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Montag, 10. September 2012

Sommertag

Heute war ich bei uns in der Nähe im Moor spazieren. Das Herbstlaub riecht man schon intensiv. Es tut der Seele gut, in der Natur zu sein. Zu riechen und zu sehen. Da geht das Herz auf.
Anschließend war ich noch 40 Minuten Rad fahren. Ich merke trotz meines massiven Übergewicht, dass meine Kondition zunimmt. Da ich immer die Angewohnheit habe, Stufen hinaufzulaufen, war ich dementsprechend außer Atem und verschwitzt wenn ich oben angekommen bin. Heute nicht. Das war ein schönes Gefühl. Trotzdem der Tag gut gelaufen ist, hätte ich mir am liebsten am Nachmittag eine Packung Keks gekauft. Irgendwie tut der Zucker der Seele auch gut. Aber ich habe dann doch widerstanden, mit der Motivation, dass ich mir das "leichte" Körpergefühl nicht verderben will.

In den Nachrichten sagen sie gerade, dass am Mittwoch der Herbst kommt. Und statt dass es weitergeht kommt die Werbung. Es geht doch immer und überall um Beeinflussung und Manipulation. Bei der Werbung ist es offensichtlich, in Beziehungen wird es da schon schwieriger das zu erkennen.

Morgen soll es bis 27 Grad bei uns bekommen. Und ich muss um 18 Uhr noch in die Stadt rein, da wir uns in der Meditationsgruppe treffen. Was immer sehr bereichernd ist, aber ich würde gerne einen der letzten heissen Tage am Land verbringen.

Vom Tatort gestern hatte ich mir auch mehr erwartet. Mich hat es gar nicht mal so gestört, dass der Täter schon von Anbeginn klar war, aber es wurden bei den Frauen zu viele Klischees bedient und die Geschichte mit der Epilepsie bei der Kollegin war zu oberflächlich abgehandelt. Ich finde da haben die nordischen Krimis um einiges mehr Tiefe. Ob es jetzt die Lund, der Wallander, der Adler oder Erlendur ist, da bekommt man einfach mehr mit von deren Leben. Und die Fälle sind auch immer sehr intelligent.
Vielleicht soll ich in den Norden ziehen.

Ich denke mir, wenn ich die Scheu vor windigem Wetter (aus Angst mir mein Kreuz wieder zu verkühlen) nicht wieder ablege, werde ich im nächsten Leben in Island landen. Das wäre hart, also ist es vernünftiger das in diesem Leben zu erledigen. Denn nach Island möchte ich nicht. Da ist mir definitiv zu stürmisches und unwirtliches Wetter und das Leben dem angepasst. Nachdem ich das so schreibe, werde ich sicher Island besuchen müssen (im nächsten Leben, wer daran glaubt).

Euch noch einen schönen Abend und morgen einen guten Tag.

Gedanken

Heute nacht hatte ich wieder einen komischen traum. Ich sitze mit meinem mann in der Küche meines vaters und er bekommt eine jause von einer nachbarin, die in der küche werkelt, vorgesetzt. Ich will nichts. Und dann präsentiert sie uns die rechnung für das essen. 46 Euro. Sie bemerkt unseren fassungslosen blick und rechtfertigt sich damit, dass sie von der Freundin meines vaters den auftrag bekommen hat, alles was wir konsumieren, uns auch in rechnung zu stellen. Da wir ja meinem vater das geld dadurch wegfressen.
Das geld, auf das die freundin seit der sachwalterschaft keinen zugriff mehr hat.
Ich habe die Rechnung genommen und ihr gesagt, dass ich das dem gericht vorlegen werde.
Traum zu ende, aufgewacht.

