auto. Ist ja eine Dose. Dass der Inhalt zum Kochen kommt, auf die Idee bin ich nicht gekommen.
Also darf ich damit zur Biotonne gehen. Ich habe kein gutes Gefühl diese Teile zu essen.


Aussehen tun sie ja noch knackig und frisch.

 

Dienstag, 21. August 2012

Ein Tag

Das Leben am Campingplatz läuft beschaulich dahin. Man gewöhnt sich schon ein. Die Wäsche wird gewaschen. Für mich immer ein untrügliches Zeichen dass ich wo angekommen bin.
Man weiss wer Heim oder weiter fährt, wer schon wie lange hier ist, und auch wem Unglück wiederfahren ist.
Da ist die Frau, die so starke Durchblutungsstörung hat, dass sie kaum mehr laufen kann und auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen ist. Trotzdem hat sie immer ein Lächeln auf dem Gesicht und macht Spass mit den Leuten.Wenn man das kann, ist es möglicherweise kurzweiliger auf einem Campingplatz als in einer Wohnung zu sitzen, wo nicht einfach die Leute vorbeikommen.
Oder Maria, die Dienst am Campingplatz hat und um ihr Bauernsacherl in Slowenien bangt, da innerhalb der letzten drei Tag vier Brände in der Umgebung gelegt wurden. Gerade eben höre ich auch wieder eine Sirene.

Seit Tagen höre ich immer wieder rhythmische Klopfgeräusche. Es ist aber keine Trommel und es spielt auch niemand Tischtennis. Es wird mit einem kleinen Holzklopfer auf ein Holzbrett geklopft. So sollen die Stare aus den Weinbergen vertrieben werden.

An meinem Spazierweg gehe ich an einer Datscha vorbei. Seit drei Tagen steht ein Auto mit dem Kenzeichen von Wien vor der Tür. Die Fenster stehen den ganzen Tag offen, gelüftet wird. Es ist ein schönes Haus mit Charakter. Häuser wollen bewohnt werden.
Noch vor Jahren waren die Fensterbalken zu, der Garten verwüstet, die Bäume und Hecken wuchsen dahin, das Obst wurde nicht geerntet. Jetzt ist das Haus weiss gekalkt, der Garten sieht nach Leben aus.







Ein Blick auf die slowenische Seite der Mur.

Da hat vor kurzem ein Gewitter ihre Spuren hinterlassen


Montag, 20. August 2012

Wildschweinbraten anders

Die Spuren der Wildschweine sind in der gesamten Au gut zu sehen. An manchen Stellen riecht es auch sehr würzig nach den Vierbeinern. Dann weiss man, das sie ganz in der Nähe rasten und ruhen. Wildschweine sind ja nachtaktive Tiere.
Ich achte darauf, dass meine Hündin nicht ihrem Jadgtrieb nachgeben kann, denn eine Begegnung Hund und Wildschweine und ich wäre nicht unbedingt das was ich mir wünsche.
Die Viecher sind beeindruckend. Aber in ihrer Ruhe wollen sie nicht gestört werden. Schon gar nicht von Touristen, die ihren Hund freilaufen lassen.





Ella nach einem Bad in der Mur. Es ist noch Vormittag bzw. gegen Mittag und da trocknet so ein Hundepelz noch über den ganzen Tag.Was ihr hier seht ist eine grasende Hündin. Damit ihr Magen-Darmtrakt gesund und frei von Unverdaulichem bleibt grasen Hunde ja. Dann können sie das Ungewünschte irgendwan heraufwürgen.

Mich hat noch ein kleiner Sonnenstich erwischt. Ich bin in der Sonne eingeschlafen und nach über 2 Stunden in der prallen Hitze war mir nicht wirklich gut. Dank Arsen und Belladonna wurde es aber über Nacht wieder in Ordnung. Aber morgen ist kein in die Sonne liegen angesagt.



Samstag, 18. August 2012

Murau

In Bad Radkersburg fließt der Grenzfluss zu Slowenien, die Mur mit ihren Auen.


                                         Eine Rotte Wildschweine war hier unterwegs.
                                         Wahrscheinlich war das ihr Schlafplatz weil gar
                                         so viel Matsch da ist.


