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Montag, 18. September 2017

Ich liebe dich, ich liebe dich nicht ....

... und was das mit meinem Halbbruder zu tun hat.

Da kommt mir der Halbbruder unter und dann taucht dieses Problem bei mir auf.
Damals 2013, wie ich ihn das erste Mal gesehen habe, habe ich sofort gewusst, dass ich einen üblen Charakter vor mir habe. Und trotzdem habe ich mich auf ihn eingelassen, sogar im Übermaß.
Und bei der ganzen Ablehnung spürte ich auch immer ein warmes zugewandtes Gefühlt ihm gegenüber und bekam ein schlechtes Gewissen (wegen der Ablehnung), dass auch noch so stark war, dass ich ihn  viel zu nahe an mich heran kommen lies.

Ich habe erlebt, dass es Energievampire sind. Nur saugen und das haben wollen, was ich habe. Gehe ich in ein Lokal und sie haben das bemerkt, waren sie auf einmal auch Gäste. War ich in Kartenspielrunden, waren sie auf einmal auch dort präsent und der Halbbruder deklarierte sich als Kartenspielprofi, der er nicht ist. Habe ich Einladungen von der Jägerschaft im Dorf bekommen, hat sich der Halbbruder auch mit den Jägern gut gestellt. 
Überspitzt gesagt, wenn sie merken würden zu welchem Friseur ich gehe, würde seine Lebensgefährtin sicherlich auch dort auftauchen. 
Darum habe ich ihn auch "Den Stalker" getauft.

Dabei ist er mir nicht wohlgesonnen und verletzt mich. 

Jetzt denke ich mir natürlich, dass man jedweden Kontakt zu so einem Menschen abbricht. Und was passiert mir, ich habe dabei ein schlechtes Gewissen! Und das ist so quälend, dass ich nicht weiterkomme in meiner "Ablösung" von dem Halbbruder. 

Mittlerweile stehe ich in meiner Kneipe auf, wenn diese Leute hereinkommt und sich an den Tisch setzt, wo ich sitze. Ich grüße sie, und entweder zahle ich gleich darauf und gehe oder ich nehme mein Getränke, stehe auf und gehe an einen anderen Tisch. Dabei verabschiede ich mich von ihnen.
Und immer hatte mich das schlechte Gewissen im Griff.

Ich suchte in meiner Kindheit nach den Gründen für diesen festsitzenden Konflikt und dem schlechten Gewissen, meinte es sei Dieses und dann wieder Anderes. Der Konflikt blieb, ich kam keinen Millimeter weiter in meiner Ablösung, von dem Kerl und seinem Anhang.

Die Aufdröselung dessen, was war begann zu erst einmal damit, dass ich erkannte, dass mich mein Mann in den Kontakt zu meinem Halbbruder hineinmanövrierte.  Nicht ich habe den Kontakt gesucht.
Ich wollte zu dem Menschen keinen näheren Kontakt, da ich sofort seine Verwahrlosung und Asozialität sah. 
Wieso mein Mann den Kontakt zu diesen Menschen unbedingt wollte haben wir miteinander geklärt.

Und weil diese Menschen mir auf einmal so nahe waren, begann mein Dilemma. 
Sie haben im Prinzip dass selbe Verhalten wie meine Mutter. Ein uraltes Kindheitstrauma wurde bei mir bedient. Die Lösungen, die ich im Umgang mit ihnen suchte und fand griffen dabei nicht.

Um was geht es? 

Es geht um die Liebe, um die mangelnde Liebe, darum der Liebe immer hinterher zu laufen, sie zu suchen bei den Menschen, die sie einem so und so nicht geben, bei Menschen die nicht liebesfähig sind und sich abweisend und gemein zu einem verhalten.

Klar, weiß ich, dass man mit solchen Menschen nichts zu tun haben will. Aber dieser emotionale Film ist nicht auf der sachlichen Ebene lösbar, auch nicht von dieser Seite zu betrachten.

Es ist die Schattenseite der Liebe.
Gehe ich davon aus, dass man die Liebe als Kind uneingeschränkt bekommen sollte, bekommt man sie auf der Schattenseite nicht. 
Was ist die Folge für ein Kind? Es läuft der Liebe immer hinterher. Es läuft der Mutter oder dem Vater immer nach, will sich beweisen, duckt sich, kommt immer wieder angekrochen und wird doch immer wieder getreten. Das sind jetzt extreme Beschreibungen, aber genau so funktioniert es.
Und dabei entsteht in einem das Bild, dass Zuwendung und Liebe mit Missachtung verbunden ist. 

