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Sonntag, 6. August 2017

Status quo

Hach, jetzt bin ich seit 2 Wochen wieder im Lande. Die erste Woche auf Arbeit hat mein Kopf noch nicht mitgespielt. Wenn jemand etwas von mir wollte, war ich nur desorientiert und konnte geistig nicht umsetzen was jetzt von mir erwartet wird.
Meine ehemalige Klientin und werdende Freundin Violeta stellte fest, dass es besser ist, sie kommt eine Woche später zu mir ins Büro, weil ich gerade doch stark verwirrt bin. Lach. Ist das ein gutes Zeichen, dafür das der Urlaub gelungen ist? Ich gebe mir eindeutig ein JA.

Mittlerweile bin ich geistig aber wieder im Beruf und Nebenjob angekommen. Aber was ist der Beruf, immer bewerte ich ihn als so wichtig, pfh.
Wie läuft es privat?

Tja, etwas schwierig zu sagen.

Wir hatten ja noch sehr warmes Wetter und die Abende waren extrem lau. Also einfach herrlich und ich war jeden Tag im Gastgarten. Eh immer abhängen mit den gleichen Verdächtigen.
Aber einige erhellende Begegnungen gab es auch.

Leider hat sich aber kein neuer Energieaustauschpartner ergeben und mein Mann schwächelt auch gewaltig.

Violeta soll ich endlich besuchen, damit wir entweder am Nachmittag Eis essen gehen oder an ihren freien Tag schick in das Kaffeehaus eines Nobelhotels gehen. Wir beide dann natürlich auch etwas exquisiter. Ich drück mich drum, wieso eigentlich?
Dass ist dann nicht mehr meine Stammkneipe, wo ich abhängen kann. Da muss ich mich dann schon anstrengen.

Leute fragen, wo den der Pharisäer abgeblieben ist? Maria fand die passenden Worte: Der steigt seiner Frau gerade wieder nach.
Sie hat ihn am See getroffen, mit seiner Frau und seinen 2 Schwestern, die übrigens alle beisammen wohnen! Ich lach mich schief.
Da sehe ich schon Zusammenhänge zu seiner ewigen Lügnerei. Der Typ ist zwar älter an Jahren aber in der Entwicklung steht er in den Kinderschuhen.
Und außerdem brauche ich ihm wirklich keine Träne nachweinen, denn außer seinem Stehvermögen war ich die Kreative.

Letzten Montag, ich steige vom Auto aus, winkt mir von der gegenüberliegenden Straßenseite jemand. Das ist doch der Pharisäer!  Winkt mir wie wild, als wenn wir die besten Freunde wären. Hat der sie noch alle?
Ich war verwirrt, habe ihm im weitergehen gegrüßt, dass war's. Maria sagt, wenn er etwas will, dann weiß er wo er uns finden kann.
Stimmt so. Trotzdem irgendwie schräg.

Die Verwandten musste ich auch zwei mal länger sehen. Letzten Dienstag war der Halbbruder beim Mann und sprach ihn auf eine Lebensversicherung vom verstorbenen Vater an, dass gehöre ihm Geld davon. Alter, hast du einen Schaden?
Jedenfalls brauche ich unter diesen Umständen wirklich kein Wort mehr mit dem sprechen.
Vom Homöopathen habe ich ein Mittel bekommen, weil meine Atemnot und der Druck und die Spannungen eindeutig mit diesem G'frast zusammenhängen. Aber, der Kerl ist auch meine Lernaufgabe.


Ich gehe jetzt schlafen, es ist eh schon halb zwölf. Die Zeit vergeht so schnell, wenn ich hier schreibe und morgen läutet der Wecker um 5 Uhr 30, mit dem Ziel, dass ich um 6 Uhr 30 bereits im Büro sitze. Gähn.

In diesem Sinne, gehabt euch wohl, ich wünsche euch einen schönen Tag.



bei Franziska Becker gefunden



Donnerstag, 20. Juli 2017

Verabschiedung von Griechenland

Es ist kurz nach 8 Uhr und wir treten heute die Heimreise an. Gestern haben wir alles zusammen gepackt und ich merke, als ich vorhin aufgestanden bin, dass ich auch im Auto nichts mehr zu tun habe. Die paar Handgriffe noch, wie Küchenrolle in die Fahrerkabine und Föhn und Wasserkocher wegräumen, die Kabelbox wird noch verstaut, ... sind auch gleich erledigt. Der Laptop vom Mann ist in die Bettdecke eingewickelt, unsere Pässe sind da und Geld haben wir auch noch.

Kaffee wird nicht mehr gekocht, wir gehen Frühstücken zu Alexi und genießen mit Wehmut den letzten Blick auf's Meer und die ruhige Beschaulichkeit des Dorfes.




Die Verabschiedung wird wie immer sehr emotional werden. Sowohl von den anderen Campern als auch von der Familie die den Campingplatz betreiben und zur Familie gehören alle, die Putzfrau, die Köchinnen, der Albander der hilft, die Mutter und Antoni und Aristea mit Mann und Kinder.