                                   
                                     








Am Campingplatz kommen und gehen die Leute. Andere wiederum sind Monate hier. Mir ist dieses Jahr ebenfalls nach Ruhe, Entspannung und Natur. Ich würde gerne den ganzen Sommer hier verbringen.
Es hat eine Qualität wegzufahren. Andere Bilder zu sehen. Musse stellt sich ein.
Das Leben auf einem Campingplatz ist auf eine eigene Art und Weise spannend. Fad wird einem nicht, den ständig tut sich etwas.
Da es momentan sehr heiss ist, liegen die Menschen vor ihren Wohnwägen oder Zelter, in der Hoffnung doch etwas Wind abzubekommen. Dinge die zu Tun sind werden in der Früh erledigt oder am Abend. So wie es halt im Süden auch ist.
Ich verstehe die Griechen, wenn sie sagen "avrio", also morgen. Morgen wird der Rest gemacht. Und so gibt es immer wieder ein avrio.

Freitag, 17. August 2012

Ich bin gestern in Bad Radkersburg am Campingplatz angekommen. Dort sind Leute von Mitte Sechzig aufwärts, die schwimmen gehen, Rad fahren, wandern. laufen usw. Also voll aktiv sind. Ich frage mich, wie es mir wohl in dem Alter gehen wird, wenn ich jetzt schon schwer übergewichtig bin und aufgrund dessen um einiges inaktiver.

Jedenfalls bin ich vor 3 Jahren selbst noch dieses vulkanische Hügelland hinauf und hinunter geradelt. Und gut ist es mir gegangen, auch wenn ich mich geschunden habe.
Dazu ist dann eigentlich eh nichts mehr zu sagen,was ích nicht eh schon weiss.

Jedenfalls möchte ich euch noch gerne eine Impression aus den Garten der Campingplatzfrau zeigen. Die Früchte und das Gemüse verkauft sie am Campingplatz. 




Also bin ich gut versorgt. Ich muss mich nicht nur von Brot ernähren. Das Essen ist gesichert.

Zu Hause war in den letzten Tagen wegen der Urlaubsvorbereitung kaum mehr was zu essen. Dass verkrafte ich nicht. Wenn ich nichts zu Beissen bekomme, werde ich unleidlich und absolut grantig, zum Berserker sozusagen. Ich bin dann noch nächtens zur Tankstelle gefahren um mich mit Marillenknödeln einzudecken. Nach dem Essen ging es mir besser. Ich war für andere wieder ansprechbar.

Donnerstag, 16. August 2012

Heute war ich beim Osteopathen, mir mein Kreuz wieder einrichten lassen. Bis auf zwei Kleinigkeiten war wieder alles geschmeidig und beweglich.
Es trägt also doch Früchte, dass ich mich regelmäßig bewege, Yoga mache, Meditiere und Rad fahre. Außerdem bin ich längst nicht mehr so verspannt wie Anfang Sommer. Da war mir ja, als wie wenn ich eine Eisenfaust im Kreuz habe.

Heute zieht das Wetter wieder ganz schön herum. Sonne, Regen, mächtig Wind. Die Atmosphäre ist ziemlich aufgeladen.

Mit dem Abnehmen ist es auch so eine Sache. Die LCHF Ernährungsumstellung vertrage ich nicht, da mein Körper das Fett nicht mehr verarbeiten kann. Ich habe nämlich keine Galle mehr.
Also muss ich mir was anderes überlegen.
Denn so ist es auch kein Zustand mehr.

Mittwoch, 15. August 2012

Ich habe jetzt die drei Bücher von Luisa Francia bekommen:






Beim magischen Alltag habe ich schon angefangen zu lesen. Ich bin einfach begeistert von ihr.
Sie ist so handfest und ich finde man merkt, dass sie viel Lebenserfahrung hat und sich wahrscheinlich wenig gescheut hat, nicht genau hinzusehen.

Sie hat auch ein Kapitel über zerstörerische Energien geschrieben. Der Titel davon ist "Annahme verweigert".
Ich glaube mittlerweile daran, dass einen Menschen wirklich aus tiefsten Herzen hassen können.
Ob aus "richtigen" oder "falschen "Gründen.