Das man bei der Liebe im Vollem schwelgt, das man Liebe bekommt einfach weil man so ist wie man ist, dass man als liebenswerter Mensch keinen Kontakt zu miesen Stinkstiefeln haben will, ... auf die Idee kommt man nicht. 

Rettung kann es geben, wenn man im Kindheitsalter einen Menschen hatte, der einen uneingeschränkt geliebt hat. 
Ich gehe auf die Suche und finde jemanden, an den ich mich auch erinnern kann. Ein Vorbild, wie liebevolles Verhalten sein kann. Und ein Mensch, für den ich etwas Besonderes war.

Mein Dilemma war, dass ich eine Sehnsucht in mir trage von der Mutter und dem HB geliebt zu werden. Bei beiden habe ich instinktiv erfasst, dass sie aus dem gleichen Holz geschnitzt sind und diese manipulative Nicht-Liebe pflegen. Beide sind dann persönlich sehr betroffen, wenn ich sie ablehne und ich bekomme dann ein schlechtes Gewissen, weil ich sie nicht mag, obwohl sie mich ja so gerne haben. Zum Fressen gern!

Grundsätzlich kann ich davon ausgehen, dass eine Mutter ihr Kind liebt. Uneingeschränkt und ihm nichts antun will für die Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse. Auch kann ich davon ausgehen, dass ein Bruder liebevoll mit einem ist.
Es gibt keinen Grund, wieso sich irgend jemand mir gegenüber verletzend verhalten soll.

Und das Bild wendet sich.
Ich bin ein liebevoller Mensch, der Mitgefühl geben kann, und ich bekomme die Liebe, die Anerkennung, die Zuwendung die ich aussende.

Die Doppelbotschaft hat gelautet "Ich liebe dich, ich hasse dich, aber ich kann ohne dich nicht leben".

Der Drang dort hin zu gehen, doch geliebt zu werden von diesen Menschen. Zu meiner Mutter fahre ich auch immer wieder. Sie braucht mich jetzt. Aber Brauchen ist nicht Lieben. 

Als normal sozialisierter Mensch sagt man eigentlich dazu: "Früher hast du mich nicht geliebt und warst böse zu mir, jetzt wo du alleine und hilflos bist und dir kein anderer Mensch mehr geblieben ist, brauchst du mich. Aber so brauchst du nicht zu mir zu kommen, schau dass du weiterkommst und Land gewinnst".

Es ist einfach nur traurig, dass sich Menschen zu mir und auch zu anderen so verhalten.
Das ist der Punkt:

Trauer


Ich bedaure es zutiefst, dass ich keinen Bruder habe, der mich gern hat. Es ist traurig, dass ich keine Mutter hatte, die mich von Herzen liebtE und mir Gutes tun wollte.

Ich bin sehr traurig und spüre den Verlust.




Trauer als Zustand verwundet,
Trauer als Prozess vertieft.

(c) Peter Horton


Ich hab es nicht mit der Trauer, die kam bisher nicht einmal in meinem Wortschatz vor. Ich glaube, ich stecke in der Trauer fest, weil ich viel zu viel Esse. Man sieht mir meine Gewichtszunahme bereits deutlich an: Nicht stehen bleiben, akzeptieren, dass es ist wie es ist und weitergehen. 






Samstag, 16. September 2017

Energievampirismus



Foto: Ganga

Sich füreinander zu erwärmen
ist eine überaus menschenfreundliche Energie

(c) Ernst Ferstl


Es gibt mir zu denken, dass ich immer wieder an Menschen gerate mit denen die freundschaftlichen Beziehungen ziemlich einseitig sind. Nicht selten spüre ich Ärger und es tut mir weh, wenn ich merke, dass ich kein Mitgefühl und Interesse an mir zurückbekomme und trotzdem füttere ich diese Menschen weiter.

Ich nehme einmal an, dass die Weisheit "Das was du ausstrahlst kommt zu dir zurück" auch hier gültig ist.
Ich muss eine bestimmte Ausstrahlung haben und ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen, dass ich für solche Menschentypen interessant bin.
Sie werden gemeinhin als Energievampiere bezeichnet, Leute, die Aufmerksamkeit, Zuwendung und Mitgefühl haben wollen, ohne aber selbst dieses herzugeben.
Wenn du selbst einmal Zuwendung brauchst, "fahren sie dir mit dem Arsch ins Gesicht". Dieser Ausdruck von Clara beschreibt es treffend. Nämlich auch mit der Brutalität, mit der sie einem im Regen stehen lassen und dann noch draufschlagen.