Auch von den Griechen, die hier Dauercamper sind werden wir herzlich verabschiedet werden. Es ist ein Geküsse und ein Umarmen, dass es nur so eine Freude ist.

Der Campingplatz ist ein Mikrokosmos und wenn einer der Stammgäste ihn verlässt, entsteht eine Lücke. Im nächstes Jahr, wenn wir gesund sind und nichts anderes passiert, sehen wir uns wieder. Ob der Mann und ich wieder herfahren? Im Prinzip ist alles offen, wer weiß, wo es einen hintreiben wird.
Ob wir alle Camper von heuer nächstes Jahr wieder antreffen werden? Man weiß es nicht. Einige sind bereits über 80 Jahre und auch wenn du jünger bist, heißt es nicht, dass du vor dem Tod oder Krankheit gefeit bist. Irgendwann wird's jeden erwischen und bei einigen ist es absehbar, dass es früher ist.

Wir werden über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien nach Hause fahren. Wenn alles gut geht sind wir morgen Abend zu Hause.

Liebe Grüße
Ganga



Dienstag, 18. Juli 2017

Zwei griechische Sängerinnen


Eleftheria Arvanitaki ist ein griechische Sängerin, die ausschließlich in griechischer Sprache singt. Ich finde keine Übersetzung ihrer Texte, weder in englisch noch in deutsch.
Arvanitaki wird dem Genre Pop zugeordnet.



Eleftheria Arvanitaki - Ton Erota rotao


Sie ist 2014 in der Carnegie Hall aufgetreten.





Haris Alexiou ist eine der bekanntesten Sängerinnen Griechenlands
und lebt in Athen.




Haris Alexiou - To Tango Tis Nefelis         




Sorbas, der Grieche

Alexis Sorbas (griechisch Alexi Zorba), der Grieche ist noch nicht in Vergessenheit geraten.
1946, aus der Feder von dem griechischen Schriftsteller Nikos Kazantzakis stammend, wurde die Figur des Alexis Sorbas von Michael Cacoyannis verfilmt.

Alexis Sorbas ist ein autobiographischer Roman von Katzanakis, lediglich die Namen der Protagonisten hat er geändert und den Schauplatz der Handlung nach Kreta verlegt.
Er hat Sorbas, der ein griechischer Bergbauarbeiter war ,1915 kennen gelernt und mit ihm in einer Kohlemine auf dem Peloponnes zusammen gearbeitet. Nachdem es einige Einstürze in der Mine gab, reisten die beiden Anfang der 20er Jahre in den Kaukassus und betrieben ein Projekt zur Rückführung der Pontos-Griechen in ihre Heimat.
Georgius Sorbas, wie er mit richtigem Namen hieß, lies sich in Serbien nieder. Gründete eine Familie und ist in Skopje begraben. Sorbas und Katzanakis standen seit der Kaukassusreise nur mehr in brieflichen Kontakt. Der Tod von Sorbas war für Katzanakis der Auslöser die Erlebnisse der beiden Freunde aufzuschreiben.

Informationen von Wikipedia





Im Zentrum steht die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und Alexis Sorbas, zwischen einem von Selbstzweifeln geplagten, intellektuellen Verstandesmenschen und einem Lebenskünstler, der seinen Gefühlen und Instinkten vertraut und in völligem Einklang mit sich und der Welt lebt.

Die Handlung dreht sich um eine Kohlemine auf Kreta, um Freundschaft, Liebe, Selbstmord und Lynchjustiz. Sorbas’ Lebensmotto „Das Leben lieben und den Tod nicht fürchten“ ist das Leitmotiv des Romans. Der Autor entwickelt darin seine Philosophie, nach der wahre Freiheit darin besteht, das Leben mit allen Freuden und Katastrophen zu nehmen, wie es ist, zu kämpfen, auch wenn eine Niederlage droht, und das Beste aus jeder Situation zu machen. Dem wird gegenübergestellt die von Aberglaube und traditioneller Frauenverachtung bestimmte dörfliche Mentalität als Beispiel für seelische Unfreiheit und Entfremdung.

Quelle: Wikipedia


Ich selbst habe den Film nur in Ausschnitten gesehen, ist aber schon lange her und ich kann mich nicht mehr daran erinnern.
Aber die Legende lebt.
Eigentlich ein Klassiker, wie "Der alte Mann und das Meer".


Montag, 17. Juli 2017

Griechischer Alltag


Der Mann von Cosmote Griechenland versucht die Telefon- und Internetverbindung ins Dorf wieder herzustellen. Dürfte aber nicht erfolgreich gewesen sein, den seit einigen Tagen bekommen wir die Internet- und Telefonverbindung über Vodafon Griechenland.
Cosmote ist übrigens eine Firma der deutschen Telekom.



Hauptstraße durch's Dorf.



Wie man sieht befindet sich auch der Zählerkasten für Internet und Telefonie hier.
In dieser Form wäre das undenkbar bei uns.
Und trotzdem haben wir nicht weniger Verbindungsausfälle als bei uns zu Hause.



