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Sonntag, 27. Oktober 2013

Tag der Klausur


Museum der Moderne, Salzburg


Flowers and Mushrooms


Wir waren am Donnerstag auf Klausur. Der Ort war wunderschön gewählt, nämlich das Cafe im Museum der Moderne. Man sieht über ganz Salzburg. Die Herbstfarben am Kapuzinerberg waren überwältigend. Das ist einmal eine Location für das Arbeiten.
Und anschließend sahen wir uns noch die obige Ausstellung an. Ein toller Tag. Aber ich musste um 14 Uhr wieder im Büro sein wegen Kliententermine. Um 18 Uhr 30 schleppte ich meinen müden Geist aus dem Bürohaus.


Und so schön auch das alles war, wir haben Probleme in der Arbeit. Alexandra ist am Montag einfach nicht in die Arbeit gekommen. Und schauderbar ist es mit Maria,
Ich bin immer wieder erstaunt, dass es Steigerungsstufen des "Nicht mehr Gehen können" geben kann. Annamaria, ich und der Supervisor warteten im Foyer auf Maria. 20 Minuten zu spät schlich sie aus dem Aufzug. Ich finde keine Worte mehr für ihren körperlichen Zustand. Jedenfalls sah sich meine Kollegin Annamaria bemüßigt, dass sie zu ihr ging und sie die 30 Meter zu uns herbegleitete. Immer an ihrer Seite, da sie schwankte und kaum mehr Zentimeter machte.

Und beim Niedersitzen muss man ihr jetzt auch helfen. Sie halten und führen damit sie nicht neben den Stuhl fällt.
Am Montag ist diese Verschlechterung eingetreten und besser wird es nicht mehr.
Ja, ich schreibe immer wieder viel über den Zustand von Maria, aber ich bin auch immer wieder von neuem schockiert. Am Montag sagte ich auch ganz mutig und frech zu ihr: "So Frau, jetzt wird es Zeit für einen kleinen, wendigen Rollstuhl". Sie nahm es gut, meinte, dass sie das nicht will, weil dann ist es ganz vorbei.
Diese Logik kann man nur akzeptieren.
Ooooohhhhmmmmmmm.

Und sie dürfte schon sehr stark sehbehindert sein, da sie den einzigen riesigen und beleuchteten Button beim Lift nicht mehr sah. Wir verbrachten sie in den Lift und eine fuhr mit ihr hinunter. Dann gingen wir in die Ausstellung.

Die Klausur tat uns gut. Ein Thema war natürlich Alexandra, aber wir verbrachten einfach einen mit Gesprächen anregenden Vormittag miteinander. Der Supervisor ist sehr belesen, wir sind es auch, das kann sehr belebend sein.






 

Kommentare:

  1. war dieser tag dazu da, eure arbeitsproblematik zu besprechen? ist denn was bei rausgekommen?
    sicher war so eine zeit ausserhalb des büros mal erholsam.
    in salzburg war ich auch einmal, hat mir toll gefallen.
    allerdings: zuviele touristen! :-)
    m.

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    1. Ja, die Touristen fallen in richtigen Strömen ein. Aber wir haben den Schloßpark Hellbrunn mit schönen Wanderwegen. Die Stadtalm am Mönchsberg. Alte Wirtshäuser,...
      Ich muss allerdings gestehen, dass ich selbst seit einigen Jahren außer beruflich, wenn ich auf ein Amt oder in die Stadtbücherei und so muss nicht mehr in der Stadt unterwegs war.
      Ich wohne wieder am Land und bin mittlerweile sehr froh, wenn ich der Stadt den Rücken kehren kann.
      Ja der Tag war erholsam. Ob etwas herausgekommen ist, so konkret kann ich das derzeit gar nicht sagen. Ich werde einen Post schreiben.

      Liebe Grüße
      ganga

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  2. Na, der "Ausflug" hört sich ja gut an, nur die Arbeitssituation ist leider noch immer bescheiden, gell?

    Wenn ich das von Maria lese, dann denke ich mir, dass sie bestimmt Angst hat loszulassen - vielleicht weiss sie nicht, was sie mit sich anfangen soll, wenn sie nicht mehr arbeitet? Vielleicht macht es ihr ja auch Angst, weil die Arbeit die einzig vertraute Konstante in ihrem Leben bildet?

    Ach ganga, ich wünsch Dir, dass es sich arbeitstechnisch mal entspannt.

    Salzburg - da war ich noch nie, da möcht ich aber gerne mal hin!

    Lg
    Maja

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    1. Hallo Maja,
      was wäre wenn du mich im Frühjahr, nach deinem Umzug und Einzug usw. in Salzburg besuchen kommst? Du bist herzlich eingeladen.

      Ja, Maria kann nicht gehen, weil dann nichts mehr kommt. Genau, es ist ihre einzige Konstante, nur bei uns hat sie noch soziale Kontakte.
      Danke für deine Anteilnahme.

      Liebe Grüße
      ganga

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  3. Huhu ganga,

    also grundsätzlich, wenn ich es finanziell hinbekomme, dann würd ich Deine Einladung gerne annehmen :)

    Traurig mit Maria, auch weil man so machtlos ist. Ich hoffe für Dich und die anderen Kollegen, dass es bald eine Lösung geben wird.

    Liebe Grüsse
    Maja

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  4. Super Maja,
    du bist herzlich willkommen.

    Ganz liebe Grüße
    ganga

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