Diese Menschen haben meistens einen niedrigen Energiespiegel und den unbedingten Willen die Energie von kraftvolleren Menschen zu bekommen. Ein Energievampir muss selbst nicht unbedingt merken, was er da treibt.
Sie kommen im Prinzip mit ihrem Leben nicht zurecht und wollen durch Jammern, Fragen was sie tun sollen,... ihre emotionalen Defizite auffüllen ABER ohne dass sie dabei etwas an ihrem Leben verändern! Fordert man sie zur Auseinandersetzung mit ihrem Problem auf, reagieren sie abweisend, sie lügen, ... der Effekt sollte sein, dass ein Energievampir sich besser fühlt, ohne sich dabei aber mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen.

Ich habe in meinem Leben schon eine stattliche Sammlung von Energievampiren.
Wenn die Bevormundung, die Missachtung, ... für mich auf die Dauer nicht mehr tragbar war, habe ich mich von ihnen getrennt.

Immer mit schlechtem Gewissen, was mein eigenes Trauma  mit der mangelnden Liebe und dem Selbstbild betrifft. Ich habe es vor kurzer Zeit gesehen, nachdem ich innerlich mit dem Bruder und der Ablehnung einfach nicht zurechtgekommen bin. Ich liebe dich, liebe mich auch. Ich will nichts mit dir zu tun haben, lass mich in Ruhe. Ich kann nicht mit dir, aber auch nicht ohne dich.

Jedenfalls ist dass, mein Verhalten, jetzt zu ändern. Ich habe im Prinzip gute Antennen, was andere Menschen betrifft und ich merke es auch, wenn ich nichts oder nur wenig zurückbekomme. Es braucht ein Geben und ein Bekommen. Ehrlich gemeint, ohne manipulative Zwecke.

Also Vorsicht walten lassen, und zu Beginn nicht so viel Zuwendung wie sonst geben.
Ich sag auch: Helfersyndrom.

Die Aufgabe ist: "Keine Chance den Energieräubern." Das muss nicht sein, muss man nicht haben.


Das Motto:


Ohne Energie - keine Synergie


 (c) Willy Meurer (1936)


Foto: webandi


Donnerstag, 14. September 2017

Burgi und das Heilversprechen

Ich war heute auf Besuch bei einer guten Bekannten und wieder einmal schockierte sie mich. Da ich ihre Gesprächsthemen bereits kenne habe ich mir vorher vorgenommen, dass ich den Mund halte, wenn sie über ihre Zuständen und ihren Umgang damit erzählt.

Die Frau hat grundsätzlich eine große Lebensangst. Immer schon gehabt, jetzt ist sie 70 Jahre. Seit ca. 25- 30 Jahre nimmt sie Deanxit, ein überaltertes Neuroleptikum, dass gegen Depressionen und Angstzuständen wirken sollte und eigentlich nur für die Kurzzeittherapie eingesetzt wird. Seit einem Jahr kämpft sie mit einem schwankenden Blutdruck, geht phasenweise nicht mehr aus dem Haus, weil sie Angst hat zu sterben und misst an die 100 Mal am Tag ihren Blutdruck. Dann hat sie Schwindel entwickelt, der sie stundenlang quält und ihr extreme Ängste mach. Und was weiß ich nicht noch alles wo es zwackt und zwickt und sie sich fürchtet.

Der praktische Arzt und der Internist haben ihr nach sämtlichen Untersuchungen bestätigt, dass sie keine körperlichen Beeinträchtigungen hat. Auch die Schwankungen des Blutdrucks sind im normalen Bereich.

Der Internist hat sich getraut, ihr zu sagen, dass er der falsche Arzt für sie ist und sie zu einem Psychiater gehen soll.

Und nachdem sie den Termin beim Psychiater abgesagt hat, ist sie mit einer Bekannten zu einem Bioenergetiker gefahren, dem sie jetzt monatlich 60 Euro zahlt und der sie mittels Fernheilung, einmal war sie persönlich bei ihm, von ihren Ängsten soweit befreien möchte, dass sie nur mehr die normale Grundangst spürt.