Ich merke doch immer wieder, dass ich mit der moralischen verkommenheit probleme habe. ich werde immer wieder mit geldforderungen konfrontiert. Ich entscheide dann was ich rückerstatte und was nicht.
Mein bedürfniss ist, ihr zu sagen, dass sie aufgeben soll, dass da nichts gutes herauskommen wird. Sie kann doch nicht ernsthaft glauben, dass sie mit der abzocke durchkommen wird. Gut es ist ihr einige zeit gelungen, aber ich habe diesem treiben einen riegel vorgeschoben und der wird halten. Und ja, es ist ein Testament da, nachdem sie nahezu alles erben wird. Geld korumpiert. Mich aber nicht.
Rein vom juristischen und medizinischen Standpunkt hält dieses Testament nicht. Ich habe es ihr auch in der Sachwalterschaftstagsatzung gesagt, dass ich es anfechten werde.
Es kann nicht sein, dass ein mensch einen anderen menschen, der hilfsbedürftig ist (und von seiner langjährigen lebenspartnerin gerade verlassen wurde), derart ausnutzt. Ich finde, dass darf man nicht durchgehen lassen.
Ich habe in letzter zeit immer mehr geschichten gehört, wo auf einmal bei hilfsbedürftigen menschen irgendwelche leute auftauchen; die riechen die möglichkeiten förmlich. Das das ein Geschäft geworden ist, war mir vorher nicht bewußt.

Auch bin ich , glaube ich, enttäuscht, weil sie doch sooooo nett war. Also nicht nur hilfsbedürftige menschen gehen so jemandem auf dem leim. Die Zähne wurden ihr bezahlt, ein auto hat sie bekommen um mit ihm ausflüge zu machen, die wohnmöglichkeit auch nach seinem tod war zugesichert usw.
Die frau hat uns schon damals ausgelacht, weil sie genau wusste, dass ihr so und so alles gehören wird.

Es wird alles seinen lauf nehmen. Jeder hat sein karma. Ich merke, dass ich sauber bleiben will. Für mich persönlich steht auch nicht mehr das Geld zur debatte (ganz zu Anfang schon, mein Mann hat mich da auch aufgehusst), sondern, dass ich meinen job als sachwalterin korrekt mache.
Zuerst habe ich mich hinter meiner proffessionalität verstecken und anhalten können, um die schwierige vater-tochter beziehung auszuhalten. Jetzt ist es mir schon möglich ihn als vater zu bezeichnen, nicht mehr als herr soundso.

Wenn ich mir denke, dass ich mir noch im Juni vom Arzt eine Packung Beruhigungstabletten aufschreiben lies, damit ich einige anstehende Termine überhaupt wahrnehmen kann, dann ist da schon viel passiert.

Nochmals auf's karma zu sprechen zu kommen. Diese Frau geht ihren weg und ich gehe meinen weg. Jede ist so geworden wie sie ist.


Sonntag, 9. September 2012

Sonntag

Das Wetter ist traumhaft. Den ganzen Tag habe ich die Türen zum Garten offen. Das ist wie ein Raum mehr. Heute war ich ja besonders faul, obwohl ich habe Apfelstrudel gebacken und Haare gefärbt, der Film "Piraten der Karibik" ist nebenher gelaufen. Die Zeit ist einfach verflogen. In der Sonne liegen, den Schmetterlingen zusehen, auf der Terrasse sitzen, die Beine hoch, ... was will man mehr. Im Blog schreiben, andere Blogs lesen und sich vornehmen, dass ich heute am Abend eine halbe Stunde für die Hausarbeit investiere. Und wieder auf der Terasse sitzen. Die Luft ist herlich.
Dunkle Gedanken lassen mich den Tag über zufrieden.

Und Träume sind Schäume.

Freitag, 7. September 2012

Das Wochenende kann kommen

Am Montag soll es schönes Wetter geben und ich kann mir einen Urlaubstag nehmen. Vielleicht fahre ich nach Frauenchiemsee. Die Gärten stehen sicher noch in voller Blüte. Und Fisch essen.




Gott sei Dank fängt heute das Wochenende an. Das Wetter soll schön werden und ich werde einige Spaziergänge unternehmen. Die Wohnung ist sauber. Die Wäsche gewaschen, was will ich mehr.
Heute habe ich mir aus der Reinigung meine Teppiche abgeholt, auch die sind also sauber.
Im Garten gehört der Rasen gemäht, dass wird eine Arbeit für morgen. Und sonst kochen, essen, lesen, Rad fahren, in der Natur sein, riechen, schmecken, abschalten, die Sonne spüren.


 Zum Teppich muss ich sagen, dass der im Keller gelegen ist und schon zu Schimmeln begonnen hat!! Er ist wirklich wieder sauber geworden und riecht neutral. Ich habe ihn sofort in der Wohnung aufgelegt.





Gestern bin ich auf ORF III beim Film "Kameramörder" hängen geblieben. Da ging es um 2 Pärchen und ein Snuff Video und drei verschwundene Kinder. Der Film war hart. Ich merkte es auch, dass ich einige Stunden lang nicht einschlafen konnte.