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Ich habe bereits darüber geschrieben, dass hier alte Menschen mit ihren Gehhilfen im Meer unterwegs sind. Das kann nur guttun.


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Ein Leben auf dem Lande. Es ist aber ein schönes Haus wohlgemerkt.
Blumen siehst du überall, auch oft in die großen Dosen von eingelegtem Gemüse gepflanzt.


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Und überall findet man Katzen.



Mal mehr, mal weniger scheu.


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Und natürlich griechische Köstlichkeiten. Das ist ein griechischer Kaffee, groß und ohne Zucker, sketo. Er hat eine wunderbare leicht bittere Note, die nach Kakao schmeckt.
Das Gebäck dazu ist einmalig. Griechen lieben sowohl cremiges mit Vanille und Kakao als Törtchen oder trockene Kekse mit Pistazien, gezuckertem Curry, Kekse ähnlich der Madeleines, ... ich liebe diese Kekse, alle, ich habe noch keine Geschmacksrichtung gegessen, die mir nicht schmeckte. Ich könnte mich praktisch täglich davon ernähren, was ich mir aber verkneife. Seufz.



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Ich möchte das Vollmondfoto noch zeigen, weil's einfach schön war.


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Alexi Zorba, unvergessen.



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Trauer:

Ein Freund von uns, mit dem wir uns hier auf dem Campingplatz treffen wollten, ist leider verstorben. Wir waren kurz vor unserem Urlaub noch mit ihm und der Familie in Kontakt. Sein Bruder ist hier bei uns am Campingplatz.
Was ich persönlich sehr tragisch finde ist, dass ihm in einer Notoperation noch einen Teil des Fußes abgenommen wurde und ihm während dieser Op auch einen künstlichen Darmausgang gelegt wurde und die Ärzte ihm 10 cm vom Darm noch rausschnitten.
Nach der Operation wurde er ins künstliche Koma versetzt und einige Tagen später wurde er wieder aus dem Tiefschlaf geholt.
Ich mag mir gar nicht vorstellen was für ein Schock es ist, wenn du feststellst, dass du einen Seitenausgang hast und dir ein Teil des Fußes fehlt.
Die Familie hat unvorstellbares gelitten.
Letztendlich starb er vor einer Woche an einer Lungenembolie.

Ich weiß nicht wie ich in dieser Situation entscheiden würde, aber ich habe mich so über die Ärzte aufgeregt, weil sie einem schwer kranken Menschen diese Operationen noch antun. Ich unterstelle ihnen, dass sie eine bestimmte Anzahl von Operationen für ihre Facharztausbildung brauchen und auch das Krankenhaus muss wegen der Fördermittel genug Operationen nachweisen. Otto kam ihnen da genau recht. Und als Familie stehst du ja so und so unter Schock und kannst im Prinzip nicht wirklich eine Entscheidung treffen.

Otto ist 58 Jahre geworden, kein Alter, und es hinterlässt große Betroffenheit hier bei uns am Campingplatz. Ein Kranz wurde von uns angeschafft, da sich hier ein buntes Volk trifft bekam die Familie gemalte Karten, eine geschmiedete Laterne und Anteilnahme.
Der Bruder Alfred ist gestern wieder in Thesaloniki gelandet. Ich meine, dass diese gemeinsame Trauerarbeiten für alle gut ist.

Ich sag mal auch wenn im Urlaub ein Teil mehr heile Welt sein kann als im Alltag zu Hause, das Leben bleibt nicht stehen.








Donnerstag, 13. Juli 2017

Cosmote Griechenland fällt ständig aus


Seit einigen Tagen haben wir massive Schwierigkeiten mit der Telefon- und Internetverbindung über Cosmote Griechenland. Irgendwo in den Bergen dürfte ein Gewitter gewesen sein und Blitzeinschläge haben die Leitungen lahmgelegt. Im Dorf beim Zentralschalter, war der Mann von Cosmote bereits unterwegs und versucht zu reparieren.
Leider lassen sich die aufgenommenen Fotos nicht hochladen, den das ist für den Server Zuviel und er fällt wieder aus.



Sonntag, 9. Juli 2017

Früh am Wasser

Die Delphine waren im Golf aber kamen nicht in die Bucht.

Die Fotos sind von heute um 7 Uhr griechischer Zeit. 6 Uhr dann bei uns zu Hause. Es ist unbeschreiblich für eine Binnenlandfrau wie mich, wie viele Farben Blau haben kann.

Ich habe die Fotos nicht nachbearbeitet, nicht geschärft und die Einstellung an der Kamera war auf Natürlich und Tageslicht. Ich kann's immer wieder nicht glauben, dass es so aussieht wie es hier aussieht.



Man beachte das kleine bunte Boot. Es ist aus den 80er Jahren und hat 9 Betriebskilometer auf dem Buckel. Abgesehen von dem ganzen motorischen Schätzen geht es mir um das Design. So etwas schnittiges siehst du heute im Tagesgebrauch nicht mehr.







Man beachte die Seemöwe!




Ich bin in den nächsten Hafen geeilt, aber der Kutter ist vorbei gefahren.
Es gibt keinen Fisch auf dem Tisch.