Jetzt ist sie heute, wegen ihrem dauernden Schwindel zum praktischen Arzt gegangen, der meint, es kommt von der Halswirbelsäule, sie soll sich ein hartes Kissen für das Genick zulegen, genügend trinken, ihre Brille aufsetzen und zusätzlich hat er ihr ein Medikament gegen Schwindel aufgeschrieben, dass sie jetzt 3 Wochen einnehmen soll.

Zu Hause hat sie den Bioenergetiker angerufen und der hat ihr versprochen, dass er etwas macht, damit sie von ihrem Schwindel befreit wird. Die Medikamente kauft sie sich nicht. Und es ist ihr bewusst, dass sie zum Arzt läuft und dann nicht das tut, was er ihr sagt. Trotzdem geht sie hin.

Ich war so entsetzt, von der Geschichte, dass ich meinen Mund einfach nicht halten konnte.

Das kann man doch als halbwegs intelligenter Mensch nicht glauben, dass einer mich medial von meinen schweren Ängsten befreien kann.

Ich könnte jetzt zwar sagen, dass der Glaube Berge versetzen kann und auch die Religion eine gravierende Stütze ist, aber das finde ich in diesem Fall nicht angebracht. Wenn diese Methode den Menschen von seinen übermäßigen Ängsten befreien könnte, dann wären wir alle angstfrei.

Sie war ziemlich angebissen auf mich, weil ich sie in ihrer Sichtweise nicht unterstützte, sondern das Gegenteil meinte, nämlich dass der Typ mit diesem Heilversprechen wegen Scharlatanerie angezeigt gehört.

Sie meinte dann nur, ja du glaubst ja auch an die Homöopathie und da sagen sie, dass das nur Zuckerkügelchen sind ohne Wirkstoff. Ja ich glaube an die homöopathische Wirkung, aber weiß auch, dass es das richtige Mittel sein muss, denn sonst wirkt es nicht.

Seufz. Das sollte wohl ihr Totschlagargumente sein.

Also ich nehme mir wieder vor, dass ich den Mund halte. Sie tut das, was sie für richtig hält, und ist damit auch 70 Jahre geworden. 


Gesundheit ist schwer therapierbar.


Erhard Blank, deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler






Mittwoch, 13. September 2017

Entweder - oder

Es tut mir leid, ich habe erst gestern die Kommentare zu meinem letzten Post bekommen.
Ich habe meinen Blog nicht mehr zu Hause am Laptop geöffnet, sondern wenn ich auf Arbeit war habe ich über das Handy kurz nachgesehen, ob ein Kommentar gekommen ist.
Im Prinzip kann ich es mir nur so erklären, dass das Handy möglicherweise eine längere Zeit gebraucht hätte, damit es die Nachrichten empfangen kann. Diese Zeit habe ich nicht gegeben. Einfach schnell nachgesehen, ist nichts da und dann wieder weitergetippt.

Dass das jetzt passiert ist, zeigt nur was schon längere Zeit in meinem Blog los ist, nämlich nichts.
Dabei macht es mir doch immer noch Spass, wenn ich den in der Bloggerwelt unterwegs bin.

Ich habe zwar Vermutungen weshalb ich mich so rausschleiche aus meinem Blog, aber die Sache ist jetzt nicht vom Kopf her lösbar.

Vielleich löst sich die  Blockade, wenn ich sage, hop oder trop.






Montag, 28. August 2017

Die Renovierung ... ist ....

Endlich ist es geschafft. Die Parkettböden sind gelegt und die Zimmer wieder eingeräumt. Der ganze Staub vom Schneiden der einzelnen Dielenbretter ist weggesaugt und aufgewischt.
Für normal wäre das Legen eines Parkettboden kein solcher Aufwand, aber da der Mann an der Quelle sitzt wurde bei uns kein handelsüblicher Boden verlegt, sondern Dielenbrett die "vom Lkw gefallen sind" und ich sag euch, die sind wirklich von einem Auto gefallen. So viel Verschnitt. Was für eine Arbeit.
Das der Bodenleger uns nach 3 Wochen Leben auf einer Baustelle am Samstag nicht im Stich lies, verdanken wir den 50 Euro, die er zusätzlich bekam. Und das sie mir das Laufband in den ersten Stock hievten (über eine steile und schmale Wendeltreppe), brachte beiden Hacklern jeweils 10 Euro ein.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend es ist, sich im Chaos einzurichten und durchzuhalten.

