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Sonntag, 2. August 2015

Ich hab Lehrgeld bezahlt

Ich hatte ja vor einigen Tagen wieder eine schräge Begegnung mit der neuen Familie.

Der Junge ruft mich an, und sagt mir, dass die Mama heute Geburtstag hat. Schockschwernot. Das habe ich ja ganz vergessen. Und jetzt habe ich mich gerade auf meinen wohlverdienten Spätnachmittag gefreut. 
Der Arbeitstag war heute schön und ich freute mich schon darauf, meinen Körper zu spüren, Rad zu fahren. Duschen und Haare waschen waren geplant.  
Und dann der Anruf des Jungen. Und weil ich ja noch immer glaube, dass seine Familie Scheiße ist, frage ich ihn, wie es ihm geht. Und natürlich wollte ich hören, dass nicht alles im Lot ist und so war es dann auch.
Dass die Mutter eine blutige Blasenentzündung hat und er jetzt schon den ganzen Tag beim Fischen ist. Er habe der Mutter gesagt, sie soll sich mal zu Hause niederlegen. Weil sie ja auch Geburtstag hat.
Mama und Papa streiten immer. Heute ist der Papa nach so einem Streit weggefahren und hat ihr gesagt, sie soll verschwinden. Der Mama würde es so gut tun, wenn sie mal mit mir oder anderen hinauskäme.
Und er selbst muss immer seine freien Tage beim Fischen verbringen, dass geht ihn schon so an. Und ständig muss er die Nächte im Auto sein und der Papa redet immer so blöd daher. ………
Und er weiß auch nicht, was er machen sollte. Ihn gehe nur alles an. Und wenn ich zur Mama fahren, ob wir ihn vom Fischen abholen können?

Ich bin sehr, sehr traurig, mir tut der Junge unendlich leid, ich habe großes Mitgefühl für die Schwägerin. Mein Herz ist schwer geworden. Ich weine ein paar Runden.
Ich möchte gerne helfen und vor allem dem Jungen Trost spenden. aber ich weiß auch, dass ich mich da ja nicht einmischen darf. Ich stecke in der Zwickmühle.
Also mache ich mich auf den Weg.

Ich habe der Schwägerin eine schöne Orchidee im Blumenladen gekauft und bin auf gut Glück zu ihnen nach Hause gefahren. In meiner Vorstellung hatte ich das Bild, dass die arme Schwägerin im Bett liegt, mit Fieber und komplett marode ist, sie sich über die Orchidee freut und wir darüber sprechen, dass sie besser auf sich achten sollte. Endlich auch einmal Zeit ohne den Alten zu haben. Also der böse und schlimme Alte. Die Frau und der Junge, die unter ihm so leiden.

Tja. Als ich mit dem Auto vorm Haus stehen bleibe, ruft mir der Bruder schon ein Hallo vom 1.Stock zu. Sie sitzen im Stüberl, auf der Terrasse. Mich trifft der Schlag denn mit ihm habe ich nicht gerechnet. Ich bin aus dem Konzept gebracht. Die Schwägerin ist auch oben. So steige ich mit der Orchidee die wackeligen Stufen zu ihnen hinauf und bin auf den Bruder sauer, dass er da ist. In meiner Vorstellung soll es anders laufen.
Es gab ein großes Hallo, weil ich komme und zum Geburtstag gratuliere. Ich bin froh, dass mich der Junge erinnert hat. Was da los gewesen wäre, wenn ich nicht mit Geschenk persönlich gratuliert hätte. So halte ich mich an die Konvention und dann kann ich wieder für die nächsten Wochen und Monate verschwinden.
Ein Freund sitzt noch am Tisch dabei.
Ich bin verwundert, dass die Schwägerin im luftigen Rock und in Flip-Flops dabei sitzt und nicht mit Decke im Bett oder auf dem Sofa liegt. Sie wirkt zwar leicht angeschlagen aber sonst fit.
Ich erfahre, dass der Arzt heute so ungut zu ihr war und sie nicht mehr drangenommen hat, nur weil sie heute länger im Bett liegen geblieben ist. Jetzt muss sie morgen nochmals hin.
Mein Mitgefühl ist schlagartig weg.