Was passiert eigentlich mit den ganzen verschwundenen Kinder? Es gibt ja Organisationen, Elternvereine usw. die verschwundenen Kinder suchen. Wäre interessant was die dazu sagen? Ich kann mir vorstellen, dass diese Kinder von Erwachsenen gekidnappt werden und wirklich als Sklaven gehalten werden. Es gibt sicher genug Menschen, die an solchen "Spielen", mir fällt jetzt leider kein geeigneter Name ein, Gefallen haben, deren ganzes Denken sich um diese Machtausübung dreht. Man hat es unter anderem ja mitbekommen wie vor einigen Jahren in Belgien dieser Pädophilenring aufgedeckt wurde. Oder auch der Fall mit Natascha Kampusch. Wenn man sich vorstellt wie viele Kinder verschwinden auf der Welt und eben nicht nur durch eine Militärjunta. Schauderbar. Da kann man glatt froh sein, dass man gut durch das Kindheitsalter gekommen ist.


Noch Fotos vom letzten Campingurlaub in Bad Radkersburg entdeckt.



Jetzt habe ich gerade ein Foto vom Campen entdeckt und mir gedacht, dass es doch leicht nach einem Zigeunerlager aussieht bei uns.







Donnerstag, 6. September 2012

Ein Tag wie dieser

Heute war ich nochmals beim Osteopathen, was mir sehr gut getan hat. Er hat viel cranio sacral arbeit im Stirn und Nasenbereich gemacht. Hinterher hat es stundenlang noch in der Nase weh getan, dafür kann ich aber wieder gut durchatmen. Am späten Nachmittag, als ich nach Hause kam, schlief ich erst einmal 2 Stunden und ich merke, dass dieser Tag gelaufen ist. es ist Ruhe angesagt. Schlafen und liegen. Entspannen.
Das Märchenbuch von Luisa Francia liegt schon einige Tage neben meinem Bett. Ich liebe es, darin am Abend zu lesen. Die Geschichten sind so positiv und lustvoll. Es freut mich, dieses Buch gekauft zu haben.
Und ja, ich denke schon daran, was ich in meinem Leben noch machen möchte. Nach was mir ist. Was mich erfüllen würde. Seit langer Zeit fällt mir aber darauf nichts ein. Da kann ich also nur hoffen und mich interessiert und offen halten.
Auch im Bereich Fortbildung finde ich nicht das richtige. Ich würde so gerne ein Seminar zum Thema "Streitkultur" besuchen, bei mir zu Hause gibt es aber kein interessantes Angebot dazu. Nach Wien könnte ich fahren. Vielleicht tu ich das auch.
Ich habe nämlich vor zwei Monaten ein Buch zu diesem Thema in der Bücherei gefunden. Von Susanna Jalka "Streitkultur" und dieses Buch hat mich einfach begeistert. Es ist klar, das wir alle immer wieder streiten, aber wie wir es tun, darauf kommt es an. Nicht den anderen vernichten wollen, sondern selbst zur eigenen Meinung zu stehen und den anderen verstehen wollen um was es dem geht.
Es hat mir gefallen, dass sie schreibt, dass es Konflikte gibt, die lassen sich nicht lösen, mit denen muss man leben. Und da kann man dann Kompetenz zeigen. Denn das was ich nicht ändern kann, mit dem muss ich leben.
Andere bezeichnen das auch als wichtige Erkenntnis in der Resilienzforschung, sprich Widerstand gegen widrige Umstände entwickeln. Wieso kommen Menschen mit einer bestimmten Situation besser zurecht als andere. ein Kennzeichen ist anscheinend, dass diese Menschen Umstände, die sie nicht beeinflussen oder verändern können, akzeptieren und sich darauf einstellen. Na ja, ist sicherlich sehr wichtig und spannend, es hört sich so verdammt einfach an. Aber es gibt ja auch Menschen, die das Leben leichter tragen als andere.