Einiges an Zeugs habe ich weggegeben. Ich hatte ein komplettes Gmundner Keramik Geschirr, ich weiß nicht wie viele Teile, aber an die 100 waren es bestimmt.
Ich hatte es einfach satt, dieses Geschirr und habe mir nur mehr das für mich Schönste behalten. Was soll ich mit diesen ganzen alten Teilen anfangen. Ich mag einfach nicht mehr von Geschirr essen, dass bereits 3 Generationen überlebt hat.
Der Nachbar fragte mich, was ich damit mache, als er die Schachteln gesehen hat und ist dann glücklich damit gegangen. Ja bitte nimm sie mit, alles verschenkt.

Unsere Besitz vom Wohnzimmer hat in 8 Umzugskartons, die dreiviertel gefüllt waren, hineingepasst. Man glaubt gar nicht, wie viel kleines Zeugs man so mitschleppt. Ich bin froh, dass es schon weniger geworden ist.

Die Löcher in der Wand, die ins Freie gehen, wurden alle zugemacht. Also dürfte es jetzt keinen Kalt-Warm Austausch mehr geben und kein Schimmel mehr an diesen Stellen entstehen.

Unter den Laminatböden hatte der Vormieter vor Jahrzehnten seine alten Spannteppichböden als Dämmung gelassen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie die gestunken haben. Was ist da Pisse dagegen. Und in so einem Dreck lebt man jahrelang.
Jetzt riecht es einfach nur neutral und gut.

Aber wie es so ist, zum Ausruhen bleibt nicht viel Zeit.


Ganz liebe Grüße
Ganga




Foto: Ganga


Donnerstag, 17. August 2017

Baustelle - die wievielte?

Ich habe es noch nicht erzählt, aber wir leben derzeit wieder einmal auf einer Baustelle. Bei uns zu Hause sollte nach sämtlichen Renovierungen und Verschönerungen das Wohnzimmer noch ausgeweiselt werden.Vor allem deswegen, weil wir in einer Ecke Schimmel haben und der noch im Sommer behandelt werden muss, damit er dann auch wirklich wegbleibt.

Der Stress begann schon Wochen vorher, weil sich der Mann in der Opferrolle gefiel, dass er ständig nur am Arbeiten ist und ich ihm immer nur Druck gebe. Armes Häschen. Da brauchste aber gute Nerven, das auszuhalten, weil der Kerl ist aggressiv in seiner Opferhaltung.

Jedenfalls haben wir es geschafft einen Maler an Land zu ziehen. Dann meinte der Mann, dass er auch endlich den alten Laminatboden im Wohnzimmer, im Schlafzimmer und im Vorraum herausreißen möchte, weil darunter ist der grausige Teppich vom Vormieter. Und der stinkt sicher gewaltig.

Er war nicht mehr aufzuhalten und organisierte in den letzten Wochen einen Parkettboden, besorgte dieses und jenes.
Der Clou ist, dass der Maler auch ein gelernter Bodenleger ist!
Ich habe letzte Woche jeden Tag Dinge in Schachteln gepackt. 8 Kartons sind es so geworden.

Und so sind der Maler/Bodenleger und ein Helfer am Montag Vormittag angerückt.
Als ich am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kam, war bereits der Boden im Wohnzimmer verllegt  Am Dienstag würde ausgeweiselt werden und der Boden oben gelegt.

Was war dann nach dem Montag?
Die Hackler sind nicht mehr gekommen. Zuerst waren sie auch telefonisch nicht erreichbar, dann meldete sich einer, dass der Handwerker mit Fieber zu Hause liegt und nicht kommen kann. Seufz.
Alles ist möglich.
Heute weiß ich, dass er wirklich krank ist, weil er ein Arbeitskollege vom Mann ist und die beiden sich von Angesicht zu Angesicht gesehen haben. Er kann kaum gehen, weil er so schwach ist und ist zum Arzt. Ich bin gespannt, was er ihm sagt, denn Grippesymptome hat er keine.

Na jedenfalls wir leben im Chaos. Drei Zimmer leer, deren Inhalt in der restlichen Wohnung, und das ist nicht mehr viel, steht. Wir hben noch Platz für das Bett, aber dann wird es schon eng.
Unbekannt, wann der Handwerker wieder kommen kann.