Mein Bruder will meine Aufmerksamkeit und die bekommt er auch, wir haben über viele Themen zu sprechen. Und immer wieder danke ich dem Jungen im Stillen, dass er mich angerufen und informiert hat.
Dann beginnt bei der Schwägerin des Handy zu läuten. Der Junge will abgeholt werden. Ja, da hat er wohl keine Chance. Das abgeholt werden kann er sich jetzt in die Haare schmieren und das ich bei seinen Alten bin, das erfährt er von ihr auch nicht. Im Laufe der nächsten Stunde spricht er ihr auf den AB und schickt ihr SMS und drängt auf’s Nachhause kommen. Leicht peinlich ist’s ihr schon und sie wirft mir verstohlene Blicke zu. Und dann beginnt sie zu erklären, dass der Junge so gerne beim Fischen ist. Jeden freien Tag mag er am Wasser verbringen. Und das Heim ist so böse zu ihnen als Eltern, dass er dort alleine ist. Und dann kommt wieder das Argument: „Die trauen ihm so wenig zu.“

Dann wird sie unvorsichtig und erzählt, dass er schon mit fünf Jahre so selbständig war, dass er zum Spar (der zwei Kilometer an der Hauptstrasse entfernt liegt ohne Gehsteig) einkaufen gegangen ist. Und die Betreuer sind so böse auf sie und trauen dem Jungen einfach keine Selbständigkeit zu.
Ja Alte, hast du einen Vogel!? 

Und dann übersehe ich was.
Die Schwägerin tischt Wurst und Käse und Butter und Brot auf und ich esse davon!!!!
Obwohl ich es besser wissen müsste.
Und es ist mir wohl aufgefallen, das sie selbst nichts davon gegessen haben (sie gehen immer essen)! Ich habe noch gesagt, sie sollten doch auch zugreifen, ich komme mir komisch vor, wenn ich alleine esse!!
Also ich esse die angebotene Jause!!!!!
Und um 20 Uhr hat’s dann begonnen. Die nächsten 7 Stunden waren Hölle. Als dann alles aus mir raus war, ging es mir wieder gut.

Also, dass das kein Virus war ist auch klar. 
Weiß ich doch, dass sie es nicht schaffen, das Essen vom Auto in die Küche und dort in den Kühlschrank zu stellen. Hat mir doch auch der Junge am Telefon erzählt, dass sein gefangener und ausgeweideter Aal seit zwei Tagen im Auto liegt und den Weg in den Tiefkühler nicht gefunden hat und bereits stinkt (wieso er ihn nicht selbst in den Kühler gelegt hat? ..der Raum ist abgesperrt). Die Schwägerin erzählte mir zufällig von dem gefangenen Aal und dass sie ihn gleich in den Tiefkühler gelegt hat. Ich hab’s Pokerface auf.

Als ich wieder nach Hause fuhr, rief ich den Jungen nochmals an und habe ihm erzählt, dass ich dort war und auch mitbekommen habe, dass er heim wollte. Er hat dann abgewiegelt und meinte, er wollte nur, dass ihm wer etwas vorbeibringt.
Gruß und Kuss, und wir sehen und hören uns.


Kommentare:

  1. Liebe ganga, Du hast mein volles Mitgefühl und ich hoffe, dem Magen gehts auch wieder gut. Ja, ich hab diese Erfahrung auch schon zig mal gemacht - da bekommt man Mitleid und läuft im Endeffekt doch nur wieder in die Falle. Das ist sowas von böse. Und mal nur so gedacht - hast Du mal überlegt, ob die dem gesagt hat, der Junge soll Dich anrufen und Dich an den Geburtstag erinnern? Vielleicht hat die sich nicht getraut und den Jungen vorgeschickt, damit er Dich dann sozusagen dahin lockt? Der Junge kann bestimmt nichts dafür, der wird bestimmt tun müssen, was die Mutter sagt, aber ich bin da sehr vorsichtig geworden mit den Kindern von solchen Leuten. Die werden von solchen oft vorgeschickt und animiert oder gar gezwungen, wenn die sich selbst nicht trauen.

    An Deiner Stelle würde ich nie wieder mein Vorhaben zurückstellen für diese Leute. Solche reden sowieso hinterm Rücken, da können sie noch ein bisschen mehr reden, aber Hauptsache man hat seine Ruhe und geht denen nicht auf den Leim.

    Hab einen schönen restlichen Sonntag!