Dienstag, 4. September 2012

Ein guter Tag

Ich habe mir einige DVD's gekauft, die ich mir in den letzten Tagen von vorn bis hinten ansehe. Es sind keine literarisch wertvollen Inhalte, sondern sie haben reinen Unterhaltungswert. "Death in Paradies", eine schräge BBC Serie, die in der Karibik spielt.  Nachdem ich die Inhalte eh schon kenne, verwende ich die DVD's zum Einschlafen am Nachmittag, wenn ich von der Arbeit heimkomme. Ich schlafe in der Nacht nämlich wieder total schlecht. Ich kann einfach nicht einschlafen. Obwohl ich diszipliniert um 22 Uhr 30 schlafen gehe. Wenn ich einige Stunden Schlaf zusammenbekomme kann ich schon froh sein.
Ich sage mir dann auch immer, dass alles gut ist. Es stimmt auch. In der Arbeit haben wir uns wirklich zusammengerauft. Heute ist meine Kollegin wieder zu mir gekommen und hat zu mir gesagt, dass sie froh ist, dass die Kränkung von damals ausgeräumt werden konnte. Ich auch. Was ein unglücklich gelaufenes Gespräch vor 12 Jahren alles anrichten kann. Umsonst heisst es nicht "Die Rache wird am Besten kalt gegessen", "Man trifft sich immer zweimal" und "Irgendwann kommt sie schon in meine Gasse".
Und sie meint, das "sowas" (Mobbing) nie wieder passieren wird.
Na hoffentlich. Ich wundere mich selbst, dass ich soviel Durchhaltevermögen hatte. Ich glaube aber deshalb, weil ich so eine Wut hatte auf meine Kolleginnen und ich nicht einsah, dass ich gehen sollte. Die Eine hat erwartet, dass sie von ihren Kolleginnen gepflegt wird, was diese auch im Übermass getan haben. Erst wie diese ihre Unterstützungangebote massiv eingeschränkt haben im letzten halben Jahr hatte ich wieder eine Chance. Jedenfalls entschuldigen sich die diversen Kollegen und Koleginnen schon seit geraumer Zeit immer wieder bei mir. Und die behinderte Kollegin schimpft lieber über ihre Familie, die sie angeblich nicht so versorgen wie wir und macht nicht mehr Stimmung gegen mich. Ich gehe mit ihr auf die Toilette, öffne ihr die Türen, bringe ihr Kaffee und bei Bedarf Wasser. Und das mittlerweile ohne Ärger in mir. Im Gegenteil, ich bin stolz auf mich, dass ich es mittlerweile innerlich so gut hinbekomme. Wenn ich etwas nicht verändern kann, muss ich lernen damit umzugehen. Berichte musss ich ihr keine mehr schreiben, da schauen die anderen KollegInnen schon darauf, denn die neue Parolle ist, nicht mehr zuviel zu tun und da schere ich sicher nicht mehr aus.
Als ich noch sämtliche Berichte schrieb, hatte ich vor lauter Wut, dass ich das tun musste um wieder einen Stand in der Arbeit zu bekommen, starke Schmerzen in beiden Handgelenken. Ich musste sogar immer wieder Schienen tragen. Medizinisch gab es aber keinen Befund.
Darum sage ich mir, es ist wieder alles in Ordnung, weil es in Ordnung ist.







Samstag, 1. September 2012

Hallo, jetzt melde ich mich wieder zurück aus dem Urlaub und der ersten Arbeitswoche.
Wir sind schon einen Tag früher nach Hause gefahren, weil uns die Hitze gereicht hat. So schön es auch war, aber Hitze kann auch anstrengend sein. Also haben wir den ersten Tag genutzt wo das Wetter in Salzburg schon regnerisch geworden ist und die Fahrt von der Hitze in die relative Kühle geführt hat. Es war dann auch erholsam, noch einen Tag, den Sonntag, zu Hause verbringen zu können. Das Auto war schon ausgeräumt, die wenigen Sachen haben wir verräumt und Wäsche waschen ging nebenbei.
Wir haben auch bescheiden gelebt und wenig an Wäsche usw. gebraucht bzw. immer wieder gewaschen. Trotzdem war es für mich wieder toll zu Hause zu duschen. Denn im Campingbus achtet man doch auf nicht zu viel Wasserverbrauch.
Ich denke mir, in welchem Luxus wir wohnen. Zu Hause hat schon eine Bücher und DVD Lieferung von Amazon auf mich gewartet.

Die erste Arbeitswoche ist naturgemäß immer anstrengend. Ich war froh, wenn ich Heim gekommen bin, dass ich mich vor die Glotze liegen konnte. Sogar zum Radfahren und Spazierengehen oder für meine Yogaübungen war ich zu faul.