Es stresst mich durchaus, auch wenn wir uns ganz gut mit der Situation arrangieren.
Ich habe mal zusammengeräumt was gegangen ist, ....

Sonntag, 13. August 2017

Konsequenz zeigen

Jetzt habe ich den geschriebenen Post gelöscht, weil er mir einfach so nichtig vorgekommen ist.
Ja ich erlebe durchaus täglich einiges, aber es ist doch immer wieder das gleiche, diee gleichen alten Kamellen.

Trotzdem, was war eigentlich so?

Am Donnerstag kam ich nach langem nachforschen endlich auf den inneren Konflikt, den ich mit dem Halbbruder in mir austrage.

Ich habe ursprünglich meinem Mann drei Jahre standgehalten, der schon 2010 den Kontakt zu diesem Geschwür aufnehmen wollte. 2013 als der Vater dann im Sterben lag, lies ich mich weichklopfen und rief das Gfrast an. Ich wollte nicht, aber mein Mann meinte, dass muss jetzt sein, die müssen auf seinem Sterbebett versöhnt werden. Scheiß drauf, gar nichts mußten sie. Der Vater hat diesen Typen nicht einmal gegrüßt, wenn er ihn sah. Gut, dass ist ein anderes Thema und man kann auch sagen, er hat als Vater versagt und zeigt seine mangelnde Liebesfähigkeit. Aber trotzdem bin ich überzeugt, dass mein Mann den Kontakt wollte und nicht mein Vater. Und auch ich wollte den Kontakt zu diesem Gfrast nicht, sondern es war die Sache meines Mannes.
Und ich meinte dann, dass ich mit einem (Halb)bruder halt irgendwie familiär umgehen muss. Hab weggesehen, wenn es um ihr asoziales Verhalten ging.
Hab ihnen auch die Stange gehalten, als mein Mann immer wieder mit dem Halbbruder Konflikte hatte. Aber eines weiß ich jetzt, es war die Sache meines Mannes mit dem Geschwür in Kontakt zu kommen und zu bleiben. "Nein, Ganga, dass kannst du doch nicht machen. Sei nicht so hart zu diesen armen Menschen. Die Frau leidet unter deinem Halbbruder, der muss geholfen werden. ... "
Was soll das?
Und wie ein Über-Ich ist dieses Muss und dieses 'Du kannst doch nicht' dann über mir geschwebt und ich habe einen inneren Konflikt nach dem anderen in mir ausgetragen.

Es geht um die Konsequenz bei mir zu bleiben. Mich ernst zu nehmen und wenn mein Mann meint, dass muss anders sein, dann ist das seine Sache und er soll es für sich manchen.

Wie oft habe ich ihm gesagt, siehst du nicht, was das für Menschen sind und er wurde aggressiv zu mir, wenn ich sie als Gratler bezeichnet habe. Irgendwann fragte ich ihn, ob er sich denn selbst als Gratler begreift, dass er es notwendig hat die anderen so heftig zu verteidigen. Dass hat ihn wohl zum Nachdenken gebracht, weil er seine Aggressivität mir gegenüber dann aufgegeben hat.

Ich bin von meinem Mann hinein theatert worden und auch der Rechtsanwalt hat gemeint, dass es die bessere Strategie ist, einfach das Testament zu ignorieren und den gesetzlichen Erbanspruch durchzuziehen. Ich hätte nicht mittun müssen. Hätte Nein sagen können. Ich will mein eigenes Ding. Jeder soll sich seines selber machen. Und das habe ich nicht getan. Obwohl ich es gewußt habe, dass ich es so machen sollte. Ich habe es gewußt und nicht gemacht und dass ist mein Fehler und meine Verantwortung!

Meine nächste Handlung wird die sein, dass ich ihm sage, dass ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben möchte, dass ich die Nase voll habe von ihnen.
Zuerst dachte ich, für diese Entscheidung und die Umsetzung brauche ich Mut, aber dass ist kein Mut, sondern es ist eine Selbstverständlichkeit, das zu machen, was ich für richtig halte.


Ich schütte Asche auf mein Haupt, verteile es auf meinen nackten Körper, wälze mich auf dem Sandboden, greife mir in die Haare, begreife meinen Körper und meine Seele, alles ist grau-schwarz, heule den Mond an, robbe über das Gras zum Feuer und blicke hinein. Es brennt, es verbrennt, wird zur Asche und ist erlöst.