    Lg
    Clara

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    1. Liebe Clara,
      ja ich bin in die Falle getappt, ihnen auf den Leim gegangen. Der Magen war zum Glück nach diesen Stunden relativ schnell wieder in Ordnung.
      Schon wie mich der Junge angerufen hat, habe ich mir kurz gedacht, ob sie ihn dazu animiert haben. Irgendwie ist mir sein Anruf leicht komisch vorgekommen. Und wie sollte er wissen, dass ich mich noch nicht gemeldet habe bei ihr. Ich halte es durchaus für möglich, dass es eine Inszenierung war. Es würde zu den Erwachsenen passen und ich merke meine Naivität im Umgang mit solchen Leuten. Ich muss dir ehrlich sagen, ich habe ja diesen Gedanken, dass sie mich anschmieren, gleich wieder verworfen. Abgetan.
      Dein letzter Absatz gibt mir sehr zu denken. Geärgert habe ich mich auch wirklich, dass ich wegen denen meine Tagesplanung über den Haufen geworfen habe, aber dann habe ich diesen Gedanken auch verworfen.
      Ich hätte meines machen sollen!!!! Und jetzt gehe ich noch weiter und sag mal, Anrufen hätte gereicht und das am Abend, nach meinem Wohlfühlprogramm. Ich muss da drüber noch nachdenken. Das ich wichtiger bin. Und gerade diese Menschen sind ja eh sowas von komisch für mich, tief einfach.

      Ich wünsche dir einen schönen Wochenanfang, mach es gut

      LG
      ganga

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    2. Hab Du auch einen guten Wochenstart und eine schöne Woche.

      Liebe Grüsse
      Clara

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  2. Langsam kommt es dahin, wohin es nie kommen sollte, wenn die Kette mal durchtrennt werden sollte. DER JUNGE IST EINE PERSÖNLICHKEIT! EINE EIGENE SEELE! und er tut mir unendlich leid, dass er in diesem "Elend" aufwachsen muss. Ich wünsche mir für ihn, dass er von anderen Menschen NICHT im Kontext seiner Eltern - für die er nichts kann - behandelt wird, sondern so wie mensch ein ganz normales Kind seines Alters behandelt.
    Nur, dass er mehr braucht, hin und wieder eine Erklärung für etwas, was in "Normal-Familien" selbstverständlich ist.
    Ich wünsche mir für den Jungen, dass er bald bald ganz was anderes kennenlernen darf und sich emotional erholen kann.
    Das Heim kann das nicht leisten. Eine wirklich ambitionierte Pflegefamilie (sowas soll es geben) wäre sicher eine Chance für ihn.
    Liebe B. ich weiß, dass dir das nicht hilft, was ich hier schreibe. Du kannst es auch ruckzuck löschen, kein Problem. Aber es ist meine Erfahrung aus dem Leben:
    Wenn nötig, ziehe der Mensch gern alles zur Bewertung einen Menschen handeln heran, was ihm zugänglich ist.
    Wenn aber nicht, gib jedem Menschenkind jeden Tag eine neue Chance.
    Wahrscheinlich habe ich meine Gedanken nicht klar rüberbringen können..........hm.......
    also noch mal anders: wenn man ein Kind immer nur Kontext seiner Erzeuger sieht, entsteht sowas ähnliches wie eine (passive) selbsterfüllende Prophezeihung.
    Pass gut auf dich auf und was ich schon lange fragen wollte: warum sagst du den Eltern nicht mal, was du von ihnen hältst? Die Magenverstimmung wäre ein guter Anlaß!!!!
    Ich wünsche dir ganz starke Nerven und alles alles Gute
    M.

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    1. Ja, aber das Problem ist, dass ihn die Eltern nicht alleine in meine oder des Mannes Nähe lassen!! Da muss er neben dem Vater oder der Mutter sitzen und darf sich nicht wegbewegen. Sage ich, gehen wir doch vors Haus spielen, steht die Mutter mit auf vom Tisch.
      Immer habe ich die beiden Alten auf der Pelle. Und hätten wir den Jungen auf unseren Urlaub mitgenommen, wären die beiden Alten mitgefahren. Letztes Jahr wollten sie das eh schon inszenieren. Das kann ich nur ablehnen.
      Tja, und das der Junge nicht in den selben Topf wie die Alten geworfen werden soll, stimmt sicher. Aber er liebt seine Eltern auch und möchte von ihnen geliebt werden. Solange er so klein ist,wird er im Endeffekt immer zu den Eltern halten.
      Nur das Heim bzw. das Jugendamt kann dem Jungen helfen, dass seine Situation verändert wird. Seinem Bezugsbetreuer soll er sagen was los ist (glaube auch dass er das schon gemacht hat), die können die beiden Idioten unter Druck setzen (ich bin für Daumenschrauben anlegen!) und ich vermute mal, dass die ihnen schon die Presse angesetzt hben. nur solche Menschen sind sehr resistent.
      Leider sehe ich dem Jungen die Lieblosigkeit an, er wirkt verloren und ich habe ihn schon lange nicht mehr lachen gesehen.
      Ja, ich werde versuchen den Jungen als eigenständige Persönlichkeit zu sehen. Leider hatte er nicht die Chance in ein stabiles Familienleben einzutauchen und die Liebe kann das Heim nicht vermitteln. Aber vom Kopf her weiß er, dass seine Situation nicht OK ist.
      "jedem menschenkind jeden Tag eine neue Chance geben" - sehr schwierig, die Idee ist aber bedenkenswert.
      Ich habe mir auch schon gedacht, ob ich mal was sagen soll, aber ich sehe nicht, dass es an der Situation positives ändern wird. Aber irgendwann kommt vielleicht auch für mich die Zeit ...

      Liebe Grüße
      ganga

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    2. Liebe B., was hindert dich, den Eltern zu sagen: wir machen (zum Beispiel) am Wochenende einen Ausflug und würden den Jungen gern mitnehmen! (als Aussage, eher NICHT als Frage formuliert)
      Wenn sie dann "hurra" rufen und "wir kommen mit" dann zu sagen: Nein, das geht nicht! Wir fahren maximal zu dritt! Auf Anfragen, warum.......bei solchen Menschen muss man mit einem Warum rechnen....kannst du dir verschiedene Antworten bereitlegen. Meine wäre wahrscheinlich: weil wir max. zu dritt fahren! :-)
      Naja, es gibt auch andere Optionen. Mensch kann sich auf Ausreden vorbereiten oder wirklich einfach klar die Wahrheit sagen.
      Es ist schwer, ich weiß.......
      ich denk an dich!
      M.

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    3. Ja, das sind sehr gute Überlegungen und ein Ausflug wäre sicherlich machbar. Ich habe halt einfach Sorge wegen der Nähe und stecke im Konflikt fest. Seit ich den Jungen kennengelernt habe, weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll. Mal bin ich überzeugt, das der Kontakt zum Jungen wichtig wäre, dann wieder nicht.
      Ich denke mir, die haben ihr soziales Netz und der Junge hat den Bezugsbetreuer. Die Familie ist voll versorgt.
      Und wenn ich da präsenter bin, mir der Junge immer wieder sein Herz ausschüttet, aber im Endeffekt sicherlich zu Mama und Papa gut stehen will, werde ich mit meinem Mitgefühl für den Jungen zwischen den Fronten aufgerieben werden.

      Was mich an der Distanzierung doch immer wieder hindert ist der schlechte Zustand des Jungen. Ich gelange dann immer wieder an einen sehr schmerzhaften Punkt und werde sehr wütend auf diese Eltern. Und wenn ich mit den Jungen Ausflüge mache, dann muss ich mich immer wieder mit ihm und seinen Anverwandten auseinandersetzen. Vor der Verpflichtung graut mir. Und würde ein Kontakt im Endeffekt was bringen? Oder wäre es wieder so eine Sache, wo jemand helfen möchte und dann doch sehr rau am Boden landet. Der hilflose Helfer und wo es wichtig ist zu gehen und sein zu lassen.
      Ich weiß auch nicht. Dann frage ich mich ob es so etwas wie Karma gibt, dass mir der Junge geschickt wurde und Möglichkeiten eröffnet werden oder ist so ein Gedankengang einfach Neurose.

      Eine sehr schwierige Angelegenheit, ich weiß auch nicht was ich machen soll
      ganga

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    4. ein Beispiel:
      ein Kind lebte bei seinen Eltern mit seinem kleinen Bruder, 6 Jahre jünger.Seit dessen Geburt war das KInd restlos abgeschrieben, hatte keine Chance die Liebe seiner Eltern oder auch nur die Aufmerksamkeit zu erringen. Alles drehte sich in der eh schon problematischen Familie um den Knaben.
      Es war keine asoziale Trinkerfamilie, das auf keinen Fall, sog. Durchschnitt.
      Nun hatte das KInd sehr viel Kummer durch dieses gefühlte Zurücksetzen.
      Es weinte viel und fühlte sich häufig abgeschoben, was rückblickend auch den Tatsachen entsprach.
      Dieses Kind hatte aber eine Tante, die das Dilemma sah und das Kind unterstütze, in dem es ihm immer wieder klarmachte, dass es einen eigenen Menschenwert besitzt.
      Ohne diese Tante wäre das Kind hoffnungslos verloren gewesen.
      Die Tante sagte dem Kind Sachen, worauf die Eltern nie gekommen wären. Nämlich wie sich ein Mensch in diesen oder jenen Situationen verhalten kann oder soll, was es sagen und besser nicht sagen kann, wie es sich schützen kann etc. alles nicht vordergründig, sondern beiläufig.
      Als das Kind älter wurde, durfte es bei der Tante, die selbständig arbeitete, stundenweise aushelfen und eigenes Geld verdienen, es war immer mal raus aus dem Elternhaus.
      (Das ging bei dem armen Kind dann allerdings soweit, dass sich die Eltern auch noch auf das Kind stützten als es älter war, erwachsen).
      Jedenfalls sage ich dir, ohne diese Tante, zu der das Kind immer gehen konnte, wäre es sehr zeitig sehr verloren gewesen.
      Eine Aussenstehende Beobachterin, die einfach immer wieder was über das Leben (beiläufig) erzählte und dem Kind Kleinigkeiten zusteckte.
      Ein Anlaufpunkt........

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  3. Das hoert sich ja schlimm an - es dreht sich alles nur um die Schwaegerin, oder? Den Jungen muesste man da dringend rausholen, aber wie?

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  4. Der Junge wurde mit 9 Jahre, jetzt ist er 12, in einer sozialpädagogischen Wohngruppe untergebracht. Das Jugendamt und die psychologische Gutachterin haben damals die Meinung vertreten, dass der Junge ganz aus der Familie genommen werden sollte und die Familienrichterin hat eigenwillig entschieden, dass der Junge unter der Woche im Heim und am Wochenende bei den Eltern sein sollte.
    Ich bin auch immer wieder fassungslos, wie sich die beiden Eltern dem Jungen gegenüber verhalten und habe mich schlau gemacht. Grundsätzlich kann nur das Jugendamt wieder einen neuen Prozeß gegen die Eltern eröfnen und dort wird dann die Vernachläßigung wieder neu geklärt. Und wenn man sich von aussen an das Jugendamt wendet, muss man auch öffentlich und nicht im Geheimen auftreten. Und wer weiß ob der Junge nicht auch ein schlechtes Gewissen haben würde, wen er sich ganz von den Eltern speziell der Mutter verabschieden müßte.
    Ene sehr schwierige Geschichte. Ich hoffe, dass der Junge genug lernen kann, damit er sein Leben einmal etwas anders gestaltet. Schlimm, sehr schlimm.

    Liebe Grüße
    ganga

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  5. Das hört sich nach einem Fall fürs Jugendamt an, alles andere ist hausgemachter Stress.
    Aussenstehende können da keine Hilfe sein, man kann dem Jungen nur sagen das er Hilfe bekommen kann, wer er sie braucht. Mein Rat raushalten.

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    1. Hallo,
      der Junge ist unter der Woche schon fremduntergebracht in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft. Ich glaube, dass 2009 die Kindesabnahme war und damals hat das Jugendamt vorgeschlagen, dass der Junge ganz aus der Familie genommen wird. Die zuständige Familienrichterin hat dem nicht zugestimmt. So ist er also am Wochenende und einen Teil der Ferien zu Hause.
      "Mein Rat raushalten" -immer wieder erate ich in die Falle, dass ich mich emotional zu sehr einlasse. Das es das gibt. Ich habe es gerade wieder klar bekommen, dass ich mich raushalten soll!!!!!

      Liebe Grüße
      ganga

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